Kinderwunsch, Wahlverwandtschaften, Patchworkfamilien - familiale Lebensformen und Geschlecht

In diesem Proseminar nehmen wir in den Blick, wie gesellschaftlicher Wandel in Familien und familiale Beziehungen eingreift. Familien sind eine der wichtigsten sozialen Institutionen, die Beziehungen zwischen den Geschlechtern und Generationen regulieren, dies auf einer strukturellen, z.B. rechtlichen, wie auch einer kulturell-symbolischen Ebene. Wir gehen entlang eines „Familienzyklus“ – ausgehend vom Kinderwunsch, zur Familiengründung, dem Familienleben bis hin zu Nachtrennungs- und Patchworkfamilien – der Frage nach, inwiefern sich „doing gender“ und „doing family“ beeinflussen. Welche Formen Familie auch immer annimmt: Es gilt in dieser Veranstaltung den Blick zu schärfen für Ungleichheiten, wie auch für Denk-, Fühl- und Handlungsmuster, die sich in Familien aufgrund von Geschlecht ergeben können. Diese Nachforschungen werden ergänzt mit Einblicken in ein laufendes Forschungsprojekt über multilokale Familienarrangements. Dieses untersucht mittels qualitativer Zugänge Kinder, die zwischen Familien pendeln und ermöglicht exemplarische Nahaufnahmen von gelebten Familienrealitäten.

Lernziele

Die Studierenden kennen geschlechtertheoretische und empirische familiensoziologische Ansätze, die sich mit der Thematik Familie und Geschlecht auseinandersetzen und können diese kritisch reflektieren.
 Sie gewinnen durch Einblicke in ein Forschungsprojekt Wissen darüber, wie qualitative Daten analysiert und bearbeitet werden können.

Semesters:

Stufe:

BA

ETCS:

3

Materie:

Gender Studies

Tipo di scuola superiore:

UH