Was it a Man’s World? Beziehungen zwischen Globalgeschichte und Geschlechtergeschichte

In den letzten zwei Jahrzehnten hat der Aufschwung der Globalgeschichte und einer erneuerten Imperialgeschichte die historische Forschung grundlegend verändert. Geschlechtergeschichtliche Aspekte werden jedoch insbesondere in der globalhistorischen Forschung nach wie vor eher selten thematisiert. Insbesondere die Rolle von Frauen und Frauenbildern für die Globalisierung und die koloniale Weltordnung ist ein unterbelichtetes Thema. In der Veranstaltung sollen Grundlagentexte der Global- und Geschlechtergeschichte gelesen werden, ausserdem aktuelle Texte, die versuchen, diese beiden Felder miteinander ins Gespräch zu bringen. Wir wollen der Frage nachgehen, welche neuen Erkenntnisse sich ergeben könnten, wenn die globale Vernetzung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts explizit in einer geschlechtergeschichtlichen Perspektive in den Blick genommen wird. Wie änderten sich Geschlechterordnungen als Resultat der zunehmenden globalen Verflechtung und der gesellschaftlichen Modernisierung? Welche Rolle spielten Männer- und Frauenbilder für die Herausbildung von sozialen Gruppen wie dem Bürgertum oder Arbeiterschichten in verschiedenen Teilen der Welt? Wie prägten Geschlechterordnungen die imperiale Herrschaft und die Identität der sich herausbildenden Nationen?

Semesters:

Stufe:

BA, MA

Institutionen:

ETCS:

5

Fächer:

Geschichte

Hochschultyp:

UH