Unsichtbarkeit lesbischer Liebe im deutschsprachigen Raum seit 1945
Unsichtbarkeit lesbischer Liebe im deutschsprachigen Raum seit 1945
Einleitung des Kapitels
Lesbische Unsichtbarkeit ist verschränkt mit medial und wissenschaftlich vermittelten Frauenbildern, mit politischen, rechtlichen und ökonomischen Geschlechterverhältnissen. Lesbische Geschichte ist also kein isolierter Gegenstand, sondern hängt mit zahlreichen Ungleichheitsverhältnissen zusammen. Lesbisches Leben war lange kaum sichtbar und ist noch weitgehend unerforscht, die Legitimität des Forschungsfeldes muss immer wieder verteidigt werden. Der vorliegende Text eröffnet ein Panorama auf verschiedene gesellschaftliche Bereiche, in denen lesbische Unsichtbarkeit hergestellt wurde und/oder sich auswirkte. Er stellt ein Verständnis von Lesbisch-Sein zur Diskussion, das nicht auf Identitäten abzielt, sondern auf Lebensweisen. Mehr Sichtbarkeit muss nicht unbedingt mehr Freiheit bedeuten: Auch in der gesellschaftlichen Unsichtbarkeit existierte lesbisches Leben in verschiedensten Formen.
Autor_innen
Links
Publikation Information
Autor_innen:
Corinne Rufli, Plötz, Kirsten
Herausgegeben von:
Benno Gammerl, Martin Lücke, Andrea Rottmann
Verlag:
Transcript Verlag
Medientyp:
Stadt:
Bielefeld
Jahr:
2024
Themen:
Disziplinen:
Forschungsthemen:
Sexuelle Orientierung
Darstellungen – Figurierungen
Fächer:
Gender Studies, Geschichte
Form:
Sammelbandkapitel