Lektürekurs: Feministische Perspektiven in der Kunstgeschichte und ihre Ideologien

Veranstaltungsinhalt

Der Feminismus ist nicht bloss als eine homogene Strömung zu verstehen, die die gleichen Forderungen an Individuum, Institution und Gesellschaft stellt. Vielmehr setzt sie sich aus unterschiedlichen Schulen zusammen, die sich auf unterschiedliche Ideologien beziehen und somit Mittel zur Analyse der Kunstgeschichte als Disziplin darstellen. Eine klare Unterscheidung zwischen diesen Schulen ist notwendig, um die genannten Forderungen im Spannungsfeld zwischen Kunst als Ausdruck und Gesellschaft als Bedingung lokalisieren zu können. Die Kunstgeschichte kann als Drehscheibe zwischen dieser Kunstpraxis und den sozialen Strukturen fungieren. Ihre Position sowie die daraus entspringende Arbeit kann von Kunsthistoriker*innen hinterfragt, kritisiert und mitgestaltet werden. Dies tun u.a. Linda Nochlin, Griselda Pollock und Rozsika Parker. Diese bekannten Namen analysieren die Kunstgeschichte und argumentierten in Rückbezug auf die bürgerlich-liberale Ideologie, auf Transnationalismus, Intersektionalität und Sozialismus. Dabei sind u.a. auf die Texte Suzanne Marilleys, Inderpal Grewals und Alexandra Kollontais zu achten. Das Ziel dieser Veranstaltung ist, die oben genannten Ideologien mit den jeweiligen feministischen Schulen in Verbindung zu bringen, die aus den kunsthistorischen Texten herausgelesen werden können. Die Studierenden lernen mit wissenschaftlicher Sprache über die divergierenden Standpunkte in den Texten zu argumentieren.

Semesters:

Stufe:

BA, MA

Institutionen:

ETCS:

3

Fächer:

Kunstgeschichte

Hochschultyp:

UH