Sozialgeschichte mit Geschlecht: Vergesellschaftungsprozesse und die kollektiven Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit im antiken Rom

Wie können wir erfassen, was eine "Gesellschaft" ist? Géza Alföldy will römische Gesellschaft anachronistisch als "Schichtenpyramide" fassen, mit Pierre Bourdieu sind "gesellschaftliche Felder" auszumachen und ihr Habitus, während Bruno Latour das Untersuchungsobjekt "Gesellschaft" und ihre Einheiten mit den Akteuren entwickeln will. Wenn wir "Gesellschaft" als Prozess verstehen, liegt ein Rückgriff auf Theorien von "Vergesellschaftung" nahe, wie sie Max Weber und Georg Simmel entwickelt haben. Doch all diese Ansätze vernachlässigen "Geschlecht" als "nützliche Kategorie der historischen Forschung" (Joan Scott). Das Seminar verfolgt das Ziel, die Kategorie Geschlecht auf seinen Nutzen für die Fragen der römischen Sozialgeschichte zu prüfen.

Semesters:

Stufe:

BA, MA

Institutionen:

ETCS:

7

Fächer:

Geschichte, Alte Geschichte

Hochschultyp:

UH