Digitalisierung der Arbeitswelt: Geschlechtersoziologische Perspektiven

In der soziologischen Geschlechterforschung wird die Digitalisierung der Arbeitswelt heute insbesondere mit Blick auf die damit verknüpften Konsequenzen für Frauen und Männer diskutiert (Kutzner 2017). Dabei geht es etwa um die Chancen und Risiken der Digitalisierung für geschlechterbezogene Arbeitsteilungen oder um Fragen der Vereinbarkeit von Erwerbs-Arbeit und Care-Arbeit. Überdies stellen sich Fragen zur Rolle von Frauen und Männern in digitalen Arbeits- und Innovationsprozessen oder zu den vergeschlechtlichten Konnotationen digitaler Arbeit und deren Überwindung.

Das Seminar greift diese Themen auf und zieht dazu theoretische und empirische Beiträge der Geschlechterforschung sowie der Arbeits- und Organisationsforschung heran. Neben strukturellen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt, werden betriebliche Voraussetzungen und aktuelle gesellschaftliche Diskurse, Wahrnehmungs- und Denkmuster rund um das Thema „Digitalisierung und Geschlecht“ angesprochen. Auch mögliche Ansätze für eine gendergerechte digitale Arbeitswelt sollen Gegenstand der Veranstaltung bilden.

Lernziele

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars sollen

  • zu aktuellen soziologischen Auseinandersetzungen mit dem Themenkomplex «Geschlecht und Digitalisierung» recherchieren
  • zentrale Erkenntnisse der soziologischen Geschlechterforschung zur Digitalisierung der Arbeitswelt erarbeiten
  • aktuelle Fragestellungen und Erkenntnisse im Seminar darlegen und gemeinsam mit anderen diskutieren
  • eigene Erfahrungen vor dem Hintergrund der bearbeiteten Konzepte und Theorien reflektieren

Semesters:

Stufe:

BA

Disziplinen:

Institutionen:

ETCS:

3

Fächer:

Soziologie

Hochschultyp:

UH