Sexualität kann als allgemeine Lebensenergie verstanden werden, die sich vor allem körperlicher Ausdrucksformen bedient. Sie ist sowohl sozial geformt als auch individuell kultiviert und zeigt sich je nach Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung und gesellschaftlichem Kontext in einer Vielfalt von sexuellen Lebens- und Ausdrucksformen. Soziale Arbeit ist in vielfacher Hinsicht mit unterschiedlichsten Problem- und Fragestellungen in Bezug auf Sexualpädagogik und sexuelle Bildung konfrontiert. Der ganzheitliche Bildungsbegriff steht für die Erkenntnis, dass Entwicklungsprozesse eines Menschen als lebenslange Bildungsprozesse verstanden werden. «Sexuelle Bildung» ist daher als Erweiterung des traditionellen Begriffs «Sexualpädagogik» zu verstehen. Soziale Arbeit hat die Aufgabe, Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf ihrem Weg zu sexueller Selbstbestimmung und Verantwortlichkeit adäquat zu begleiten. Sie will je nach Kontext den unterschiedlichen Themen zu sexueller Bildung professionell begegnen und dabei die Balance zwischen einer offenen Gesprächsbereitschaft und dem Respekt vor persönlicher Intimität wahren.

Modulinhalte

 – Theoretische Grundlagen der Sexualpädagogik und sexuellen Bildung

 – Sexualität im historischen und kulturellen Kontext

 – Sexuelle Biografie, Sexualität im Jugendalter

 – Werte und Normen, sexuelle Orientierung

 – Intersexualität

– Sexualität und Sprache, sexualpädagogische Beratung

 – Sexualität und Entwicklungsbeeinträchtigungen

– Sexuelle Gewalt und Opferhilfe

 – Sexualpädagogischer Alltag und Rechtsgrundlagen

 – HIV / Aids / STI’s

– Grenzen spüren und setzen

– Methodisch-didaktische Materialien zu sexualpädagogischen Themen (Spiele, DVDs, Literatur usw.)

Semesters:

Stufe:

BA

Disziplinen:

ETCS:

3

Domaines:

Travail social

Type de haute école:

FH