Die Proklamation der Menschen- und Bürgerrechte im Zuge der Französischen Revolution setzte einen Prozess in Gang, der Männern im 19. Jahrhundert zunehmend politische Teilhabe ermöglichte. Nicht mehr der soziale Status, sondern das Geschlecht wurde für die aktiven Bürgerrechte ausschlaggebend. Frauen blieben in ganz Europa bis ins 20. Jahrhundert politisch unmündig, besonders lange in der Schweiz. Im Seminar werden die Gründe für die späte Einführung des Frauenstimmrechts, die sich im Februar 2021 zum fünfzigsten Mal jährt, beleuchtet. Anhand von ausgewählter Forschungsliteratur sowie Quellen aus politischen Debatten und Schriften aus der Frauenbewegung werden folgende Fragen diskutiert: Welche Strategien verfolgten die Frauenverbände? Wie argumentierten die Gegner? Wie flossen Geschlechterverhältnisse, Demokratie und Menschenrechte in die Debatten ein? Und zuletzt: Weshalb und woran scheiterten die Befürworterinnen und Befürworter der politischen Gleichberechtigung immer wieder in den Abstimmungen?

Bemerkungen

Sonstiges: geplant ist eine Exkursion ins Landesmuseum Zürich, wo eine Ausstellung über das Frauenstimmrecht in Vorbereitung ist.

Semesters:

Stufe:

BA

ETCS:

3

Materie:

Geschichte

Tipo di scuola superiore:

UH