Skills: Gender im Bewerbungsgespräch - ein Theaterworkshop

Veranstaltungs-Inhalt

Im Hinblick auf Gleichberechtigung im Arbeitskontext ist heute in der Schweiz vieles erreicht: Frauen und Männer haben den gleichen Zugang zu Bildung, sie haben gleiche Rechte auf dem Arbeitsmarkt und keine Person in der Schweiz darf aufgrund von Geschlecht diskriminiert werden. Ein Blick in die Statistiken zeigt aber deutlich: Der Arbeitsmarkt ist sehr stark von Geschlecht geprägt. Es gibt hier und heute eindeutige Männer- und eindeutige Frauendomänen. Wir fragen in diesem Kurs, welche Wirkungen Geschlecht in der Berufswelt zeigt. Wir fokussieren hierbei das sog. "Doing Gender", also die Weise, wie wir im Alltag - auf Arbeit, aber auch im privaten Umfeld - Geschlecht "tun", d.h. wie wir uns als Frauen und Männer in Szene setzen. Mit diesem ´Tun´ von Geschlecht können wir sicher stellen, dass unsere Umgebung uns immer wieder als ´Mann´ oder als ´Frau´ wahrnimmt und wertschätzt. Dies gilt auch in der Situation des Bewerbungsgesprächs: in dieser Situation ist es für die Person, die sich bewirbt wichtig, authentisch zu wirken - und dabei kommt Doing Gender besonders stark zum Zuge. Wenn nun aber - im Sinne eines tatsächlichen Gleichstellungsanspruchs - Männer in bislang typischen Frauendomänen und Frauen in bislang typischen Männerdomänen Raum erhalten sollen, welche Auswirkungen hat dies dann auf das "Doing Gender"? Ein weiteres Augenmerk richten wir im Kurs darauf, wie Menschen, welche im Alltag herrschende Normen in Frage stellen, ein "Doing Gender" praktizieren. So sind LGBTQI*- Menschen je nach Branche besonders gefordert. Wie lassen sich Strategien des "Doing Gender" in solchen Situationen beschreiben? Und wie lassen sie sich erleben? Und was heisst dies bezüglich für die Situation des Bewerbungsgesprächs? Kernstück des Kurses ist ein Theater-Workshop mit der Schauspielerin und Dramaturgin Katarina Schröter. Die Studierenden schreiben vorbereitend zum Workshop Bewerbungsszenen, die sie dann gemeinsam spielen und analysieren. Durch das eigene Schreiben und Spielen von Szenen wird das Bewusstsein für ´Doing Gender´ im beruflichen Kontext geschärft und die Studierenden in der Reflexion eigenen Tuns geschult. Das Erlernte kann direkt umgesetzt werden, indem die Möglichkeit genutzt wird, Szenen neu- und umzugestalten. So kann die Wirkung von Geschlecht in einer Bewerbungssituation in verschiedenen Facetten erprobt und erlebt werden.

Level:

Disciplines:

ETCS:

3

Subjects:

Economics

University Type:

Universities