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- Über Jahrhunderte hinweg blieben Künstlerinnen in der Kunstgeschichte weitgehend unsichtbar – ihre Werke übersehen, ihr Wirken marginalisiert. Die Ausstellung «In Frauenhand | In Her Hand» in der Zentralbibliothek Zürich stellt diese historische Leerstelle ins Zentrum und fragt nach den Strukturen, Vorurteilen und gesellschaftlichen Bedingungen, die weibliche Kreativität geprägt und begrenzt haben. Gezeigt werden Werke aus den Beständen der Bibliothek sowie Leihgaben, die ein vielschichtiges Panorama künstlerischer Praxis von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart eröffnen. Neben bekannten Namen wie Maria Sibylla Merian, Angelika Kauffmann oder Sophie Taeuber‑Arp treten weniger bekannte Künstlerinnen hervor – und mit zeitgenössischen Interventionen von Cornelia Hesse‑Honegger, Elisabeth Eberle und Hanna Koepfle wird der historische Bogen bis in die Gegenwart gespannt.Kunst von Frauen ist gegenwärtig in aller Munde. Ausstellungen zu Künstlerinnen gehören zum guten Ton der Museen und Kulturinstitutionen und avancieren zum Aushängeschild. Unbestreitbar wird kunstschaffenden Frauen heute eine grössere Aufmerksamkeit zuteil als noch vor siebzig Jahren. Dies soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Künstlerinnen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen in öffentlichen Kunstsammlungen bis heute unterrepräsentiert sind.Worin gründen die Vorurteile gegenüber der schöpferischen Kraft von Frauen? Weshalb wurden Künstlerinnen über die Jahrhunderte hinweg von der Kunstgeschichte kaum beachtet? Und unter welchen Bedingungen konnten Frauen auf dem Gebiet der Kunst trotz gesellschaftlicher Restriktionen reüssieren?Diesen und anderen Fragen geht die aktuelle Ausstellung In Frauenhand | In Her Hand nach. Exponate aus den eigenen Beständen sowie Leihgaben thematisieren die Ausbildungsmöglichkeiten, die Wahl der Modelle und Sujets, die Selbstrepräsentation, die Etablierung in Nischen, Strategien der Selbstvermarktung und Konzessionen an den Kunstmarkt.Bekannte Künstlerinnen wie Maria Sibylla Merian, Angelika Kauffmann, Ottilie W. Roederstein oder Sophie Taeuber-Arp treten neben weniger bekannte wie Anna Waser oder Clementine Stockar-Escher. Als Vertreterinnen des zeitgenössischen Kunstschaffens sind unter anderen Rosina Kuhn, Marguerite Hersberger und Rita Ernst in der Ausstellung präsent. Cornelia Hesse-Honegger, Elisabeth Eberle und Hanna Koepfle tragen als Vertreterinnen dreier Generationen mit ihren künstlerischen Interventionen den Diskurs über Gesellschaft und Kunst in den Lesesaal der Bibliothek.
- La virilité en question : regards pluridisciplinaires sur le corps masculinSEMESTRE AUTOMNE21 octobre 2025, 17h, Campus Campus battelle Unige, Carouge, Vernissage de l’exposition 17h Présentation de l’exposition Marie Leyder, FNS (iEH2) I Nina Salouâ Studer, FNS (iEH2) 17h15-18h30 Table ronde et échanges avec le publicMartina Salvante, Université de Nottingham I Claire Monod, Centre Max Weber,ENS – Lyon I Marion Philip, UNIGE I Francesca Arena, iEH2 Modération : Iris Rivoire, iEH2Dès 18h30 I Déambulation suivie d’une verrée11 novembre 2025, U259 Uni-DufourCarole Ammann (University Lucerne)Queer fathers and parents’ caring path to parenthood in the Netherlands and SwitzerlandHarald-Fischer-Tiné ( ETH in Zürich)The advent of a civilizing force’ : Masculinities, Bodies and Bicycles in Late Colonial South Asia (1868-1928)Modération : Nina Studer -Iris Rivoire (iEH2)4 décembre 2025, 16h15, PHIL 006 (Philosophes, Genève)Raphaël Gallien (TEMOS-Université d’Angers)Enfances indésirables : internement, handicap et masculinité en situation coloniale à Madagascar (1910-1960)Modération : Anne-Lydie Dubois (Unige)SEMESTRE PRINTEMPS10 mars 2026, 16h30, UNIL : Salle Amphipôle - 338Caroline Rusterholz (Graduate Institut Genève - Université de Fribourg)Contraception et responsabilité masculine en Grande-Bretagne entre 1960-2000Maëva Badré (Université de Genève) et Ella Hautier (HUG)Contraception testiculaire thermique, masculinités et corps médicalModération : Amélie Puche, Institut des humanités en médecine8 mai 2026, 16h, salle de colloque à IHM-LausanneJonathan Saha (University of Durham)The Rise and Fall of the Jungle-Wallah: The Career of a Masculine Archetype in Colonial MyanmarShannon Philip (University of Cambridge)Postcolonial Machismo: Transforming Masculinities in a ‘New’ IndiaModération : Ali Alrifae, Institut des humanités en médecine
- Safer and braver Räume für Universitätsangehörige mit RassismuserfahrungenEmpowerment @ UniBE bietet geschützte und solidarische Räume für Universitätsangehörige (Mitarbeitende und Studierende) mit Rassismuserfahrungen. Die Angebote fördern Austausch, Selbststärkung, Sichtbarkeit, Vernetzung und Community-Building.Das Programm umfasst Community-Gatherings sowie Workshops und Inputs zur thematischen Vertiefung. Die Teilnahme ist freiwillig und flexibel, du entscheidest selbst, wie viele Veranstaltungen du besuchst. Wichtig ist uns dabei füreinander zu sorgen und ein wertschätzender, achtsamer und verantwortungsbewusster Umgang miteinander zu pflegen.Uns ist bewusst, dass auch Räume wie Empowerment @ UniBE nicht frei von Machtverhältnissen sind, die mit der Reproduktion intersektionaler Diskriminierung einhergehen. Dennoch ist es unser Anspruch, möglichst viele Perspektiven und Stimmen einzubeziehen und das Angebot kontinuierlich weiterzuentwickeln. VeranstaltungenEmpowerment bedeutet, unsere eigene Stärke und Selbstbestimmung aktiv zu nutzen, zu pflegen und zu entfalten – sowohl für uns selbst als auch gemeinsam mit anderen. In diesen sechs Treffen über das Jahr hinweg liegt der Fokus darauf, persönliche Ressourcen zu stärken, Wohlbefinden zu fördern, Erfahrungen und Perspektiven zu teilen sowie ein unterstützendes Netzwerk innerhalb der Universität aufzubauen.Die Empowerment-Reihe richtet sich ausschliesslich an Universitätsmitglieder, die Rassismus erleben (durch Vorurteile, Ausgrenzung oder Benachteiligung aufgrund von Hautfarbe, Religion, Staatsangehörigkeit, Migrationserfahrung oder rechtlichem Status). Wenn du unsicher bist, ob du teilnahmeberechtigt bist, meldet dich gerne bei uns.Donnerstag, 15. Januar 2026Community-Building LunchDonnerstag, 5. März 2026Self-Care Workshop and Community-building Donnerstag, 7. Mai 2026Community Gathering: Forest bathing (Shinrin Yoku) – mindfulness walk in the forest with the community Donnerstag, 25. Juni 2026Community GatheringDonnerstag, 24. SeptemberRacial healing and transformation WorkshopDonnerstag, 12. NovemberCommunity Gathering
- Le séminaire en ligne “Perspectives en Santé” vise à interroger les formes de (re)mise en question des connaissances et des pratiques en santé, ainsi que les enjeux et les inégalités épistémiques qui s’y déploient. Cette 5ème saison se concentre sur les rapports au genre que les savoirs dans les soins entretiennent, contestent ou ignorent – mais qu’ils travaillent incontestablement.De l’objectivation des biais de genre présents dès la formation à leur prise en compte et à leur intégration dans les enseignements, nous explorerons les effets passés et présents de ces configurations sur les savoirs eux-mêmes et leur production. Du point de vue des effets du genre, nous nous pencherons à la fois sur leur rôle dans les expériences de la maladie et du corps, mais également dans la mise en œuvre des prises en charges et dans la conception des études cliniques, tout comme sur les parcours et pratiques professionnelles dans les métiers de la santé. Nous explorerons également les lieux d’invention qui permettent de (re)penser la prise en compte des sexualités et de leurs technologies – contraceptives, numériques et/ou sanitaires – par et dans les pratiques, que celles-ci soient institutionnelles ou émergent de communautés, face au constat des limites qu’impliquent des savoirs conformes aux normes de genre. La construction des identités genrées et de leur binarité par les savoirs en santé, mais également leurs potentiels subversifs serviront ainsi de fil rouge à cette saison.
- Für die Grande Dame der franko-alemannischen Kinofreundschaft gleisen wir im NEUmarkt gross auf: autÖr associé Guillaume Poixʼ gewaltiger Text UND DANN ROMY SCHNEIDER wird mit gleich neun Mitgliedern des ENSEMBLö über zwei Abende hinweg von Manon Krüttli inszeniert. Und Manon kennt den Autor und Text sehr gut. Sie hat ihn 2018 bereits auf französisch im Théâtre Le Poche inszeniert und kennt Guillaume seit eh und je, wie sie sagt.Dreiundsechzig Filme zählt Schneiders Filmographie, alle von Männern inszeniert. Guillaumes Text umfasst entsprechend viele Monologe: Zwei Redeflüsse, collagiert aus echten Zitaten von Romy, als Rahmen und dazwischen 61 fiktionalisierte Einstellungen aus der Perspektive ihrer Figuren oder Co-Stars. Und dann crasht noch ein kleinfeines, vielleicht gefälschtes, jedoch bisher unveröffentlichtes Jelinek-Stück die Party. Insofern nimmt der Text so eine hybride Natur an, irgendwo zwischen Theater, Film und Roman – die Schnittstelle, die Guillaume sowieso gern erforscht: Das Dazwischen, in dem wir all diese wahren und erfundenen Stimmen über Romy hören und in deren Widersprüchen sich vielleicht ein paar Schimmer ihrer Gestalt erhaschen lassen. «Das meiste, was über mich geschrieben wurde, sind Lügen», wie Romy selber sagte. «Sa vie, cʼest son travail … ou lʼinverse», so Guillaume.Manon arrangiert nun wiederum diese Monolog-Komposition in etwas, das sie als «Sprachinstallation» beschreibt. So begreift sie den Text eher musikalisch – beinahe wie eine Partitur – in der Figuren eher spontan verkörpert und ebenso schnell wieder verworfen werden können. Das fragmentarische Passagenwerk des Textes dient eher zur kreisförmigen Vorlage, auf der unser ENSEMBLö mit Manon vor- und rückwärts spielt.Alle Versionen von «Und dann Romy Schneider» (Episode 1, Episode 2, Director's Cut) können unabhängig voneinander besucht werden.Das Stück besteht aus 63 Monologen, die in zwei Episoden aufgeteilt sind – jede Episode wird als eigenständige Regieserie inszeniert und beleuchtet eine andere Facette von Romy Schneider. Episode 1 zeigt Romy als Projektionsfläche: die «ideale Frau» und zugleich als Opfer männlicher Blicke und Erwartungen. Episode 2 rückt die Figur der «ewigen Sissi» ins Zentrum – und damit die wechselvolle Nähe und Distanz zu dieser Rolle, die sie prägte und verfolgte.Beide Episoden sind «same same but different»: Anfang, Mitte und Ende sind identisch, doch die Perspektive verschiebt sich – und damit der Blick auf Romy. Der Director’s Cut führt die unterschiedlichen Blickrichtungen in einer verdichteten Fassung zusammen.DauerEpisode 1 / Episode 2: jeweils 100 MinutenDirector’s cut: lange Version, zwischen 3 und 4 StundenBesetzungEpisode 1: Anouk Barakat, Martin Butzke, Shabnam Chamani, Miriam Japp, Yann Philipona, Maximilian Reichert, Lisa Ursula TschanzEpisode 2: Chady Abu-Nijmeh, Anouk Barakat, Martin Butzke, Shabnam Chamani, Miriam Japp, Max Kraus, Maximilian Reichert, Lisa Ursula TschanzDirector’s cut: Alle
- Das Zentrum Gender Studies (ZGS) der Universität Basel feiert sein 25-jähriges Bestehen als zentrale Forschungs- und Ausbildungseinrichtung für Geschlechterforschung in der Schweiz. Mit einer Ausstellung, einer Vortragsreihe und weiteren Veranstaltungsformaten begleitet das Jubiläumsprogramm das akademische Jahr 2026.Wir laden alle Studierenden, Forschenden und Interessierten herzlich ein, mitzudenken, mitzudiskutieren und gemeinsam mit uns in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu schauen. Wir freuen uns darauf, dieses Jubiläumsjahr gemeinsam mit Ihnen und Euch zu begehen.
- Was bewegte Studierende in den Anfängen der Gender Studies an der Universität Basel – was bewegt sie heute? Was hat sich in den letzten 25 Jahren am Zentrum Gender Studies verändert? Welche Entwicklungen zeichnen sich ab? Die von Studierenden der Geschlechterforschung unter Anleitung von Dominique Grisard entwickelte Ausstellung nimmt Besuchende mit auf eine historische Spurensuche: Ein Zeitstrahl zeichnet die zentralen Entwicklungsschritte des ZGS nach und macht Lehrangebot, Forschung, Personen und Publikationen aus 25 Jahren sichtbar und greifbar.
- Drei Schwerpunktthemen in einer kompakten und informativen Online-VeranstaltungsreiheDie Online-Veranstaltungsreihe «Wissen am Mittag» des iDNA Instituts für Diversität und Neue Arbeitswelten bietet monatlich über Mittag fundierte Einblicke in aktuelle Fragestellungen rund um die Arbeitswelt von heute und morgen.Bisher wurden die drei Themenreihen Diversity – Chancengerecht die neue Arbeitswelt gestalten, New Work – die Zukunft der Arbeitswelt mitgestalten und Gemeinde der Zukunft gestalten separat angeboten. Neu werden diese Schwerpunkte in einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe zusammengeführt.Jedes Schwerpunktthema umfasst im Laufe des Jahres vier Veranstaltungen, die verschiedene Perspektiven aus Praxis, Verwaltung und angewandter Forschung beleuchten. Die Teilnehmenden können frei wählen, welche Veranstaltungen sie besuchen möchten, sei es innerhalb eines Schwerpunktthemas oder themenübergreifend.Die Beiträge von Referierenden aus Organisationen und der angewandten Forschung beleuchten unterschiedliche Perspektiven und vermitteln praxisrelevante Inputs. Es wird aus verschiedenen Bereichen wie Arbeitsalltag, Wissenschaft und Organisationspraxis berichtet. Die Teilnehmenden erhalten fundiertes Wissen, praxisnahe Beispiele sowie Anregungen und Ideen für den eigenen Arbeitsalltag.In den Veranstaltungen werden zentrale Fragen behandelt, etwa:Wie kann Arbeit chancengerecht, sinnstiftend und zukunftsfähig gestaltet werden?Welche Rahmenbedingungen fördern Innovation, Attraktivität und Teilhabe in Organisationen und Gemeinden?Wie können Veränderungen aktiv und nachhaltig umgesetzt werden?«Wissen am Mittag» bietet kompakte, praxisnahe Inputs und die Möglichkeit, sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen und wertvolle Impulse für den eigenen Arbeitskontext zu gewinnen.
- Anti-Muslim racism is a phenomenon that has had a massive impact on political debates in European and Western societies, particularly since the 2000s, and has had a profound effect on the lives of people who are identified as Muslim in these societies.The aim of the public lecture series is to raise awareness of anti-Muslim racism among faculty and university audiences (with a particular focus on students) as well as the general public. The series aims to highlight discrimination and the negative impact of this form of racism on social diversity in universities and society, and to contribute to the development of counterstrategies.
- Ob in der Plattformökonomie oder in transnationalen Sorgeketten – Care-Arbeit steht im Zentrum aktueller gesellschaftlicher Umbrüche. Eine App verspricht, Putzen zu einem «angenehmen digitalen Erlebnis» zu machen. Per Mausklick übernimmt eine rumänische Betreuerin die Pflege der Grossmutter. Doch so digital oder global vermittelt Care heute abläuft – der Grossteil dieser Arbeit bleibt unsichtbar, un(ter)bezahlt und weiterhin meist von Frauen geleistet.Die öffentliche Ringvorlesung des IZFG fragt nach Transformationen von Sorgearbeit in Zeiten multipler Krisen, neuer Technologien und globaler Mobilität. Wie verändern sich Arbeitsverhältnisse, Infrastrukturen und Politiken der Sorge? Welche alten und neuen Ungleichheiten treten hervor? Zugleich richtet die Vorlesungsreihe den Blick auf die transformatorische Kraft von Care: Wie wird Sorgearbeit politisiert – und wie lässt sie sich gerechter, kollektiver, solidarischer organisieren, jenseits von Erschöpfung und Ausbeutung? Aus intersektionalen Perspektive untersucht die Ringvorlesung die Spannungsfelder, Kämpfe und Visionen rund um Care-Arbeit.Keine Anmeldung nötig.
- Diese öffentliche Vortragsreihe versammelt ausgewählte analytische Überlegungen, utopische Entwürfe und Spekulationen darüber, wie bessere Zukünfte aussehen könnten, wie Welten beschaff en sein müssten, die für alle lebbarer wären, und welche Wege hierfür wie beschritten werden müssten. Die Reihe lädt dazu ein, sich gemeinsam andere Welten und Formen des Zusammenlebens vorzustellen und darüber nachzudenken, wie diese zu realisieren sind.Konzept & OrganisationBianca Prietl, Anna K. Kraft & Jasmin Schmidlin
- Die Ausstellung The First Homosexuals. Die Entstehung neuer Identitäten 1869–1939 im Kunstmuseum Basel widmet sich der frühen Sichtbarkeit gleichgeschlechtlichen Begehrens und der Geschlechtervielfalt in der Kunst. Sie beleuchtet anhand von rund achtzig Gemälden, Arbeiten auf Papier, Skulpturen und Fotografien, wie sich ab der ersten öffentlichen Verwendung des Begriffs «homosexuell» im Jahr 1869 neue Bilder von Sexualität, Geschlecht und Identität bildeten. Die vielschichtige Ausstellung öffnet den Blick auf queere Gemeinschaften, intime Porträts, selbstbestimmte Lebensentwürfe, kodiertes Verlangen und koloniale Verflechtungen.Diese Ausstellung wurde zuerst von Alphawood Exhibitions im Wrightwood 659, Chicago, organisiert, recherchiert und kuratiert von Jonathan D. Katz, Kurator, und Johnny Willis, stellvertretende:r Kurator:in. Für das Kunstmuseum Basel wurde sie in Zusammenarbeit mit den Kurator:innen Rahel Müller und Len Schaller adaptiert.Der Begriff «homosexuell» wurde 1869 zum ersten Mal im deutschen Sprachraum verwendet und erfuhr in den folgenden Jahrzehnten einen substanziellen Wandel. Die Debatte über die Bedeutung des Worts reichte von einer universellen Neigung zur gleichgeschlechtlichen Liebe bis hin zur Konzeption eines «dritten Geschlechts». Ausgangspunkt der modernen Begrifflichkeit war ein Briefwechsel zwischen dem ostfriesischen Juristen Karl Heinrich Ulrichs (1825–1895) und dem ungarischen Schriftsteller Karl Maria Kertbeny (1824–1882). Bereits in den 1860er Jahren beschrieb Ulrichs den «Urning», einen Menschen mit angeborenem gleichgeschlechtlichem Begehren. Dieses erklärte er über eine Geschlechterdifferenz: Urninge bildeten ein «drittes Geschlecht», weder eindeutig männlich noch weiblich, sondern beides zugleich. Diese biologische Begründung der Sexualität verlagerte den Fokus weg von einzelnen sexuellen Handlungen hin zu einem grundlegenden Unterschied, ähnlich wie wir Homosexualität heute verstehen. Kertbeny schlug einen anderen Weg ein. Er lehnte die Idee einer angeborenen, biologischen Identität ab und setzte stattdessen auf ein universelles Menschenrecht auf Begehren. 1869 prägte er in zwei anonym verbreiteten Flugschriften die Wörter «homosexual» und «heterosexual».The First Homosexuals erzählt vom Beginn der künstlerischen Auseinandersetzung mit diesen Themen im späten 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. In sechs Sektionen werden Künstler:innen und Schriftsteller:innen vorgestellt, die sich offen mit homosexuellen und trans Identitäten auseinandersetzten und diese teilweise auch lebten. Die Ausstellung verfolgt die Entwicklung der Aktdarstellung im Zusammenhang mit den sich wandelnden Vorstellungen von Sexualität und zeigt, wie Freundschaft und vertraute kunsthistorische Motive als diskrete (und in einigen Fällen auch nicht so diskrete) Codes für gleichgeschlechtliches Verlangen dienten. Der Blick geht über Europa hinaus und untersucht, wie gewisse europäische Künstler:innen kolonialen Gebieten gleichgeschlechtliches Verlangen als inhärent zuschrieben – und wie, als Antwort darauf, Künstler:innen weltweit diese koloniale Vorherrschaft in Frage stellten und sich ihr widersetzten.The First Homosexuals zeichnet sowohl das kulturelle und künstlerische Schaffen als auch die frühe Geschichte der LGBTQIA+-Community nach. Die Ausstellung und die dazugehörige Publikation zeigen die wechselseitige Prägung homosexueller und trans Identitäten sowie die Herausbildung einer eigenständigen Transidentität, wie sie moderne Künstler:innen seit der Einführung des Begriffs «trans» im Jahr 1910 entworfen haben.
- Das interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung (IZFG) der Universität Bern feiert 2026 sein 25-jähriges Bestehen mit einem mehrteiligen öffentlichen Programm. Studierende, Universitätsangehörige, Projektpartner*innen, ehemalige Mitarbeitende, Gründer*innen und weitere Interessierte sind herzlich eingeladen, an den Veranstaltungen teilzunehmen.Programm:DO, 12. März 2026, 20 Uhr, Doppellesung im Café Kairo, «Das Recht zu kicken» und «Der Urning»MI, 13. Mai 2026, 20 Uhr, Doppellesung im Café Kairo, «Unerhört» und «Familiäre Fürsorge aushandeln»DO, 28. Mai 2026, 18:15 Uhr, Abschlusspodium Ringvorlesung: «Caring University?: Un-/Sichtbare Care-Arbeit und Self-Care in der Wissenschaft», Raum 120, Uni-Hauptgebäude, Hochschusstrasse 4SO, 14. Juni 2026, 11 Uhr, Vernissage der Website «The many futures of gender. An oral history of feminist theory», oralhistoriesoffeministtheory.com, Stadttheater Bern, Kornhausplatz 20DI, 15. September 2026, 16:30 Uhr, Vortrag mit Podium: «Classism and Racism in Higher Education», in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Chancengleichheit AfC, Kuppelraum im Uni-Hauptgebäude, Hochschulstrasse 4DO, 22. Oktober 2026, 17 Uhr, Vernissage Ausgabe #42 der Zeitschrift genderstudies, Kuppelraum im Uni-Hauptgebäude, Hochschulstrasse 4DO, 26. November 2026, ab 16 Uhr, Abschlussveranstaltung mit Live-Radiosendung (16-19 Uhr, Radio Bern RaBe), Interviews und Musik, ab 19 Uhr Apéro riche, ab 21 Uhr Disco, Queerfeministischer Raum der Reitschule Bern, Neubrückstrasse 8
- Auftakt am 13. März 2026, 19 Uhr, Vortrag und Zeitzeuginnengespräch: Auf- und Umbrüche „im großen Strudel“. Lesbisch-feministische Perspektiven auf die Transformation, mit DGS-Verdolmetschung„Dann aber überschlugen sich die politischen Ereignisse und wir gerieten mit in den großen Strudel… Es war faszinierend und beängstigend zugleich.“Mit diesen Worten erinnerte sich Bärbel Klässner, die Mitherausgeberin des Jenaer Samisdats frau anders, 25 Jahre später an 1989/90. Im Herbst 1989 begann in Ostdeutschland eine Umwälzung, die weit über das Ende des bisherigen politischen Systems hinausging. Der Mauerfall war ein Moment der Politisierung und Mobilisierung der feministisch-lesbischen Bewegung in Ostdeutschland. Doch bereits früh zeichnete sich ab, dass in dieser Umwälzung die Forderungen und Rechte von Frauen wie auch von Queers und anderen Minderheiten marginalisiert wurden und sie besonders stark von der Massenarbeitslosigkeit betroffen waren. Der Vortrag spürt den Veränderungen im Großen wie der Gründung des ostdeutschen Unabhängigen Frauenverbandes ebenso nach wie dem veränderten Alltag und den sich daraus ergebenden ganz praktischen Problemen.Im Zeitzeug*innengespräch wird es unter anderem um die Auflösung der Strukturen der inoffiziellen Frauen*Lesbenbewegung der DDR, der Entstehung neuer offiziell arbeitender Zentren sowie den Begegnungen zwischen den Frauen*Lesbenbewegungen aus Ost und West während der Umbruchszeit gehen. Wir freuen uns sehr für dieses Gespräch Elke Prinz und Bärbel Klässner begrüßen zu können.Bärbel Klässner, Autorin, wurde 1960 in Magdeburg geboren, lebt seit 2004 in Essen. In der DDR der 1980er-Jahre engagierte sie sich in der Frauen- und Lesbenbewegung und oppositionellen Gruppen, die sich „unter dem Dach“ der evangelischen Kirche etablieren konnten. Sie war Mitherausgeberin der einzigen in der DDR illegal erschienenen Lesbenzeitung „frau anders“. Sie schreibt Lyrik und essayistische Prosa, hat Stipendien und Auszeichnungen erhalten und leitet seit vielen Jahren Schreibwerkstätten.Elke Prinz, geboren 1955 in Halle (Saale), war am Aufbau des 1990 gegründeten Vereins Dornrosa e.V. beteiligt, der 1991 das Frauenzentrum „Weiberwirtschaft“ in Halle eröffnete. Dort ist sie seither als Vorstandsfrau tätig. Seit 2010 ist sie Redakteurin und Moderatorin der monatlichen Radiosendungen „FrauenLeben“ und „LeSBIT“ sowie thematischer Podcasts und gestaltet Beiträge zu Frauen- und Gleichstellungspolitik, queerer und Frauengeschichte sowie aktuellen Debatten um Gendervielfalt. Darüber hinaus berichtet sie in Vorträgen über lesbisches Leben, Familienkonzepte jenseits der Ehe und Strategien, sich in einem von Tabuisierung geprägten Umfeld Freiräume zu schaffen.Maria Bühner ist Kulturwissenschaftlerin, Historikerin und Mitglied im Netzwerk Queere Zeitgeschichten im deutschsprachigen Europa. Ihre abgeschlossene Promotion zur Subjektivierung frauenbegehrender und lesbischer Frauen in Ostdeutschland (1945–1995) erzählt ostdeutsche Geschichte aus queerer Perspektive neu. Sie hat u. a. als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Leipzig und dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden gearbeitet. Ergebnisse ihrer Forschung hat sie beispielsweise in Aus Politik und Zeitgeschichte (2025, Nr. 21) und einer Expertise für den Senat Berlin (2024) veröffentlicht. Sie engagiert sich freiberuflich und ehrenamtlich für die Sichtbarkeit queerer ostdeutscher Geschichte.Die Veranstaltung ist der Auftakt der Reihe L*Ost: Frauen*Lesben Perspektiven auf DDR und Umbruchszeit 2026 und wird vom Kulturfonds des Berliner Senats und der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung gefördert. L*Ost DDR 2026 wird veranstaltet vom Sonntags-Club Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit dem Spinnboden Lesbenarchiv und Bibliothek e.V. und dem EWA e.V. – Frauenzentrum.Informationen:Wann? 13. März 2026, 19 UhrWo? EWA-Frauenzentrum, Prenzlauer Allee 6, 10405 BerlinWer? Alle sind willkommen. DGS-Verdolmetschung? Ja. Barrieren? "Wir sind im EWA leider nicht gänzlich barrierefrei, insbesondere, was die Toiletten betrifft. Du kannst jedoch in der Nähe ein "stilles Örtchen" besuchen."Weitere Veranstaltungen25. April 2026, 10 bis 12 Uhr, Stadtspaziergang: Orte der Frauen*Lesbenbewegung im Prenzlauer Berg während DDR- und Umbruchszeit mit Samirah Kenawimit Anmeldung (beratung@spinnboden.de), offen für alle, ebenerdig, DGS-Verdolmentschung ist bei Bedarf verfügbar, mehr Informationen hier: https://spinnboden.de/angebot/lost-ddr-stadtspaziergang-orte-der-frauenlesbenbewegung-im-prenzlauer-berg-waehrend-ddr-und-umbruchszeit29. Mai 2026, 19 Uhr, Vortrag: Alles wird anders … - wir bleiben lesbisch!“ - Perspektiven in der Lesbenzeitschrift frau anders auf die Transformationsjahre mit Paula Kreutzmann und Zeitzeug*innenohne Anmeldung, offen für alle, Ort: EWA-Frauenzentrum (Barrieren siehe oben), DGS-Verdolmetschung, mehr Informationen hier: https://spinnboden.de/angebot/lost-ddr-alles-wird-anders-wir-bleiben-lesbisch-perspektiven-in-der-lesbenzeitschrift-frau-anders-auf-die-transformationsjahre/13. Juni 2026, 14 bis 18 Uhr, Workshop: Worte wie „Arsendosen". Stasiakten gemeinsam lesen und verstehen mit Maria Bühnermit Anmeldung (L-Ost-2026@posteo.de), offen für FLINTA, Ort: Spinnboden Lesbenarchiv (Infos zu Barrieren: https://spinnboden.de/kontakt/barriereinfos/)4. Juli 2026, 11 bis 14 Uhr, Führung und Zeitzeugengespräch: Gemeinsamer Besuch des ehemaligen Untersuchungsgefängnis Keibelstraßemit Anmeldung (L-Ost-2026@posteo.de), offen für FLINTA, Ort: Lernort Keibelstraße (barrierfreier Zugang plus Toilette)Mehr Informationen zu den Veranstaltungen gibt es hier: https://spinnboden.de/angebote/
- Was motiviert Frauen im Alltag zum Velofahren und was hält sie davon ab: Von März bis Juni findet auf dem Dorfplatz im Tscharnergut eine Plakatausstellung mit Fotografien und Zitaten statt.Frauen, insbesondere mit Migrationsgeschichte, fahren seltener Velo als andere Bevölkerungsgruppen – das zeigen europaweite Zahlen. Doch woran liegt das? Dieser Frage ging das Interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Bern im Auftrag der Stadt Bern nach und führte die Studie «Velofahren in der Stadt Bern unter einer Geschlechter- und Migrationsperspektive» durch.Daraus entstand eine Plakatausstellung mit Fotografien und Zitaten der Studienteilnehmer*innen. Die Ausstellung macht sichtbar, was die Frauen im Alltag zum Velofahren motiviert und was sie davon abhält, und verbindet diese Erkenntnisse mit konkreten Empfehlungen für die Planung von Infrastrukturen und Fördermassnahmen. Zudem wird auf bestehende Angebote der Stadt Bern verwiesen.Wo und Wann: Beim Glockenturm auf dem Dorfplatz im Tscharnergut, 23. März bis 5. Juni 2026Eröffnungsfest: Sonntag, 29. März, 14.00 Uhr, Dorfplatz im Tscharnergut, mit Apéro & Velo-Aktivität für KinderBei schlechtem Wetter findet die Eröffnung im Quartierzentrum im Tscharnergut statt.
- Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge ist Kooperationspartner des Projekts „Queere Kunst in der DDR? Biografien zwischen Underground und Propaganda“, das Künstler*innen-Positionen aus der DDR beleuchtet und dazu einlädt, Kunst aus der DDR neu zu lesen. Die Ausstellung und das umfassende Veranstaltungsprogramm sind eine Initiative von KVOST – Kunstverein Ost e.V. und finden in Kooperation mit der neuen Gesellschaft für bildende Kunst (nGbk), dem Mitte Museum und dem Werkbundarchiv – Museum der Dinge statt. Anhand der wechselhaften Biografien von neun Künstler*innen und ihrer Werke – darunter Gemälde, Skulpturen, Keramiken und Fotografien – zeigt die Ausstellung, wie unterschiedlich die Kunstschaffenden mit den politischen und gesellschaftlichen Bedingungen ihrer Zeit umgingen. Inwiefern beeinflusste die sexuelle Orientierung ihre künstlerische Praxis und ihre berufliche Entwicklung?Homosexualität blieb in der DDR trotz schrittweiser Entkriminalisierung gesellschaftlich und politisch stark stigmatisiert. Nach dem Mauerfall verbesserte sich die Situation queerer Künstler*innen nicht signifikant – im Gegenteil: Viele Künstler*innen aus der DDR drohten in Vergessenheit zu geraten. Heute wächst das allgemeine Interesse an der Kunst und Kultur der DDR ebenso wie an queeren Lebensrealitäten. Die Verbindung beider Perspektiven – queere Biografien und künstlerische Ausdrucksformen in der kommunistischen Diktatur – bleibt aber bisher ein weitgehend unerforschtes Feld.Obwohl der Begriff „queer“ in seiner heutigen Bedeutung in der DDR nicht existierte, wird er in der Ausstellung bewusst verwendet: als Sammelbegriff für Menschen, die als Lesben, Schwule und Bisexuelle gleichgeschlechtlich begehrten und liebten, sowie für jene, die als transgeschlechtliche und nichtbinäre Personen jenseits konventioneller Vorstellungen von Geschlecht lebten.Eine begleitende Publikation erscheint im DISTANZ Verlag.
- Einladung zur RVL Feministische Philosophi an der Humboldt-Universität zu BerlinSoSe 2026, mittwochs 10 Uhr, HG Raum 2094Organisiert und veranstaltet von der AG für Feministische PhilosophieRingvorlesung15.04.Einführung22.04.Charlotte WittWhat is Gender Essentialism?29.04.Resa-Philip LunauNicht-Ideale trans Philosphie - Epistemisch-Methodische Fundierungstragen06.05. Katrina ForresterMarxist Feminism in and Against the State13.05. Caleb WardOutsiders and Insiders in (Black) Feminist Philosophy20.05.Sara AyhanFeministische Logik(en) - Chancen und Herausforderungen27.05. Luce DeLireGenocide as Cis-Hetero Extremism - A Trans Feminist Perspective03.06.Tatiana LlagunoIn Defense of Hegelian-Marxist Feminism10.06. Deborah MühlebachLanguage Criticism Beyond Correctionism17.06. Abibi StewartReproductive Racial Capitalism24.06. Esther NeuhannFichte's Sexual Contract01.07. Henrike KohpeißTBA08.07. Quill KuklaThe Architecture of Sexual Agency15.07. Abschlusssitzung
- An verschiedenen Terminen im Semester bringt die Werkstatt sowohl Kulturwissenschaftler:innen mit Erfahrungen im historisch-archivalischen Forschen als auch Interessierte, die mit Methoden, Materialien und Fragestellungen noch nicht vertraut sind, sich aber auf diesem Feld Expertise erarbeiten möchten, zusammen. Das informelle Format der Werkstatt dient als Plattform für regelmäßigen Austausch und bietet Anregungen für das eigene historisch-kulturwissenschaftliche Arbeiten. Neben epistemologischen Fragen einer Historischen Kulturanalyse/Historischen Anthropologie/Historischen Ethnografie setzen die Sitzungen jeweils thematische Schwerpunkte, denen im Rahmen der kulturanthropologischen Forschung besonderes Gewicht zukommt.Des Weiteren stellen Akteur:innen aus lokalen und nationalen Archiven ihre Institutionsgeschichte(n), Sammlungsstrategien und Quellenbestände vor. So werden Einblicke gewonnen in „klassische“ Berufsfelder für Absolvent:innen der Kulturanthropologie. Neben der konkreten Quellenarbeit geht es also auch darum, Berufsfeldkompetenzen für Universitäten, Archive, Museen, politische Bildungsarbeit u.a. zu erwerben und eigene Fähigkeiten im Arbeiten mit und der Vermittlung von historischen Quellen zu schärfen.Programm im SoSe 2026Sitzung am Do, 16.04.2026 18:15-19:45 Uhr via zoomGast: Jasmin Assadsolimani, M.A. (Dortmund, Kulturanthropologie des Textilen)Thema: Glossy Archives. Modemagazine als archivische Formate und WissensagentenModeration: Dr. Stefanie Mallon (Göttingen)Sitzung am Do, 07.05.2026 18:15-19:45 Uhr via zoomGast: Julia Reus, M.A. (Bochum, Zeitgeschichte)Thema: Geschichte(n) über Inzest erzählen. Quellen und PerspektivenModeration: Dr. Stefanie Mallon (Göttingen)Sitzung am Do, 21.05.2026 18:15-19:45 Uhr via zoomGast: Patrick Pollmer, M.A. (Regensburg, Vergleichende Kulturwissenschaft)Thema: Für eine Handvoll Eier. Pflegerische Subjektivität in Rechtskonflikten mit der Heil- und Pflegeanstalt Regensburg (1916–1937)Moderation: Manuel Bolz, M.A. (Göttingen)Sitzung am Do, 11.06.2026 18:15-19:45 Uhr via zoomGast: Timotheus Kartmann, M.A. (Frankfurt am Main, Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie)Thema: Vom sozialen Museum Frankfurt (1903-1934) zu sozialpolitischer Museumsarbeit der GegenwartModeration: Dr. Stefanie Mallon (Göttingen)Sitzung am Do, 02.07.2026 18:15-19:45 Uhr via zoomGast: J.-Prof. Dr. Simone Egger (Saarbrücken, Europäische Kulturanthropologie/Historische Anthropologie)Thema: Briefe an die Milchstraße (1910-1918). Eine Frauenbiografie und eine transnationale Liebe aus historisch anthropologischer PerspektiveModeration: Manuel Bolz, M.A. (Göttingen)Sitzung am Do, 09.07.2026 18:15-19:45 Uhr via zoomGast: Victoria Morick, M.Ed. (Göttingen, Neuere Geschichte)Thema: Krankheit materialisieren? Von syphilitischen Wissensdingen im späten 19. und frühen 20. JahrhundertModeration: Manuel Bolz, M.A. (Göttingen)Die Veranstaltungen finden via zoom statt und sind kostenlos. Es ist keine Anmeldung erforderlich.zoom-Daten (Sie sind das ganze Semester über gültig.)https://uni-goettingen.zoom-x.de/j/69987214509?pwd=Q2Pnj40QcPvDaBcN2PsUhbYiCtwOHH.1 Meeting-ID: 699 8721 4509Kenncode: 587273
- Wege zu mehr Sichtbarkeit für Frauen in Wissenschaft und InnovationDie IFiF-Impulse-Reihe wird von Projekten der Förderrichtlinie „Innovative Frauen im Fokus“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gestaltet, die Interessierten damit Einblicke in ihre aktuellen Forschungsergebnisse geben. Wir möchten mit den Vorträgen Impulse aus der Forschung für Wissenschaft und Praxis bieten. Die Veranstaltungsreihe richtet sich an Wissenschaftler*innen und Studierende, an Personen aus dem Wissenschaftsmanagement, der Hochschulkommunikation, aus dem Bereich Gleichstellung sowie Personen aus der Unternehmenskommunikation, dem Personal- und Diversity-Management und dem Innovationsbereich in Unternehmen.Programm:Critical Faculties: BiPoC+ FLINTA* an Kunsthochschulen. Künstlerische und wissenschaftliche Forschung im Dialog.Anujah Fernando, Ülkü Süngün | Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Universität der Künste | IFiF-Projekt BiPoC FrauenDienstag, 21. April 2026Die Schattenseiten von Sichtbarkeit: Digitale Gewalt gegen Professorinnen.Prof. Dr. Clarissa Rudolph, Kyra Schneider | OTH Regensburg | IFiF-Projekt Digital HateDienstag, 19. Mai 2026Einblicke in psychologische Faktoren, die die Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft beeinflussen.Antonia Böttcher, Britta Kelch, Farina Koßmann | Hochschule Hamm-Lippstadt | IFiF-Projekt PSY:SICHTMittwoch, 10. Juni 2026Doing (In-)visibility in Schlüsseltechnologien: Erste Einblicke in fachkulturelle Anerkennungsprozesse in den Quantentechnologien.Andrea Boßmann, Prof. Dr. Martina Erlemann, Tamar Grosz | Freie Universität Berlin | IFiF-Projekt WomenInQuantumTechDienstag, 23. Juni 2026Innovative Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft sichtbar machen – Handlungsempfehlungen für die Praxis.Ines Großkopf, Julia Meyer | Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V.| IFiF-Projekt meta-IFiFDienstag, 7. Juli 2026
- Weil eine Spielzeit enden sollte, wie sie ist, spielt zum krönenden Abschluss im grossen Saal Leo Lorena Wyss’ BLAUPAUSE in einer Inszenierung des Instituts für Lesbische Angelegenheiten (ILA). Eine NEUe Dramatiker*in und ein frisches Regieduo lassen wahrlich die Lust auf NEUes entflammen. Das filigran komponierte, jedoch auch humorvoll absurde Stück versetzt uns in eine Welt voller enttäuschenden erster Lieben, wachsenden Brüsten, Bum Bum Eis, Heterotopien, Black Eyed Peas, geifernd beobachtenden Cousinenköpfen und aufflammender lesbischer Lust unter den wachsamen Augen der buckligen Verwandschaft. Du rührst deine Pilzcremesuppe ja gar nicht an?! Wir erleben den Bericht einer adoleszenten Stimme, die in diesem Tohuwabohu beginnt anders zu werden. BLAU zu werden, weil BLAU die Farbe… Ja, die Farbe von was ist?