Kontroversen und Konfrontationen: Zu den (Un-)Möglichkeiten feministischer Kritik

Während feministische Anliegen, Proteste und Kontroversen auf gewisse gesellschaftliche Kreise als ‘unmöglich’ wirken, also als unzumutbar und unakzeptabel gelten, wird sich dieses Tutorat mit dem tatsächlichen Potenzial, der Aktualität und den Möglichkeiten und Grenzen feministischer Kritik befassen. Anhand einer Reihe ausgewählter Texte aus den feministischen Theorien werden wir diesen Fragestellungen nachgehen und diskutieren, wie geschlechterkritische Diskurse und Praktiken theoretisch, methodisch und inhaltlich zu bestimmen sind. Gleichzeitig schauen wir auf die prekäre Position feministischer Kritik und damit auf die gesellschaftlichen Prozesse und Bedingungen, welche das Potenzial und die Relevanz der Disziplin, ja ihre Existenzberechtigung grundsätzlich in Frage stellen. Nicht zuletzt gilt es dabei auch, das Verhältnis feministischer Kritik zu den institutionalisierten Gender Studies (kritisch) im Auge zu behalten.

Lernziele

Nebst einer Reflexion über das grundsätzliche Verhältnis feministischer Kritik zu den institutionalisierten Gender Studies vergegenwärtigen sich die Studierenden die verschiedenen Versuche, ihr eigenes oder anverwandtes Studiengebiet zu diffamieren oder zu desavouieren. Konfrontiert mit der Kritik an feministischer Kritik werden sie die Möglichkeiten, das Potenzial und die gesellschaftlichen Bedingungen feministischer Kritik ausloten und ein vertieftes Verständnis über die prekären Formen geschlechterkritischen Arbeitens und Forschens aneignen.

Semesters:

Stufe:

BA

Institutionen:

ETCS:

2

Fächer:

Gender Studies

Hochschultyp:

UH