Missing Chapters – Hochschulen als rassifizierte Räume verstehen

Im Rahmen des swissuniversities-Projekts «Bildungsräume transformieren: Rassismus angehen, Intersektionalität verankern» erscheint im März 2027 die Begleitpublikation Missing
Chapters. Sie versammelt vielfältige Perspektiven auf Hochschulen als rassifizierte Räume und möchte unterschiedliche Stimmen, Wissensformen und Ausdrucksweisen sichtbar machen. Für ausgewählte Kapitel laden wir deshalb öffentlich zur Einreichung von Beiträgen ein.

Thematisch zeichnet sich bislang eine Struktur in folgender Form ab:

  • Vorwort – Warum dieses Buch?
    Einordnung der Publikation durch die Herausgeber:innen in ihren Entstehungskontext und ihre Zielsetzung.
  • Erinnern – Auf welcher Grundlage basiert dieses Buch?
    Historische und gesellschaftliche Kontexte der Publikation: schweizerische Postkolonialität, Erinnerungspolitiken sowie Kontinuitäten kolonialer Verflechtungen.
  • Ankommen – Wer gehört (nicht) dazu?
    Fragen von Inklusion und Ausschluss: Wer ist an Hochschulen (un)sichtbar und unter welchen Bedingungen?
  • Lernen – Wer macht Wissen?
    Rassismus an Hochschulen in seinen institutionellen, strukturellen und gewaltvollen Dimensionen. Im Zentrum stehen Fragen nach Sprache, Macht, Verantwortung und solidarischer Wissensproduktion.
  • Aushalten – Was tragen wir?
    Emotionale, soziale und materielle Belastungen im Hochschulkontext, insbesondere für rassifizierte Personen: Mental Load, Prekarität, Mehrfachbelastungen, Klassismus sowie Ambivalenzen von Öffentlichkeit und Emotion.
  • Ermächtigen – Wo liegt Handlungsmacht?
    Formen von Widerstand, Community-Building, Solidarität und Allyship sowie Praktiken der Agency betroffener Personen.
  • Entwerfen – Was ist noch nicht geschrieben?
    Zukünftige Perspektiven: Utopien, Visionen von Zugehörigkeit sowie konkrete Transformationen und neue Formen (künstlicher) Wissensproduktion.
  • Schluss – (Still) Missing Chapters
    Reflexion des Projektteams über weiterhin fehlende Perspektiven, Stimmen und Leerstellen in der Publikation.

Wir freuen uns über Beiträge zu allen inhaltlichen Kapiteln (ausgenommen Vor- und Schlusswort) - über poetische, künstlerische, literarische und experimentelle Formate. Ebenso willkommen sind visuelle, dokumentarische und hybride Arbeiten – darunter Fotografie, Illustration, Comic, Collage, Visual Essays, Archiv- und Gesprächsformate, Mapping- und Datenvisualisierungen sowie performative oder audiovisuelle Beiträge, sofern sie für die Buchpublikation geeignet dokumentiert oder aufbereitet werden können. Ziel ist es, unterschiedliche Wissensformen in einen offenen, transdisziplinären Dialog zu überführen. Das Redaktionsteam behält sich vor über die Publikation der Beiträge zu entscheiden.

Vorgaben

  • Einsendeschluss ist der 25. Oktober 2026 um 23:59 Uhr
  • Eingabe per Mail an: anina.mathivannan unibe ch
  • Textbeiträge sind auf eine maximale Länge von 8000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) beschränkt
  • Für Beiträge in anderer Form gilt eine maximale Länge von drei A4 Seiten
  • Zulässige Dateiformate: .docx, .odt, (.pdf, .jpg, .png → für nicht textliche Beiträge)
  • Einzureichen ist neben dem Beitrag eine weitere .pdf Datei mit Informationen zur Autor:in/Kollektiv
  • Mit der Teilnahme am Wettbewerb erklären sich die Verfassenden mit der Publikation des Beitrages einverstanden