Better Science CH

Praxis Forschung

Richtlinie, Webseite

Abteilung für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Universität Bern

Die Better Science Initiative fordert ein Umdenken in der akademischen Welt hin zu mehr Nachhaltigkeit, Diversität und Chancengleichheit.

Akademische Arbeit soll sich durch Nachhaltigkeit, Diversität und Chancengleichheit auszeichnen: Sie leistet Qualität in einem ganzheitlichen Sinn, wobei Quantität und Tempo nicht an erster Stelle stehen. Die Better Science Initiative fordert ein Umdenken im aktuellen Paradigma der Quantifizierung wissenschaftlicher Arbeit. Zehn Handlungsaufforderungen für Forschung, Lehre und Administration machen auf die Themen aufmerksam.

Kreativität statt Leistungsdruck

Die Arbeit im akademischen Sektor ist angetrieben von einem starken Wettbewerbsdruck und gesteigerter Leistungsmessung – es zählt, was sich zählen lässt: möglichst viele Publikationen und Zitierungen. Neben der konstanten Verfügbarkeit wird von den Forschenden verlangt, dass sie in einem kompetitiven Umfeld Drittmittel einwerben. Der enorme Druck, den Evaluation und Quantifizierung in der Forschung sowie hohe Ansprüche an die Lehre und die Drittmitteleinwerbung auf Wissenschaftler*innen ausübt, steht im Kontrast zu einem gesunden Arbeitspensum, das Kreativität und offenes Forschen zulässt.

Exzellenz neu denken

Das wirkt sich nicht nur auf wissenschaftliche Exzellenz und Vielfalt aus, sondern auch auf die Spielregeln und die Arbeitsbedingungen der akademischen Karriere, und so auch auf die Vielfalt und Chancengleichheit in der Akademie. Die Initiative „Better Science – Akademische Kultur im 21. Jahrhundert“ fordert ein Umdenken beim aktuellen Paradigma der Quantifizierung wissenschaftlicher Arbeit hin zu mehr Nachhaltigkeit, Diversität, Inklusion und Chancengleichheit in der Akademie. Auf Ebene der Hochschule fordert die Initiative Qualität in einem ganzheitlichen Sinn statt Quantität und Schnelligkeit. Better Science hat zum Ziel, die aktuellen Tendenzen in der Wissenschaft zu durchbrechen und eine neue Wissenschaftskultur zu etablieren. Erreicht werden kann das Ziel nur, wenn sich alle Hochschulangehörigen mit dem Thema auseinandersetzen, sich vernetzen und sich austauschen.

Forderungen sichtbar machen

Der wirtschaftsorientierten Akademie können Wissenschaftspolitik und Hochschulen etwas entgegensetzen. Gefordert ist eine andere Evaluationspraxis wissenschaftlicher Forschung: Qualität statt Quantität. Die Initiative Better Science ermöglicht und fördert einen Diskurs über die Bedeutung von Exzellenz in der Akademie. Sie macht auf die Probleme einer beschleunigten und aufzehrenden Wissenschaft aufmerksam und fordert Hochschulangehörige zum Handeln auf. Zehn Handlungsaufforderungen dienen als Ausgangspunkt für die Diskussion und regen zum Umdenken an. Mit der Sensibilisierung von Wissenschaftler*innen und Personen in Führungsfunktionen macht die Initiative auf der politisch-gesellschaftlichen Ebene auf das schwierige Arbeitsumfeld an den Hochschulen aufmerksam. Better Science setzt sich für eine qualitative, gesunde Forschung ein und fordert nachhaltige Arbeitsbedingungen.

Kontakt:  infobettersciencech

Lilian Fankhauser, Projektleitung

Joel Schaad, Koordination

Abteilung für Gleichstellung der Uni Bern

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Sprachen:

Deutsch, Französisch, Englisch

Medientyp:

Link

Stadt:

Bern

Jahr:

2020

Diversity Themen:

Geschlecht, Vereinbarkeit, Gesundheit

Bereich:

Praxis , Forschung

Form:

Richtlinie, Webseite