"Identitätspolitik": begriffliche und begriffstheoretische Grundlagen

In gegenwärtigen politischen und philosophischen Diskussionen um soziale Gerechtigkeit leistet der Begriff der Identitätspolitik umstrittene Schwerstarbeit. Der Begriff wird inflationär verwendet; manchmal deskriptiv und neutral, aber meistens als Kampfbegriff, der dazu dient, Diskussionen der sozialen Gerechtigkeit als polarisierte Machtkämpfe darzustellen. In diesem Seminar klären wir in einem ersten, eher politisch und sozialkritisch orientierten Teil, die Ursprünge, die Entwicklung und die Inhalte dieses Begriffs. Danach analysieren wir diese Inhalte, aber besonders auch mögliche Funktionen, aus begriffstheoretischer und sprachphilosophischer Perspektive. Dabei wird es auch abstrakter um Fragen des philosophischen Umgangs mit Begriffen gehen (Definition, Explikation, ameliorative und «conceptual Engineering»-Methoden)

Semesters:

Stufe:

MA

Disziplinen:

ETCS:

6

Domaines:

Etudes Genre, Philosophie

Type de haute école:

UH