Suchen
- Über Jahrhunderte hinweg blieben Künstlerinnen in der Kunstgeschichte weitgehend unsichtbar – ihre Werke übersehen, ihr Wirken marginalisiert. Die Ausstellung «In Frauenhand | In Her Hand» in der Zentralbibliothek Zürich stellt diese historische Leerstelle ins Zentrum und fragt nach den Strukturen, Vorurteilen und gesellschaftlichen Bedingungen, die weibliche Kreativität geprägt und begrenzt haben. Gezeigt werden Werke aus den Beständen der Bibliothek sowie Leihgaben, die ein vielschichtiges Panorama künstlerischer Praxis von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart eröffnen. Neben bekannten Namen wie Maria Sibylla Merian, Angelika Kauffmann oder Sophie Taeuber‑Arp treten weniger bekannte Künstlerinnen hervor – und mit zeitgenössischen Interventionen von Cornelia Hesse‑Honegger, Elisabeth Eberle und Hanna Koepfle wird der historische Bogen bis in die Gegenwart gespannt.Kunst von Frauen ist gegenwärtig in aller Munde. Ausstellungen zu Künstlerinnen gehören zum guten Ton der Museen und Kulturinstitutionen und avancieren zum Aushängeschild. Unbestreitbar wird kunstschaffenden Frauen heute eine grössere Aufmerksamkeit zuteil als noch vor siebzig Jahren. Dies soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Künstlerinnen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen in öffentlichen Kunstsammlungen bis heute unterrepräsentiert sind.Worin gründen die Vorurteile gegenüber der schöpferischen Kraft von Frauen? Weshalb wurden Künstlerinnen über die Jahrhunderte hinweg von der Kunstgeschichte kaum beachtet? Und unter welchen Bedingungen konnten Frauen auf dem Gebiet der Kunst trotz gesellschaftlicher Restriktionen reüssieren?Diesen und anderen Fragen geht die aktuelle Ausstellung In Frauenhand | In Her Hand nach. Exponate aus den eigenen Beständen sowie Leihgaben thematisieren die Ausbildungsmöglichkeiten, die Wahl der Modelle und Sujets, die Selbstrepräsentation, die Etablierung in Nischen, Strategien der Selbstvermarktung und Konzessionen an den Kunstmarkt.Bekannte Künstlerinnen wie Maria Sibylla Merian, Angelika Kauffmann, Ottilie W. Roederstein oder Sophie Taeuber-Arp treten neben weniger bekannte wie Anna Waser oder Clementine Stockar-Escher. Als Vertreterinnen des zeitgenössischen Kunstschaffens sind unter anderen Rosina Kuhn, Marguerite Hersberger und Rita Ernst in der Ausstellung präsent. Cornelia Hesse-Honegger, Elisabeth Eberle und Hanna Koepfle tragen als Vertreterinnen dreier Generationen mit ihren künstlerischen Interventionen den Diskurs über Gesellschaft und Kunst in den Lesesaal der Bibliothek.
- Safer and braver Räume für Universitätsangehörige mit RassismuserfahrungenEmpowerment @ UniBE bietet geschützte und solidarische Räume für Universitätsangehörige (Mitarbeitende und Studierende) mit Rassismuserfahrungen. Die Angebote fördern Austausch, Selbststärkung, Sichtbarkeit, Vernetzung und Community-Building.Das Programm umfasst Community-Gatherings sowie Workshops und Inputs zur thematischen Vertiefung. Die Teilnahme ist freiwillig und flexibel, du entscheidest selbst, wie viele Veranstaltungen du besuchst. Wichtig ist uns dabei füreinander zu sorgen und ein wertschätzender, achtsamer und verantwortungsbewusster Umgang miteinander zu pflegen.Uns ist bewusst, dass auch Räume wie Empowerment @ UniBE nicht frei von Machtverhältnissen sind, die mit der Reproduktion intersektionaler Diskriminierung einhergehen. Dennoch ist es unser Anspruch, möglichst viele Perspektiven und Stimmen einzubeziehen und das Angebot kontinuierlich weiterzuentwickeln. VeranstaltungenEmpowerment bedeutet, unsere eigene Stärke und Selbstbestimmung aktiv zu nutzen, zu pflegen und zu entfalten – sowohl für uns selbst als auch gemeinsam mit anderen. In diesen sechs Treffen über das Jahr hinweg liegt der Fokus darauf, persönliche Ressourcen zu stärken, Wohlbefinden zu fördern, Erfahrungen und Perspektiven zu teilen sowie ein unterstützendes Netzwerk innerhalb der Universität aufzubauen.Die Empowerment-Reihe richtet sich ausschliesslich an Universitätsmitglieder, die Rassismus erleben (durch Vorurteile, Ausgrenzung oder Benachteiligung aufgrund von Hautfarbe, Religion, Staatsangehörigkeit, Migrationserfahrung oder rechtlichem Status). Wenn du unsicher bist, ob du teilnahmeberechtigt bist, meldet dich gerne bei uns.Donnerstag, 15. Januar 2026Community-Building LunchDonnerstag, 5. März 2026Self-Care Workshop and Community-building Donnerstag, 7. Mai 2026Community Gathering: Forest bathing (Shinrin Yoku) – mindfulness walk in the forest with the community Donnerstag, 25. Juni 2026Community GatheringDonnerstag, 24. SeptemberRacial healing and transformation WorkshopDonnerstag, 12. NovemberCommunity Gathering
- Das Zentrum Gender Studies (ZGS) der Universität Basel feiert sein 25-jähriges Bestehen als zentrale Forschungs- und Ausbildungseinrichtung für Geschlechterforschung in der Schweiz. Mit einer Ausstellung, einer Vortragsreihe und weiteren Veranstaltungsformaten begleitet das Jubiläumsprogramm das akademische Jahr 2026.Wir laden alle Studierenden, Forschenden und Interessierten herzlich ein, mitzudenken, mitzudiskutieren und gemeinsam mit uns in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu schauen. Wir freuen uns darauf, dieses Jubiläumsjahr gemeinsam mit Ihnen und Euch zu begehen.
- Was bewegte Studierende in den Anfängen der Gender Studies an der Universität Basel – was bewegt sie heute? Was hat sich in den letzten 25 Jahren am Zentrum Gender Studies verändert? Welche Entwicklungen zeichnen sich ab? Die von Studierenden der Geschlechterforschung unter Anleitung von Dominique Grisard entwickelte Ausstellung nimmt Besuchende mit auf eine historische Spurensuche: Ein Zeitstrahl zeichnet die zentralen Entwicklungsschritte des ZGS nach und macht Lehrangebot, Forschung, Personen und Publikationen aus 25 Jahren sichtbar und greifbar.
- Drei Schwerpunktthemen in einer kompakten und informativen Online-VeranstaltungsreiheDie Online-Veranstaltungsreihe «Wissen am Mittag» des iDNA Instituts für Diversität und Neue Arbeitswelten bietet monatlich über Mittag fundierte Einblicke in aktuelle Fragestellungen rund um die Arbeitswelt von heute und morgen.Bisher wurden die drei Themenreihen Diversity – Chancengerecht die neue Arbeitswelt gestalten, New Work – die Zukunft der Arbeitswelt mitgestalten und Gemeinde der Zukunft gestalten separat angeboten. Neu werden diese Schwerpunkte in einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe zusammengeführt.Jedes Schwerpunktthema umfasst im Laufe des Jahres vier Veranstaltungen, die verschiedene Perspektiven aus Praxis, Verwaltung und angewandter Forschung beleuchten. Die Teilnehmenden können frei wählen, welche Veranstaltungen sie besuchen möchten, sei es innerhalb eines Schwerpunktthemas oder themenübergreifend.Die Beiträge von Referierenden aus Organisationen und der angewandten Forschung beleuchten unterschiedliche Perspektiven und vermitteln praxisrelevante Inputs. Es wird aus verschiedenen Bereichen wie Arbeitsalltag, Wissenschaft und Organisationspraxis berichtet. Die Teilnehmenden erhalten fundiertes Wissen, praxisnahe Beispiele sowie Anregungen und Ideen für den eigenen Arbeitsalltag.In den Veranstaltungen werden zentrale Fragen behandelt, etwa:Wie kann Arbeit chancengerecht, sinnstiftend und zukunftsfähig gestaltet werden?Welche Rahmenbedingungen fördern Innovation, Attraktivität und Teilhabe in Organisationen und Gemeinden?Wie können Veränderungen aktiv und nachhaltig umgesetzt werden?«Wissen am Mittag» bietet kompakte, praxisnahe Inputs und die Möglichkeit, sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen und wertvolle Impulse für den eigenen Arbeitskontext zu gewinnen.
- Diese öffentliche Vortragsreihe versammelt ausgewählte analytische Überlegungen, utopische Entwürfe und Spekulationen darüber, wie bessere Zukünfte aussehen könnten, wie Welten beschaff en sein müssten, die für alle lebbarer wären, und welche Wege hierfür wie beschritten werden müssten. Die Reihe lädt dazu ein, sich gemeinsam andere Welten und Formen des Zusammenlebens vorzustellen und darüber nachzudenken, wie diese zu realisieren sind.Konzept & OrganisationBianca Prietl, Anna K. Kraft & Jasmin Schmidlin
- Die Ausstellung The First Homosexuals. Die Entstehung neuer Identitäten 1869–1939 im Kunstmuseum Basel widmet sich der frühen Sichtbarkeit gleichgeschlechtlichen Begehrens und der Geschlechtervielfalt in der Kunst. Sie beleuchtet anhand von rund achtzig Gemälden, Arbeiten auf Papier, Skulpturen und Fotografien, wie sich ab der ersten öffentlichen Verwendung des Begriffs «homosexuell» im Jahr 1869 neue Bilder von Sexualität, Geschlecht und Identität bildeten. Die vielschichtige Ausstellung öffnet den Blick auf queere Gemeinschaften, intime Porträts, selbstbestimmte Lebensentwürfe, kodiertes Verlangen und koloniale Verflechtungen.Diese Ausstellung wurde zuerst von Alphawood Exhibitions im Wrightwood 659, Chicago, organisiert, recherchiert und kuratiert von Jonathan D. Katz, Kurator, und Johnny Willis, stellvertretende:r Kurator:in. Für das Kunstmuseum Basel wurde sie in Zusammenarbeit mit den Kurator:innen Rahel Müller und Len Schaller adaptiert.Der Begriff «homosexuell» wurde 1869 zum ersten Mal im deutschen Sprachraum verwendet und erfuhr in den folgenden Jahrzehnten einen substanziellen Wandel. Die Debatte über die Bedeutung des Worts reichte von einer universellen Neigung zur gleichgeschlechtlichen Liebe bis hin zur Konzeption eines «dritten Geschlechts». Ausgangspunkt der modernen Begrifflichkeit war ein Briefwechsel zwischen dem ostfriesischen Juristen Karl Heinrich Ulrichs (1825–1895) und dem ungarischen Schriftsteller Karl Maria Kertbeny (1824–1882). Bereits in den 1860er Jahren beschrieb Ulrichs den «Urning», einen Menschen mit angeborenem gleichgeschlechtlichem Begehren. Dieses erklärte er über eine Geschlechterdifferenz: Urninge bildeten ein «drittes Geschlecht», weder eindeutig männlich noch weiblich, sondern beides zugleich. Diese biologische Begründung der Sexualität verlagerte den Fokus weg von einzelnen sexuellen Handlungen hin zu einem grundlegenden Unterschied, ähnlich wie wir Homosexualität heute verstehen. Kertbeny schlug einen anderen Weg ein. Er lehnte die Idee einer angeborenen, biologischen Identität ab und setzte stattdessen auf ein universelles Menschenrecht auf Begehren. 1869 prägte er in zwei anonym verbreiteten Flugschriften die Wörter «homosexual» und «heterosexual».The First Homosexuals erzählt vom Beginn der künstlerischen Auseinandersetzung mit diesen Themen im späten 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. In sechs Sektionen werden Künstler:innen und Schriftsteller:innen vorgestellt, die sich offen mit homosexuellen und trans Identitäten auseinandersetzten und diese teilweise auch lebten. Die Ausstellung verfolgt die Entwicklung der Aktdarstellung im Zusammenhang mit den sich wandelnden Vorstellungen von Sexualität und zeigt, wie Freundschaft und vertraute kunsthistorische Motive als diskrete (und in einigen Fällen auch nicht so diskrete) Codes für gleichgeschlechtliches Verlangen dienten. Der Blick geht über Europa hinaus und untersucht, wie gewisse europäische Künstler:innen kolonialen Gebieten gleichgeschlechtliches Verlangen als inhärent zuschrieben – und wie, als Antwort darauf, Künstler:innen weltweit diese koloniale Vorherrschaft in Frage stellten und sich ihr widersetzten.The First Homosexuals zeichnet sowohl das kulturelle und künstlerische Schaffen als auch die frühe Geschichte der LGBTQIA+-Community nach. Die Ausstellung und die dazugehörige Publikation zeigen die wechselseitige Prägung homosexueller und trans Identitäten sowie die Herausbildung einer eigenständigen Transidentität, wie sie moderne Künstler:innen seit der Einführung des Begriffs «trans» im Jahr 1910 entworfen haben.
- Das interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung (IZFG) der Universität Bern feiert 2026 sein 25-jähriges Bestehen mit einem mehrteiligen öffentlichen Programm. Studierende, Universitätsangehörige, Projektpartner*innen, ehemalige Mitarbeitende, Gründer*innen und weitere Interessierte sind herzlich eingeladen, an den Veranstaltungen teilzunehmen.Programm:DO, 12. März 2026, 20 Uhr, Doppellesung im Café Kairo, «Das Recht zu kicken» und «Der Urning»MI, 13. Mai 2026, 20 Uhr, Doppellesung im Café Kairo, «Unerhört» und «Familiäre Fürsorge aushandeln»DO, 28. Mai 2026, 18:15 Uhr, Abschlusspodium Ringvorlesung: «Caring University?: Un-/Sichtbare Care-Arbeit und Self-Care in der Wissenschaft», Raum 120, Uni-Hauptgebäude, Hochschusstrasse 4SO, 14. Juni 2026, 11 Uhr, Vernissage der Website «The many futures of gender. An oral history of feminist theory», oralhistoriesoffeministtheory.com, Stadttheater Bern, Kornhausplatz 20DI, 15. September 2026, 16:30 Uhr, Vortrag mit Podium: «Classism and Racism in Higher Education», in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Chancengleichheit AfC, Kuppelraum im Uni-Hauptgebäude, Hochschulstrasse 4DO, 22. Oktober 2026, 17 Uhr, Vernissage Ausgabe #42 der Zeitschrift genderstudies, Kuppelraum im Uni-Hauptgebäude, Hochschulstrasse 4DO, 26. November 2026, ab 16 Uhr, Abschlussveranstaltung mit Live-Radiosendung (16-19 Uhr, Radio Bern RaBe), Interviews und Musik, ab 19 Uhr Apéro riche, ab 21 Uhr Disco, Queerfeministischer Raum der Reitschule Bern, Neubrückstrasse 8
- Einladung zur RVL Feministische Philosophi an der Humboldt-Universität zu BerlinSoSe 2026, mittwochs 10 Uhr, HG Raum 2094Organisiert und veranstaltet von der AG für Feministische PhilosophieRingvorlesung15.04.Einführung22.04.Charlotte WittWhat is Gender Essentialism?29.04.Resa-Philip LunauNicht-Ideale trans Philosphie - Epistemisch-Methodische Fundierungstragen06.05. Katrina ForresterMarxist Feminism in and Against the State13.05. Caleb WardOutsiders and Insiders in (Black) Feminist Philosophy20.05.Sara AyhanFeministische Logik(en) - Chancen und Herausforderungen27.05. Luce DeLireGenocide as Cis-Hetero Extremism - A Trans Feminist Perspective03.06.Tatiana LlagunoIn Defense of Hegelian-Marxist Feminism10.06. Deborah MühlebachLanguage Criticism Beyond Correctionism17.06. Abibi StewartReproductive Racial Capitalism24.06. Esther NeuhannFichte's Sexual Contract01.07. Henrike KohpeißTBA08.07. Quill KuklaThe Architecture of Sexual Agency15.07. Abschlusssitzung
- An verschiedenen Terminen im Semester bringt die Werkstatt sowohl Kulturwissenschaftler:innen mit Erfahrungen im historisch-archivalischen Forschen als auch Interessierte, die mit Methoden, Materialien und Fragestellungen noch nicht vertraut sind, sich aber auf diesem Feld Expertise erarbeiten möchten, zusammen. Das informelle Format der Werkstatt dient als Plattform für regelmäßigen Austausch und bietet Anregungen für das eigene historisch-kulturwissenschaftliche Arbeiten. Neben epistemologischen Fragen einer Historischen Kulturanalyse/Historischen Anthropologie/Historischen Ethnografie setzen die Sitzungen jeweils thematische Schwerpunkte, denen im Rahmen der kulturanthropologischen Forschung besonderes Gewicht zukommt.Des Weiteren stellen Akteur:innen aus lokalen und nationalen Archiven ihre Institutionsgeschichte(n), Sammlungsstrategien und Quellenbestände vor. So werden Einblicke gewonnen in „klassische“ Berufsfelder für Absolvent:innen der Kulturanthropologie. Neben der konkreten Quellenarbeit geht es also auch darum, Berufsfeldkompetenzen für Universitäten, Archive, Museen, politische Bildungsarbeit u.a. zu erwerben und eigene Fähigkeiten im Arbeiten mit und der Vermittlung von historischen Quellen zu schärfen.Programm im SoSe 2026Sitzung am Do, 16.04.2026 18:15-19:45 Uhr via zoomGast: Jasmin Assadsolimani, M.A. (Dortmund, Kulturanthropologie des Textilen)Thema: Glossy Archives. Modemagazine als archivische Formate und WissensagentenModeration: Dr. Stefanie Mallon (Göttingen)Sitzung am Do, 07.05.2026 18:15-19:45 Uhr via zoomGast: Julia Reus, M.A. (Bochum, Zeitgeschichte)Thema: Geschichte(n) über Inzest erzählen. Quellen und PerspektivenModeration: Dr. Stefanie Mallon (Göttingen)Sitzung am Do, 21.05.2026 18:15-19:45 Uhr via zoomGast: Patrick Pollmer, M.A. (Regensburg, Vergleichende Kulturwissenschaft)Thema: Für eine Handvoll Eier. Pflegerische Subjektivität in Rechtskonflikten mit der Heil- und Pflegeanstalt Regensburg (1916–1937)Moderation: Manuel Bolz, M.A. (Göttingen)Sitzung am Do, 11.06.2026 18:15-19:45 Uhr via zoomGast: Timotheus Kartmann, M.A. (Frankfurt am Main, Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie)Thema: Vom sozialen Museum Frankfurt (1903-1934) zu sozialpolitischer Museumsarbeit der GegenwartModeration: Dr. Stefanie Mallon (Göttingen)Sitzung am Do, 02.07.2026 18:15-19:45 Uhr via zoomGast: J.-Prof. Dr. Simone Egger (Saarbrücken, Europäische Kulturanthropologie/Historische Anthropologie)Thema: Briefe an die Milchstraße (1910-1918). Eine Frauenbiografie und eine transnationale Liebe aus historisch anthropologischer PerspektiveModeration: Manuel Bolz, M.A. (Göttingen)Sitzung am Do, 09.07.2026 18:15-19:45 Uhr via zoomGast: Victoria Morick, M.Ed. (Göttingen, Neuere Geschichte)Thema: Krankheit materialisieren? Von syphilitischen Wissensdingen im späten 19. und frühen 20. JahrhundertModeration: Manuel Bolz, M.A. (Göttingen)Die Veranstaltungen finden via zoom statt und sind kostenlos. Es ist keine Anmeldung erforderlich.zoom-Daten (Sie sind das ganze Semester über gültig.)https://uni-goettingen.zoom-x.de/j/69987214509?pwd=Q2Pnj40QcPvDaBcN2PsUhbYiCtwOHH.1 Meeting-ID: 699 8721 4509Kenncode: 587273
- (Donnerstags, 12:30-13:30, KL 29/135, Rostlaube)Im Rahmen des MvBZ-Jubiläums 2026 *45 Jahre Zentraleinrichtung/10 Jahre MvBZ* finden im Sommersemester 2026 und im Herbst 2026 verschiedene Veranstaltungen statt, mit denen wir das Jubiläum begehen. Wir laden herzlich dazu ein!23.04.2026 Gisela Notz und Anita Runge im Gespräch zu Margherita von Brentano21.05.2026 Lea Haneberg: Geschichte Autonomer Frauenbewegung09.07.2026 Sabina García Peter und Heike Pantelmann: (Un)Doing the (Im)Possible. Archiving Feminist Institutional Histories
- Die Göttinger Geschlechterforschung lädt wieder zu den GeFo Lunch Talks am Mittwoch-Mittag, vor Ort oder per zoom. Dieses Semester gibt es folgende vier Termine:03.06.2026: Sayed Hussain Agha Alemi: Education as Resistance: Gender, Power and Afghan Women in the Diaspora10.06.2026: Val Meneau: Structures of Gender-based and Sexual Harm in Elite Latin DanceSport24.06.2026: : Daniel Lehnert: Elternschaft als Politikum. Die Erziehung und Betreuung von Kindern als Konflikt um die Lebensführung08.07.2026: Andrea D. Bührmann & Friz M. Trzeciak: Extrem rechte Männlichkeiten im Internet. Erste Befunde aus dem Verbundprojekt ‘EMMELO – European Men, Masculinity, and Extremist Leadership Online’ (Horizon Europe, 2025-2028)Für die digitale Teilnahme an dieser Veranstaltung ist eine gesonderte Anmeldung per Email nötig. Bitte melden Sie sich im Vorfeld über geschlechterforschung@uni-goettingen.de an, um den zoom-Zugang zu bekommen.
- Ein Seminar zur gegenwärtigen Begriffskonfusion mit Tove Soiland, HistorikerinMit Erstaunen nehmen wir zur Kenntnis, wie sich in den USA scheinbar problemlos ultaliberales Denken mit faschistischem Gedankengut kombinieren lässt. Haben wir nicht gelernt, dass die liberale Wirtschaftsordnung des Westens der beste Garant unumstösslicher individueller Freiheitsrechte ist? Nimmt man eine historische Perspektive ein, ist eine solche Darstellung falsch. Der „Neue Liberalismus“, der sich seit den 1920er Jahren zu formieren begann und den wir heute als Neoliberalismus bezeichnen, entstand und gedieh zunächst unter Mussolini und später unter dem Nationalsozialismus. Dieses Urtrauma, das eine wohlgehütete Doktrin ab 1945 aus unserem Bewusstsein zu tilgen verstand, scheint uns heute einzuholen.Dabei ist es zu einfach, für die gegenwärtige Entwicklung die Trumps dieser Welt verantwortlich zu machen. Denn in Europa ist es nicht Trump, sondern die EU selbst, die gerade im Begriff ist, den „freien Westen“ mit Mitteln zu verteidigen, die uns die letzten uns noch verbleibenden Freiheiten rauben.Das Seminar fragt auf der Basis einer historischen Perspektive (Clara E. Mattei, Ishay Landa, Domenico Losurdo), wie diese Mixtur aus „liberalem Westen“ und Autoritarismus, der in totalitärer Manier weder denkerische Differenziertheit noch politischen Dissens duldet, auch im linken Mainstream Europas, bei SozialdemokratInnen, Grünen und Feministinnen gleichermassen, ankommen konnte.Wie ist unsere Gesellschaft dahin gelangt, Friedenspolitik als „rechts“ zu bezeichnen, an eine „militärische Friedensförderung“ zu glauben resp. an die Notwendigkeit, in immer neuen Bedrohungsszenarien eine Militarisierung der Zivilgesellschaft voranzutreiben, die unter Begriffen wie „One-Health“ und „gesellschaftliche Resilienz“ jeden Aspekt der Gesellschaft zu durchdringen beansprucht – im Namen der Verteidigung des „liberalen Westens“, versteht sich.Das Leseseminar richtet sich auch an Frauen, die bisher wenig Erfahrung in der Lektüre anspruchsvollerer Texte, aber Interesse an einer theoriegeleiteten Reflexion der Gegenwart haben.Zeit: Donnerstags jeweils 19:00 bis 21:30 UhrDaten: 2026: 29. Okt., 12. Nov., 26. Nov., 10. Dez.2027: 07. Jan., 21. Jan., 04. Feb., 04. März, 18. März, 01. AprilKurskosten: Fr. 220.–, Ermässigung möglich auf AnfrageDie Texte werden per mail versendet und müssen von den Teilnehmerinnen selber ausgedruckt werden.Anmeldung bis 27. September 2026 an: tove.soiland@bluewin.ch