Die Philosophie und die Frauen in der Geschichte feministischen Denkens

Philosophische Texte der Tradition wurden weit überwiegend von Männern geschrieben. Der Ausschluss von Frauen ist keine zu vernachlässigende Randbedingung, er hat das philosophische Denken geprägt. Im feministischen Denken der 1970ger bis 1990ger Jahre wurde der philosophische Kanon auf diese Ausschlüsse und Prägungen hin befragt und die unterschiedlichsten Schlüsse daraus gezogen. Figurationen des Weiblichen und Männlichen wurden ebenso diskutiert wie die expliziten Begründungen für Unterordnung oder Ausschluss von Frauen auf der Ebene der Metaphysik oder in der politischen Philosophie. Eine feministische Kritik und Umschreibung dieser Motive wurde als ein wichtiger Schritt angesehen, damit Frauen sich die Philosophie mitsamt der historischen Tiefe ihrer Ressourcen aneignen können. Das Seminar wird diese Diskussionen exemplarisch an feministischen Texten zu Platon und Hegel diskutieren und weiterzuführen versuchen.

Semesters:

Stufe:

BA, MA

Institutionen:

ETCS:

3

Fächer:

Philosophie

Hochschultyp:

UH