DE | FR | EN
Gender Campus
Gender Campus > SGGF > Veranstaltungen > Tagung 2014

 Kontakt

​Tina Bopp, Tagungskoordinatorin
tina.bopp@unibas.ch

​​​​​​​Fachtagung 2014

Schweizerische Gesellschaft für Geschlechterforschung (SGGF)

Vom 11.- 13. September 2014 in Basel

¡¿Familie?! Umstrittene Konzepte, Politiken und Praxen


Tagungsbericht

Unter dem Titel „¡¿Famile?! Umstrittene Konzepte, Politiken und Praxen“ fand vom 11-13. September 2014 die Jahrestagung der Schweizerischen Gesellschaft für Geschlechterforschung SGGF an der Universität Basel statt. Die Tagung widmete sich damit einem derzeit intensiv und kontrovers diskutierten Thema. Während drei Tagen diskutierten an der Universität Basel über 60 Beitragende aus Wissenschaft und Praxis in dreizehn Panels und Graduiertenworkshops sowie zwei Roundtables über verschiedene Facetten und Bedeutungen der aktuellen Prozesse rund um das Thema Familie. Einen ausführlichen Tagungsbericht mit einer Übersicht zu den verschiedenen und vielfältigen Diskussionen finden sie rechts verlinkt. Ebenfalls finden Sie da eine kürzere Zusammenfassung der Tagung. 


Keynotes

Prof. Dr. Suad Joseph University of California, Davis

Prof. Dr. Andrea Büchler Universität Zürich​

Programmdetails (Keynotes, Panels, Graduiertenworkshops and Roundtables) sind im verlinkten PDF (rechts) aufgeführt.

Über Familie wird derzeit intensiv und kontrovers diskutiert – in den Medien, der Politik, der Wissenschaft und im Alltag. Mal geht es um Familie als normatives Ideal und „notwendige Keimzelle“ der Gesellschaft, mal um sie als eine Lebensform, die sich zurzeit im Wandel befindet. Von manchen wird dies als bedrohliche Krise der Familie angesehen, die es unbedingt zu verhindern gilt. Andere sehen darin eine grosse Chance, die neue familiale Arrangements ermöglicht und bislang nicht lebbare zu leben erlaubt. Kurz: Mit und um das Thema Familie werden aktuell viele gesellschaftliche Probleme verhandelt. Die Emotionalisierung der Debatte macht zudem deutlich, dass wir es mit einem ambivalenten Thema zu tun haben: Familie wird sowohl als ein Ort der Geborgenheit, der Intimität und der gegenseitigen Zuwendung und Sorge füreinander erfahren, als auch als ein Ort der Gewalt, des Missbrauchs und der Vernachlässigung problematisiert.

Ziel der diesjährigen Fachtagung zum Thema ¡¿Familie?! Umstrittene Konzepte, Politiken und Praxen  ist es, die Bedeutung der aktuellen Prozesse rund um die Familie aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und aus Sicht von Wissenschaft und Praxis kritisch einzuschätzen: Was genau passiert in den derzeitigen Entwicklungen? Welche historischen Kontinuitäten und Brüche zeigen sich? Warum bündelt sich gegenwärtig überhaupt so viel an gesellschaftlicher Auseinandersetzung um die Familie und weshalb ist sie so umstritten? Und nicht zuletzt, um welche gesellschaftlichen Optionen und Interventionen könnte es aus kritischer Perspektive gehen?

In verschiedenen Keynotes, Panels und Roundtables wird ein breites Themenspektrum von der Pluralisierung familialer Arrangements über Normen von Elternschaft und Kindheit bis hin zu rechtlichen Grundlagen und theoretischen Konzepten von Familie erörtet werden. Dies soll im regionalen sowie transnationalen Kontext beleuchtet werden.


Ein weiteres Ziel der Tagung ist es, die Forschungsarbeiten des akademischen Nachwuchses im Bereich der Schweizer Geschlechterforschung sichtbar zu machen. Dazu diskutieren in zwei Graduiertenworkshops Expertinnen zusammen mit Doktorierenden aktuelle Themen der Geschlechterforschung.

 

Tagungssprache: Deutsch/Englisch

 

 Programm

​PDF​-Flyer (Deutsch)
PDF-Flyer (English)