Postkoloniale Theorie und Literaturwissenschaft

Während die postkoloniale Kritik schon Ende des Zweiten Weltkriegs als Folge von Entkolonialisierungsbewegungen entstand, entwickelte sich die postkoloniale Theoriebildung erst Ende der 1970er Jahre. Obwohl meist englischsprachig, steht sie dem französischen Poststrukturalismus nahe. Das Seminar konzentriert sich auf einige Schlüsseltexte der Hauptvertreter*innen dieser Theorie, vor allem E.W. Saids, G.Ch. Spivaks und H.K. Bhabbas. Es gilt, ihre Konzepte zu diskutieren, etwa "Orientalismus", "Andersartigkeit", "Unterordnung", "Hybridität" oder die Dichotomie zwischen "Zentrum" und "Peripherie", und ihr Analyseinstrumentarium an ausgewählten literarischen Texten zu erproben.

Die Teilnahme an der ersten Sitzung ist obligatorisch.

Literatur

  • Ashcroft, Bill et al.: The Empire Writes Back: Theory and Practice in Post-Colonial Literatures. London und New York: Routledge, 1989.
  • Bhabha, Homi K.: The Location of Culture. London: Routledge, 1994.
  • Said, Edward W.: Culture and Imperialism. London: Chatto and Windus, 1993.
  • Said, Edward W.: Orientalism. New York: Random House, 1978.
  • Spivak, Gayatri Chakravorty: Can the Subaltern Speak? In: Cary Nelson und Lawrence Grossberg (Hg.): Marxism and the Interpretation of Culture. Chicago: University of Illinois Press, 1988, S. 271-313.

Learning outcome

Nach Besuch des Seminars

  • kennen die Studierenden die wegweisenden Konzepte und theoretischen Überlegungen der postkolonialen Theorie;
  • können sie ihre vertieften Methodenkenntnisse auf literarische Texte anwenden;
  • die aktuellen Forschungsdebatten kritisch kommentieren.

Semesters:

Stufe:

BA

Disziplinen:

Institutionen:

Fächer:

Literatur

Hochschultyp:

UH