Klimakrise, Diversität und Ungleichheitsverhältnisse

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"Klimakrise, Diversität und Ungleichheitsverhältnisse: Aktuelle Wechselwirkungen und Transformationen"
Herausgeber_innen: Andrea D. Bührmann, Georg-August Universität Göttingen; Laura Dobusch, Radboud University Nijmegen; Ines Weller, Universität Bremen

In weiten Teilen der Wissenschaft herrscht Konsens darüber, dass der Klimawandel aktuell eine der größten – wenn nicht sogar die größte – Herausforderung der Menschheit darstellt und mit höchster Priorität adressiert werden sollte (Giddens 2015; Figueres 2017; IPCC 2018). Die gesellschaftlichen Reaktionen sind indes divers: Sie reichen von einem fundamentalen Skeptizismus, also dem Leugnen eines menschengemachten Klimawandels, über Forderungen nach einer weitreichenden Stärkung der Klimapolitik und einem zunehmenden Klimaaktivismus, der umfassende gesellschaftliche Reformen einfordert, bis hin zum Propagieren eines Deep-Adaptation-Ansatzes, der den baldigen Zusammenbruch gegenwärtiger Ordnungs- und Verteilungssysteme annimmt und daher Anpassungs- und Überlebensstrategien angesichts einer unabwendbaren Klimakatastrophe fokussiert.

Zusammengenommen zeigen diese Entwicklungen eindrücklich, dass mit der gesellschaftlichen Adressierung der Klimakrise und damit einhergehenden Handlungsstrategien gleichzeitig und unseres Erachtens untrennbar auch Diversitäts- und Ungleichheitsverhältnisse mitverhandelt werden, die allerdings nicht zwangsläufig in deren Polarisierung und Verschärfung münden müssen. Vor diesem Hintergrund lädt dieses Heft zu Beiträgen ein, die sich mit dem Zusammenhang von Klimawandel, Differenz(polarisierung) und Un-/Gleichheitsfolgen beschäftigen. Ein besonderer – aber nicht ausschließlicher – Fokus liegt dabei auf empirischen wie theoretischen Arbeiten, die Deutschland, Österreich und die Schweiz in den Blick und die Pflicht nehmen.

Für den wissenschaftlichen Teil dieses Schwerpunktheftes wünschen wir uns Beiträge sowohl theoretisch-konzeptioneller als auch empirischer Ausrichtung im Umfang von 35.000 bis max. 45.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen). Für die Kategorie „Forschungsskizzen und Positionen“ können Ideen und Entwürfe zu Forschungsprojekten sowie pointierte Stellungnahmen und (gern provokante) Positionen eingereicht werden. Solche Beiträge sollen zwischen 12.000 und 15.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) umfassen. Wir begrüßen ausdrücklich auch Praxisbeiträge zu diesem Thema, ebenfalls im Umfang von 12.000 bis max. 15.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen).

Weitergehende Hinweise zur Gestaltung Ihres Beitrags und zu Einreichungsmodalitäten für diese und weitere Ausgaben der Zeitschrift für Diversitätsforschung und -management finden Sie auf der Webseite zdfm.budrich-journals.de. Bitte reichen Sie alle Beiträge in dem Onlinetool auf der Seite https://www.jdrm.de/ ein. Die Frist zur Einreichung für wissenschaftliche Vollbeiträge zu diesem Themenschwerpunkt ist der 01.07.2020. Forschungsskizzen und Positionen sowie Praxisbeiträge können bis 01.09.2020 eingereicht werden. 

Nachfragen richten Sie bitte vorab an l.dobusch[a]runl

Date de publication:

05 février 2020

Délai:

01 juillet 2020

Institutions:

ZDfm - Zeitschrift für Diversitätsforschung und -management