Einschlägige Ausschreibungen für Publikations- und Tagungsbeiträge im In- und Ausland.
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- Frist: 31. Juli 2026 „Vielfalt verbindet“Vielfältige Stimmen und Perspektiven sind ein bedeutsamer Faktor für wissenschaftliche Exzellenz und chancengerechte Teilhabe am Wissenschaftssystem. Sie ermöglichen es, wissenschaftliche Fragestellungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und somit umfassendere Forschungserkenntnisse zu erzielen.Um Vielfaltsperspektiven im Wissenschaftssystem zu stärken, Barrieren abzubauen und Partizipation zu fördern, hat das Bundesministerium für Forschung, Technik und Raumfahrt (BMFTR) die Richtlinie zur Förderung von Projekten zur Vernetzung von Interessensvertretungen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen („Vielfalt verbindet“) auf den Weg gebracht. Sie soll dazu beitragen, ein wissenschaftliches Umfeld zu schaffen, in dem Perspektivenvielfalt gefördert wird und alle Ideen Gehör finden, um so die Herausforderungen der Zukunft besser bewältigen zu können. Damit soll auch ein verstärktes Ausscheiden von ohnehin schon unterrepräsentierten Personengruppen aus dem Wissenschaftssystem sowie eine Verengung des wissenschaftlichen Diskurses verhindert werden.Ziel von „Vielfalt verbindet“ ist es, die Vernetzung zwischen Interessensvertretungen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und weiteren Akteuren des Wissenschaftssystems zu stärken. Gefördert werden Projekte, die die Vernetzung und den damit verbundenen Austausch von Ideen zur strukturellen Stärkung von Vielfalt in der Wissenschaft vorantreiben. Dies umfasst die Entwicklung von Konferenzen, Plattformen, Veranstaltungen oder ähnlichen Maßnahmen, die das Bewusstsein für den Mehrwert von Perspektivenvielfalt schärfen, die Partizipation im Wissenschaftssystem erleichtern, den Abbau von Barrieren vorantreiben, die Sichtbarkeit unterrepräsentierter Gruppen erhöhen und die Antidiskriminierungsarbeit im Wissenschaftssystem professionalisieren. Dabei sind Interessensvertretungen aktiv einzubinden und Gesichtspunkte der Intersektionalität zu berücksichtigen. Die Förderung richtet sich an Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, studentische und zivilgesellschaftliche Organisationen und Vereine, Stiftungen und Träger von Bildungseinrichtungen, die über ausgewiesene Diversitätskompetenz verfügen.Das BMFTR unterstützt Projekte mit bis zu 50.000 € bei einer Laufzeit von maximal 18 Monaten. Die erste Frist für die Einreichung einer Projektskizze ist der 31.10.2025; weitere Calls folgen am 31.07.2026 und 30.04.2027. Für die Erstellung der Projektskizze wird eine verbindliche Vorlage zur Verfügung gestellt.Information und BeratungAlle Details zur Förderrichtlinie „Vielfalt verbindet“, ihren Zielen und Inhalten sowie zur konkreten Skizzeneinreichung finden Förderinteressierte im Text der Bekanntmachung.Für alle Förderinteressierten bieten wir ein individuelles Informations- und Beratungsangebot über unsere Hotline an, über die wir Ihnen montags bis donnerstags zwischen 10:00 und 14:00 Uhr für Ihre Fragen und Anliegen zur Verfügung stehen. Auch per E-Mail können Sie uns gerne kontaktieren.Zudem bieten wir für die drei Calls jeweils eine Informationsveranstaltung an. Die nächste findet am 20. Mai 2026, 10:00-12:00 Uhr statt. Informationen zur Anmeldung und Termine werden Ihnen an dieser Stelle bekannt gegeben.Anmeldung zur Informationsveranstaltung: BMFTR - Förderrichtlinie „Vielfalt verbindet“KontaktDr. Karen SchierhornWissenschaftliche ReferentinDr. Evelyn HaynWissenschaftliche ReferentinE-Mail: vielfalt@dlr.deHotline: +49 228 3821 1890 (Mo-Do, 10-14 Uhr)
- Frist: 31. Juli 2026 „Umstrittene Erkenntnisweisen und die Macht der Episteme - Reflexionen (in) der erziehungswissenschaftlichen Geschlechterforschung“Mit dem Call für das Jahrbuch 2028 machen wir die Frage der Erkenntnisweisen und die machtvollen Ordnungen des Epistemischen zum Thema geschlechtertheoretischer Reflexion. Im Sinne einer ‚Geschichte der Problematisierungen‘ laden wir dazu ein, wissenschaftspolitische, erkenntniskritische und methodologische Auseinandersetzungen in der erziehungswissenschaftlichen Geschlechterforschung zu verschiedenen Zeitpunkten aufzuspüren, diese auf ihre Potenziale und Grenzen (im jeweiligen historisch-gesellschaftlichen Kontext) hin zu untersuchen und das ‚Uneingelöste‘ darin zu rekonstruieren.Kann hier für die aktuell anstehenden Kämpfe um epistemische Gerechtigkeit womöglich etwas gewonnen werden? Diese Frage stellt sich uns in einer weltgesellschaftlichen Situation,in der Ansätze einer (herrschafts-)kritischen Wissenschaft unter Druck geraten und sich massiven Angriffen ausgesetzt sehen,in der Versuche zunehmen, gerade auch die Geschlechterforschung zu diskreditieren und zu delegitimieren.Aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen verweisen darauf, dass das akademische Feld alles andere als ein ‚neutrales Gebiet‘ ist. Dies gilt insbesondere, aber nicht ausschließlich, unter Vorzeichen autoritärer Regime. Entsprechend problematische Entwicklungen führen auch an deutschen Hochschulen zu Fragen nach der Verantwortung von (Erziehungs-)Wissenschaft. Wenn Träger der politischen Bildung (insbesondere auch Projekte, die sich auf Diskriminierungskritik und geschlechterreflektierende Perspektiven beziehen) zur Zielscheibe von Kampagnen der Diffamierung werden, wenn über Politiken der Mittelvergabe und des Mittelentzugs oft gerade diejenigen Bildungsbereiche grundsätzlich infrage gestellt werden, die angesichts von Tendenzen der Demokratieerosion unerlässlich sind, so fordert das auch die Erziehungswissenschaft heraus. Über nationale Grenzen hinweg erweisen sich „Pädagogik und Geschlecht als Gegenstand politischer Kämpfe“.Das Jahrbuch 2028 sucht die hier skizzierten kritischen Auseinandersetzungen insbesondere in erziehungswissenschaftlicher Perspektive zu rekonstruieren und – gerade angesichts aktueller Entwicklungen und deren politischer Brisanz – weiterzuführen. Dies geschieht im Bewusstsein dessen, dass auch der Produktionsprozess des Jahrbuchs selbst in die vorherrschenden Strukturen des Wissenschaftssystem eingelassen ist.Eingeladen werden Beiträge zu folgenden Themengebieten und Fragestellungen:Erkenntniskritik: Wie geschieht Erkenntnis und wovon ist sie beeinflusst? (Hier können z. B. auch affekttheoretisch und/oder körperbildungstheoretisch inspirierte Fragestellungen verfolgt werden.)Wissenschaftskritik: Inwiefern bzw. in welcher Weise ist das akademische Feld qua Geschlecht strukturiert, und mit welchen Ein- und Ausschlüssen geht dies einher? (Wie überlagern sich hier unterschiedliche Ordnungen der Differenz, bzw. unterschiedliche Verhältnisse der Ungleichheit?)Wissenschaftsbetrieb: Welche Rolle spielen Transformationen im Wissenschaftssystem (und konkret in den wissenschaftlichen Institutionen) für die Entwicklung von Geschlechterverhältnissen in Wissenschaft und Gesellschaft?Was bedeutet die Auseinandersetzung mit dem Epistemischen für die (veränderte) Theoretisierung von Erziehung, Bildung und Sorge?Wie lassen sich von daher Verhältnisse von wissenschaftlichem Wissen und institutionalisierter pädagogischer Praxis sowie Bildungspolitiken (neu oder anders) denken?Welche Querverbindungen zu anderen Forschungsgebieten und Teildisziplinen der Erziehungswissenschaft könn(t)en dafür produktiv gemacht werden?Erwünscht sind insbesondere Beiträge, die explizit aus einer erziehungswissenschaftlichen und geschlechtertheoretischen Perspektive heraus argumentieren. Diese können historisch, theoretisch oder auch empirisch akzentuiert sein. Sie können auch aus der (aktivistischen) Bildungspraxis heraus formuliertwerden. Eingeladen sind nicht zuletzt Beiträge, die epistemologische Fragen in Praktiken der Textualisierung übersetzen.Wie stets beinhaltet das Jahrbuch über den inhaltlichen Schwerpunkt hinaus einen thematisch offenen Teil, der Raum zur Diskussion aktueller Perspektiven in der erziehungswissenschaftlichen Geschlechterforschung bietet. (Sammel-)Rezensionen oder Tagungsberichte können ebenfalls eingereicht werden. Auch diese müssen sich nicht ausschließlich mit dem Schwerpunktthema des Jahrbuchs beschäftigen. Wir freuen uns zudem über Hinweise auf und Besprechungen von neu erschienenen Dissertationen aus der erziehungswissenschaftlichen Geschlechterforschung.Zeitplan:Sowohl für die Beiträge zum Schwerpunktthema als auch für den offenen Teil bitten wir bis spätestens 31.07.2026 um ein Exposé (bis zu 3.000 Zeichen), das an alle Herausgebenden geschickt wird.Auf der Grundlage der Exposees erfolgen dann bis spätestens Ende September 2026 die Einladungen, einen Beitrag für das Jahrbuch zu verfassen. Die ausgearbeiteten Beiträge müssen bis spätestens zum 31.03.2027 vorliegen. Beiträge zum Themenschwerpunkt umfassen max. 35.000 Zeichen, weitere Beiträge max. 20.000 Zeichen.Zu beachten ist, dass die Einladung zur Einreichung eines Beitrages noch nicht seine Annahme bedeutet. Die Begutachtung der Einreichungen erfolgt über ein Blind-Peer-Review-Verfahren. Rückmeldungen an die Autor:innen erfolgen im Mai/Juni 2027, für Überarbeitungen bleibt dann Zeit bis Mitte September 2027.Der Band wird im Frühjahr 2028 im Barbara Budrich Verlag erscheinen.
- Frist: 31. Juli 2026 Historiquement structurées autour de normes de genre binaires, les activités physiques, sportives et artistiques (APSA) constituent des espaces dans lesquels les transidentités interrogent les catégories de sexe, les formes de catégorisation et les modalités de reconnaissance. Dans une approche interdisciplinaire, cette journée entend analyser les expériences des personnes trans dans les milieux fédéraux, les contextes d’enseignement, d’éducation et de formation, ainsi que les espaces dits « alternatifs ». Elle vise également à questionner la manière dont les personnes trans contribuent, par leurs pratiques et leurs expériences, à déplacer, transformer ou reconfigurer les normes de genre et les cadres institutionnels des APSA. Modalités de contributionLes propositions de communication (300 à 500 mots), accompagnées d’une courte biographie (5 à 10 lignes), sont à déposer sur le site : trans-apsa.sciencesconf.orgavant le 31 juillet 2026.La journée d’étude se déroulera selon un format hybride (en présentiel et en distanciel) le 28 janvier 2027 au sein de l’UFR STAPS de l’Université Paris Cité.Selon le nombre et la nature des propositions reçues, des formats complémentaires pourront être proposés, notamment des panels intégrant des personnalités témoins, afin d’enrichir les échanges entre recherche et expériences vécues.Une sélection de contributions fera l’objet d’une publication en 2027 dans la revue Recherches & Éducation, sous réserve d’acceptation après expertise en double aveugle par le comité éditorial. https://ojs.openedition.org/index.php/rechercheseducations/about/submissions
- Frist: 31. Juli 2026 Workshop am 22.+23. Oktober 2026, Universität Bielefeld, Interdisziplinäres Zentrum für Geschlechterforschung (IZG)In den Trans Studies wird der Körper ambivalent und spannungsreich diskutiert. In poststrukturalistische Gender und Queer Studies intervenierend, klagen Trans Studies vehement die Auseinandersetzung mit gelebter körperlicher Materialität und Erfahrung ein (Namaste 2000, Prosser 1998). Zugleich problematisieren sie die Engführung des hegemonialen Diskurses über trans* Leben auf trans* Körper als medizinisch-technologische Artefakte (Gleeson/O’Rourke 2021, Gill-Peterson 2018a). Liegt ein zentraler Impuls der Trans Studies in der Kritik an der zweigeschlechtlichen Normierung von trans* Körpern (Spade 2006), haben insbesondere antirassistische und inter* Perspektiven auf die intersektionalen Verflechtungen in der bio_nekropolitischen Konstitution von geschlechtlichen, dis_ableisierten und rassifizierten Körpern hingewiesen (Snorton 2017, Wolff et al. 2022).In diesem Zuge schlagen Trans Studies vor, die Herstellung von verkörpertem Geschlecht als einen Prozess von „complex social and technical manipulations“ (Enke 2012) zu denken, verkörperte Subjektivität und Erfahrung als sozial-technologisch konstituiert zu begreifen (Stryker/Sullivan 2009) und zugleich verkörperte trans* Erfahrungen als Quelle von Erkenntnis gesellschaftlicher Macht- und Herrschaftsverhältnisse zu begreifen (Mader 2023). Vor diesem Hintergrund wurde und wird in den Trans Studies um epistemologische Zugänge gerungen, verkörperte Erfahrungen zu beforschen. Trotz verschiedener Divergenzen und Konfliktlinien teilen die Trans Studies dabei kritische Anliegen, die in feministischen Auseinandersetzungen rund um den Begriff der Erfahrung diskutiert wurden. Im Zuge poststrukturalistischer Verengungen des Erfahrungsbegriffs plädieren sowohl feministische Autor*innen als auch Autor*innen der Trans Studies neben neo-materialistischen Perspektiven (Barad 2015, Gregor 2020) auch für eine Verflechtung genealogischer Perspektiven und (post-)phänomenologischer first person accounts, um widerständige Potentiale und Erfahrungen an den Grenzen herrschender Episteme sichtbar zu machen (Oksala 2013, Rubin 1998). Damit tragen sie der Einsicht Rechnung, dass die Arten und Weisen, wie Körper in der herrschenden Wissensordnung denkbar werden, eng mit der Konstitution spezifischer Subjektpositionen, wie etwa der Subjektposition Trans/gender/sexualität verflochten sind (Gill-Peterson 2018b), verkörperte Erfahrungen dabei jedoch gleichsam über die Grenzen der Wissensordnung hinausweisen können (Bauer 2015, Stryker 1994).In unserem zweitägigen Workshop Körper und Interviewforschung – Perspektiven für die Trans Studies wollen wir gemeinsam verschiedene Zugänge zum Körper, zum Erfahrungsbegriff sowie zur Bedeutung verkörperter Erfahrung in der Interviewforschung diskutieren und in den Dialog bringen. Ziel ist es, kritische Forschungsperspektiven auf Körper und verkörperte Erfahrung für empirische Untersuchungen in den Trans Studies zu entwickeln.Hierfür ist der Workshop als zweitägige Veranstaltung angelegt. Am ersten Tag (22.10.26) möchten wir in einem öffentlichen Teil ausgehend von unseren aktuellen Arbeiten ausgewählte Texte feministischer und (post)phänomenologischer Zugänge zu (trans*) Körpern, verkörperter Erfahrung und verkörperter Forschung diskutieren. Im Fokus steht dabei die Frage, wie sich aus theoretischer und methodologischer Perspektive verkörperten Erfahrungen angenähert werden kann. Ziel ist es, das Potential dieser Zugänge für die Trans Studies kritisch zu diskutieren und mögliche Anschlusspunkte zu entwickeln.Am zweiten Tag (23.10.26) möchten wir als geschlossene Forschungswerkstatt zu Körper und Interviewforschung aus Trans Perspektive arbeiten. Wir laden hierfür (Nachwuchs-)Forschende aus den Trans Studies ein, ihre aktuellen Arbeiten und Zugänge zu Körper und Interviewforschung vorzustellen und in einem solidarischen und geschützten Raum gemeinsam zu diskutieren. Dabei freuen wir uns sowohl über die Diskussion an konkretem Forschungsmaterial, sowie über methodologische, epistemologische und theoretische Zugänge. Während interviewbasierte Zugänge im Fokus stehen, geht es uns ebenso darum, diese kritisch um andere ‚Material-‘ und Erhebungsformen, sowie Repräsentationsmodi mit Schwerpunkt auf Körpern zu erweitern. Eingeladen sind insofern methodische, epistemologische und theoretische Beiträge aus den Trans Studies, die sich mit und über Interviews hinaus mit Körpern und verkörperten Erfahrungen auseinandersetzen.Wir freuen uns sowohl auf Beiträge als auch auf interessierte Anmeldungen zur Teilnahme für beide Termine. Für eine Teilnahme für den ersten Tag genügt eine formlose Anmeldung bis 30.09.2026 an zoe.steinsberger@student.uibk.ac.at und jannis.ruhnau@uni-bielefeld.de. Für eine Teilnahme an der Forschungswerkstatt am zweiten Tag freuen wir uns sehr auf Abstracts für Beiträge à 1500-2000 Zeichen. Weiter freuen wir uns über Anmeldung zur Teilnahme ohne eigenen Beitrag. Um einen geschützten und konstruktiven Austausch zu ermöglichen, bitten wir in diesem Fall um eine kurze Stellungnahme zur Motivation für die Teilnahme (ca. 1000 Zeichen). Einreichungen der Abstracts und Anmeldung zur Teilnahme ohne eigenen Beitrag bitte bis 31.07.2026 an zoe.steinsberger@student.uibk.ac.at und jannis.ruhnau@uni-bielefeld.de.Leider können keine Unterkunfts- und Anfahrtskosten übernommen werden. Der Raum ist mit Rollstuhl zugänglich. Hauptarbeitssprache der Workshops ist deutsche Lautsprache, wobei einrelevanter Teil der Lektüre für den ersten Tag englischsprachig ist. Präsentationen und Diskussionsbeiträge sind auch in englischer Lautsprache willkommen.
- Frist: 01. August 2026 Wir freuen uns über Beiträge rund um die feministische Ökonomie für unseren nächsten efas-Newsletter, der – wie immer – folgende Rubriken hat:Hinweise für Lehre und StudiumAus der ForschungSteckbrief einer feministischen ÖkonominGender NewsGender StudiesAktuelle StatistikBesprechung neuer Publikationen und/oder Lehrbücher aus den Wirtschafts- oder SozialwissenschaftenInteressante LinksWillkommen sind sowohl Beiträge wie auch Ideen und Hinweise zu Themen und Autor*innen. Leiten Sie diesen Aufruf auch gerne an Ihre Netzwerke weiter.Der Newsletter erscheint ausschließlich online. Als Orientierung für den Umfang der Beiträge gilt: Ca. 750 Wörter (ca. 5500 Zeichen ohne Leerzeichen) entsprechen einer Seite im efas-Newsletter, aber feste Seitenvorgaben gibt es nicht. Einreichungen sind bis zum 1. August möglich.Bitte schicken Sie Ihre Beiträge (Doc-Datei) und Ideen an die efas-Geschäftsstelle (info@efas-netzwerk.de). Wir freuen uns auf Ihre Beiträge und danken für Ihre Unterstützung!
- Frist: 01. August 2026 12. November 2026 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Campus Welcome CenterDer 15. Landesweite Tag der Genderforschung in Sachsen-Anhalt steht unter dem Titel „Allyship und Solidarität(en) – Perspektiven der Gender- und Queerforschung stärken“ und stellt Fragen nach Verbundenheit, Verantwortung und gegenseitiger Unterstützung in den Mittelpunkt. Vor diesem Hintergrund sind Wissenschaftler*innen in frühen Qualifikationsphasen, Postdocs und Studierende herzlich eingeladen, sich mit eigenen Beiträgen einzubringen.Im Fokus stehen die Konzepte Allyship und Solidarität(en) als zentrale Bezugspunkte für die Frage, wie sich wissenschaftliche Akteur*innen zu gesellschaftlichen Ungleichheiten, politischen Dynamiken und zueinander positionieren. Damit verbunden sind Fragen nach Verantwortung, nach Formen des Sich-Verbündens und nach den Bedingungen, unter denen solidarisches Handeln möglich wird. Zugleich richtet sich der Blick auf die Ambivalenzen, Spannungen und Grenzen solcher Praxen. In diesem Zusammenhang können auch spezifische Perspektiven, etwa auf Male Allyship, Teil der Reflexion über Verantwortung und solidarisches Handeln sein.Der bewusst gewählte Plural „Solidarität(en)“ verweist auf die Vielfalt unterschiedlicher Formen und Kontexte, in denen Solidarität hergestellt, beansprucht oder auch infrage gestellt wird. Dabei können auch Perspektiven auf Fürsorglichkeit und Care, auf Selbstpositionierungen sowie auf institutionelle und gesellschaftliche Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle spielen.Zudem versteht sich die Tagung als Raum, in dem Gender- und Queerforschung in ihrer Breite sichtbar wird und sich als kritische, reflexive und gesellschaftlich engagierte Wissenspraxis positioniert. In diesem Sinne sind Beiträge willkommen, die Gender- und Queerforschung nicht nur als analytisches Feld begreifen, sondern auch danach fragen, welche Rolle sie in der Gestaltung demokratischer, pluraler und solidarischer Wissensräume einnehmen kann – gerade auch in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung und Transformation.Beiträge können sich unter anderem mit folgenden Themen auseinandersetzen:Allyship, Solidaritäten und AmbivalenzenFürsorgearbeit/Care-Arbeit und Selbstfürsorge im Kontext von Allyship und Solidarität(en)Allyship und Männlichkeitskonzepte in Auseinandersetzung mit feministischen und queeren PerspektivenGender- und Queerforschung im Kontext gesellschaftlicher Transformationsprozesse und politischer EntwicklungenBedeutung von Bündnissen und solidarischen Allianzen für Gender- und QueerforschungGerade in Zeiten gesellschaftlicher und politischer Umbrüche sind Beiträge gefragt, die neue Perspektiven eröffnen, bestehende Ansätze reflektieren und mit der Gender- und Queerforschung den Diskurs erweitern. Beiträge außerhalb dieser Leitthemen sind daher ebenfalls willkommen.Ziel des Landesweiten Tags der Genderforschung ist es, aktuelle Forschungsarbeiten mit gender- und queerbezogenen Fragestellungen sowie Beiträge aus den Bereichen Kunst und Design unter Berücksichtigung von Genderaspekten sichtbar zu machen. Darüber hinaus soll die Veranstaltung zur Vernetzung der Akteur*innen beitragen und einen Raum für Austausch, Diskussion und interdisziplinäre Perspektiven eröffnen. Vor allem Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Gestalter*innen in Qualifikationsphasen aus Sachsen-Anhalt, aber auch aus anderen Regionen sind herzlich eingeladen, ihre Arbeiten vorzustellen. Insbesondere möchten wir dazu ermutigen, auch Work-in-Progress-Projekte einzureichen.Formate und EinreichungEinreichungen sind für folgende Präsentationsformate möglich (bitte geben Sie bei der Einreichung das gewünschte Format an):Vorträge/Präsentationen (Vortragszeit ca. 30 Minuten + 10 Minuten Diskussion)Posterpräsentation (im Rahmen der geplanten Posterausstellung mit Kurzpräsentation)Für beide Formate erbitten wir Vorschläge in Form eines Abstracts von max. 600 Wörtern, einschließlich:Angaben zu Autor*innenTitel des BeitragsKurzbeschreibung des geplanten Beitrags einschließlich theoretischer und methodischer Bezügeinstitutionelle Anbindung und KontaktadresseBitte senden Sie Ihre Einreichung bis zum: 01. August 2026: info@kgc-sachsen-anhalt.de Für eine Kinderbetreuung am Veranstaltungstag ist gesorgt.Sie erhalten bis zum 31.08.2026 eine Rückmeldung, ob Ihr vorgeschlagener Beitrag ausgewählt worden ist. Bei Fragen zum Call oder zur Veranstaltung melden Sie sich gern bei der Koordinierungsstelle Genderforschung & Chancengleichheit Sachsen-Anhalt (KGC)per E-Mail an info@kgc-sachsen-anhalt.detelefonisch bei Michaela Frohberg unter +49 391 67-58905 oder bei den weiteren Veranstalter*innen
- Frist: 23. August 2026 Für den Offenen Teil der GENDER. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft laden wir Autor_innen ein, Beiträge aus unterschiedlichen Disziplinen einzureichen, in denen sie sich aus theoretischer oder empirischer Perspektive mit den Geschlechterverhältnissen in verschiedenen gesellschaftlichen und kulturellen Bereichen auseinandersetzen.Interdisziplinäre AusrichtungDie GENDER ist ein interdisziplinäres Forum für die deutschsprachige Frauen- und Geschlechterforschung mit Schwerpunkten in den sozial- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen. Erwünscht sind daher Beiträge aus Politikwissenschaft, Film- und Medienwissenschaft, Soziologie, Kommunikationswissenschaft, Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Erziehungswissenschaft, Kunstgeschichte, Psychologie, Religionswissenschaft u. v. m. Zugleich sind auch Fragestellungen aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich, z. B. aus der Medizin, der Gesundheitswissenschaft, der Ökologie, der Umweltforschung und den Ingenieurwissenschaften, sehr willkommen.Deutschsprachige Zeitschrift mit internationalem FokusDie GENDER ist in erster Linie eine Zeitschrift für den deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz). In ihren Beiträgen werden relevante Fragestellungen zu den Geschlechterverhältnissen in unterschiedlichen Ländern zum Teil auch aus international vergleichender Perspektive thematisiert. Auch englischsprachige Beiträge sind willkommen.Beiträge für den Offenen TeilDie Zeitschrift GENDER erscheint dreimal jährlich zu unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten. Ergänzend zu den jeweiligen Themenschwerpunkten hat jedes Heft einen Offenen Teil, in dem vielfältigste Themen behandelt werden. Aufsätze für den Offenen Teil werden zunächst von den Herausgeberinnen der Zeitschrift auf den regelmäßig stattfindenden Redaktionssitzungen besprochen und durchlaufen bei einer grundsätzlich positiven Entscheidung eine anonyme Begutachtung im Peer-Review-Verfahren.Einreichen von BeiträgenGrundsätzlich ist eine Einreichung eines Aufsatzes für den Offenen Teil der GENDER jederzeit möglich. Bitte beachten Sie jedoch die jeweiligen Abgabefristen zu den Redaktionssitzungen, die Sie auf unserer Website finden (www.gender-zeitschrift.de). Für den Offenen Teil arbeiten wir nicht mit Abstracts, daher bitten wir Sie darum, vollständige Beiträge mit einer Länge von maximal 50 000 Zeichen (inklusive Leerzeichen, Fußnoten, Literaturverzeichnis) einzureichen.Hinweise zur Einreichung und unsere Manuskripthinweise finden Sie unter: https://www.gender-zeitschrift.de/manuskripte.Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Redaktion unter: manuskripte@gender-zeitschrift.de
- Frist: 24. August 2026 Leibniz Universität Hannover | 20-22. November 2026Die „Feministischen Tage 2026“ an der Leibniz Universität Hannover widmen sich der Frage, wie feministische Gesellschaftsanalyse unter den Bedingungen digitaler Transformation, wachsender materieller Ungleichheiten, veränderter Öffentlichkeiten und politischer Polarisierung weiterentwickelt werden kann. Die Veranstaltung knüpft an die Tradition interdisziplinärer feministischer Wissenschaft in Hannover an und versteht sich als Forum für den Austausch zwischen Wissenschaft, zivilgesellschaftlicher Praxis und Öffentlichkeit.Ausgangspunkt der Tagung ist die Beobachtung, dass aktuelle feministische Forschung zwar differenzierte Analysen zu Geschlecht, Intersektionalität, Care, Migration, Digitalisierung und gesellschaftlicher Transformation hervorgebracht hat, zentrale Analyseebenen und Forschungstraditionen jedoch häufig nebeneinanderstehen. Insbesondere die Verbindung mikrosozialer Perspektiven mit makrosoziologischen Gesellschaftsanalysen, die Verknüpfung digitaler Öffentlichkeiten mit Fragen epistemischer Autorität sowie das Verhältnis von Wissenschaft, Öffentlichkeit und politischer Praxis sollen neu diskutiert werden.Ein besonderer Bezugspunkt der Veranstaltung ist das Werk von Regina Becker-Schmidt (1937-2024), die feministische Gesellschaftstheorie mit Kritischer Theorie, sozialpsychologischen und gesellschaftstheoretischen Perspektiven verband und damit bis heute wichtige Impulse für feministische Forschung liefert. Die Kritische Theorie der Frankfurter Schule widmete sich der Analyse gesellschaftlicher Herrschaftsverhältnisse und den Bedingungen autoritärer und totalitärer Entwicklungen. Ihre Ansätze haben damit gegenwärtig wieder eine hohe Aktualität gewonnen.Da feministische Wissenschaft aus der neuen Frauenbewegung hervorgegangen ist, soll auch das Verhältnis von Wissenschaft und politischem Engagement diskutiert werden. Und auch die sachliche Analyse tiefer liegender Konflikte innerhalb der feministischen Bewegung gehören angesichts zunehmend emotionaler Debatten wieder einmal auf die Tagesordnung.Wir laden Beiträge aus den Sozial-, Kultur-, Geistes-, Medien- und Literaturwissenschaften sowie aus aktivistischen, künstlerischen und praxisorientierten Kontexten ein.Mögliche Fragestellungen und Themenfelder inkludieren:1. Wissenschaft, Öffentlichkeit und feministische BewegungWie verändert sich das Verhältnis von feministischer Wissenschaft, Öffentlichkeit und politischer Bewegung?Welche Rolle spielen Gender Studies als Gegenstand von gesellschaftlichen und politischen Debatten?Wie lassen sich innerhalb der Gender Studies konstruktive Wissenschaftskritik und die Reflexion eigener wissenschaftlicher Praktiken fördern und mit der Offenheit gegenüber gesellschaftlicher Praxis verbinden?2. Mikro- und makrosoziologische Perspektiven feministischer GesellschaftsanalyseWie lassen sich Subjektbildung, zwischenmenschliche Praktiken und ideologische, sozialpsychologische und ökonomische Strukturen als Gesamtzusammenhang denken?Welche neuen Differenzen ergeben sich innerhalb feministischer und geschlechterpolitischer Kollektive durch Migration, Care-Arbeit, Prekarität, Arbeitsteilung und andere strukturbildende Kategorien?Wie verändern digitale und hybride Öffentlichkeiten das gesamtgesellschaftliche Geschlechterverhältnis?3. Digitale Öffentlichkeiten, Sichtbarkeit und epistemische AutoritätWie entstehen Sichtbarkeit, Glaubwürdigkeit und Autorität in digitalen Räumen?Welche Rolle spielen Plattformen, Affekt und Authentizität für feministische Wissensproduktion?Wie verändern digitale Kommunikationsformen wissenschaftliche und politische Öffentlichkeiten?4. Demokratie, Widerstand und gesellschaftlicher WandelWelche Handlungsmöglichkeiten eröffnen postkoloniale, materialistische, queerfeministische oder intersektionale Ansätze in Bezug auf Gewalt im Geschlechterverhältnis?Wie können demokratische Handlungsräume und solidarische Öffentlichkeiten neu gedacht werden? Wie lassen sich staatliche Schutzfunktionen in Demokratien aus unterschiedlichen feministischen Perspektiven analysieren und bewerten?EinreichungBitte senden Sie ein Abstract (max. 300 Wörter) sowie eine kurze biografische Notiz (max. 100 Wörter) bis zum 24.08.2026 an: feministische.tage@phil.uni-hannover.deTeilnehmende bekommen bis spätestens 07.09.2026 Bescheid. Anmeldung bis 22.10.2026.Die Konferenz findet überwiegend in deutscher Sprache statt; Beiträge auf Englisch sind willkommen. Wir freuen uns insbesondere über Einreichungen von early career researchers, Promovierenden, Studierenden sowie Vertreter*innen zivilgesellschaftlicher Organisationen.
- Frist: 30. August 2026 Die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen der vergangenen Jahre haben Fragen von Geschlecht, Sexualität und intersektionaler Ungleichheit in Mittel-, Südost- und Osteuropa sowie in Ostdeutschland erneut ins Zentrum öffentlicher und wissenschaftlicher Debatten gerückt. Damit verbunden ist eine wachsende Aufmerksamkeit für die Vielfalt geschlechterbezogener Lebensrealitäten, für gesellschaftliche Transformationsprozesse sowie für neue theoretische und empirische Zugänge in der Geschlechterforschung.Der Blick gen ‚Osten‘ ist untrennbar mit der Frage nach Arbeits- und Geschlechterverhältnissen verbunden – auch weil eine zentrale Ost-Erzählung die besondere Bedeutung von Arbeit im Lebenszusammenhang sowie die im Vergleich zum ‚Westen‘ stärkere Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt betont. Wie steht es jedoch nun, unter post-transformatorischen Bedingungen, um das Verhältnis von Geschlecht, Arbeit, Care und Ökonomie in Mittel-, Südost- und Osteuropa sowie in Ostdeutschland? Seit den 2000er Jahren hat insbesondere die Migrations- und Care-Forschung auf die zunehmende transnationale Verflechtung von Arbeits- und Lebensverhältnissen hingewiesen. Erwerbsarbeit, Reproduktionsarbeit und familiale Sorgearrangements sind längst grenzüberschreitend organisiert und werden durch globale Ungleichheitsverhältnisse strukturiert. Ein prägnantes Beispiel für globale Care Chains ist die Figur der pendelnden oder migrierenden Care-Arbeiterin, etwa polnischer Pflegekräfte oder Haushaltshilfen in Deutschland, die zu einer zentralen Sozialfigur der gegenwärtigen Care-Krise geworden ist. Daneben geraten zunehmend auch globale Reproduktionsmärkte und die transnationale Organisation kommerzieller ‚Leihmutterschaft‘ (z.B. in der Ukraine) in den Blick. Solche Konstellationen verweisen nicht nur auf ökonomische Abhängigkeiten zwischen West- und Osteuropa, sondern auch auf die vergeschlechtlichte und rassifizierte Organisation von Reproduktion, Care-Arbeit sowie auf die Prekarisierung von Arbeits- und Lebensverhältnissen. Diese Entwicklungen in den Geschlechter- und Arbeitsverhältnissen lassen sich nur im Zusammenspiel von Wohlfahrtsstaat, Migration, Klasse und transnationalen Care-Regimen angemessen analysieren.Vor dem Hintergrund dieser vielfältigen Entwicklungen und Themensetzungen möchte das Schwerpunktheft der feministischen studien 2/2027 den transnationalen Austausch innerhalb der Geschlechterforschung stärken, regionale Perspektiven sichtbar machen und vergleichende wie intersektional-transnationale Zugänge fördern. Im Zentrum stehen dabei sowohl gemeinsame Entwicklungslinien als auch Unterschiede zwischen den postsozialistischen bzw. postsowjetischen Kontexten sowie Ostdeutschland. Besonders interessiert uns, welche aktuellen Transformationen sich in diesen Regionen abzeichnen und welche theoretischen Impulse aus ihnen für die Geschlechterforschung insgesamt hervorgehen.Wir freuen uns nicht nur über wissenschaftliche Analysen, sondern auch über Berichte zu lokalen Entwicklungen und Einblicke in laufende Forschungsprojekte, die sich mit den folgenden sowie darüber hinausgehenden und weiteren Fragen aus feministischer Perspektive befassen:Welche Entwicklungen zeichnen sich in Bezug auf Geschlechterverhältnisse, Geschlechterforschung sowie feministische Bewegungen in den einzelnen Regionen in Mittel-, Südost- und Osteuropa und Ostdeutschland aktuell ab?Welche Vorannahmen stecken in kultur-historischen Konzepten von ‚Geschlecht‘ und‚ dem Osten‘ und inwiefern werden sie in Wissenschaft, Politik und Medien gleichermaßen als vermeintlich unhinterfragter und natürlich gegebener Zusammenhang diskursiv reproduziert?Wie unterscheiden und wo ähneln sich Geschlechtervorstellungen und -praxen in Mittel-, Südost- und Osteuropa und Ostdeutschland?Wie steht es um die Geschlechterforschung in Mittel-, Südost- und Osteuropa und Ostdeutschland und was lässt sich aus den dortigen Kämpfen für die Verteidigung von Wissenschaftsfreiheit lernen?Welche Formen nehmen feministische Bewegungen in Mittel-, Südost- und Osteuropa und Ostdeutschland an und vor welchen möglicherweise spezifischen Herausforderungen stehen sie? Wo bilden sich Allianzen zu anderen Organisierungen (Arbeiter*innen, Wissenschaftsfreiheit, Demokratie, Migration, queerer Bewegungen) und transnationale Solidaritäten?Welche Marginalisierungen und Diskriminierungen, aber auch politische Mobilisierungen werden aus intersektionaler Perspektive in Mittel-, Südost- und Osteuropa und Ostdeutschland sichtbar?Welche neuen Konfigurationen von Geschlecht, Arbeit, Care sowie reproduktiver Gerechtigkeit lassen sich in Mittel-, Südost- und Osteuropas sowie in Ostdeutschland beobachten, und wie sind diese im Spannungsfeld von Migration, politischen Systemen und globalen Ungleichheitsverhältnissen theoretisch zu fassen?Extended Abstracts (1.000-1.500 Wörter) bitten wir einzureichen bis spätestens 30. August 2026 an die folgenden drei Adressen: Julia Gruhlich (Julia.gruhlich@uni-goettingen.de), Stine Eckert (stine.eckert@wayne.edu) und Regine Othmer (manuskripte@feministische-studien.de)Es können Abstracts für die Rubriken Hauptbeiträge (45.000 Zeichen inkl. Fußnoten und Literatur) und Diskussion (30.000 Zeichen inkl. Fußnoten und Literatur) eingereicht werden, Tagungsberichte und (Sammel-)Rezensionen (10.000 Zeichen) sowie künstlerische Arbeiten für die Rubrik Bilder und Zeichen vorgeschlagen werden.Die Rückmeldung zu den Abstract-Einreichungen erfolgt Anfang September 2026; die Manuskripte müssen bis 28. Februar 2027 vorliegen. Das Feedback der Hauptbeiträge nach Double Blind Peer Review erfolgt bis Mitte Mai, bei Annahme ist eine Überarbeitung möglich bis 30. Juli 2027.
- Frist: 31. August 2026 Die „No-Kings-Proteste“ und andere öffentliche Demonstrationen gegen die Trump-Regierung in den USA, die Proteste in Belarus, der Türkei, Serbien und – gegenwärtig eskalierend – im Iran, wo Frauen in den letzten Jahren immer wieder auch gegen eine ihnen vom Mullah-Regime auferlegte Kopftuchpflicht aufgetreten sind, oder die seit 2012 aktive „One Billion Rising“-Bewegung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, die landesweiten Frauenstreiks in der Schweiz 2019 und 2023 … das sind nur einige Beispiele der jüngsten Zeit, die zeigen, wie aktuell das Thema Protest ist. In einer Welt, in der autoritäre Regime und rechtspopulistische oder rechtsextreme Bewegungen sowie kriegerische Gewalteskalation zur Durchsetzung politischer und nationaler Interessen vielerorts die Oberhand gewinnen, wehren sich gleichzeitig immer mehr Menschen gegen diese Entwicklungen. Sie treten millionenfach gegen Entdemokratisierung und die Ausgrenzung und Verfolgung von Minderheiten, das Zurückschrauben erkämpfter Rechte, liberaler oder geschlechteregalitärer Positionen auf – oft unter Einsatz ihres Lebens.Die gewählten Protestformen sind dabei vielfältig und facettenreich. Sie knüpfen einerseits an tradierte Formen des Protests gegen Obrigkeiten, Unterdrückung und soziale Missstände an und gestalten sich andererseits erfinderisch, kreativ, treten lautstark an die Öffentlichkeit oder werden im Geheimen, im Untergrund praktiziert … was je nach divergierenden nationalen, politischen, sozialen, ethnischen, altersspezifischen, religiösen Kontexten unterschiedlich ausgestaltet wird und dabei immer auch ‚vergeschlechtlicht‘ verläuft – ganz abgesehen davon, dass Frauen oder Mitglieder der LGBTQIA+-Community nicht nur an vielen Protestbewegungen partizipieren, sondern auch ihre eigenen Formen des Protests entwickeln.Vor diesem aktuellen Hintergrund wird sich die Ausgabe von L’Homme. Z.F.G. 1/2028 dem Thema Protest widmen. Einzureichende Vorschläge dafür könnten an ältere, vor allem in den 1970er und 1980er Jahren veröffentlichte frauen- und geschlechtergeschichtliche Arbeiten zu historischen Protestformen seit dem Mittelalter anknüpfen und diese – methodisch-theoretisch neu fundiert – weiterentwickeln (z.B. in Bezug auf Bauernkriege, Ketzerbewegungen, „Weiberkriege“ und „Hungerkrawalle“, städtische Aufstände und Unruhen, Revolutionen, Streiks und ArbeiterInnenbewegungen, StudentInnenbewegungen, Proteste in den diversen Frauenbewegungen, in der Antikriegsbewegung, der Umweltbewegung, antikoloniale Protestformen …). Dabei sollen auch Verschiebungen oder Veränderungen der Perspektiven, Ansätze und Themen der feministischen Protestgeschichte deutlich werden – sei es in Hinblick auf Akteur:innen oder die Anbindung an politische/soziale Bewegungen, oder sei es hinsichtlich der Konstruktion historischer Leitfiguren für erfolgreichen, aber auch niedergeschlagenen Protest. Das gilt ebenso für die untersuchten Formen und Motive, deren Bandbreite durch globale Dimensionen von Protest zusätzlich erweitert wird. Von Interesse sind außerdem nicht nur bewegungsorientierte, sondern auch individuell praktizierte Protestformen.Wir bitten um Proposals (in Deutsch oder Englisch) im Umfang von etwa einer Seite sowie einen kurzen CV bis spätestens Ende August 2026, an die L’Homme-Redaktion sowie an Christa Hämmerle und Ingrid Bauer. Die Abgabe der Beiträge (im Umfang von jeweils ca. 50.000 Zeichen inkl. Leerzeichen), die dann einem Peer-Review-Verfahren unterliegen, ist für Ende März 2027 geplant.lhomme.geschichte@univie.ac.atchrista.haemmerle@univie.ac.atingrid.Bauer@plus.ac.at
- Frist: 01. September 2026 In Zusammenarbeit mit NADIA BRÜGGER (StopFemizid)129 Femi(ni)zide. So viele patriarchale Morde hat das Rechercheprojekt StopFemizid in der Schweiz seit 2020 erfasst (Stand: 25.2.2026). In der Schweiz gibt es nach wie vor keine offizielle Stelle, die Femizide aufzeichnet und analysiert. Die massive alltägliche Gewalt, welcher Frauen und queere Menschen ausgesetzt sind, ist in den vergangenen Jahren dank feministischer Grundlagenarbeit erneut verstärkt zum Thema gemacht worden. Die Begriffe «Femizid» und «Feminizid» werden innerhalb aktivistischer wie wissenschaftlicher Kreise verwendet, um Tötungsdelikte an Frauen insbesondere im Kontext von Gewalt in heterosexuellen Paarbeziehungen präzise zu benennen und auf deren politische Dimension hinzuweisen. Femi(ni)zide sind dabei nur die «Spitze des Eisbergs» der geschlechtsspezifischen Gewalt. Tötungen von Frauen geschehen in einer gesellschaftlichen Atmosphäre, die patriarchale Gewalt ermöglicht und befördert. Dem binären Geschlechterverhältnis nach, das Weiblichkeit abgrenzt und abwertet, ist Männergewalt an Frauen kein Fehler im System, sondern einer der zentralen Pfeiler des kapitalistischen Patriarchats.Die feministische Bewegung Ni Una Menos (dt. «Nicht eine weniger») kämpft gegen Femi(ni)zide und formuliert gleichzeitig eine Utopie der Gewaltfreiheit für alle Menschen. Dafür braucht es eine grundlegende Veränderung unserer Wirtschafts-, Lebens- und Beziehungsweisen und eine feministische Antwort auf den Umgang mit Körpern, Kapital und Boden. Wir wollen folgende und weitere Forschungsfragen anregen: Welche (queer-)feministischen und intersektionalen Analysen braucht es heute, um Femi(ni)zide in ihrer Tragweite für die Gesellschaft zu verstehen? Welche Methoden und Ansätze halten explizit antirassistische, abolitionistische und transfeministische Analysen bereit, an die wir anschliessen können? Welche Begrifflichkeiten bieten sich für die präzise Analyse von Femi(ni)ziden besonders an? Welche Strategien sind zu wählen, um dem «Krieg gegen Frauen» (Verónica Gago) auch und gerade in Zeiten antifeministischer Backlashs und faschistischer Tendenzen entschlossen und kollektiv entgegenzutreten?Ideen/Abstracts (ca. 1’500 Z.) bis 1. September 2026Beiträge (ca. 8’000 Z.) bis 15. Dezember 2026Kontakt: Nina Seiler, redaktion@femwiss.ch
- Frist: 01. September 2026 Femizid ist die schwerwiegendste Form geschlechtsspezifischer Gewalt: Die Tötung einer Frau, weil sie eine Frau ist. Femizide sind nicht historische oder regionale Einzelfälle. Sie sind Teil des Kontinuums der Gewalt gegen Frauen und treten überall dort auf, wo patriarchale Strukturen bestehen.Obwohl es bereits zuvor Ansätze gab, geschlechtsspezifische Morde an Frauen zu definieren, wurde das Konzept des Femizids erst im Anschluss an den Internationalen Prozess gegen Verbrechen an Frauen ausgearbeitet, der im März 1976 in Brüssel stattfand (Giacinti 2025). Diana H. Russell, eine Teilnehmerin der Veranstaltung, verfasste später gemeinsam mit Jill Radford das grundlegende Buch Femicide: The Politics of Woman Killing (1992). Ebenfalls in den 1990er-Jahren konnte Karen Stout zeigen, dass die tödliche Gefahr für Frauen vor allem von ihren Partnern und männlichen Familienmitgliedern im eigenen Zuhause ausgeht («intimate femicide»). In den letzten 10 Jahren fanden die Begriffe «Femizid» oder auch «Feminizid» schliesslich breiteren Eingang in die Medienlandschaft, in strafrechtliche und politische Diskussionen, aber auch in die Geschichtswissenschaften. Eine entscheidende Rolle spielte dabei das feministische Kollektiv «Ni una menos», das in Argentinien seit 2015 gegen systemischen «feminicidio» auf die Strasse geht und dabei auch auf die historische und aktuelle Rolle des Staates (insbesondere der Militärjunta) in der Geschichte geschlechtsspezifischer Gewalt an Frauen hinweist.Dieses Themenheft geht davon aus, dass «Femizid» nicht nur am Einzelfall zu diskutieren ist, sondern in einem «continuum féminicidaire» (Taraud 2022): Femizid wird von patriarchalen Strukturen ermöglicht – dies gilt es historisch in den Blick zu nehmen, auch um die maskuline Täterschaft bei Femiziden nicht aus dem Blick zu verlieren. Denn historische und soziologische Forschungen haben die Vorstellung widerlegt, dass Femizid lediglich Ausdruck von Affekt oder «Mord aus Leidenschaft» sei. Historisch gesehen wurde Gewalt gegen Frauen immer durch Stereotypisierung (z.B. Hexerei, Ketzerei), Diskriminierung (z.B. Prostitution, Abtreibung) und ungleiche Machtverhältnisse (z.B. Ehe-, Erbrecht, Zugang zu Bildung, politische Partizipation etc.) geschürt und legitimiert.Die Heftbeiträge sollen multiperspektivisch unterschiedliche historische Settings über alle Epochen hinweg in den Blick nehmen, in denen Femizide stattfanden. Zu denken ist etwa an «die eigenen vier Wände», staatliche Institutionen, koloniale Expansion, Kriege, Gesundheitsversorgung, Erziehung, Medien oder Popkultur. Beiträge können danach fragen, wie soziale, ökonomische, kulturelle oder religiöse Vorstellungen – zum Beispiel von «Besitz», «Opfer», «Ehre» oder «Leidenschaft» – auf die Anerkennung geschlechtsspezifischer Gewalt wirkten und Konsequenzen für die Sanktionierung, Strafmilderung oder gar -freiheit zeitigten. Von besonderer Relevanz ist zudem die Frage nach den historischen Akteurschaften und den Taten selbst. Erwünscht sind schliesslich Heftbeiträge, die eine historische Perspektivierung von Femizid mit seinen komplexen intersektionalen Verschränkungen mit anderen Diskriminierungsformen (Rassismus, Kolonialismus, Transphobismus, Klassismus, Ableismus, Ageismus etc.) in den Blick nehmen. Grundsätzlich sollen sich die Beiträge zum einen mit der Frage auseinandersetzen, wie Femizide aus historischer und (trans)epochaler Perspektive zu diskutieren sind, zum anderen nach den historischen Bedingungen fragen, die sie als systemisches und persistentes Phänomen geschlechtsspezifischer Gewalt an Frauen immer wieder hervorgebracht haben.Der geplante Heftschwerpunkt wird als traverse-Ausgabe 1/2028 erscheinen. Die erste Version der Manuskripte erwarten wir bis zum 15. Januar 2027. Die Artikel sollten eine Maximallänge von 30’000 Zeichen inkl. Leerzeichen nicht überschreiten. Die Beiträge durchlaufen ein double blind peer review-Verfahren. Für die formalen Richtlinien und die redaktionellen Anweisungen siehe https://revue-traverse.ch/schreiben-fuer-traverse/formale-vorgaben-fuer-traverse/.Wir laden Interessierte ein, bis zum 1. September 2026 ein Abstract (ca. 400 Wörter), ein kurzer CV (½ Seite) sowie eine Auflistung der Publikationen an Pauline Milani, Matthias Ruoss und Isabelle Schürch zu senden.
- Frist: 15. September 2026 Abstract submission deadline: 15 September 2026At a time when feminist achievements appear increasingly fragile across many parts of the world, amid the rise of right-wing mobilizations, the rightward shift of governments and judicial institutions, and declining trust in international institutions, a pressing question arises: how can feminist futures be organized?This Special Issue argues that one important yet still largely neglected part of the answer lies in standards. Conceived not as neutral devices of coordination but as contested political technologies, standards are infrastructures through which feminist futures are organized, mediated, and potentially constrained. Although feminist scholarship has long examined how feminist values are mobilized through social movements, transnational networks, organizations, and states, standards have remained a surprisingly marginal concern, particularly striking given their centrality in sociology, science and technology studies, political science, and organizational studies.Following Bowker and Star (1999) and Timmermans and Epstein (2010), we approach standards as collectively agreed-upon rules that travel across sites, endure over time, and enable coordination across heterogeneous actors, practices, and infrastructures. Often barely visible yet deeply embedded in everyday life, they can function as forms of soft law, generating substantial regulatory and governmental effects within, between, and beyond organizations, often without direct democratic legitimation. As political and organizational infrastructures, standards are sites through which social order and equality are coordinated and contested. They do not merely mirror existing inequalities; they actively participate in producing, stabilizing, and organizing them. As such, standards are politically ambivalent: they can naturalize and entrench inequality, but they can equally give feminist demands durable organizational form. Empirical research makes this ambivalence concrete. Women remain systematically underrepresented in organizations and committees involved in standards development, and the resulting gender-insensitive standards can negatively affect women's safety, health, and income. They may also reproduce North-South hierarchies by universalizing externally defined norms and marginalizing situated knowledges. Yet standards have equally become objects of feminist intervention: in several countries, standards have been developed explicitly to promote gender equality and diversity, and more than 86 standardization bodies worldwide have committed to developing gender-responsive standards, signaling that standardization is increasingly recognized as a terrain of feminist politics. This Special Issue takes that ambivalence as its point of departure. We invite theoretical, conceptual, and empirical contributions that examine standards as a missing object of feminist organization studies and as a key medium through which feminist futures are organized, institutionalized, and contested. We are especially interested in contributions that address questions such as:How are feminist demands translated into standards, and what is gained, lost, or transformed in that process?How do social inequalities shape the development of standards, and whose knowledge counts in standardization processes?How are standards stabilized and enforced through audits, certification regimes, and broader governance infrastructures?How do standards travel across organizational and social contexts, and what ordering effects do they produceWhat are the potentials and limits of standards as tools for feminist politics, particularly in contexts of democratic backsliding and anti-gender mobilization?We welcome contributions from feminist organization studies, sociology, science and technology studies, political science, international political economy, and adjacent fields. We encourage both empirically grounded and theoretically oriented submissions, and particularly welcome work that engages with postcolonial, intersectional, and trans-inclusive perspectives.Submission Process and TimelineInterested contributors are invited to participate in a two stage submission process. In the first stage, abstracts of no more than 500 words can be submitted in English, German, French, Spanish, or Portuguese to matthias.schneider@fu-berlin.de by 15 September 2026. Abstracts should outline the argument, empirical material or theoretical approach, and relevance to the Special Issue themes. Contributors will be notified of editorial decisions by early October 2026.Selected contributors will be invited to an online authors' workshop in December 2026, at which work-in-progress drafts will be discussed. The workshop is designed to strengthen thematic coherence across contributions and to support the development of papers prior to peer review. Participation in the workshop is expected of all invited contributors.In the second stage, full papers must be submitted in English by 27 January 2027 via the Feminism and Organization Editorial Manager platform. Translation from the abstract language into English is the responsibility of the authors. Detailed submission instructions are available at: https://bristoluniversitypress.co.uk/journals/feminism-and-organization/author-instructions#submissions.Subject to the review process, the Special Issue is planned for publication in 2028. Questions regarding submission should be directed to feminism-Organization@bristol.ac.uk, and questions regarding the thematic scope of the Special Issue or potential contributions to Matthias Schneider at matthias.schneider@fu-berlin.de.
- Frist: 15. September 2026 How can feminist pedagogies inspire and inform transformative, sustainable, and generative ways of learning, making, and living? We invite chapter proposals that engage with these challenges for the upcoming edited volume Transformative Feminist Pedagogies for More-than-human Futures, which will be published as part of the new ATGENDER series Gender: Theories, Troubles, Transformations with Bloomsbury. Academic and educational institutions are increasingly shaped by neoliberal restructuring, the marketisation of knowledge, and the reduction of teaching and learning to measurable outputs, products, and services. At the same time, educational spaces are witnessing a growing enthusiasm for AI-driven solutions that often reproduce technologically deterministic assumptions while sidelining creativity, care, critical reflection, and collective forms of inquiry. This volume responds to these developments by foregrounding pedagogical practices that embrace uncertainty, relationality, embodied knowledge, and experimentation. Grounded in feminist commitments to care, justice, and the transformation of gendered, sexual, colonial, and ecological relations, we seek contributions that reimagine education as a site of critical, collaborative, and transformative practice. We are interested in pedagogies that move beyond institutional and disciplinary boundaries, opening space for alternative ways of learning, teaching, and producing knowledge. We welcome feminist, queer, decolonial, Indigenous, and other non-hegemonic approaches that engage with artistic practice, activism, community organising, environmental justice, and speculative thought. We understand more-than-human futures broadly, encompassing pedagogies that cultivate new forms of relationality across species, technologies, environments, bodies, communities, and diverse ways of knowing, while challenging normative assumptions about gender, sexuality, humanity, and social life.For this volume we explicitly invite contributions that highlight anti- and post-methodological interventions that privilege process, affect, embodiment, and slowness over standardisation and optimisation. These may include practices such as mending (needle felting, patching, darning), generative somatics (body attunement), anarchiving (artistic experimentation, improvisational collaboration, DIY skill sharing) and other process-based pedagogical practices that resist extractive models of education. Inspired by critiques of the "banking model of education" (hooks, 1994), we aim to explore pedagogies that cultivate collaborative, ecological, and speculative futures.Central ThemesWe welcome proposals on, but are not limited to, the following areas:Feminist, Queer, Trans, and Decolonial Pedagogies: Approaches that challenge normative assumptions about gender, sexuality, embodiment, care, kinship, and belonging while engaging with intersectional, Indigenous, and non-Western ways of knowing and learning.More-than-human and Ecological Pedagogies: Practices that rethink human exceptionalism and cultivate ecological awareness through multispecies, environmental, and relational approaches to education.Artistic, Embodied, and Experimental Practices: Contributions exploring fibre arts, theatre, spatial design, performance, making, somatic practices, games, speculative methods, and other creative pedagogies that expand educational possibilities.Learning Beyond the Classroom: Community-based, activist, outdoor, informal, and collaborative educational practices that stretch and reimagine institutional learning environments.Critical Technology and AI Pedagogies: Explorations of how digital technologies and AI shape education, including pedagogical practices that question, resist, repurpose, or move beyond automation, algorithmic governance, platformisation, technological determinism, and solutionist imaginaries.Speculative Futures: Pedagogies that imagine alternative conceptualisations of time, place, kinship, spirit, relationality, and collective futures.Contribution GuidelinesWe welcome proposals from scholars, educators, artists, activists, community organisers, and practitioners committed to transformative feminist pedagogies. We particularly encourage submissions that draw on queer, decolonial, Indigenous, anti-colonial, alternative, non-hegemonic, and lived pedagogical practices, as well as collaborations across academic and non-academic contexts.The volume will be edited by Sanne Koevoets (Erasmus University College) and Karolina Szpyrko (Regent's University London).Submission InstructionsPlease submit:an abstract (maximum 500 words)a short biography (maximum 150 words)by 15 September 2026 to karolina.szpyrko@regents.ac.uk.Selected contributors will be invited to submit full chapters by March 2027. The volume is expected to be published in 2028.
- Frist: 15. September 2026 In Deutschland tobt eine hoch brisante und kontroverse Diskussion um die Haushaltspolitik der Regierung. Entlang der Stichworte: Sondervermögen, Schuldenbremse, Senkung der Sozial- und Erhöhung der Rüstungsausgaben einerseits und fehlender Investitionen in die öffentliche Infrastruktur, Verknappung der öffentlichen Daseinsfürsorge und mangelndem Erhalt und Ausbau der kommunalen Dienste auf der anderen Seite wird die Konfliktlinie deutlich: Welche Funktion hat ein öffentlicher Haushalt in einer Strukturkrise?Öffentliche Haushalts- bzw. Budgetplanung ist in Zahlen gegossene Politik. Finanzielle Mittel und Ressourcen werden den politischen Zielsetzungen und damit verbundenen Maßnahmen zugeordnet. Welche tatsächliche Wirkung Verteilungsentscheidungen haben, wird in Deutschland, im Unterschied zu anderen Ländern, allerdings selten untersucht.Ins Zentrum unserer Fachtagung wollen wir die Frage nach der Geschlechtsblindheit der öffentlichen Haushalte stellen. In der Steuerpolitik und bei den Ausgabenentscheidungen wird selten bis gar nicht diskutiert, welche Auswirkungen diese auf die Lebensverhältnisse von Frauen und Männern haben. Dabei geht es nicht nur um den Ausbau von Kinderbetreuung, denn auch die Entscheidung, welche Verkehrswege ausgebaut werden, wie sicher öffentliche Räume gestaltet sind oder welche Infrastruktur für pflegende Angehörige zur Verfügung steht, hat unterschiedliche Auswirkungen auf die Lebensbedingungen und -führung der Geschlechter.Nach GG-Artikel 3 Satz 3 ist der Staat aufgefordert die Geschlechtergerechtigkeit aktiv zu fördern. Der richtige Ort dafür ist der Haushalt. Gender Budgeting setzt bewusst geschlechtsspezifische Ziele und fordert die Evaluierung der Wirkung von Maßnahmen ein.Daran wollen wir bei der efas-Tagung am 4.12.2026 in Berlin mit folgenden Fragen anknüpfen:Was wissen finanzwissenschaftliche Expertinnen über die Verteilungswirkungen öffentlicher Haushaltspolitik?Welche Akteure – Bund, Länder, Gemeinden – profitieren bzw. verlieren und welche Auswirkungen hat das auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen?Welche Schwerpunkte werden im aktuellen Sondervermögen gesetzt und was lässt sich daraus für dessen Gender Impacts ableiten?Gibt es Beispiele auf Bundes-, Länder- oder Gemeindeebene, die – trotz der restriktiven Rahmenbedingungen – zur Geschlechtergerechtigkeit beitragen?Können wir positive Impulse von der Europäischen Kommission und ihren Instrumenten erwarten?Wie bewerten wir die diversen Vorschläge, die diskutiert werden, von der Abschaffung der Mitversicherung in der Krankenkasse bis zum Ehegattensplitting?Was müssen die zentralen Forderungen einer feministischen Finanz- und Steuerpolitik sein?Wir möchten auf der Tagung nicht nur eingeladene Expertinnen zu Wort kommen lassen, sondern rufen mit diesem call for papers alle Interessierten auf, Vorschläge für Kurzvorträge (10 Minuten) in Form eines Abstracts einzureichen.Darüber hinaus wird es bei der Tagung – wie in jedem Jahr – das thematisch offene Forschungsforum geben, das insbesondere Nachwuchswissenschaftlerinnen die Möglichkeit eröffnet, laufende oder kürzlich abgeschlossene Forschungsarbeiten – entweder als Vortrag oder als Poster – zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen.Wir freuen uns über eingereichte Vorschläge/abstracts bis zum 15.9.2026 an info@efas-netzwerk.de
- Frist: 28. September 2026 Nous avons le plaisir de vous convier à contribuer à un ouvrage collectif intitulé « Les violences sexuelles de genre dans le milieu sportif. Une perspective féministe ». Cet ouvrage vise à croiser les regards disciplinaires (histoire, sociologie, droit, anthropologie, sciences de l’information et de la communication, études littéraires et cinématographiques) afin d’envisagerla multiplicité des logiques sociales qui créent, maintiennent et légitiment les violences sexuelles fondées sur le genre dans le milieu du sport mais aussi les résistances qui s’y déploient.Nous encourageons les contributions émanant de tout·es les chercheur·euses et les professionnel·les du sport ayant une mission de recherche. Une attention particulière sera portée aux contributions de doctorant ·es ou jeunes docteur·es.Cet ouvrage s’inscrit dans le projet RéViS – « La réception/appropriation des thèses féministes dans les films portant sur les violences sexuelles dans le sport », porté par le CRESCO (UR 7419) de l’université de Toulouse et financé par la Maison des Sciences Humaines et Sociales de Toulouse (MSHS-T).La publication est prévue pour décembre 2026 aux Presses Universitaires de Limoges.Modalités de soumission et d’expertise1. Les propositions d’articles, en langue française, sont à envoyer avant le 31 mars 2026 à Siyao Lin (siyao.lin819@gmail.com) et à Mélie Fraysse (melie.fraysse@utoulouse.fr).La proposition devrait inclure :l’axe ou les axes choisis ; le titre de l’article de 100mots maximum (un sous-titre est possible) ; un résumé détaillé de 500 mots maximum – 4000 signes- présentant la problématique, la méthodologie et les résultats principaux ; 4-6 mots-clés ; un court CV de 150 mots maximum incluant le statut, l’affiliation institutionnelle et les coordonnées de l’auteur·ice ou des auteur·ices.2. Les résultats de la pré-sélection seront communiqués fin avril 2026. Les articles complets sont à envoyer avant le 28 septembre 2026. Tous les articles feront l’objet d’une expertise scientifique en double aveugle. La publication de l’ouvrage est prévue pour décembre 2026.
- Frist: 30. September 2026 Über die Gender Law KonferenzAlle zwei Jahre bringt das Schweizerische Institut für feministische Rechtswissenschaft und Gender Law (FRI) Forscher*innen, Praktiker*innen und Aktivist*innen an einer internationalen Konferenz zusammen, um Fragen an der Schnittstelle von Feminismus und Recht zu diskutieren.Unsere bevorstehende Gender Law Konferenz 2027 ist ein interdisziplinärer Raum für alle, die sich mit queer-feministischen Perspektiven auf Recht und Gesellschaft auseinandersetzen. Dieses Mal bringen wir Kunst und Recht in einen Dialog. Wir fragen: Was wird sichtbar, wenn Ungerechtigkeit nicht nur in Rechtsparagraphen, sondern auch in Bildern, Performances oder literarischen Texten thematisiert wird? Was können künstlerische Formen zu einer queer-feministischen Kritik am Recht beitragen? Jurist*innen, Künstler*innen, Kulturschaffende, Theoretiker*innen und Aktivist*innen werden gemeinsam darüber nachdenken, wie Recht und Kunst sich gegenseitig herausfordern und bereichern.Die Tagung ist mehrsprachig (DE / FR / EN) und lebt vom Austausch zwischen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Disziplinen und Perspektiven.Call for PapersWir laden zur Einreichung von Beiträgen für Podiumsdiskussionen sowie künstlerischen Beiträgen an der Schnittstelle von Kunst und Recht aus queer-feministischen Perspektiven ein. Wir sind besonders an Beiträgen interessiert, die disziplinäre, geografische und berufliche Grenzen überschreiten.Beiträge sind in Deutsch, Französisch und Englisch willkommen. Wir laden zu Beiträgen ein, die sich mit einem oder mehreren der folgenden vier Panels befassen:Panel 1: Kunst als Erweiterung des juristischen Denkens und der juristischen PraxisPanel 2: Wie das Recht den Zugang zur Kunst prägtPanel 3: Kunst im Zeitalter der künstlichen IntelligenzPanel 4: Kulturerbe und Krieg: Rechtliche PerspektivenRichtlinien für die EinreichungWir bitten Sie, Ihren Beitrag dieses Mal über ein kurzes Online-Formular statt per E-Mail einzureichen. Bitte erstellen Sie eine kurze Biografie (max. 150 Wörter), ein Abstract (max. 500 Wörter) und geben Sie an, an welchem Panel Sie teilnehmen möchten. Falls Sie Schwierigkeiten beim Zugriff auf das Formular haben oder einen anderen Weg bevorzugen, kontaktieren Sie uns bitte direkt.Kontakt: conference@genderlaw.ch
- Frist: 25. Oktober 2026 Im Rahmen des swissuniversities-Projekts «Bildungsräume transformieren: Rassismus angehen, Intersektionalität verankern» erscheint im März 2027 die Begleitpublikation MissingChapters. Sie versammelt vielfältige Perspektiven auf Hochschulen als rassifizierte Räume und möchte unterschiedliche Stimmen, Wissensformen und Ausdrucksweisen sichtbar machen. Für ausgewählte Kapitel laden wir deshalb öffentlich zur Einreichung von Beiträgen ein.Thematisch zeichnet sich bislang eine Struktur in folgender Form ab:Vorwort – Warum dieses Buch?Einordnung der Publikation durch die Herausgeber:innen in ihren Entstehungskontext und ihre Zielsetzung.Erinnern – Auf welcher Grundlage basiert dieses Buch?Historische und gesellschaftliche Kontexte der Publikation: schweizerische Postkolonialität, Erinnerungspolitiken sowie Kontinuitäten kolonialer Verflechtungen.Ankommen – Wer gehört (nicht) dazu?Fragen von Inklusion und Ausschluss: Wer ist an Hochschulen (un)sichtbar und unter welchen Bedingungen?Lernen – Wer macht Wissen?Rassismus an Hochschulen in seinen institutionellen, strukturellen und gewaltvollen Dimensionen. Im Zentrum stehen Fragen nach Sprache, Macht, Verantwortung und solidarischer Wissensproduktion.Aushalten – Was tragen wir?Emotionale, soziale und materielle Belastungen im Hochschulkontext, insbesondere für rassifizierte Personen: Mental Load, Prekarität, Mehrfachbelastungen, Klassismus sowie Ambivalenzen von Öffentlichkeit und Emotion.Ermächtigen – Wo liegt Handlungsmacht?Formen von Widerstand, Community-Building, Solidarität und Allyship sowie Praktiken der Agency betroffener Personen.Entwerfen – Was ist noch nicht geschrieben?Zukünftige Perspektiven: Utopien, Visionen von Zugehörigkeit sowie konkrete Transformationen und neue Formen (künstlicher) Wissensproduktion.Schluss – (Still) Missing ChaptersReflexion des Projektteams über weiterhin fehlende Perspektiven, Stimmen und Leerstellen in der Publikation.Wir freuen uns über Beiträge zu allen inhaltlichen Kapiteln (ausgenommen Vor- und Schlusswort) - über poetische, künstlerische, literarische und experimentelle Formate. Ebenso willkommen sind visuelle, dokumentarische und hybride Arbeiten – darunter Fotografie, Illustration, Comic, Collage, Visual Essays, Archiv- und Gesprächsformate, Mapping- und Datenvisualisierungen sowie performative oder audiovisuelle Beiträge, sofern sie für die Buchpublikation geeignet dokumentiert oder aufbereitet werden können. Ziel ist es, unterschiedliche Wissensformen in einen offenen, transdisziplinären Dialog zu überführen. Das Redaktionsteam behält sich vor über die Publikation der Beiträge zu entscheiden.VorgabenEinsendeschluss ist der 25. Oktober 2026 um 23:59 UhrEingabe per Mail an: anina.mathivannan@unibe.chTextbeiträge sind auf eine maximale Länge von 8000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) beschränktFür Beiträge in anderer Form gilt eine maximale Länge von drei A4 SeitenZulässige Dateiformate: .docx, .odt, (.pdf, .jpg, .png → für nicht textliche Beiträge)Einzureichen ist neben dem Beitrag eine weitere .pdf Datei mit Informationen zur Autor:in/KollektivMit der Teilnahme am Wettbewerb erklären sich die Verfassenden mit der Publikation des Beitrages einverstanden
- Frist: 01. November 2026 Currently, we are witnessing a dramatic shift to the far-/alt-right and neo-conservatism, and an increasing popularity for illiberalism across diverse policy contexts across the globe. As a consequence of this development, the academic study of gender has been banned in some countries, such as Hungary, and in others – notably the US and the UK – state agencies and courts have taken the decision to define gender as an immutable male-female binary determined by sex assigned at birth. Yet, the implications of these developments are broader and more far-reaching. Anti-gender discourses have gained increasing prominence across multiple global contexts and are increasingly recognized as entry points to far-right political ideologies. Embedded in policy proposals, these discourses also target women’s and gender studies as an academic field including feminist, queer, trans, antiracist and post-colonial scholars. Against this backdrop, this special issue of the European Journal of Women’s Studies opens a space for critical reflection on the alarming contemporary conditions of women’s and gender studies and the political imaginaries informing academic cultures. We seek to explore how recent and ongoing transformations in scientific and governmental policy have affected scholarly practice, academic cultures and learning and teaching experiences, as well as how these changes have shaped the position and status of women’s/gender studies in academia. As guest co-editors, we followed a long trajectory in taking these questions seriously. Ten years ago, in 2016, we published a special issue on women’s and gender studies and changes in academic cultures, in light of the far-reaching transformations taking place in higher education and scientific policy as a result of new public management. For us, it was important to critically explore how neoliberal transformations affected both academic feminism and feminist academics. While analysing the new power dynamics in the neoliberal universities, those discussions also pointed out that women’s and gender studies as a field had sometimes benefited from the neoliberalisation of higher education in complex and ambiguous ways. Since that analysis, however, anti-gender discourses have gained increasing attention and have in diverse ways come to shape the conditions under which women’s/gender studies are conducted. We invite women’s and gender studies scholars to bring feminist, queer, trans, anti-racist and decolonial studies perspectives to bear on a pressing question: how can we understand the contemporary neoliberal condition in its novel guises, as it has become more or less closely interwoven with populist authoritarianism in diverse locations across the globe? Women’s and gender studies scholars in many locations can still take strategic advantage of neoliberalism to gain visibility, funding and recognition – for example through international collaborations and forms of societal engagement. However, a new mode of neoliberal efficiency is increasingly being used to legitimise cuts and closures of gender studies departments. This shift both affects the conditions in which we produce knowledge and the questions that we can ask from critical feminist perspectives. In grappling with this complex shift, we ask: What differences and commonalities characterize the current conditions of women’s and gender studies across diverse contexts? What epistemological, political and ethical questions are raised by these ongoing transformations? How does the global rise of the far-right shape academic governance, and how does it intersect with the neoliberal paradigm of productivity? To what extent do these developments shed new light on longstanding debates within women’s and gender studies – for example concerning the relationship between knowledge and politics, or the possibilities and challenges generated by the institutionalisation of feminism? Today, women’s and gender studies increasingly find themselves at the centre of broader anti-gender and authoritarian political projects in many parts of the world. These developments are transnational in scope but interact with local configurations of institutions, practices and actors in complex ways, posing significant analytical and political challenges. Yet, there remains a lack of research that explores the changing conditions of women’s and gender studies scholarship across local, regional and transnational contexts. We know even less about the variations, overlaps and tensions that characterise these dynamics in diverse international settings. In light of these transformations, we invite scholars to revisit discussions of the “neoliberal academy” in relation to contemporary anti-gender politics and explore the following, as well as other, themes:Transformation of academic labour and knowledge production under conditions of rising far-/alt-right influence and governanceNegotiations, strategies and complicities of feminist scholars under increasing anti-genderismConceptualisation of the contemporary forms of anti-gender politics under women’s and gender studies especially through concepts such as illiberalism, authoritarianism, authoritarian neoliberalism, fascism, and neo-fascismEpistemic, political, and ethical issues raised by the rise of anti-feminism and anti-genderism and its relationship to neoliberal emphasis on productivity, impact, and income generation; including of the university governance’s emphasis on: neoliberal “buzzwords” such as excellence, interdisciplinarity, flexibility, competition, and internationalisation mechanisms of ranking and rating, structures of auditing and quality control, and logics of individualisation and metricisation, the recognition of expertise and academic authority Illiberalism in higher education and governmental policy on the institutionalisation of women’s and gender studies We invite abstracts of 150-200 words. Abstracts should be sent to all three special issue editors: demet.gulcicek.1@warwick.ac.uk; sabine.grenz@univie.ac.at; mia.liinason@genus.lu.se Deadline for abstracts: 1 Nov, 2026 Deadline for articles: 31 March, 2027 Expected publication date: May/June 2028 All articles will be subject to the regular review process organized by the journal. Article length must be between 6,000 and 7,000 inclusive of bibliography, notes etc. and should not have been published previously.Contact details for special issue editors:Assist. Prof. Demet Gülçiçek, Honorary Researcher, Department of Gender Studies, University of Warwick, UK & Department of Sociology, Munzur University, Turkey, demet.gulcicek.1@warwick.ac.ukAssoc.Prof. Sabine Grenz, Research unit for interdisciplinary Gender Studies/Department of Education, University of Vienna, Austria, sabine.grenz@univie.ac.atProfessor Mia Liinason, Division of Gender Studies, Lund University, Sweden, mia.liinason@genus.lu.se
- Frist: 09. April 2027 Across the globe, nationalist projects are being renewed and intensified, mobilizing “gender” as a central site of social and political struggle. From anti-gender movements and border regimes to racialized citizenship policies and digital surveillance, contemporary nationalisms draw on gender and related intersectional structures to organize political belonging, govern populations, and delineate whose lives are recognized as part of “the nation.” These developments lend a particular urgency to examining thephilosophical stakes of the relationship between “gender” and “nation” today.This special issue of Hypatia: A Journal of Feminist Philosophy invites philosophicalengagements of the topic of “Gender and Nation.” We seek contributions that interrogate how nations are imagined, experienced, constituted, and governed through genderedlogics that shape various forms of exclusion, political subjectivity, citizenship, and national belonging. While broadly soliciting contributions that (re)consider “the nation” alongside “gender,” we also wish to mark the 30th anniversary of Nira Yuval-Davis’ influential book, Gender and Nation. Yuval-Davis’ work has been foundational for studies on gender and nationalisms, and has inspired countless feminist analyses of the idea and lived experience of “the nation.” In the 30 years since the book’s publication, the world has changed in unimaginable ways, with the last decade, in particular, witnessing a resurgence in nationalist fervour that forms part of a global shift to the right. An assessment of and reengagement with “gender and nation” is therefore not only apt, but arguably more pressing than ever, given that such nationalist resurgence has deployed gendered dynamics that are deeply troubling from a feminist perspective. Questioning whether the idea and attendant realisation of “the nation” can ever be straightforwardly adopted by feminists, this special issue also provides an opportunity to highlight past and present feminist resistance to misogyny and sexist policymaking underlying patriarchal nation-building projects. Indeed, there are numerous examples of feminist activism and scholarship challenging nationalism, but also reconfiguring and claiming “the nation” and “nationalism” in progressive terms. Building on the by now large and influential feminist literature on nationalisms, of which Gender and Nation is a stalwart, we invite contributors to take stock of work on “the nation”, and to present new and promising ways of thinking about the theme of gender and nation. To this end, articles might address, without being limited to, the following questions:How are nationalisms and ideas of “the nation” gendered, classed, and racialized (among others)? What mechanisms and structures underlie the intersectional injustices attendant in patriarchal nationalist projects? What types of nationalisms are particularly harmful to marginalized groups?What has been the impact and the enduring legacy of Yuval-Davis’ book Genderand Nation? How does her work align or compare with other feminists doing work on ‘gender and the nation’? How has feminist work on gender and nationalisms developed or shifted in the last 30 years? Are certain philosophical frameworks more suitable for theorising the gendered construction of ‘the nation’ than others? How have or might recent developments in feminist thought (e.g. in affect theory, new materialism, and disability studies, including work by Sara Ahmed and Jasbir Puar) come to bear upon feminist theorisations of the nation? How can and do feminists oppose patriarchal nation-building (across diverse social, geographical, and political contexts)? How have feminists engaged with nationalist movements that resist colonial occupation and/or oppressive state policies? How do diasporas, exiles, and stateless communities reconfigure the idea of nationhood?Can there be a feminist nationalism? What would this look like?What role do the institutions of family, religion, and state play in nationalisms and how are these often understood and imagined in gendered ways? What particular harms and injustices are attributable to patriarchal conceptualisations of the nation and its realisation via gendered policymaking – e.g. what is the relationship between the gendered nation and sexual violence, the denial of reproductive rights, forced institutionalisation, illicit adoption, andcriminalization of marginalized gender/sexual identity (among others)? How have feminists sought to redress such harms?How do contemporary “anti-gender” movements mobilize nationalism, and how have feminists and queer/trans activists resisted these formations?How are nation-building projects reshaped through digital infrastructures—e.g., social media, algorithmic classification, digital citizenship—and how are theseinflected by gender?How have white nationalist movements co-opted feminist language of “women’s liberation” and “progress” to mark racially marginalized groups, particularly Muslim minority communities, as outsiders to the nation? How has such rhetoric been challenged in feminist scholarship?Contributors working in and across various relevant disciplines (e.g. philosophy, gender studies, sociology, literature, politics, and disability studies) are invited to address thesequestions philosophically, and to do so drawing on a range of theoretical frameworks (such as critical race theory, crip theory, queer theory, and postcolonial theory). Wewelcome contributions from diverse social, cultural, and geographical contexts, including those approaching “gender and nation” through decolonial, Indigenous, queer of colour,trans, and Black feminist frameworks.Submissions must be written in English and prepared for anonymous review. We will accept both traditional article submissions (up to 10,000 words long, excluding footnotes and references) and musings (4,000 words including footnotes, but not references). Musings are not merely short research articles; they are often more personal and/or more concerned with current issues than full-fledged academic articles, and they are typically less rooted in particular bodies of literature. However they are approached, Musings should seek to catalyse philosophical reflection on important issues in feminist philosophy. (For examples, please see the recently published Musings on our FirstView pages.) We encourage submissions to be written in a style accessible across relevant disciplines, and with an eye to understanding concrete social and political phenomena. Deadline for submission: 9th April 2027Please submit your original manuscript electronically through the Cambridge University Press online submission and review system ScholarOne. Manuscripts need to be prepared for anonymous review. More information may be found in the Manuscript Preparations Guidelines.For any questions on this special issue, contact the guest editors: Clara Fischer (C.Fischer@qub.ac.uk) and Fulden İbrahimhakkıoğlu (fulden@metu.edu.tr).