Geschlecht und Körpererfahrung im Spannungsverhältnis von Disziplinierung und Genuss

Körpererfahrungen waren von jeher von besonderem Interesse für die Theoriebildung in den Gender Studies. Der Kurs nimmt deshalb seinen Ausgangspunkt in den Debatten um den weiblichen Körper in feministischen Theorien der 1970er Jahre. Spätestens seit den 2000er Jahren werden Männlichkeit und männliche Körperwahrnehmung ebenfalls intensiv theoretisch diskutiert. So nehmen wir in diesem Kurs sowohl das männliche als auch das weibliche Körperverständnis sowie das Verhältnis der Geschlechter zueinander in den Blick. Wir rücken die Frage nach dem Zusammenhang von gesellschaftlichen Machtstrukturen und individuellen Körperpraxen in den Fokus. Und wir untersuchen den Zusammenhang zwischen Subjektivierungsprozessen und wirkmächtigen Geschlechter‑Normen. Dabei verfolgen wir Diskurse zu Sexualität, Reproduktion, Schönheit und Schönheitsoperationen, Fitness und Gesundheit. Neben dem Kennenlernen und der Kontextualisierung von Konzepten und Debatten sollen diese zudem angewandt werden in der Analyse von vielfältigem Material, um herauszuarbeiten, inwiefern normative Körperkonzepte darin bestätigt, irritiert, kritisiert oder unterlaufenwerden.

Semesters:

Stufe:

MA

Disziplinen:

ETCS:

3

Fächer:

Gender Studies

Hochschultyp:

UH