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Geschlechterforschung an Schweizer Hochschulen

International hat sich die Geschlechterforschung in den letzten Jahrzehnten als eine neue Lehr- und Forschungsrichtung fest etabliert. Sie gehört inzwischen zum anerkannten Standard der Akademie und stellt bei der internationalen Vergabe von Forschungsprojekten und im Ranking von Hochschulen ein zentrales Qualitätskriterium dar. 

Universitäten. An fast allen Schweizerischen Universitäten gibt es regelmässige Angebote zu Geschlechterforschung in vielfältigen Formaten. In den letzten beiden Förderperioden (bis 2012) konnten im Auftrag der SUK (Schweizerische Universitätenkonferenz) bedeutsame Schritte gemacht werden. So wurden an Universitäten Professuren und Assistenzprofessuren eingerichtet, Zentren für Gender Studies gegründet und eine gesamtschweizerische Abstimung der Lehr- und Forschungsangebote erreicht. Zudem wurde ein schweizerisches Graduiertenkolleg-Netzwerk etabliert, das inzwischen fast vollständig in die jeweiligen Strukturen für die Doktoratsstufe an den Universitäten verankert werden konnte.   

Da der gezielte Aufbau der Geschlechterforschung an Schweizer Hochschulen erst vor einem knappen Jahrzehnt eingesetzt hat, konnte deren nachhaltige strukturelle Verankerung – trotz vieler erfolgreicher Schritte – bislang noch nicht abschliessend sicher gestellt werden.
Ziel der universitären Gender Studies bis 2016 ist deshalb die nachhaltige Etablierung der Geschlechterforschung an den Schweizer Hochschulen und deren Gleichstellung mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen. Ausserdem soll das bestehende gesamtschweizerische Gender Netzwerk konsolidiert und langfristig sichergestellt werden.

Fachhochschulen. Dank ihrer anwendungsorientierten Ausrichtung hat die Genderforschung an den Fachhochschulen massgeblich zur Hochschul- und Standortentwicklung beigetragen. Daher wird die Genderforschung an den Fachhochschulen gerne für Forschungs- und Beratungsaktivitäten beigezogen.

Bis 2016 sollen diese Kompetenzen verstärkt in die Nachwuchs- und Personalförderung sowie in die Fachbereichsforschung an den Fachhochschulen einfliessen. Zudem soll die Erweiterung der Anwendungsorientierung auf gesellschaftsrelevante Themen zur weiteren Verankerung der Genderforschung beitragen. Auch an den Fachhochschulen soll das nationale Netzwerk konsolidiert und die Kooperation mit den universitären Hochschulen ausgebaut werden.