Einschlägige Ausschreibungen für Publikations- und Tagungsbeiträge im In- und Ausland.
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- Frist: 28. Juni 2026 Seit den 1990er-Jahren ist die Programmatik „Frauen in MINT“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) ein zentraler Bestandteil gleichstellungspolitischer Strategien in Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft. Während in den 1980er-Jahren vor allem die geringe Beteiligung von Frauen in einzelnen technischen Disziplinen problematisiert wurde, hat sich das Feld inzwischen erheblich ausgeweitet. Neben Fragen der Rekrutierung und Studienwahl rücken organisationale Strukturen, implizite Bias, Vereinbarkeitsregime sowie Prozesse der Subjektivierung und Erfahrungen von Zugehörigkeit und Ausschluss in den Fokus. Ziel der Programmatik ist die Erhöhung von Sichtbarkeit, Repräsentanz und Teilhabe von Frauen* in technisierten Feldern. Zugleich werden Weiblichkeit und Differenz häufig funktionalisiert, etwa über Zuschreibungen wie „weibliches Führen“ oder soziale Kompetenzen, während die Figur der „MINT-Frau“ als leistungsfähige Ausnahme konstruiert wird. Schon länger mehren sich kritische Reflexionen hinsichtlich der Gleichstellungstrategien in MINT-Fächern, in jüngerer Zeit verstärkt aus intersektionalen, queerfeministischen sowie post- und dekolonialen Perspektiven.Das Heft analysiert „Frauen in MINT“ als politisches, epistemisches und affektives Projekt. Im Zentrum steht die Frage, welche Normalisierungen, Ausschlüsse und Ambivalenzen – welches Unbehagen – dominante Gleichstellungsnarrative erzeugen und welche Spielräume für transformative Praxen in sozial- und technowissenschaftlichen Feldern sichtbar werden. Eingeladen sind theoretische, empirische und praxisreflexive Beiträge, die bestehende neoliberale Exzellenz-, Förder- und Verwertungslogiken kritisch untersuchen und institutionelle wie wissenspolitische Alternativen diskutieren.Mögliche Themen und Fragestellungen zur Programmatik „Frauen in MINT“Genealogien und Gleichstellungsdiskurse: Entwicklungen der Programmatik „Frauen in MINT“, Exzellenz-, Fachkräfte- und meritokratische Narrative in technowissenschaftlichen FeldernInstitutionen und Gleichstellungspraxis: Interventionen in Lehre, Forschung und Organisation sowie institutionelle Widerstände und AmbivalenzenAlternativen und Transformationen: solidarische Praxen, plurale Wissensformen, alternative Technikverständnisse und kritische Männlichkeiten• Subjektivierungen und Körperpolitiken: Zugehörigkeit, Ausschluss und affektive Erfahrungen, Leistungs- und Körpernormen in intersektionaler sowie post-/dekolonialer PerspektiveGeschlechterpolitiken und Repräsentationen: Kritik binärer und affirmativer Förderlogiken, neoliberaler Repräsentationsmuster und der Figur der „MINT-Frau“, Ambivalenzen feministischer Sichtbarkeit Verfahren und ZeitplanungWir bitten um die Einreichung eines ein- bis zweiseitigen Abstracts bis zum 28.06.2026. Beiträge aus dem nicht-deutschsprachigen Ausland können gern auch auf Englisch eingereicht werden. Bitte senden Sie Ihren Vorschlag als Word-Datei an manuskripte@gender-zeitschrift.de (Betreff: Schwerpunkt „Frauen in MINT“). Die Einladung zur Beitragseinreichung erfolgt im Falle einer positiven Einschätzung bis zum 13.07.2026. Der Abgabetermin des fertigen Beitrags im Umfang von max. 50.000 Zeichen inkl. Leerzeichen (Dokument mit allen zusätzlichen Angaben wie Zusammenfassungen, Fußnoten, Literaturverzeichnis und Angaben zur Person) ist der 13.12.2026. Alle eingereichten Beiträge durchlaufen ein mehrstufiges Review-Verfahren, auf dessen Grundlage die endgültige Auswahl der Beiträge getroffen wird; dabei sind Hinweise zur Überarbeitung eher die Regel als die Ausnahme. Diese werden den Autor_innen von den Herausgeberinnen zurückgemeldet. Im Falle einer hohen Anzahl von positiv begutachteten Beiträgen behält sich die Redaktion vor, eine abschließende Auswahl vorzunehmen und ggf. Beiträge in einer späteren Ausgabe zu veröffentlichen. Die Manuskriptrichtlinien sind auf der GENDER-Website unter https://www.gender-zeitschrift.de/manuskripte zu finden.
- Frist: 30. Juni 2026 13. bis 15. November 2026 Chemnitz, DeutschlandDie aus dem Netzwerk Kritische Sexarbeitsforschung gegründete Gesellschaft für Sexarbeits- und Prostitutionsforschung vernetzt Forschende verschiedener Disziplinen miteinander. Sie fördert eine interdisziplinäre wissenschaftliche Thematisierung und Auseinandersetzung mit Prostitution und Sexarbeit sowie die Entwicklung neuer Forschungsperspektiven auf das Themenfeld. Auch der diesjährige Workshop bietet Studierenden und Wissenschaftler:innen in der Qualifikationsphase einen kollektiven Raum, um die eigenen aktuellen Arbeiten zum Thema abseits von etablierten, stigmatisierenden und kriminalisierenden Diskursen und Debatten diskutieren zu können. Die thematische Rahmung ist hierbei bewusst offen gehalten und orientiert sich am Input der Beteiligten.Der Workshop richtet sich in erster Linie an Studierende mit Work in Progress Arbeiten, Promovierende sowie an Post-Docs aller Fachrichtungen, die sich mit dem Themengebiet Prostitution oder Sexarbeit aus verschiedenen theoretischen und methodischen Perspektiven befassen und die ihre Forschungsarbeiten diskutieren möchten. Ebenso sind Sexarbeiter:innen, Vertreter:innen von Selbstorganisationen, Aktivist:innen, Sozialarbeiter:innen und (wissenschaftliche) Projektmitarbeitende herzlich eingeladen. Die Förderung des interdisziplinären Austauschs und Dialogs sowie die Diskussion von method(olog)ischen Herausforderungen soll zu einer intersektionalen Perspektivierung im Kontext der Prostitutions- und Sexarbeitsforschung beitragen.Die Referierenden stellen eigene aktuelle Forschungsprojekte vor oder bringen Datenmaterial zur gemeinsamen Diskussion ein. Dabei kann sich der Fokus sowohl auf konzeptionelle und methodische Fragen als auch auf individuelle und disziplinspezifische Herangehensweisen richten. Der Beitrag der Referierenden kann dabei je nach geeignetem Format als Vortrag (20 Minuten Vortrag, 25 Minuten Diskussion) oder in Form einer Arbeitsgruppe (90 Minuten inkl. Diskussion) erfolgen, in denen zum Beispiel Diskussion von Quellen, Datenmaterial, Forschungstagebucheinträge, Textentwürfe oder theoretische Zugänge bearbeitet werden können.Der Beitragsvorschlag mit maximal 2oo Wörtern kann bis zum 30. Juni 2026 als PDF-Datei per E-Mail an veranstaltung@gspf.info eingereicht werden. Dabei sollte das Beitragsformat (Vortrag oder Arbeitsgruppe), der Titel, die Kontaktdaten, eine biographische Kurznotiz mit der disziplinären Verortung sowie der Stand der eigenen Forschung angegeben werden. Eine Rückmeldung zum Beitragsvorschlag erfolgt etwa vier Wochen nach Ende der Einreichungsfrist.We also welcome contributions in English. However, participants should have a good command of German in order to be able to follow the entire workshop.
- Frist: 30. Juni 2026 Call for Posters (CfP)The Swiss Gender Medicine Symposium 2026 brings together researchers, clinicians, decision makers, educators and students in gender medicine as well as representatives from business, research-oriented foundations and politics. The symposium thus offers the opportunity to share your work with a broad audience.The Scientific Program Committee invites researchers to contribute posters to the Symposium.SubjectsPosters should showcase research on the influence of sex and/or gender in medicine, namely on the following subjects:Basic ScienceClinical SciencePublic Health/Global HealthThis call is open for researchers at all levels, and all studies.Presentation at the SymposiumThe Poster will be presented at the Swiss Gender Medicine Symposium in specific poster sessions. During the moderated poster walks you will have the possibility to present your research in a 2 to 3- minutes-presentation. We suggest adding a recording of your presentation to the poster with a QR-code, so it can be viewed upon request. Presenters should be available at the poster for questions during their poster walk. Authors, title and a short abstract will be published on the program section of the Symposium website.Poster PrizesThere will be a poster prize (CHF 1’000.-) awarded for each subject group mentioned above and a publication of the winners trough the channels of the Symposium.Requirements for AbstractsAbstracts should includeTitle (please use a short and specific title)BackgroundObjectivesMethodsResults / expected resultsConclusions & impactThe abstract should be written in English with a maximum of 250 words.Submission deadline: 30.06.2026 on the platform of Oxford abstracts (see the following link, you can register via a free account): https://app.oxfordabstracts.com/stages/82056/submitter Corresponding authors will be notified of their acceptance by 31 July 2026.
- Frist: 15. Juli 2026 Workshop, Universität Fribourg, 2. Oktober 2026Frédéric Mader (CHUV-UniL), Matthias Ruoss (UNIFR)Trans Geschichte hat sich in den letzten Jahren als innovatives Forschungsfeld etabliert, das historiografische Narrative herausfordert. Trotz des Booms liegen für die Schweiz bislang nur wenige Studien vor. Ziel unseres Workshops ist es, Forschungsarbeiten zur trans Geschlechtlichkeit zu bündeln und zugleich methodische Voraussetzungen historischer trans Forschung zu diskutieren.Der Call richtet sich an Historiker:innen, die trans als historisch spezifische Form der Subjektivierung begreifen und die damit verbundenen Ambivalenzen verstehen wollen, statt klare universelle Kategorisierungen anzustreben. Wir interessieren uns für Prozesse, in denen trans geschlechtliche Selbstverhältnisse hervorgebracht, stabilisiert, reguliert oder infrage gestellt wurden – in sozialen Milieus (Familie, Subkulturen, Bewegungen), institutionellen Settings (Kliniken, Verwaltung, Militär, Kirchen, Fürsorge, Polizei, Gerichten) oder epistemischen Regimen (Medizin, Psychiatrie, Sexualwissenschaften).Willkommen sind quellenbasierte Beiträge aus allen Epochen, von der Vormoderne bis in die Gegenwart, die Prozesse der Subjektbildung historisch-kritisch analysieren. Erwünscht sind sowohl Fallstudien als auch konzeptionelle und methodische Beiträge, die zur Weiterentwicklung einer historisch informierten trans Forschung beitragen. Von besonderem Interesse sind Arbeiten, welche die Bedingungen der Quellenproduktion, Archivzugänge und methodische Herausforderungen historischer trans Forschung reflektieren.Mögliche Themenfelder umfassen:Biografien und AlltagsgeschichtenKörpergeschichtenSubkulturen und trans AktivismusGenealogie und transnationale Zirkulation von Begriffen, Diagnosen und KlassifikationenTransphobieRegime der Sichtbarkeit und UnsichtbarkeitPolitiken der Anerkennung, Pathologisierung oder KriminalisierungDigitale Räume und MedienöffentlichkeitenDer Workshop versteht sich als Ort des Austauschs und der offenen Diskussion – auch und gerade über laufende Projekte, unfertige Thesen oder methodische Probleme. Studierende sind herzlich willkommen. Abstracts im Umfang von ca. einer Seite sowie eine kurze biografische Notiz sind bis zum 15. Juli 2026 an frederic.mader@unil.ch und matthias.ruoss@unifr.ch zu senden. Die Arbeitssprachen sind Deutsch, Französisch und Englisch.
- Frist: 15. Juli 2026 Band 1 der Schriftenreihe „Studien zu Sexarbeit und ProstitutionSexarbeit ist ein gesellschaftspolitisch polarisierendes Feld: Öffentliche Debatten, wissenschaftliche Diskurse und politische Regulierungen sind oft von emotionalisierenden Zuschreibungen, moralischen Bewertungen und vereinfachenden Repräsentationsansprüchen geprägt, welche die vielfältigen Lebens- und Arbeitsrealitäten von Sexarbeiter:innen überlagern – ob durch feministische Kontroversen, mediale Skandalisierungen oder ästhetische Stilisierungen. Diese Repräsentationen manifestieren sich in sozialen Ordnungen und Moralvorstellungen, Regulierungen und Gesetzen sowie Diskursen, Narrativen, visuellen Figurationen und Assoziationen in Medien, Politik, Wissenschaft und künstlerischen Darstellungen.Begleitet werden sie von versteckter Neugier, starken Gefühlen sowie von Formen der Moralpolitik. Daraus resultierende Stigmatisierungen, Kriminalisierungen, Diskriminierungen sowie stereotype – visuelle und diskursive – Vereinheitlichungen prägen bis heute die Lebensrealitäten vieler Sexarbeiter:innen. Diese Unterdrückungsverhältnisse – besonders entlang von Klasse, race, Gender, Sexualität oder Körper (Martini 2025; Künkel 2007; Probst 2022; Thiemann 2020) – werden in und durch Politik, Wissenschaft, Medien und im Alltag auch von Sexarbeiter:innen (re)produziert.Wer spricht wie und mit welchen Konsequenzen für sich selbst oder für Sexarbeiter:innen? Wie und von wem werden Repräsentationshandlungen von Sexarbeitenden sichtbar und unsichtbar gemacht?Wessen Stimmen werden gehört, wessen ausgeblendet und warum?Wer konnte/kann wie mit welchen Konsequenzen in das bestehende Repräsentationsregime eingreifen?Wie lassen sich die unterschiedlichen Perspektiven der Akteur:innen im Feld der Sexarbeit, der medialen, künstlerischen, politischen oder institutionellen Bearbeitung kombinieren, überbrücken oder wechselseitig ineinander übersetzen?Wie haben sich die institutionellen Perspektiven auf und Repräsentationen von Sexarbeit entwickelt? Wie kam/ kommt es zu ihrer Veränderung?Wie kann bei empirischer Forschung mit normativen Fragen und der Positionalität der Forschenden umgegangen werden?Welche Möglichkeiten partizipativer und kollaborativer Forschung mit Sexarbeitenden gibt es? Was bedeutet „partizipative“ und „kollaborative“ Forschung in diesem Feld?Wie lassen sich repräsentations- und erkenntniskritische Ansätze sowie nicht-eurozentrische, dekoloniale Theorie- und Methodenbezüge gewinnbringend in der Sexarbeitsforschung nutzen?Wie sehen innovative Wissens- und Darstellungsformen, etwa mehr als Text oder mehr als eine Sprache, aus?Wie kann man angesichts der stark polarisierten Repräsentationen von Sexarbeit den öffentlichen Bewertungs- und Entscheidungsprozess so organisieren, dass kluge Regelungen gefunden werden?Wie verändern Regulierungen, räumliche Verortung, Mediendarstellungen, Forschung und technologische, digitale Entwicklungen etc. die selbstrepräsentativen und/ oder politischen Gestaltungsmöglichkeiten? Welche Alternativen zu vorherrschenden Repräsentationen und den damit verbundenen Konsequenzen für Sexarbeitende existieren bereits und wie lassen sich diese weiter oder neu weben?Wir begrüßen wissenschaftliche Analysen, methodische Reflexionen, aktivistische, essayistische, künstlerische, künstlerisch forschende und multimodale (mehr-als-textliche) Formate. Besonders willkommen sind Beiträge von Sexarbeiter:innen, Aktivist:innen und Forscher:innen in Mehrfachrollen.Interessierte sind eingeladen, Beitragsvorschläge in Form eines 300 bis 500 Wörter langen Abstracts zusammen mit einigen Worten zur Person bis zum 15.07.2026 per Mail an Arne Dreßler (arne.dressler@uni-hamburg.de), Marlen Löffler (marlen-simone.loeffler@iu.org), Sabrina Stranzl (stranzl@if k.ac.at) oder Lisa Waegerle (Lisa.Waegerle@hs-bochum.de) einzureichen.Eine Rückmeldung erfolgt bis Ende August 2026. Bei positiver Rückmeldung ist der Abgabetermin für die fertigen Beiträge (20.000–35.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) Ende Februar 2027. Der Sammelband erscheint im Springer Verlag in der Reihe „Studien zu Sexarbeit und Prostitution | Studies on Sex Work and Prostitution“ im Double-Blind- Peer-Review-Verfahren. Für künstlerische, künstlerisch-forschende, essayistische, aktivistische und multimodale Beiträge ist ein eigenständiges, formatsensibles Reviewverfahren vorgesehen, das durch die Herausgeber:innen unter Einbezug fachlicher und praktischer Expertise durchgeführt wird.
- Frist: 31. Juli 2026 „Vielfalt verbindet“Vielfältige Stimmen und Perspektiven sind ein bedeutsamer Faktor für wissenschaftliche Exzellenz und chancengerechte Teilhabe am Wissenschaftssystem. Sie ermöglichen es, wissenschaftliche Fragestellungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und somit umfassendere Forschungserkenntnisse zu erzielen.Um Vielfaltsperspektiven im Wissenschaftssystem zu stärken, Barrieren abzubauen und Partizipation zu fördern, hat das Bundesministerium für Forschung, Technik und Raumfahrt (BMFTR) die Richtlinie zur Förderung von Projekten zur Vernetzung von Interessensvertretungen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen („Vielfalt verbindet“) auf den Weg gebracht. Sie soll dazu beitragen, ein wissenschaftliches Umfeld zu schaffen, in dem Perspektivenvielfalt gefördert wird und alle Ideen Gehör finden, um so die Herausforderungen der Zukunft besser bewältigen zu können. Damit soll auch ein verstärktes Ausscheiden von ohnehin schon unterrepräsentierten Personengruppen aus dem Wissenschaftssystem sowie eine Verengung des wissenschaftlichen Diskurses verhindert werden.Ziel von „Vielfalt verbindet“ ist es, die Vernetzung zwischen Interessensvertretungen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und weiteren Akteuren des Wissenschaftssystems zu stärken. Gefördert werden Projekte, die die Vernetzung und den damit verbundenen Austausch von Ideen zur strukturellen Stärkung von Vielfalt in der Wissenschaft vorantreiben. Dies umfasst die Entwicklung von Konferenzen, Plattformen, Veranstaltungen oder ähnlichen Maßnahmen, die das Bewusstsein für den Mehrwert von Perspektivenvielfalt schärfen, die Partizipation im Wissenschaftssystem erleichtern, den Abbau von Barrieren vorantreiben, die Sichtbarkeit unterrepräsentierter Gruppen erhöhen und die Antidiskriminierungsarbeit im Wissenschaftssystem professionalisieren. Dabei sind Interessensvertretungen aktiv einzubinden und Gesichtspunkte der Intersektionalität zu berücksichtigen. Die Förderung richtet sich an Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, studentische und zivilgesellschaftliche Organisationen und Vereine, Stiftungen und Träger von Bildungseinrichtungen, die über ausgewiesene Diversitätskompetenz verfügen.Das BMFTR unterstützt Projekte mit bis zu 50.000 € bei einer Laufzeit von maximal 18 Monaten. Die erste Frist für die Einreichung einer Projektskizze ist der 31.10.2025; weitere Calls folgen am 31.07.2026 und 30.04.2027. Für die Erstellung der Projektskizze wird eine verbindliche Vorlage zur Verfügung gestellt.Information und BeratungAlle Details zur Förderrichtlinie „Vielfalt verbindet“, ihren Zielen und Inhalten sowie zur konkreten Skizzeneinreichung finden Förderinteressierte im Text der Bekanntmachung.Für alle Förderinteressierten bieten wir ein individuelles Informations- und Beratungsangebot über unsere Hotline an, über die wir Ihnen montags bis donnerstags zwischen 10:00 und 14:00 Uhr für Ihre Fragen und Anliegen zur Verfügung stehen. Auch per E-Mail können Sie uns gerne kontaktieren.Zudem bieten wir für die drei Calls jeweils eine Informationsveranstaltung an. Die nächste findet am 20. Mai 2026, 10:00-12:00 Uhr statt. Informationen zur Anmeldung und Termine werden Ihnen an dieser Stelle bekannt gegeben.Anmeldung zur Informationsveranstaltung: BMFTR - Förderrichtlinie „Vielfalt verbindet“KontaktDr. Karen SchierhornWissenschaftliche ReferentinDr. Evelyn HaynWissenschaftliche ReferentinE-Mail: vielfalt@dlr.deHotline: +49 228 3821 1890 (Mo-Do, 10-14 Uhr)
- Frist: 31. August 2026 Die „No-Kings-Proteste“ und andere öffentliche Demonstrationen gegen die Trump-Regierung in den USA, die Proteste in Belarus, der Türkei, Serbien und – gegenwärtig eskalierend – im Iran, wo Frauen in den letzten Jahren immer wieder auch gegen eine ihnen vom Mullah-Regime auferlegte Kopftuchpflicht aufgetreten sind, oder die seit 2012 aktive „One Billion Rising“-Bewegung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, die landesweiten Frauenstreiks in der Schweiz 2019 und 2023 … das sind nur einige Beispiele der jüngsten Zeit, die zeigen, wie aktuell das Thema Protest ist. In einer Welt, in der autoritäre Regime und rechtspopulistische oder rechtsextreme Bewegungen sowie kriegerische Gewalteskalation zur Durchsetzung politischer und nationaler Interessen vielerorts die Oberhand gewinnen, wehren sich gleichzeitig immer mehr Menschen gegen diese Entwicklungen. Sie treten millionenfach gegen Entdemokratisierung und die Ausgrenzung und Verfolgung von Minderheiten, das Zurückschrauben erkämpfter Rechte, liberaler oder geschlechteregalitärer Positionen auf – oft unter Einsatz ihres Lebens.Die gewählten Protestformen sind dabei vielfältig und facettenreich. Sie knüpfen einerseits an tradierte Formen des Protests gegen Obrigkeiten, Unterdrückung und soziale Missstände an und gestalten sich andererseits erfinderisch, kreativ, treten lautstark an die Öffentlichkeit oder werden im Geheimen, im Untergrund praktiziert … was je nach divergierenden nationalen, politischen, sozialen, ethnischen, altersspezifischen, religiösen Kontexten unterschiedlich ausgestaltet wird und dabei immer auch ‚vergeschlechtlicht‘ verläuft – ganz abgesehen davon, dass Frauen oder Mitglieder der LGBTQIA+-Community nicht nur an vielen Protestbewegungen partizipieren, sondern auch ihre eigenen Formen des Protests entwickeln.Vor diesem aktuellen Hintergrund wird sich die Ausgabe von L’Homme. Z.F.G. 1/2028 dem Thema Protest widmen. Einzureichende Vorschläge dafür könnten an ältere, vor allem in den 1970er und 1980er Jahren veröffentlichte frauen- und geschlechtergeschichtliche Arbeiten zu historischen Protestformen seit dem Mittelalter anknüpfen und diese – methodisch-theoretisch neu fundiert – weiterentwickeln (z.B. in Bezug auf Bauernkriege, Ketzerbewegungen, „Weiberkriege“ und „Hungerkrawalle“, städtische Aufstände und Unruhen, Revolutionen, Streiks und ArbeiterInnenbewegungen, StudentInnenbewegungen, Proteste in den diversen Frauenbewegungen, in der Antikriegsbewegung, der Umweltbewegung, antikoloniale Protestformen …). Dabei sollen auch Verschiebungen oder Veränderungen der Perspektiven, Ansätze und Themen der feministischen Protestgeschichte deutlich werden – sei es in Hinblick auf Akteur:innen oder die Anbindung an politische/soziale Bewegungen, oder sei es hinsichtlich der Konstruktion historischer Leitfiguren für erfolgreichen, aber auch niedergeschlagenen Protest. Das gilt ebenso für die untersuchten Formen und Motive, deren Bandbreite durch globale Dimensionen von Protest zusätzlich erweitert wird. Von Interesse sind außerdem nicht nur bewegungsorientierte, sondern auch individuell praktizierte Protestformen.Wir bitten um Proposals (in Deutsch oder Englisch) im Umfang von etwa einer Seite sowie einen kurzen CV bis spätestens Ende August 2026, an die L’Homme-Redaktion sowie an Christa Hämmerle und Ingrid Bauer. Die Abgabe der Beiträge (im Umfang von jeweils ca. 50.000 Zeichen inkl. Leerzeichen), die dann einem Peer-Review-Verfahren unterliegen, ist für Ende März 2027 geplant.lhomme.geschichte@univie.ac.atchrista.haemmerle@univie.ac.atingrid.Bauer@plus.ac.at
- Frist: 01. September 2026 In Zusammenarbeit mit NADIA BRÜGGER (StopFemizid)129 Femi(ni)zide. So viele patriarchale Morde hat das Rechercheprojekt StopFemizid in der Schweiz seit 2020 erfasst (Stand: 25.2.2026). In der Schweiz gibt es nach wie vor keine offizielle Stelle, die Femizide aufzeichnet und analysiert. Die massive alltägliche Gewalt, welcher Frauen und queere Menschen ausgesetzt sind, ist in den vergangenen Jahren dank feministischer Grundlagenarbeit erneut verstärkt zum Thema gemacht worden. Die Begriffe «Femizid» und «Feminizid» werden innerhalb aktivistischer wie wissenschaftlicher Kreise verwendet, um Tötungsdelikte an Frauen insbesondere im Kontext von Gewalt in heterosexuellen Paarbeziehungen präzise zu benennen und auf deren politische Dimension hinzuweisen. Femi(ni)zide sind dabei nur die «Spitze des Eisbergs» der geschlechtsspezifischen Gewalt. Tötungen von Frauen geschehen in einer gesellschaftlichen Atmosphäre, die patriarchale Gewalt ermöglicht und befördert. Dem binären Geschlechterverhältnis nach, das Weiblichkeit abgrenzt und abwertet, ist Männergewalt an Frauen kein Fehler im System, sondern einer der zentralen Pfeiler des kapitalistischen Patriarchats.Die feministische Bewegung Ni Una Menos (dt. «Nicht eine weniger») kämpft gegen Femi(ni)zide und formuliert gleichzeitig eine Utopie der Gewaltfreiheit für alle Menschen. Dafür braucht es eine grundlegende Veränderung unserer Wirtschafts-, Lebens- und Beziehungsweisen und eine feministische Antwort auf den Umgang mit Körpern, Kapital und Boden. Wir wollen folgende und weitere Forschungsfragen anregen: Welche (queer-)feministischen und intersektionalen Analysen braucht es heute, um Femi(ni)zide in ihrer Tragweite für die Gesellschaft zu verstehen? Welche Methoden und Ansätze halten explizit antirassistische, abolitionistische und transfeministische Analysen bereit, an die wir anschliessen können? Welche Begrifflichkeiten bieten sich für die präzise Analyse von Femi(ni)ziden besonders an? Welche Strategien sind zu wählen, um dem «Krieg gegen Frauen» (Verónica Gago) auch und gerade in Zeiten antifeministischer Backlashs und faschistischer Tendenzen entschlossen und kollektiv entgegenzutreten?Ideen/Abstracts (ca. 1’500 Z.) bis 1. September 2026Beiträge (ca. 8’000 Z.) bis 15. Dezember 2026Kontakt: Nina Seiler, redaktion@femwiss.ch
- Frist: 28. September 2026 Nous avons le plaisir de vous convier à contribuer à un ouvrage collectif intitulé « Les violences sexuelles de genre dans le milieu sportif. Une perspective féministe ». Cet ouvrage vise à croiser les regards disciplinaires (histoire, sociologie, droit, anthropologie, sciences de l’information et de la communication, études littéraires et cinématographiques) afin d’envisagerla multiplicité des logiques sociales qui créent, maintiennent et légitiment les violences sexuelles fondées sur le genre dans le milieu du sport mais aussi les résistances qui s’y déploient.Nous encourageons les contributions émanant de tout·es les chercheur·euses et les professionnel·les du sport ayant une mission de recherche. Une attention particulière sera portée aux contributions de doctorant ·es ou jeunes docteur·es.Cet ouvrage s’inscrit dans le projet RéViS – « La réception/appropriation des thèses féministes dans les films portant sur les violences sexuelles dans le sport », porté par le CRESCO (UR 7419) de l’université de Toulouse et financé par la Maison des Sciences Humaines et Sociales de Toulouse (MSHS-T).La publication est prévue pour décembre 2026 aux Presses Universitaires de Limoges.Modalités de soumission et d’expertise1. Les propositions d’articles, en langue française, sont à envoyer avant le 31 mars 2026 à Siyao Lin (siyao.lin819@gmail.com) et à Mélie Fraysse (melie.fraysse@utoulouse.fr).La proposition devrait inclure :l’axe ou les axes choisis ; le titre de l’article de 100mots maximum (un sous-titre est possible) ; un résumé détaillé de 500 mots maximum – 4000 signes- présentant la problématique, la méthodologie et les résultats principaux ; 4-6 mots-clés ; un court CV de 150 mots maximum incluant le statut, l’affiliation institutionnelle et les coordonnées de l’auteur·ice ou des auteur·ices.2. Les résultats de la pré-sélection seront communiqués fin avril 2026. Les articles complets sont à envoyer avant le 28 septembre 2026. Tous les articles feront l’objet d’une expertise scientifique en double aveugle. La publication de l’ouvrage est prévue pour décembre 2026.
- Frist: 09. April 2027 Across the globe, nationalist projects are being renewed and intensified, mobilizing “gender” as a central site of social and political struggle. From anti-gender movements and border regimes to racialized citizenship policies and digital surveillance, contemporary nationalisms draw on gender and related intersectional structures to organize political belonging, govern populations, and delineate whose lives are recognized as part of “the nation.” These developments lend a particular urgency to examining thephilosophical stakes of the relationship between “gender” and “nation” today.This special issue of Hypatia: A Journal of Feminist Philosophy invites philosophicalengagements of the topic of “Gender and Nation.” We seek contributions that interrogate how nations are imagined, experienced, constituted, and governed through genderedlogics that shape various forms of exclusion, political subjectivity, citizenship, and national belonging. While broadly soliciting contributions that (re)consider “the nation” alongside “gender,” we also wish to mark the 30th anniversary of Nira Yuval-Davis’ influential book, Gender and Nation. Yuval-Davis’ work has been foundational for studies on gender and nationalisms, and has inspired countless feminist analyses of the idea and lived experience of “the nation.” In the 30 years since the book’s publication, the world has changed in unimaginable ways, with the last decade, in particular, witnessing a resurgence in nationalist fervour that forms part of a global shift to the right. An assessment of and reengagement with “gender and nation” is therefore not only apt, but arguably more pressing than ever, given that such nationalist resurgence has deployed gendered dynamics that are deeply troubling from a feminist perspective. Questioning whether the idea and attendant realisation of “the nation” can ever be straightforwardly adopted by feminists, this special issue also provides an opportunity to highlight past and present feminist resistance to misogyny and sexist policymaking underlying patriarchal nation-building projects. Indeed, there are numerous examples of feminist activism and scholarship challenging nationalism, but also reconfiguring and claiming “the nation” and “nationalism” in progressive terms. Building on the by now large and influential feminist literature on nationalisms, of which Gender and Nation is a stalwart, we invite contributors to take stock of work on “the nation”, and to present new and promising ways of thinking about the theme of gender and nation. To this end, articles might address, without being limited to, the following questions:How are nationalisms and ideas of “the nation” gendered, classed, and racialized (among others)? What mechanisms and structures underlie the intersectional injustices attendant in patriarchal nationalist projects? What types of nationalisms are particularly harmful to marginalized groups?What has been the impact and the enduring legacy of Yuval-Davis’ book Genderand Nation? How does her work align or compare with other feminists doing work on ‘gender and the nation’? How has feminist work on gender and nationalisms developed or shifted in the last 30 years? Are certain philosophical frameworks more suitable for theorising the gendered construction of ‘the nation’ than others? How have or might recent developments in feminist thought (e.g. in affect theory, new materialism, and disability studies, including work by Sara Ahmed and Jasbir Puar) come to bear upon feminist theorisations of the nation? How can and do feminists oppose patriarchal nation-building (across diverse social, geographical, and political contexts)? How have feminists engaged with nationalist movements that resist colonial occupation and/or oppressive state policies? How do diasporas, exiles, and stateless communities reconfigure the idea of nationhood?Can there be a feminist nationalism? What would this look like?What role do the institutions of family, religion, and state play in nationalisms and how are these often understood and imagined in gendered ways? What particular harms and injustices are attributable to patriarchal conceptualisations of the nation and its realisation via gendered policymaking – e.g. what is the relationship between the gendered nation and sexual violence, the denial of reproductive rights, forced institutionalisation, illicit adoption, andcriminalization of marginalized gender/sexual identity (among others)? How have feminists sought to redress such harms?How do contemporary “anti-gender” movements mobilize nationalism, and how have feminists and queer/trans activists resisted these formations?How are nation-building projects reshaped through digital infrastructures—e.g., social media, algorithmic classification, digital citizenship—and how are theseinflected by gender?How have white nationalist movements co-opted feminist language of “women’s liberation” and “progress” to mark racially marginalized groups, particularly Muslim minority communities, as outsiders to the nation? How has such rhetoric been challenged in feminist scholarship?Contributors working in and across various relevant disciplines (e.g. philosophy, gender studies, sociology, literature, politics, and disability studies) are invited to address thesequestions philosophically, and to do so drawing on a range of theoretical frameworks (such as critical race theory, crip theory, queer theory, and postcolonial theory). Wewelcome contributions from diverse social, cultural, and geographical contexts, including those approaching “gender and nation” through decolonial, Indigenous, queer of colour,trans, and Black feminist frameworks.Submissions must be written in English and prepared for anonymous review. We will accept both traditional article submissions (up to 10,000 words long, excluding footnotes and references) and musings (4,000 words including footnotes, but not references). Musings are not merely short research articles; they are often more personal and/or more concerned with current issues than full-fledged academic articles, and they are typically less rooted in particular bodies of literature. However they are approached, Musings should seek to catalyse philosophical reflection on important issues in feminist philosophy. (For examples, please see the recently published Musings on our FirstView pages.) We encourage submissions to be written in a style accessible across relevant disciplines, and with an eye to understanding concrete social and political phenomena. Deadline for submission: 9th April 2027Please submit your original manuscript electronically through the Cambridge University Press online submission and review system ScholarOne. Manuscripts need to be prepared for anonymous review. More information may be found in the Manuscript Preparations Guidelines.For any questions on this special issue, contact the guest editors: Clara Fischer (C.Fischer@qub.ac.uk) and Fulden İbrahimhakkıoğlu (fulden@metu.edu.tr).