Producing Futures – An Exhibition on Post-Cyber-Feminisms

Mit der Gruppenausstellung "Producing Futures – An Exhibition on Post-Cyber-Feminisms" (16. Februar 2019  – 12. Mai 2019) widmet sich das Migros Museum für Gegenwartskunst den feministischen Anliegen der Post-Internet-Ära. Heute sind das virtuelle und das reale Leben beinahe untrennbar miteinander verbunden. Anders als von den Cyber-Feminist*innen in den 1990er Jahren proklamiert, hat sich der Cyberspace jedoch nicht nur als Ort der Befreiung und Ermächtigung etabliert, sondern im gleichen Zuge auch bestehende Hierarchien und Machtstrukturen verstärkt. Mit einer Arbeit des Künstlerkollektivs VNS Matrix, welches den Begriff «Cyber-Feminismus» prägte, nimmt die Ausstellung die historischen Ansprüche und Visionen des Cyber-Feminismus als Ausgangspunkt, um sie mit der aktuellen Situation in Beziehung zu setzen und zu fragen, ob die Ideen nach wie vor produktiv sein können. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht so die Auseinandersetzung mit verschiedenen feministischen Ansätzen, die sich auf die Spannung zwischen Körper und Technik und diskriminierenden Geschlechternormen konzentrieren. Die Künstler*innen in der Ausstellung reflektieren und verfremden das Angebot verschiedenster Online-Plattformen, um so die Grenzen zwischen virtuell und real, online und offline sowie zwischen den Geschlechtern weiter zu verwischen. Viele der Arbeiten verfolgen dabei einen ganzheitlichen Ansatz, der unter anderem die (Medizin-)Wissenschaft und das Okkulte in die Diskussion miteinbezieht, um eine lebenswerte Zukunft zu entwerfen, die durch Emanzipation, Geschlechtergerechtigkeit und sozialer Gleichheit charakterisiert ist.

Die von Heike Munder (Leiterin Migros Museum für Gegenwartskunst) kuratierte Ausstellung zeigt Werke von Cao Fei, Cécile B. Evans, Lynn Hershman Leeson, Juliana Huxtable, Guan Xiao, MALAXA, Mary Maggic, Shana Moulton, Tabita Rezaire, Gavin Rayna Russom, Frances Stark, Wu Tsang, Anna Uddenberg, VNS Matrix und Anicka Yi. Begleitend zur Ausstellung erscheint im Frühjahr 2019 eine Publikation mit Texten von Joanna Walsh, Yvonne Volkart, Paul B. Preciado, Heike Munder und Elsa Himmer.

Date de publication:

17 mars 2019