Faire vite et surtout: le faire savoir. Les interactions verbales en classe

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Faire vite et surtout : le faire savoir. Les interactions verbales en classe sous l’influence du genre

Sobald die Studentinnen die Sekundarschule und die Universität besuchen durften, konnte eine spektakuläre Erhöhung ihrer akademischen Erfolge bemerkt werden. Jedoch wird ein Paradox bestätigt, das nicht nur der Reproduktionstheorie zuzuschreiben ist (Bourdieu & Passeron, 1964). Wenn die dominierende Gruppe das Erziehungssystem benutzt, um ihre Domination zu reproduzieren – wie es auch die Ungleichheiten betrifft -, wie kann man sich die bessere schulischen Ergebnisse der dominierten Gruppe erklären?

Nämlich endet der ausgezeichnete Verlauf der Frauen, wenn sie das Universitätsstudium erreichen. Ihre besseren schulischen Ergebnisse erlauben ihr nicht, den angesehensten Diplomen nachzujagen. Ausserdem können sie weniger Gewinn als die Männer von ihrer Diplome auf dem Arbeitsmarkt verwenden, entweder in Frankreich, oder in der Schweiz.

Um dieses Paradox aufzuklären, haben wir eine Forschung über den Wortwechseln in der Schulklasse geleitet. In einigen Sekundarschulen des Kantons Genf haben wir 15 Unterrichtstunden in verschiedenen Schulfächer beobachtet.

Während der Lektionen tragen die Schüler mit einander einen Wettkampf aus, um das Wort zu ergreifen. Die Schülerinnen sprechen nicht spontan und lernen nicht, wie ihre Fähigkeiten und Kenntnisse zur Geltung zu bringen.

Wenn sie auf den Wettkampf verzichten, erhalten sie mehr Zeit, um zu lernen. Viele Jungen haben ein einziges Ziel: die Aufmerksamkeit ihrer Lehrer-in und ihrer Seinesgleichen zu ziehen; für sie ist es nicht so wichtig, die richtige Antwort zu geben. Nur die besten Schüler können rasch und richtig antworten. Die anderen Jungen haben nur Zeit, um rasch zu antworten, aber nicht zu lernen.

Nun werden die beruflichen Fähigkeiten jedes nur in einem schulischen Milieu individuell eingeschätzt. Die berufliche und, in gewisser Weise, die akademische Welten verlangen von beiden Geschlechte, das sie ihre Leistungen zur Geltung bringen. Dies können die Mädchen nicht lernen, solange sie im Hintergrund in den Wortwechseln bleiben.

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Publikation Information

Autor_innen:

Herausgegeben von:

Heri Rakoto-Raharimanana

Verlag:

Société Internationale d'Ethnographie, Revue Internationale d'Ethnographie, Numéro 4

Sprachen:

Französisch

Medientyp:

PDF

Jahr:

2015

Forschungsthemen:

Schulwesen – Ausbildung
Kindheit – Adoleszenz/Jugend
Sprache(n) – Kommunikation

Fächer:

Gender Studies, Erziehungswissenschaft, Soziologie

Form:

Artikel