Zur literarischen Signatur der Weimarer Republik gehören das epische Theater, der moderne Roman, die neue Sachlichkeit und die Zeitsatire; Döblin, Brecht, Tucholsky oder Benjamin werden für gewöhnlich als Exponenten genannt. In die Kulturmetropole Berlin zog es damals indes nicht nur diese männlichen Akteure, sondern auch eine Reihe von Autorinnen, deren Texte kreativ und engagiert Weimarer Kulturmomente wie neue Frau, Grossstadt und Film verarbeiten. Ausgehend von Texten Irmgard Keuns, Gabriele Tergits und Vicky Baums beleuchtet das Seminar die Hochphase der literarischen Moderne von 1918 bis 1933 für einmal aus weiblicher Perspektive. Es fragt nicht nur nach der spezifischen Funktion weiblichen Schreibens im historischen Kontext, sondern auch nach der Bedeutung der satirischen Formen für die Konstituierung eines modernen Autorinnenprofils.

Semesters:

Stufe:

BA

Institutionen:

ETCS:

3

Fächer:

Gender Studies, Literatur

Hochschultyp:

UH