“Gender_Queer Worldings: Gewalt, Bündnisse, Zukunftsentwürfe”

11. Konferenz der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung (ÖGGF), 23.–25. September 2026, Universität Innsbruck und Medizinische Universität Innsbruck

In einer Welt, die durch das Aufeinandertreffen multipler ökonomischer, demokratiepolitischer und ökologischer Krisen und durch das Erstarken autokratischer Systeme gekennzeichnet ist und in der Angriffe auf das Leben von Frauen*, trans*, inter* , non-binären und queeren Personen sowie auf feministische, queere und trans* Politiken zunehmen, sind die Gender Studies mehr denn je gefordert, gesellschaftliche Veränderungen zu analysieren sowie alternative Zukunftsszenarien zu entwickeln. Die 11. Konferenz der ÖGGF befasst sich unter dem Titel Gender_Queer Worldings mit den vielfältigen Weisen, wie Welten geschaffen und gestaltet werden. Unter Worlding verstehen wir Formen der Weltgestaltung und -erzeugung und somit die dynamischen Prozesse, durch die Realitäten ins Leben gerufen, aufrechterhalten, angefochten und neu gedacht werden. Welt(en) verstehen wir dabei nicht als gegeben, sondern durch Beziehungen von Macht, Sorge, Gewalt und Widerstand hervorgebracht und auch veränderbar. Im Zentrum der Konferenz stehen die Fragen, wie Welten durch gewaltförmige Strukturen wie Patriarchat, Cis-Heteronormativität, Rassismus, Kolonialismus, Kapitalismus und Ableismus erzeugt und aufrechterhalten werden und wie feministische, crip, queere, trans*, inter* sowie post- und dekoloniale Praktiken, Politiken, Aktivismen und Wissenschaften Räume für denk- und lebbare Utopien und Zukunftsvisionen eröffnen können. Vor dem Hintergrund der aktuellen Transformationsprozesse möchte die Konferenz einen Raum für kritische und kreative Dialoge über die Gegenwart, über bestehende und mögliche Bündnisse sowie über Widerstände und Solidaritäten schaffen. Dabei soll es auch um Reflexionen der Errungenschaften und Grenzen der Gender Studies und Sozialer Bewegungen sowie des Potentials von „unseren“ Theorien, Ansätzen und Praktiken für das Schaffen von gender_queeren Weltentwürfen gehen.

Wir laden zu Beiträgen aus einem breiten Spektrum wissenschaftlicher Disziplinen ein und freuen uns über Einreichungen, die eine inter- und transdisziplinäre Perspektive einnehmen. Ausdrücklich erwünscht sind auch aktivistische und künstlerische Zugänge, die die Bedeutung unterschiedlicher Wissensformen stärken. Einreichungen können sich – unter anderem – mit den unten angeführten Themenfelder rund um das Konferenzthema Worlding und die Dimensionen Gewalt, Bündnisse und Zukunftsperspektiven auseinandersetzen. Gender_Queer Studies sollen dabei Gegenstand oder Ausgangspunkt von Beiträgen sein, mit deren Hilfe wir über vergangene, gegenwärtige und zukünftige Formen von Worlding nachdenken wollen.

  • (Onto-)Epistemologien von Worlding
  • Sorge, Ökonomie, Körper
  • Gesundheit, Wohlbefinden, Lebensqualität
  • Narrative, Darstellungen, Erinnerungen
  • Institutionen, Räume, Temporalitäten
  • Militarisierung, Grenzen, Zugehörigkeit
  • Archive, Wissen, Ver_Lernen
  • Nicht-menschliche Welten

Sprache

Die Konferenzsprache ist Deutsch, einzelne Beiträge können jedoch auch auf Englisch gehalten werden.

Einreichung von Beiträgen

Beiträge können für Einzelvorträge, Panels (bis zu vier Vorträgen) sowie für künstlerische oder interaktive Formate (z. B. Workshops) eingebracht werden. Einzelbeiträge sollten max. 20 Minuten dauern (z. B. wissenschaftliche Vorträge, Spoken-Word-Beiträge, Kurzfilme; diese werden vom Scientific Board thematisch gruppiert). Panels, Workshops und anderer interaktive Formate sollten 90 Minuten umfassen.

Folgende Informationen sind anzugeben:

  • Name und Institution der vortragenden Person(en)
  • Titel des Beitrags
  • Abstract/Kurzbeschreibung (Einzelbeiträge: max. 250 Wörter; Panels/Workshops/etc.: max. 500 Wörter)
  • Kurzbiografie (max. 50 Wörter pro Person)
  • Sprache (Deutsch oder Englisch)
  • Optional: Zuordnung zu max. drei thematischen Schwerpunkten der Konferenz (siehe oben)

Deadline für die Einreichung von Beiträgen: 28. Februar 2026.

Beiträge können auf der Konferenz-Homepage eingereicht werden: https://conferences.uibk.ac.at/e/oeggf 

Date de publication:

05 décembre 2025

Délai:

28 février 2026

Thèmes: