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Transformation ist nicht Sache der Betroffenen

Postkoloniale Kritik wird oft als „Thema der Betroffenen“ behandelt. Doch institutionelle Veränderung ist keine Randfrage – sie ist eine strukturelle Aufgabe.

Wer trägt die Verantwortung, wenn Institutionen gesellschaftliche Ungleichheiten nicht nur abbilden, sondern mit hervorbringen? Und weshalb werden postkoloniale Perspektiven noch immer häufig als Anliegen derjenigen behandelt, die von Rassismus betroffen sind, statt als zentrale Herausforderung für Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur insgesamt?

Postkoloniale Kritik richtet den Blick auf historische Kontinuitäten von Kolonialismus, Macht und Wissensproduktion und fragt danach, wie diese bis in die Gegenwart hinein Institutionen, öffentliche Debatten und gesellschaftliche Selbstverständnisse prägen. Dabei geht es nicht nur um Repräsentation, sondern um die Frage, wer gehört wird, welches Wissen als legitim gilt und wie gesellschaftliche Teilhabe organisiert wird.

In dieser Folge sprechen wir mit Patricia Purtschert über: 

  • die Anfänge postkolonialer Debatten in der Schweiz (2005–2008) 

  • wirtschaftliche und kulturtheoretische Zugänge 

  • Vorwürfe des „Kulturalismus“ 

  • institutionelle Widerstände gegen Veränderung 

  • das Theater Bern als Beispiel für öffentliche Aushandlungen 

  • die Verantwortung weisser Mehrheiten 

  • warum Perspektivenvielfalt epistemisch notwendig ist 

Wir diskutieren, was es bedeutet, Hochschulen und Kulturinstitutionen anders zu denken –
und warum Transformation besonders für jene zentral ist, die bisher von bestehenden Strukturen profitieren. 

Triggerwarnung: In dieser Folge sprechen wir über koloniale Verflechtungen und institutionellen Rassismus. 

Patricia Purtschert's Buchempfehlung: Girl, Woman, Other von Bernardine Evaristo 

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Im Gespräch:

Bereich:

Empowerment, Praxis