Eine Verschiebung der Summer School auf Juni/Juli auf Grund der COVID-19 Pandemie ist nicht ausgeschlossen.

Podcasts sind Teil einer neuen Erzählkultur, die Menschen bewegt. Es geht ums gute Erzählen, um eingängige, spannende Stories, um Einblicke in neue Welten. Und das Medium Podcast bietet sich gerade in seiner Intimität auch dazu an, Geschichten hörbar zu machen, die sich ausserhalb der Norm befinden und es nicht in die grossen Medien schaffen. Doch was braucht es, damit „andere“ Erzählungen artikulierbar werden? Und wie können Menschen, deren Stimmen bisher wenig Gehör fanden, porträtiert werden, ohne dass sie dabei erneut zu den „Anderen“ gemacht werden? Wie lassen sich die Grenzen zwischen dem „Eigenen“ und dem scheinbar „Anderen“ mittels Podcast „queeren“ und verschieben?
Die 5-tägige Winter School ist eine praktische Einführung für Studierende der philosophisch-historischen Fakultät in das Storytelling des Medium Podcast, mit dem Ziel eine Mini-Podcastserie zu erstellen. Diese Miniserie mit ca. 6 Episoden soll professionellen Standards entsprechen und auf den gängigen Podcastplattformen wie Spotify oder iTunes erscheinen. Neben der Einführung in die journalistische Arbeitsweise, fokussiert die Winterschool auf ein diskriminierungskritisches Vorgehen, d.h. darauf, wie Menschen befragt und dargestellt werden, ohne sie und ihre Geschichten dabei zu «verändern». Ein solches verqueren und verschieben normativer Perspektiven bedingt eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen gesellschaftlichen Positionierung entlang queer-feministischer und postkolonialer Theorieansätze und dem Konzept des «Othering» (Stuart Hall); es setzt damit auch journalistische Techniken voraus, mit denen ein «Othering» vermieden werden und dennoch spannend erzählt werden kann.

Semesters:

Stufe:

BA, MA

Institutionen:

ETCS:

-1

Fächer:

Sozialanthropologie, Kulturanthropologie, Linguistik

Hochschultyp:

UH