Schweizerischer Nationalfonds SNF

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) fördert im Auftrag des Bundes die Forschung in allen wissenschaftlichen Disziplinen, von Geschichte über Medizin bis zu den Ingenieurwissenschaften. Ende 2017 finanzierte er 5800 Projekte mit 16‘000 beteiligten Forschenden. Er ist damit die wichtigste Schweizer Institution zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung.

In enger Zusammenarbeit mit Hochschulen und weiteren Partnern setzt sich der SNF dafür ein, dass sich die Forschung unter besten Bedingungen entwickeln und international vernetzen kann. Besondere Aufmerksamkeit schenkt der SNF dabei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Gleichstellung

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein wichtiges Anliegen des Schweizerischen Nationalfonds. Das Engagement des SNF zielt insbesondere darauf ab, eine ausgewogene Vertretung von Frauen in Funktionen, Gremien und in der Forschung zu fördern.

Die Untervertretung von Frauen in Forschung und Wissenschaft ist in der Schweiz nach wie vor Realität. Männer schliessen ihre Dissertationen häufiger ab und bleiben der Forschung eher erhalten. Der Anteil an Professorinnen verharrt auf tiefem Niveau.

Die Untervertretung der Frauen steht im Gegensatz zum Gesetz und zur Einstellung der Schweizer Bevölkerung, die die Chancengleichheit als wichtig erachtet. Auch in der Wirtschaft sind die Vorteile bekannt – zum Beispiel ist erwiesen, dass gemischte Teams bessere Leistungen erbringen.

  • Forschungsförderung nach Gender Mainstreaming
    Diversität und Chancengleichheit sind wesentliche Qualitätskriterien für den Forschungsstandort Schweiz. Eine wichtige Leitplanke ist dabei das Prinzip des Gender Mainstreaming. Es handelt sich um eine international erprobte Strategie, Gleichstellung auf allen Ebenen zu verankern. Dabei werden soziale und strukturelle Ungleichheiten von Frauen und Männern zuerst sichtbar gemacht, anschliessend deren Auswirkungen analysiert und schliesslich die Ursachen beseitigt. Das bedeutet, bei allen Entscheidungen, Projekten und Vorhaben die unterschiedliche Lebensrealität von Frauen und Männern im Vorhinein zu berücksichtigen.
  • Der SNF lebt Gleichstellung vor
    Nach dem Vorbild des Gender Mainstreaming ist die Gleichstellung beim SNF als Querschnittsaufgabe und in allen Aufgabenbereichen verankert. Auch auf institutioneller Ebene setzt der SNF sein Verständnis für Gleichstellung um. Etwa durch einen Frauenanteil im Stiftungsrat von mindestens 40 Prozent, oder indem er eine ausgeglichene Verteilung der Geschlechter auf allen Hierarchiestufen anstrebt. Im Rahmen der Projektförderung führt der SNF zudem jährlich ein Gleichstellungsmonitoring durch, das unter anderem die Erfolgsquoten von Gesuchstellerinnen und Gesuchstellern analysiert.

Gleichstellung in der Forschungsförderung

Sein Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern verfolgt der SNF mit vielfältigen Massnahmen in der Forschungsförderung. Er bietet zu diesem Zweck eine Reihe von Förderungsinstrumenten an.

Wissenschaftlerinnen sind in der Forschung stark untervertreten. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, bietet der SNF verschiedene gezielte Massnahmen zur Geschlechtergleichstellung in der Forschung an. Wichtige Pfeiler sind dabei seine spezifischen Förderungsinstrumente, die Karrieren von Frauen in der Forschung unterstützen, sowie seine finanziellen Beiträge an Mentoringprogramme für Nachwuchsforscherinnen. Diese Massnahmen passt der SNF stets den sich verändernden Bedürfnissen an, indem er die Entwicklungen in der Schweiz und im Ausland verfolgt.

Länder:

Schweiz