Lehren im Sport: Diversität als Herausforderung
Inhalt:
In der empirischen Schulsportforschung besteht ein Trend zur Auswertung des Sportunterrichts hinsichtlich didaktischer Unterrichtshandlungen. Dabei werden mittels der Methode der Videographie und der wissenschaftlichen Arbeit mit Fallgeschichten insbesondere Vermittlungshandlungen der Lehrperson in den Fokus genommen. Mit Blick auf lebenslange Bildungsprozesse in der Vermittlung von Sport sind neben den Zielen (Bewegungsaktivität, Persönlichkeitsbildung) und Inhalten (Sportarten, Bewegungsfelder), örtliche und zeitliche Strukturierung (Settings, Synchronität), Interaktionsformen (Methoden, Medien) sowie das Alter der Klientel (Entwicklung) mit zu berücksichtigen.
Der professionelle Umgang mit Diversität (Gender, Behinderung, Interkulturalität) unter Berücksichtigung von Digitalität (Technisierung, Mediatisierung) und Wohlbefinden (Individualität, Körperbewusstsein) im Rahmen von Vermittlungsprozessen im Bereich Bewegung und Sport ist ein zentrales Anliegen der Sportdidaktik. Dabei stellen sich verschiedene Fragen: Welche Heterogenitätsdimensionen sind in der Sportvermittlung bedeutsam? Was ist in der Planung und Durchführung von Sport-(unterricht) in heterogenen Gruppen zu berücksichtigen? Welche Chancen und Herausforderungen bietet dabei eine digital unterstützte Sportvermittlung?
Im Modul sollen a) ein Bewusstsein im Umgang mit aktuellen Vermittlungsproblemen entwickelt werden, b) anhand von Fallgeschichten zu kritischen Ereignissen / Vermittlungshandlungen im Sportunterricht beschrieben, interpretiert und als Mittel der Auswertung genutzt werden sowie c) eigene Vermittlungshandlungen in komplexen Settings reflektiert werden. Die Vermittlungsaktivitäten werden vornehmlich in ausserschulischen Lehr- und Lernumgebungen durchgeführt.
Semester:
Stufe:
MA
Themen:
Disziplinen:
Institutionen:
ETCS:
8
Fächer:
Sportwissenschaft
Hochschultyp:
Universitäre Hochschulen (UH)