AG Affekte, Gefühle und Emotionen

Fragen nach Gefühl(sarbeit) und Geschlecht wie auch nach Geschlechterkonzepten in Liebe, Romantik und Intimität beschäftigen die Geschlechterforschung seit ihren Anfängen. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts lässt sich im anglophonen Raum eine Intensivierung dieser Debatten im Rahmen von Affect Studies feststellen, die sich auch innerhalb der deutschsprachigen Gender Studies Gehör verschafft. Einerseits knüpft dieses Forschungsfeld an Traditionen der feministischen Theorie an, andererseits finden neue Perspektiven Eingang in die wissenschaftliche Auseinandersetzung. In der AG bringen wir hiesige bestehende und künftige Forschung zu Debatten an den Schnittstellen von Geschlecht, Affekt, Gefühl und Emotion miteinander ins Gespräch. Das Feld soll sowohl auf theoretischer wie auch auf methodischer Ebene breit aufgespannt werden und folgende Themenbereiche umfassen können – inhaltliche Erweiterungen sind erwünscht:

- Politiken der Affekte: Grenzziehungen und Durchlässigkeiten
- Repräsentation und Unmittelbarkeit von Affekten
- Geschlecht, Gefühl und Narration: Erzählte Gefühlswelten
- Verhandlungen von Affekten in den darstellenden und bildenden Künsten
- Emotionsgeschichte
- Affect Studies und postkoloniale Theorie
- Affektive Moral und moralische Affekte
- Gefühlsarbeit im Neoliberalismus
- Affektive Ökonomien
- Hegemoniale Gefühlsregime und –manifestationen in vergeschlechtlichten Existenzweisen
- Affekttheoretische Zugänge und Psychoanalyse
- Affekte in Neurosciences
- Emotionspsychologie
- Sexualität und Affekt
- Affect Studies und Theorien der Intersubjektivität
- Affect Studies und Queer Temporality
- Arbeiten zu einzelnen Emotionen/Gefühlen wie Glück, Angst, Scham etc.

Die AG «Affekte, Gefühle und Emotionen» trifft sich zweimal jährlich zum Austausch über Arbeiten und Projekte der Teilnehmer*innen und zur gemeinsamen Textdiskussion. Darüber hinaus finden punktuelle Zusammenarbeiten statt, beispielsweise die gemeinsame Paneleingabe an der internationalen Tagung "Aktuelle Herausforderungen der Geschlechterforschung", die im September 2017 an der Universität zu Köln stattfand.

Es ist jederzeit möglich, der Arbeitsgruppe beizutreten. Kontakt: Sophie Bürgi

Teilnehmer*innen der AG