Kampagne der Schweizer Hochschulen gegen sexuelle Belästigung

Kampagne der Schweizer Hochschulen gegen sexuelle Belästigung (2023/2024)

Sexuelle Belästigung und Sexismus sind gesellschaftliche Probleme, die auch vor den Schweizer Hochschulen nicht Halt machen. Im Gegenteil: Die prekären Anstellungsbedingungen vieler Forschender, eine hohe Arbeitslast, hierarchische Strukturen sowie wenig Diversität in gewissen Fachbereichen und Departementen stellen vier von mehreren Risikofaktoren für grenzverletzendes Verhalten dar.

Im Rahmen des Projekts «P-7: Diversität, Inklusion und Chancengerechtigkeit in der Hochschulentwicklung» von swissuniversities entwickelt die Universität Luzern als Leading House in Zusammenarbeit mit den Diversity-Verantwortlichen der Schweizer Hochschulen eine crossmediale Präventions- und Sensibilisierungskampagne für den ersten Sexual Harassment Awareness Day am 23. März 2023. Alle Schweizer Hochschulen sowie alle hochschulnahen Organisationen und Akteur*innen sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. An diesem Tag werden online und an den Schweizer Hochschulen Events und Aktionen zum Thema stattfinden. Begleitet werden diese Veranstaltungen von einer Informationskampagne auf Social Media, die auch in den Räumlichkeiten der Hochschulen sichtbar sein wird.

Vorbereitungs- und Weiterbildungstagung 2022

Am 14. Juni 2022 hat das Projektteam im KKL Luzern die einzelnen Teile der Kampagne und die vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten den Mitarbeitenden der Schweizer Hochschulen, die im Bereich Chancengleichheit tätig sind, mit der Umsetzung von Massnahmen gegen sexuelle Belästigung beauftragt sind und/oder die Teilnahme ihrer Hochschule am Sexual Harassment Awareness Day organisieren werden, präsentiert.

Begleitet wurde der Anlass von mehreren spannenden Vorträgen:

  • Prof. Dr. Regina Aebi-Müller, Universität Luzern: «Spezifische Regelungen zur sexuellen Belästigung an Hochschulen: Chancen und Risiken»
  • Prof. Dr. iur. utr. Brigitte Tag, MLaw Sina Staudinger, Universität Zürich: «Mitarbeitende der Chancengleichheit im Fokus: Wie schütze ich mich? Und was, wenn ich dennoch persönlich angefeindet werde?»
  • Dr. Klea Faniko, Université de Genève: «Warum braucht es Massnahmen? Sexismus an den Schweizer Hochschulen»
  • Natalie Lerch-Pieper, Paul Scherrer Institut: «Durch Schulung ein respektvolles und inklusives Arbeitsklima fördern»
  • Dr. Astrid Rimbach, Co-Präsidentin: «Das Netzwerk Gesundheitsfördernde Hochschulen Schweiz»

Wie können wir an der Kampagne teilnehmen?

Interessierte Schweizer Hochschulen, hochschulnahen Organisationen sowie weitere interessierte Akteur*innen in der Schweizer Hochschullandschaft sind herzlich eingeladen, sich bei der Projektleiterin, Simona Materni, zu melden und Zugang zu den Kampagnen-Unterlagen anzufordern. Dazu gehören u.a. Inputs zur Vorbereitung von Events und Aktionen sowie wichtige Hinweise zur internen Kommunikation.

Engagierte Einzelpersonen und Gruppen mit klarem Bezug zu einer einzelnen Schweizer Hochschule informieren sich am besten bei der Fachstelle für Gender und Diversity an ihrer jeweiligen Hochschule über die geplante Teilnahme am Sexual Harassment Awareness Day vom 23. März 2023.

Kontakt:

Simona Materni, simona.materni unilu ch

Pia Ammann, pia.ammann unilu ch