Geschlechterforschung und Naturwissenschaften - Austausch statt Kontroverse

Geschlechterforschung beschäftigt sich vor allem mit Geschlecht als einem historischen gesellschaftlich-kulturellen Phänomen. Das bedeutet jedoch nicht, dass in ihr z.B. biologische Geschlechterdifferenzen geleugnet würden. Menschen sind auf eine äusserst komplexe Weise sowohl natürliche als auch gesellschaftliche ‘Wesen’. Soll Geschlecht also in seiner komplexen Verwobenheit von ‘Natur und Kultur’ bzw. ‘Natürlichem und Gesellschaftlichem’ begriffen werden, braucht es einen produktiven Austausch zwischen naturwissenschaftlicher und sozial- & geisteswissenschaftlicher Geschlechterforschung.
Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich diese Ringvorlesung mit neuesten Ergebnissen naturwissenschaftlicher Forschungen zu unterschiedlichen Aspekten von Geschlecht und Geschlechterdifferenzen. Zentral werden dabei aktuelle Erkenntnisse aus der Epigenetik, der Hirnforschung, der Hormonforschung, der Sexualforschung sowie der empirischen Forschung zu Trans*personen sein. Dabei wird es immer wieder um das Verhältnis von Naturwissenschaften und Geschlechterforschung gehen. Wie lässt sich hier Wissen wechselseitig produktiv machen und welche epistemologischen Fragen wirft dies gegenwärtig für diese unterschiedlichen wissenschaftlichen Zugänge auf?

Lernziele

Neueste Erkenntnisse zu verschiedenen Forschungen zu Geschlecht und Geschlechterdifferenzen in den Naturwissenschaften; kritische Reflexion von Natur-, Geistes- & Sozialwissenschaften und Erlernen eines produktiven Austausches.

Semesters:

Stufe:

BA

Thèmes:

Institutions:

ETCS:

1

Domaines:

Etudes Genre, Sciences naturelles

Type de haute école:

UH