Ehe- und Familiendiskurse in der Literatur des 19. Jahrhunderts

Die Familie stellt eine der wesentlichen sozialen Erscheinungen menschlichen Daseins dar und daher verwundert es auch nicht, dass sie auch literarisch immer wieder verarbeitet wird. Mit dem Familien- und Generationenroman befasst sich sogar ein eigenes literarisches Genres damit. Der Fokus des Seminars liegt auf der Literatur der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, da hier wichtige soziokulturelle Veränderungen stattfinden, die bis weit ins 20. Jahrhundert nachwirken.

Das Seminar wird sich im Wesentlichen mit Formen der Ehe und der Familie sowie im Besonderen mit der Rolle der Frau als Hausfrau, Gattin und Mutter auseinandersetzen. Im Fokus des Interesses stehen dabei familiäre Strukturen – und Beziehungen, Familienkonflikte sowie die sich wandelnde Rolle der Frau, verbunden mit der beginnenden Frauenbewegung Mitte des 19. Jahrhunderts. Neben ausgewählten literarischen Texten, welche die Grundlage des Seminars darstellen, werden auch soziologische und historische Studien herangezogen. Unter anderem werden wir im Seminar folgende literarische Werke besprechen (weitere Werke werden zu Beginn des Semesters bekannt gegeben):

  • Henrik Ibsen: Nora oder ein Puppenheim (1880)
  • Marie von Ebner-Eschenbach: Božena (1876)
  • Theodor Fontane: L’Adultera (1882)

Regelmässige Anwesenheit (nicht mehr als 2 Absenzen) sowie die aktive Teilnahme werden vorausgesetzt. Zudem besteht die Möglichkeit, eine Hausarbeit zu verfassen.

Semesters:

Stufe:

BA

Disziplinen:

ETCS:

3

Fächer:

Literatur

Hochschultyp:

UH