Arbeit – Technik – Männlichkeit/en

Herausgegeben von Brigitte Bargetz, Julia Gruhlich & Bianca Prietl 

Das Zusammenspiel von Arbeit, Technik und Männlichkeit/en beschäftigt die Geschlechterforschung schon lange. Zunächst eher randständig behandelt, entfaltet es gegenwärtig eine besondere Brisanz: Ob Digitalisierung, (generative) KI und Strukturwandel der Arbeit, Autoritarisierung und Neofaschismus, globale Ungleichheiten und Klimakrise, Antifeminismus, Queer- und Transfeindlichkeit oder Wissenschaftsfeindlichkeit: Sie alle hängen auch mit den wirkmächtigen und zugleich heterogenen, gesellschaftlichen Ordnungen und alltäglichen Praktiken von Arbeit, Technik und Männlichkeit/en zusammen.

Ziel des geplanten Sammelbandes ist es, einen engen Fokus auf das Zusammenspiel von Arbeit, Technik und Männlichkeit/en zu legen – mit Blick auf zeitgenössische Phänomene und ‚neue Technologien‘ ebenso wie mit Blick auf bereits etabliert und ‚klassisch‘ anmutende Gegenstände. Im Zentrum steht somit explizit eine Fokussierung der Schnittstellen von Arbeit, Technik und Männlichkeit/en, und nicht deren isolierte Betrachtung. Zugleich werden Arbeit, Technik und Männlichkeit/en aber dezidiert weit verstanden. Unter Arbeit lassen sich entsprechend neben Erwerbsarbeit, auch Care/Reproduktionsarbeit, unentlohnte und freiwillige Arbeit sowie Hobbies/Hobbytätigkeiten fassen, ebenso wie „sexuelle Arbeit“ (Lorenz/Kuster 2007), also Arbeit, die in diesen Tätigkeiten geleistet wird, um eine männliche Identität zu verkörpern. Technik kann neben konkreten technischen Artefakten, auch technisches Know-How und Wissensbestände über Technik, Techniken als spezifische Praktiken oder auch Technologien des Selbst umfassen. Schließlich bildet auch Männlichkeit kein homogenes Phänomen, sondern ist stets aus intersektionalen, post- und dekolonialen sowie queer- und transtheoretischen Perspektiven zu denken. Mit diesen Öffnungen lädt der Sammelband zur Auseinandersetzung mit den folgenden – und weiteren anschlussfähigen – Fragen ein:

  • Gesellschaftliche Ordnungen und materielle Verhältnisse
  • Praktiken, Subjektivierungen und Identitäten
  • Öffnungen, Transformation und Beharrung
  • Konzeptualisierungen

Die Herausgebenden freuen sich über Beiträge zu diesen oder weiteren Fragestellungen und Themen, die das Zusammenspiel von Arbeit, Technik und Männlichkeit/en in theoretisch-konzeptioneller und/oder empirischer Form bearbeiten und erschließen.

Einreichungen in Form eines Long Abstracts (5.000 – 7.500 Zeichen inkl. Leerzeichen) plus kurzer biographischer Angaben zu allen Autor*innen werden bis zum 28.02.2027 an Brigitte Bargetz brigitte.bargetz jku at, Julia Gruhlich julia.gruhlich uni-goettingen de und Bianca Prietl bianca.prietl unibas ch erbeten. Der Sammelband ist grundsätzlich als deutschsprachiger Beitrag zur Diskussion angelegt; einzelne Beiträge können aber auch in englischer Sprache verfasst sein.

Im Rahmen der gemeinsamen Arbeit am Sammelband wird zu einem Online-Autor*innenworkshop zur Diskussion der Beitragsmanuskripte und zu den Verbindungen zwischen diesen eingeladen. Wir bitten alle Einreichenden, sich hierfür den 26. Nov. 2027 vorzumerken.

Weiterer Zeitplan

  • 28. Feb. 2027 Einreichfrist (Long Abstract + biographische Angaben)
  • April 2027 Zu-/Absagen
  • 14. Okt. 2027 Einreichung der Beitragsmanuskripte
  • 26. Nov. 2027 Online-Autor*innenworkshop
  • März 2028 Abgabe finaler Beiträge
  • Sept. 2028 Endkorrektur und Manuskripteinreichung beim Verlag
  • März 2029 Erscheinen/Veröffentlichung

Date di pubblicazione:

12 ottobre 2026

Scadenza:

28 febbraio 2027