De/Familiarizing. Intimität, Archiv und ästhetische Praktiken
Inhalt
De/Familiarizing ist ein wechselseitiges Zusammenspiel, das kulturelle Phänomene gleichzeitig verfremdet und vertraut macht.
"Defamiliarizing" bezeichnet eine kulturwissenschaftliche Methode, um scheinbar selbstverständliche kulturelle Bedeutungen und Praktiken zu hinterfragen und neu zu interpretieren. Es geht darum, vertraute und populäre Kulturphänomene aus einer ungewohnten Perspektive zu betrachten, sodass ihre gesellschaftliche Verfasstheit und ihre historischen Bedingungen sichtbar werden. Mit dem Zugang des "Familiarizing" hingegen legt die Vorlesung ihr kulturanalytisches Augenmerk auf intime Strukturen, ästhetische Praktiken und materielle Archive, die zeigen, wie Menschen familiäre Beziehungen und Netzwerke formen. Intime Dynamiken, affektive Relationen und Verwandtschaftsverhältnisse prägen die Felder des Politischen, des Rechts, der Migration sowie der Popkultur und der Kunst. Bei der Untersuchung von Intimitäten spielen auch Zeit und Zeitlichkeiten eine wichtige Rolle: Welche affektiv-relationalen Verhältnisse bilden Menschen zu ihrer Vergangenheit und Zukunft und wie gestalten sie darüber ihre gegenwärtigen Alltage? Die Vorlesung stellt aktuelle Forschungen aus dem PLM-Forschungsschwerpunkt Intimität, Archiv und ästhetische Praxis vor und folgt dabei dem kulturwissenschaftlich-dialektischen Vorgehen von vertraut- und fremd-machen.
Semesters:
Level:
MA
Themes:
Disciplines:
Institutions:
ETCS:
3
Subjects:
Gender Studies
University Type:
Universities