Die US-amerikanische politische Philosophin Iris Marion Young (1949- 2006) beschäftigt sich in ihren Werken aus phänomenologischer und demokratietheoretischer Perspektive mit der Bedeutung sozialer Identität und entwickelt ein Verständnis von Gerechtigkeit, das auf der Anerkennung von sozialer Differenz beruht. Dabei spielt die Analyse und das Verständnis von Geschlecht eine wichtige Rolle. In ihrem frühen Buch „On Female Body Experience" von 1990 (2006) beschreibt sie weibliche Körpererfahrungen wie Schwangerschaft und Menstruation, aber auch die Bedeutung von Mode, Schönheit und Häuslichkeit für die Herausbildung geschlechtsspezifischer Identitäten und die Reproduktion gesellschaftlicher Unterdrückungsverhältnisse. Im Zentrum des Seminars steht die Lektüre von Youngs Buch „On Female Body Experience". Ergänzend dazu werden weitere Texte von und über Young zur Konzeptualisierung von Geschlecht, zu Macht, Gerechtigkeit und Demokratie einbezogen.

Semesters:

Stufe:

MA

Disziplinen:

ETCS:

6

Domaines:

Etudes Genre, Philosophie

Type de haute école:

UH