"Familie" in der griechischen und römischen Antike

Das Wort "Familie" hat zwar einen lateinischen Ursprung, doch unsere aktuellen Vorstellungen, die wir mit dieser sozialen Gruppe verbinden, unterscheiden sich grundsätzlich von dem, was in der römischen Antike unter familia verstanden wurde. Nochmals anders wurden Beziehungen zwischen den BewohnerInnen eines griechischen oikos gelebt – soweit wir uns aufgrund der Quellenmaterialien überhaupt ein Bild eines "Familienalltags" machen können. Anhand neuerer Forschungsliteratur setzen wir uns in diesem Lektürekurs mit griechischen und römischen Familienstrukturen in ihrer juristischen, ökonomischen, geschlechts- und verwandtschaftsspezifischen Bedeutung auseinander und werden uns auch die Frage stellen, wie sinnvoll es ist, das Thema "Familie" mit vergleichendem Ansatz zwischen griechischer und römischer Kultur anzugehen. Wir werden diese inhaltlichen Problemstellungen verbinden mit den arbeitstechnischen Aspekten eines Lektürekurses: Wir werden uns unterschiedliche Textsorten wissenschaftlicher Publikationen vornehmen und verschiedene Lesarten austesten.

Learning Outcome

Die Kompetenzen der kritischen Lektüre und Auswertung von Forschungsliteratur werden die zentralen Ergebnisse dieses Kurses sein. Zudem werden die Studierenden Kenntnisse über historisch-anthropologische Ansätze zur Untersuchung von Familienstrukturen in ihren unterschiedlichen sozio-kulturellen Ausprägungen erworben haben und die vermeintlichen Selbstverständlichkeiten moderner Konzepte in Frage zu stellen wissen.

Semesters:

Stufe:

BA

Disziplinen:

Institutionen:

ETCS:

5

Fächer:

Geschichte

Hochschultyp:

UH