Gütig oder toxisch? Männliche Gottesbilder in der christlichen Theologie

In medialen und akademischen Debatten trifft man immer wieder auf die Rede von „toxischer Männlichkeit“. Sie suggeriert ein erhöhtes Gefahrenpotential von Männlichkeit an sich. Ist dies eigentlich gerechtfertigt und sollte man nicht allenfalls von einer Toxizität falsch verstandener Männlichkeit sprechen? Was aber wäre richtig verstandene Männlichkeit?

Für die Systematische Theologie sind Fragen wie diese von hoher Relevanz. Biblische Schriften und Klassiker der Theologiegeschichte operieren nämlich immer wieder mit Gottesbildern, in denen männliche Genderaspekte vorkommen, die heute problematisiert werden. Dies betrifft insbeondere den omnipotenten Macher-Gott der Schöpfungs- sowie den opferbereiten Retter-Gott der Erlösungslehre. Wie soll man damit in theologischer Reflexion und kirchlicher Verkündigung umgehen? Was implizieren mögliche Umgangweisen für das Verständnis Gottes und das Selbsverständnis von Menschen mit männlicher Geschlechtsidentität? Und welche theologischen Potentiale gibt es, positiv über Männlichkeit zu sprechen?

Die Übung versucht sich an einer theologischen Reflexion des skizzierten Themenfeldes. Dabei steht die kritische Auseinandersetzung mit einschlägigen Texten der Bibel und theologischer Klassiker im Vordergrund, ergänzt durch ausgewählte Sekundärliteratur.

Semesters:

Stufe:

BA, MA

Institutionen:

ETCS:

3

Fächer:

Gender Studies, Religionswissenschaft

Hochschultyp:

UH