«Die Innenstadt war voll von Frauen in Violett!»

Debatten

Monika Hofmann, Seraina Graf August 2019

Drei Frauen aus drei Generationen treffen sich kurz nach dem Frauen*streik vom 14. Juni 2019 zum Gespräch am IZFG und erzählen: wie sie den Streiktag erlebt haben, weshalb und wofür sie sich engagieren und wie sich der diesjährige Streik vom Streik von 1991 unterscheidet.

Bild der Frauensternstreikdemo in der Berner Innenstadt. Viele Teilnehmende tragen violette und Banner. Das Frontbanner trägt die Aufschrift Frauen verändern die Gesellschaft jetzt.

Bild: Raphael Moser

Wie haben Sie den Frauenstreik vom 14. Juni 2019 erlebt? Erzählen Sie uns eine Anekdote…

Corinne Schärer: Es war überwältigend! Was mich sehr beeindruckt hat, war die Solidarität, die Entschlossenheit und auch der Mut der Frauen. Ich war bei der Gesamtorganisation der Unia und der Nationalen Koordination beteiligt und habe um 15:30 Uhr auf eine Direktschaltung zu "Euronews" auf dem Bärenplatz etwas abseits von der ganzen Menschenschar und der Lautstärke gewartet. Dann kamen die Frauen. Immer mehr Frauen sind gekommen, es hat einfach nicht mehr aufgehört und der Bundesplatz war schon längstens übervoll mit Frauen. Als zweites Ereignis bleibt mir unsere Aktion in der Marktgasse mit dem Verkaufspersonal in Erinnerung. Ungefähr 500, inklusive solidarische Helferinnen und Helfer, sind mit einem Transparent in der Marktgasse für eine Viertelstunde hinausgetreten. Beim Zusammenräumen strömte die Kinderwagendemo die Marktgasse hinauf und traf auf das ganze Verkaufspersonal. Auch diese Kinderwagendemo hat nicht mehr aufgehört. Etwa 5000 Personen zogen mit. Der Bundesplatz war um 12 Uhr bereits voll, obwohl noch kein offizieller Programmpunkt stattfand.

Elisabeth Ryter: Mir hat die Stimmung sehr gut gefallen. Es war gelassen, entspannt und konzentriert [lacht]. Beim Streik ist mir aufgefallen, dass die Schweiz farbiger geworden ist. Am Frauenstreik von 1991 war dies eine ziemlich 'weisse' Angelegenheit. Besonders gefallen hat mir auch, dass alle Altersgruppen vertreten waren. Und es hat mich gerührt, dass dieses Violett von 1991 wieder dahergekommen und heute wieder zu einer zentralen Farbe geworden ist.

Shirin Amrad: Die Vielfalt von Generationen, aber auch die Vielfalt von Meinungen waren deutlich sichtbar. Leute mit sonst so unterschiedlichen politischen Ansichten haben einen gemeinsamen Nenner gefunden. Ein paar Tage vor dem Streik kamen mir plötzlich Zweifel, dass er vielleicht gar nicht so gross wird, wie erhofft. Es war deshalb umso schöner, zu sehen, was daraus geworden ist. Am Tag selber hatte ich Mühe, mich zu entscheiden, wo ich dabei sein will, weil es einfach so viele Aktionen gab. Mit einer Freundin aus Hamburg haben wir versucht, verschiedene Aktionen zu besuchen und überall die Stimmungen aufzufangen. Der Höhepunkt war der Demonstrationsumzug zum Bundesplatz und diese Dynamik in der Gruppe, die nicht durch eine Frontperson entstanden ist, sondern aus der Gruppe selbst. Sie ist sozusagen wellenartig durch die Gruppe gezogen.

Wie haben Sie sich beim Streik eingesetzt? Was war Ihr Hauptfokus?

Corinne Schärer: Zum einen habe ich bei der Nationalen Koordination mitgearbeitet, damit es am Tag des Frauenstreiks in der ganzen Schweiz zu einer Aktivitätenvielfalt kommt. Im Zusammenhang mit meiner Arbeit bei der Unia war mir sehr wichtig, dass es in den Betrieben zu Streikaktionen kommt. Ich bin stolz darauf, dass in allen Landesteilen in den Branchen mit einem hohen Frauenanteil, die wir als Unia organisieren, wie Verkauf, Gastgewerbe, Reinigung, Pflege und Uhrenindustrie, solche Aktionen stattgefunden haben. Im Vallée de Joux sind 500 Uhrenarbeiterinnen aus verschiedenen Betrieben zu einer verlängerten Mittagspause zusammengekommen. Ich selbst war frühmorgens in Wangen in einem Reinigungsbetrieb, in welchem das Reinigungspersonal eine halbe Stunde auf Arbeitszeit mit uns über Gleichstellung, Frauenstreik und Löhne diskutieren konnte. Dies ist ein wichtiger Schritt, denn das gemeinsame Einstehen für gute Aktionen hat wenig Tradition in diesen Branchen. Bei all diesen Aktionen war uns sehr wichtig, dass sie von den Frauen ausgingen und nicht von oben nach unten Dinge vorgegeben wurden.

Shirin Amrad: Ich studiere in Freiburg und besuchte dort eine Vorlesung von Francesca Falk. In der letzten Lektion sind einige Personen aus der Universität gekommen und haben die Streikgruppe in Bern vorgestellt. Im Dezember habe ich mich dieser Berner Gruppe angeschlossen. Eigentlich wollte ich mich nicht zu fest engagieren, da ich neben dem Studium viel arbeite und mich sonst noch ehrenamtlich engagiere, doch dann hat es mich richtig reingezogen [lacht]. Zu Beginn haben wir uns alle gar nicht richtig gekannt und mussten zuerst noch herausfinden, welche Positionen wir alle haben. Es gab ganz viele Frauen, die Lust hatten, verschiedene Aktionen an der Uni durchzuführen. Jede Woche haben sie auf ein anderes Thema, wie Sexismus oder die Ungleichheit von Frauen und Männern in Führungspositionen, aufmerksam gemacht. Ich habe nicht direkt an den Aktionen mitgemacht, sondern vielmehr bei der Kommunikation und den sozialen Medien. Am Streiktag selber habe ich fotografiert und dokumentiert.

Elisabeth Ryter: Ich war einfach eine Teilnehmerin am Frauenstreik ohne spezielle Funktion.

Aus welchen Beweggründen haben Sie dieses Jahr am Frauenstreik teilgenommen?

Corinne Schärer: Ich war bereits früh involviert. Wir haben am Frauenkongress des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes im Januar 2018 schon intensiv diskutiert, wie unzufrieden wir mit der neuen Revision des Gleichstellungsgesetzes sind. Durchgekommen ist nur eine "Minirevision", was natürlich besser ist als gar nichts. Aber diese Revision ohne Sanktionsmöglichkeiten für Unternehmen, welche die Lohngleichheit nicht einhalten, ist einfach nicht akzeptierbar! Wir wollten das einfach nicht hinnehmen und planten deshalb zunächst eine grosse Demo organisieren, um ein Zeichen zu setzen. Es gab bereits die Diskussion, dass wir uns über die Demo hinaus mobilisieren müssen und so wurde in einer Resolution ein zweiter Frauenstreik vorgeschlagen. An einer offenen Versammlung haben wir uns entschieden, dass wir den Frauenstreik am 14. Juni machen wollen, unter anderem, weil dies ein symbolisches Datum für die Lohngleichheit und Gleichstellung ist.

Elisabeth Ryter: Ich bin eine alte Feministin und deshalb war es für mich klar, dass ich am Frauenstreik teilnehme. Dafür brauchte ich gar keinen spezifischen Grund. Ich denke, ich gehöre auch noch zu einer Generation, in der noch mehr Demonstrationen stattgefunden haben. Eine Zeit lang gab es dann kaum mehr Demos. Aber jetzt ist es weltweit wieder vermehrt zu solchen Manifestationen im öffentlichen Raum gekommen. Mir gefällt das sehr. Heutzutage läuft sehr viel über die sozialen Medien, aber dies ist ja gerade keine visuell feststellbare Manifestation.

Shirin Amrad: Im Vordergrund stand für mich sicherlich der Hochschulkontext. Ich wollte unbedingt noch ein zweites Studium machen und bin deshalb auch mit viel Enthusiasmus gestartet. Doch von Anfang an hat mich die Männerdominanz an der Universität sehr wütend gemacht. Bis zur Vorlesung von Francesca Falk hatte ich jedoch kein richtiges Gefäss und auch keine klaren Worte für diese Wut. Francesca Falk hat Migration und Frauenthemen sehr stark verbunden. Das war für mich eine ganz neue Sichtweise, aber auch eine, die für mich persönlich sehr wichtig ist. Das hat auch den Ausschlag gegeben, dass ich mich aktiv irgendwo einbringen wollte. Auch auf persönlicher Ebene sind noch einige Punkte hinzugekommen. Meine Mutter ist alleinerziehend. Die Diskriminierungen und sozialen Ausgrenzungen, die sie erlebt hat, habe ich miterlebt. Ich persönlich habe auch selber einmal explizit einen tieferen Lohn angeboten bekommen als mein männlicher Arbeitskollege. Ich habe das damals sehr rasch herausgefunden und war fassungslos.

Standen am Frauenstreik von 1991 andere Gründe im Fokus?

Elisabeth Ryter: Ich habe damals beim Bundesamt für Statistik gearbeitet. Beim Bund gab es am Frauenstreik Aktionen in Form von Workshops. Aber ich habe nur noch sehr vage Erinnerungen an den ersten Frauenstreik. Ich denke, dies liegt daran, dass zu dieser Zeit ganz viele frauenpolitische Sachen stattgefunden haben. Für mich ist der Frauenstreik deshalb nicht als einziges Ereignis in Erinnerung geblieben.

Corinne Schärer: Also mich hat es sehr geprägt. Ich bin zwar nicht in der Vorbereitung des Frauenstreiks von 1991 an der Universität Bern zur Feministin geworden. Das war ich schon vorher. Bereits im Gymnasium hatte ich Schlüsselerlebnisse, welche mich geprägt haben. Ich weiss noch, damals haben wir – nicht wie heute über Social Media – sondern in einem Brief vom Nationalen Komitee des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes erfahren, dass am 14. Juni ein Frauenstreik stattfindet. Ein paar Frauen zusammen haben wir daraufhin zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Ganz unerwartet war die Aula überfüllt von Frauen. Aus dieser Veranstaltung heraus hat sich dann ein Komitee gebildet aus Studentinnen, Assistentinnen, Professorinnen oder Administrationsfrauen. Das war das erste Mal, dass wir alle zusammen politische Fragen, wie Diskriminierung am Arbeitsplatz Uni, diskutiert haben. Der nicht erkannte Wert der Arbeit, welche die Frauen leisteten, ist dort sehr stark zum Ausdruck gekommen. Es war eine total gute Zusammenarbeit, welche auch zu Freundschaften geführt hat. Die nationale Bewegung hat mich sehr geprägt. Es ging um Gleichstellung generell. Auch damals war der Verfassungsartikel zur Gleichstellung ein wichtiger Ausgangspunkt, dieser Artikel galt schon zehn Jahre lang, wurde aber nicht umgesetzt. Genau so wie jetzt auch noch.

Wurden seit 1991 irgendwelche Forderungen umgesetzt?

Corinne Schärer: Ja sicher, der Frauenstreik war erfolgreich. Im Jahr 1996 ist das Gleichstellungsgesetz in Kraft getreten, wenn auch zu wenig präzise und zu wenig griffig punkto Sanktionsmöglichkeiten oder Verbindlichkeiten von Lohnüberprüfungen. Das war schon damals alles von einer ExpertInnenkommission diskutiert worden. Nur ist es auch damals im Parlament nicht durchgekommen. Aber immerhin sind das Gleichstellungsgesetz und später die Fristenlösung zum Schwangerschaftsabbruch durchgekommen und schliesslich die Mutterschaftsversicherung.

Elisabeth Ryter: Gerade mit der Fristenlösung und der Mutterschaftsversicherung hat es aber schon sehr lange gedauert.

Corinne Schärer: Ja, da hast du absolut recht! Das konservative Rollenmodell in der Schweiz hat unglaubliche Auswirkungen darauf, wie spät Reformen kommen. Wir mussten einen langen Atem haben. Aber ohne den Frauenstreik von 1991, ohne diese öffentliche Manifestation, wäre dies nicht möglich gewesen. Nur deshalb hat man an diesen Forderungen gearbeitet. Das Gleichstellungsgesetz, die Fristenlösung, die Mutterschaftsversicherung und das Gesetz gegen Gewalt in der Ehe sind alle aufgrund des Frauenstreiks eingeführt worden.

Elisabeth Ryter: Ich denke, der Frauenstreik war sicherlich sehr wichtig, um die Frauen sichtbar zu machen. Aber entscheidend war vor allem die Institutionalisierung der Gleichstellungsstellen. Diese Büros haben das Thema seit dem Frauenstreik auf städtischer, kantonaler, eidgenössischer, universitärer und betrieblicher Ebene weiter behandelt. Ich finde die Institutionalisierung wichtig, da dies eine Kontinuität schafft. Doch je mehr institutionalisiert wurde, desto weniger sind die Frauen auf die Strassen gegangen. Dies war eine gegenläufige Bewegung.

Corinne Schärer: Da stimme ich dir zu. Die Institutionalisierung war total wichtig. Um danach wieder einen Schub auszulösen, braucht es auch wieder andere Kräfte. Deshalb ist es auch zentral festzuhalten, dass der Frauenstreik von diesem Jahr eine soziale Bewegung ist. In der Schweiz gibt es momentan zwei soziale Bewegungen: der Frauenstreik und der Klimastreik. Das kommt nicht von ungefähr. In diesen institutionalisierten Diskussionen und auch in der Politik sind nicht genügend Fortschritte erzielt worden. Dies hat ganz viele Menschen in diesen zentralen Fragen bewegt und dazu gebracht, sich zusammenzuschliessen und etwas zu tun, damit endlich konkrete Schritte vorwärts erfolgen. 

Elisabeth Ryter: Ich denke, es braucht eine sichtbare Unterstützung der institutionalisierten Gleichstellungsarbeit. Und davon hat man über Jahre nicht viel gemerkt. 

Corinne Schärer: Da bin ich gleicher Meinung. Der erste Aufbruch war erst wieder im Jahr 2010, als eine Demo mit 8'000 Frauen rund um den 8. März stattgefunden hat. Fünf Jahre später haben 12'000 Frauen gegen Lohnungleichheit demonstriert, gerade auch wegen der laufenden Revision des Gleichstellungsgesetzes. Aber auch schon damals hat sich gezeigt, dass die Frauen noch weitergehende Forderungen haben. An der nächsten Demo am 22. September 2018 waren dann schon 20'000 Frauen beteiligt.

Wie Ihr selbst sagt, hat sich bisher leider sehr wenig verändert. Viele Forderungen von 1991 waren deshalb auch dieses Jahr am Frauenstreik dieselben. Welche Forderungen sind aber nun beim diesjährigen Frauenstreik neu dazugekommen?

Shirin Amrad: Spontan kommt mir gerade in den Sinn, dass LGBTQ-Themen viel präsenter gewesen sind als noch 1991. Ich finde das einen wichtigen Punkt. Wir müssen da auch selber weiterdenken.

Corinne Schärer: Das stimmt, die Vielfalt von Lebensweisen ist oft auch mit Diskriminierung verbunden. Das war schon immer so. Aber nun haben wir den Anspruch, dass wir uns verschieden orientieren können. Shirin du hast vorhin auch gesagt, dass Francesca Falk Migrationsfragen mit Feminismus verbindet. Dieser Ansatz in der Forschung ist bei der jetzigen Manifestation sehr präsent gewesen. Präsenter war auch die Diskriminierung in der Arbeitswelt in vielfältigen Formen. Nach meiner Wahrnehmung ist 1991 die Lohngleichheit im Vordergrund gestanden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie war bestimmt auch ein Thema. Doch die Arbeitszeitfragen und die Prekarität, in der sich viele Frauen in Niedriglohnberufen befinden, wurden damals im Gegensatz zu heute nicht gross thematisiert.

Elisabeth Ryter: Wie gesagt, habe ich 1991 im Bundesamt für Statistik gearbeitet und da hat man sich mit Zahlen zu verschiedensten Themen befasst. Ich denke, dass eigentlich viele Themen präsent waren. LGBTQ war damals aber tatsächlich noch kein Thema. Zu dieser Zeit ging es noch um die Schwulen und Lesben. Ich denke, Vereinbarkeit war auch ein grosses Thema und damit natürlich auch Arbeitszeitmodelle. Aber Arbeitszeitmodelle wurden in den 80er Jahren so oder so gross und gruppenübergreifend diskutiert.

Corinne Schärer: Im Gegensatz zu 1991 wird heute auch vermehrt Sexismus und die sexuelle Belästigung angesprochen. Sexuelle Belästigung an der Uni haben wir damals nicht thematisiert. Ich setze mich schon lange in der Gewerkschaftsarbeit dagegen ein. Aber das war bisher immer ein Tabuthema. Wir haben im Parlament immer wieder Vorstösse eingereicht, dass sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz aktiv bekämpft werden muss, wie dies auch im Gleichstellungsgesetz festgehalten ist. Doch es wurde einfach nicht umgesetzt. Es war immer sehr schwierig. Auch wenn wir versuchten, das Thema in die Medien zu bringen, hat sich kaum jemand interessiert. Heute wird dies viel offensiver thematisiert.

Shirin Amrad: Wie war es im 1991 mit dem weiblichen Körper und der Sexualität? In Bern – und auch in der restlichen Schweiz – waren ganz viele Bilder der Klitoris sichtbar. So, wie sie in ihrer ganzen Grösse aussieht.

Corinne Schärer: Das gab es 1991 nicht. Das war ein Tabu.

Elisabeth Ryter: Nein, das war zum Teil auch schon wieder vorbei. Das war in den 70er und 80er Jahren ein grosses Thema in den Selbsterfahrungsgruppen. Aber 1991 war das bereits wieder abgeflaut. Abtreibung war hingegen immer noch ein Diskussionspunkt, wie auch die geschlechtergerechte Sprache.

Corinne Schärer: Das stimmt, aber 1991 war Sexismus nicht so ein breites Thema. Ich denke, da ist ein Ruck durch die Gesellschaft gegangen und die Frauen gehen auch selbstbewusster damit um. Das Zeigen der Vulva ist ein neues Selbstbewusstsein. In der Gesellschaft hat dies heutzutage einen ganz anderen Stellenwert.

Shirin Amrad, Sie waren das erste Mal aktiv an einem solchen Streik dabei. Wie haben Sie die ganze Streikorganisation auch in Bezug auf die Medien wahrgenommen?

Shirin Amrad: Etwas allgemein und bildlich ausgedrückt: Am Anfang war es ein Plätschern, wo man hier einmal etwas hört und dann dort. Ich halte mich wegen der Arbeit relativ oft in den sozialen Medien auf. Dort ist dann hier ein Artikel aufgetaucht und dort ein Beitrag. Einen Monat vor dem Frauenstreik verwandelte sich das Plätschern in einen Wasserfall. Das Ganze nahm unübersichtliche Masse an. Einige haben das kumuliert, was sie bereits gemacht haben. Andere sind auf diesen Zug aufgesprungen und haben auch angefangen, zu berichten. Jede Organisation hat ihr spezifisches Frauenthema herausgesucht. Das hat ein Momentum gegeben, welches ich sehr schön gefunden habe. Gleichzeitig habe ich dabei die Übersicht komplett verloren. Was zu welcher Zeit und an welchem Standort stattfindet, musste ich mir gezielt heraussuchen.

Denken Sie, die sozialen Medien sind ein Vorteil oder doch mehr eine Überforderung?

Shirin Amrad: Ich denke, es ist eine tolle Ergänzung. Am Sonntag nach dem Streik hatte ich dann auch endlich Zeit, um in den sozialen Medien Bilder von den Aktionen in der ganzen Schweiz anzusehen. Ich weiss, dass meine Freundinnen dies teilweise auch so gemacht haben. Es ist etwas sehr Schönes, im Nachhinein nicht nur die Bilder zu sehen, die in den Zeitungen abgebildet sind, sondern auch die Fotos von Freundinnen, welche am Streik beteiligt waren. Das war sehr bereichernd.

Corinne Schärer: Ein Monat vor dem Frauenstreik war sehr viel in den Medien. Noch nie wurde in diesem Ausmass über die verschiedensten Aspekte der Gleichstellung geschrieben. Dies war zum einen sehr wichtig für die Mobilisierung, aber auch für das Bewusstsein und um Diskussionen anzuregen. Ich denke, da haben wir mit der Frauenbewegung bereits im Vorfeld sehr viel erreicht! Die sozialen Medien sind also eine gute Form für den Austausch, auch wenn die Informationsflut schnell zur Überforderung werden kann.

Elisabeth Ryter: Ich bin social-media-abstinent [lacht]. Ich lese einfach die NZZ, den Bund und sonstige Wochenzeitschriften. Aber die Berichterstattung im Vorfeld zum Frauenstreik ging mir irgendeinmal etwas auf die Nerven. Es hat dem Frauenstreik das Widerständige genommen. Wenn vier Artikel für den Frauenstreik und einer dagegen geschrieben werden, dann kann man auch gar nichts mehr dagegen sagen. Das kam für mich einer Verharmlosung des Streiks gleich.

Wie habt Ihr den Streik auf der Strasse wahrgenommen? Welche Stimmung herrschte beim Umzug oder auf dem Bundesplatz? Abseits des Zentrums waren kaum mehr Frauen unterwegs. Das war beeindruckend…

Corinne Schärer: Am frühen Morgen besuchte ich zwei Betriebe in Wangen bei Olten. Um halb 10 war ich wieder zurück in Bern. Am Bahnhof versammelt sangen dort bereits Kulturinstitutionen. Es war total bunt und fröhlich, aber auch entschlossen. Diese singenden Frauen sind dann durch die Spitalgasse weitergezogen und haben dabei den ganzen Raum eingenommen. Beim Bundesplatz sind sie auf die Gruppe für die Petitionsübergabe zur Tampax-Steuer gestossen. Beeindruckend war die Vielfalt dieser versammelten Frauen. Auch jede Kneipe in der Innenstadt war mit streikenden Frauen gefüllt. Die Innenstadt war voll von Frauen in violett!

Shirin Amrad: Es war ein erlebnisreicher Tag! Ich habe ganz viele Frauen getroffen, die ich gekannt habe. Und jedes Mal war es ein emotionales Zusammentreffen, was gezeigt hat, dass es ein wichtiger Tag ist. Auf der Grossen Schanze gab es ein paar berührende Momente, zum Beispiel beim Poetry Slam. Das ging mir und vielen anderen sehr unter die Haut. Am Frauenstreik kam es dann auch zu interessanten Interaktionen mit Männern. Als ich bei einer öffentlichen Toilette mit ganz vielen weiteren Frauen anstand, ist ein Mann dazugestossen und wollte die ganze Schlange überspringen. Er hat gemeint, bei ihm gehe es ja schneller. Er hat total ignoriert, in welchem Kontext er sich befand. Sechs Frauen haben ihn sogleich zurechtgewiesen und ihn ans Schlangenende gebeten. Ich weiss nicht, ob es sich an einem normalen Tag so zugetragen hätte. Er hat sich dann auch hinten eingereiht. Das war ein schöner und zugleich witziger Moment. Etwas später war ich in der Lorraine bei der abgesperrten Strasse. Dort hatte ein Mann sein Auto parkiert. Er forderte von den Frauen in einem relativ aggressiven Ton, dass sie gefälligst die Absperrung beiseite räumen sollten, er wolle nun mit seinem Auto rausfahren. Schlagartig war eine deutliche Spannung spürbar. Sie haben ihn dann rausfahren lassen, doch einige Absperrungen musste er selber beiseite räumen. Das hat er nicht sehr lustig gefunden und er hat sich wohl auch unwohl gefühlt. Der Mann war ganz offensichtlich fehl am Platz, denn an dieser Aktion waren meines Wissens gar keine Cis-Männer erlaubt.

Sie haben nun gerade die Erlaubnis von Cis-Männer angesprochen. Ein Unterschied zum Frauenstreik von 1991 ist bestimmt auch die Thematisierung der solidarischen Männer. Bereits im Vorfeld des Streiks wollten sich solidarische Männer einzelnen Gruppierungen anschliessen. Von manchen wurden sie wohlwollend aufgenommen, von anderen klar zurückgewiesen. Wie stehen Sie zu dieser Thematik?

Elisabeth Ryter: Mich hat das manchmal etwas geärgert. Ich gehöre zur älteren Generation und für uns war es in der Frauenbewegung generell sehr wichtig, eigene Räume zu haben. Es hat mich deshalb geärgert, dass in der Berichterstattung überall noch erwähnt werden musste, dass auch Männer anwesend waren, und dass sie auch willkommen seien. Ich finde, dass sie gerne mitmachen durften. Aber dass man ihnen immer so viel Aufmerksamkeit schenken muss, hat mich gestört.

Corinne Schärer: Ich kann diese Ansicht nachvollziehen. Nach wie vor bin ich fest überzeugt, dass es für die Frauen Räume braucht. Aber für mich stand vorwiegend im Zentrum, dass die Männer an diesem Tag anpacken sollten. Bei den Aktionen, die wir Gewerkschaften organisiert haben, wurde klar kommuniziert, dass die Männer arbeiten, die Infrastruktur bereitstellen und die Hintergrundarbeit machen. Die Frauen sollten an diesem Tag im Vordergrund stehen. Dies haben wir unter anderem gefordert, weil in den Gewerkschaften die Männer immer noch stärker vertreten sind. In der Unia haben wir einen Frauenanteil von nur 26 Prozent. Bei den Unia-Angestellten beträgt der Frauenanteil bei der politischen Gewerkschaftsarbeit fast 40 Prozent, dies haben wir durch Quoten erreicht.

Shirin Amrad: Für mich war es auch sehr wichtig, dass sich Männer im Hintergrund halten. Ich hatte auch Diskussionen mit Leuten, die das anders sahen. Wichtig war mir, dass es unsere Entscheidung ist, wo sie zugelassen sind und wo nicht. Und ich möchte das auch nicht stundenlang rechtfertigen. Sie können das auch einfach einmal akzeptieren. Die restlichen 364 Tage im Jahr können sie überall dabei sein. Auf Hochschulebene waren Männer auch bei den ersten Sitzungen mit dabei. Doch dann haben wir sie zu den Soli-Gruppen der Männer geschickt und das war auch ok so. Was ich toll fand, war, dass in den sozialen Medien zehn Punkte kursiert sind mit Anweisungen an die Männer, wie sie sich am Frauenstreik solidarisch zeigen können. Weil schlussendlich geht es nicht, dass Männer am Streik teilnehmen und Frauen dafür arbeiten. Das wäre ein totaler Widerspruch!

Corinne Schärer: Genau! An diesem Tag sollten die Männer die Frauenarbeit übernehmen, in welcher Form auch immer, sei es Arbeitsschichten übernehmen oder die Kinderbetreuung. Den Frauen sollte es dadurch ermöglicht werden, sich am Frauenstreik zu beteiligen.

Was waren Ihre Erwartungen an diesen Streik und wurden diese erfüllt?

Elisabeth Ryter: Ich habe gehofft, dass ganz viele verschiedene Frauen an den Frauenstreik kommen. Das hat sich absolut erfüllt. Wie die längerfristige Wirkung ist, da kann man wohl noch nicht so viel sagen. Das ist dann auch wieder das Problem von sozialen Bewegungen. Sie blühen auf und plötzlich flauen sie wieder ab.

Corinne Schärer: Der Tag selber hat meine Erwartungen weitaus übertroffen! Ich habe schon gedacht, dass etwas Grosses zustande kommt. Doch der diesjährige Frauenstreik war grösser als 1991. So etwas hat es noch nie gegeben! Es war die grösste politische Manifestation je in der Schweiz! Man kann es auch nicht mit dem Generalstreik vergleichen, denn dies war eine andere Form von Widerstand. Der diesjährige Frauenstreik war etwas Grossartiges. Da haben ganz viele Frauen zusammen etwas zustande gebracht. Vielen Frauen war es an diesem Tag möglich, in verschiedenen Formen ihre berechtigten Forderungen punkto Lohn, Arbeitszeit, Vereinbarkeit, Sexismus, sexuelle Belästigung und auch Respekt zu manifestieren.

Shirin Amrad: Es ist schwierig zu sagen, was für Erwartungen ich gehabt habe, da es nun von dem überlagert wird, was wirklich passiert ist. Ich glaube, ich habe mir nicht wirklich vorstellen können, dass so viele Frauen am Streik teilnehmen werden und dass bei den Frauen ein solches Bewusstsein entsteht. Zusammen haben wir eine riesen Stimme und wenn wir wollen, können wir viel bewegen! Für mich gibt es nur einen Punkt, den ich schade gefunden habe. Aus den Medienberichten habe ich erfahren, dass muslimische Frauen aufgrund ihres Auftretens und ihrer Kopftücher angepöbelt worden sind. Solche Angriffe haben an einem Frauenstreik einfach keinen Platz!

Um zu verhindern, dass es nach dem zweiten Frauenstreik noch einen dritten braucht, was kann man machen, damit die Energie und die positiven Emotionen nicht abflauen? Welche konkreten Massnahmen sollte man nun ergreifen, sei es im Alltag, Beruf oder in der Politik?

Shirin Amrad: Nach diesem Tag können wir natürlich nicht sagen, dass die Arbeit nun gemacht ist. Für mich war die Vernetzung ein zentraler Punkt, das habe ich bereits im Vorfeld des Frauenstreiks gemerkt. Wir kennen nun viel mehr Frauen. Wir haben alle bereits zusammengearbeitet und wissen, dass wir das auch können. Dieses Netzwerk und diese Dynamik müssen wir nutzen, um weiter zu gehen und neue Ideen zu sammeln. Für mich ist das Zusammenwirken sehr wichtig. Ich bin nicht die Person, die in einem Seminar alleine hin steht und die dozierende Person kritisiert, weil sie keine gender-gerechte Sprache benutzt.

Elisabeth Ryter: Bei aller Freude an diesem Streik glaube ich jetzt nicht, dass es unmittelbare Wirkungen gibt. Wobei ich das eigentlich nicht beurteilen kann. Ich arbeite Zuhause hinter dem Computer, da kann ich nicht so viel dazu sagen, was sonst noch läuft. Ich denke, die Vernetzung ist etwas ganz Zentrales. Ich bedaure deshalb auch die Generation nach mir. Für uns war immer klar, dass es um gesellschaftliche Probleme geht und nicht um individuelle. Da mussten wir gemeinsam handeln, Druck aufbauen und dranbleiben. Wobei man die Frauenbewegung der 1970er und 80er Jahre auch nicht verklären sollte, denn sie ist dann ziemlich schnell wieder in sich zusammengefallen. Aber ich denke, letztendlich braucht es in irgendeiner Form Frauen, die dranbleiben. Und diese brauchen Unterstützung von anderen.

Corinne Schärer: Wir haben uns ziemlich bald nach dem Streik schon wieder in der Nationalen Koordination getroffen. An dieses Treffen sind fast gleich viele Frauen gekommen wie vor dem Streik. Wir wollen uns sicherlich etwas für den 8. März 2020 überlegen. An diesem Datum wird es auch wieder weltweit Streiks geben. Wichtig ist, dass wir sichtbar bleiben. Es braucht unbedingt eine gute Vernetzung mit den Politikerinnen und Politikern und mit Personen, die auf institutioneller Ebene arbeiten, damit die Forderungen an den richtigen Orten einfliessen können. Als nächstes steht die Lohnfrage stark im Zentrum, denn im Herbst sind immer Lohnverhandlungen in den verschiedensten Branchen. Dort können wir Druck für die Lohngleichheit machen und endlich höhere Frauenlöhne einfordern. Eine Veränderung braucht es auch bei der Elternzeit. Im Vergleich mit allen anderen Ländern sind wir dort massiv rückständig. Es muss auch etwas gehen auf der Ebene Sexismus und sexuelle Belästigung. Es braucht unseren Druck in den Verhandlungen zu den Gesamtarbeitsverträgen, damit das Ganze nun konkret wird und dass wir die Arbeitgebenden verpflichten. Dies ist alles im Gleichstellungsgesetz angelegt. Griffige Massnahmen müssen getroffen werden, sei es ein Reglement gegen sexuelle Belästigung oder neutrale Anlaufstellen, welche ausserhalb des Betriebes angesiedelt werden müssen.

Wenn man sieht wie langsam alles vorwärtsgeht und wie festgefahren diese patriarchalen Strukturen sind, deutet alles darauf hin, dass es eine weitere Generation später wieder einen Frauenstreik braucht, oder was denken Sie?

Elisabeth Ryter: Es gibt sicher viel festgefahrene Strukturen. Aber je älter ich werde, desto besser gefällt mir unser politisches System. Alles muss ausgehandelt werden. Man findet halt dann Kompromisse, die niemanden ganz befriedigen. Das ist klar. Aber man findet in der Regel noch einen Kompromiss. Die Revision des Gleichstellungsgesetzes ist auch für mich unbefriedigend, das steht ausser Frage. Aber wenn man die Konsequenzen in anderen Ländern sieht, wo gerade diese Kultur des Aushandelns von Kompromissen verloren geht, sollten wir an unserem System festhalten. Mich ärgert die lange Dauer der Prozesse sehr, doch wahrscheinlich liegt das in der Natur der Sache, wenn so viele Akteure und Akteurinnen beteiligt sind. Vielleicht müsste man auch sichtbarer machen, wer was wie verhindert.

Shirin Amrad: Es wird nie so sein, dass wir sagen können, jetzt haben wir die Gleichberechtigung erreicht und können uns zurücklehnen. Es sind immer irgendwelche Prozesse in Gang. Dies sieht man auch an den demokratischen Räumen, die geschaffen wurden. Aber die müssen wir auch behalten. Auch wenn die Medien vom Frauenstreik als einmaliges Ereignis berichtet haben, haben meine Freundinnen und ich gesagt, dass wir das öfters wollen. Wir wollen mehr solche Feste veranstalten. Ich hoffe auch, dass sich die Dinge verändern. Aber wir werden nie aufhören, zusammen auf die Strassen zu gehen!

Corinne Schärer: Der Frauenstreik war eine grosse Manifestation und ich kann mir nicht vorstellen, dass dies keine Auswirkungen haben wird. Wir müssen nun den Schwung mitnehmen und uns möglichst stark einbringen, dass die Umsetzungen auch weitgehend sind. Das wird Diskussionen brauchen. Bei der Mutterschaftsversicherung wurde schliesslich auch ein Kompromiss von 14 Wochen zu 80 Prozent Entschädigung gefunden. Dies ist zwar ungenügend, aber war dennoch ein grosser Fortschritt. Aber nun ist es an der Zeit für die Einführung der Elternzeit, damit sich auch die Rollenbilder auflösen. Die Zuständigkeit für die Betreuung der Kinder liegt bei Mutter und Vater. Ich denke, dass die Zustimmung des Ständerats zu zwei Wochen Vaterschaftsurlaub kurz nach dem Frauenstreik auch auf diesen Streik zurückzuführen ist. Zwei Wochen sind natürlich viel zu wenig, aber es ist immerhin das Fünffache von dem, was bisher im Gesetz steht.

Elisabeth Ryter: Es ist vor allem interessant, dass sich wieder vor allem Frauen dafür einsetzen.

Corinne Schärer: Ja, aber es setzen sich auch viele Männer dafür ein. Es gibt junge Männer in den Verhandlungsdelegationen, die wollen, dass sich das verändert, weil sie auch nicht zufrieden sind. Das zeigt auch, dass sich etwas verändert hat. Nach dem Frauenstreik verabschiedete auch die Internationale Arbeitsorganisation das Übereinkommen gegen Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt. Dieses Übereinkommen muss nun in einem nächsten Schritt von den Ländern ratifiziert werden. Dies ist ein Meilenstein. Ohne die weltweite Bewegung wie #MeToo oder den weltweiten Streiks vom 8. März 2018 sowie diesem Jahr und auch ohne den Frauenstreik hier in der Schweiz, wäre das Übereinkommen nicht in dieser Form zustande gekommen. Dieses Übereinkommen muss das Schweizer Parlament nun ratifizieren. Da wären wir auch gleich bei einem nächsten wichtigen Punkt. Es ist jetzt natürlich absolut entscheidend, was im Herbst bei den Wahlen geschieht. Es braucht nun einen Durchbruch und es braucht eine Frauenwahl. In der Regel, ausser bei der SVP, haben auch bürgerlichen Frauen eine gewisse Offenheit gegenüber Gleichstellungsfragen. Deshalb braucht es möglichst viele Frauen im Parlament. Eine Frauenwahl diesen Herbst wäre ein wichtiges Zeichen! 


Steckbrief zu den Personen

Shirin Amrad:
Jahrgang: 1984
Beruf/Tätigkeit: Studentin Zeitgeschichte und Islamwissenschaften und Geschäftsführerin eines Tanzvereins.
Freiwilliges Engagement: Unigruppe vom Frauen*streik, Projektbegleitung «medico international schweiz»

Corinne Schärer:
Jahrgang: 1964
Beruf/Tätigkeit: Zentralsekretärin Unia, Leiterin der Abteilung Politik, Co-Präsidentin der Frauenkommission des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds und Mitglied der Nationalen Koordination des Frauen*streiks.
Freiwilliges Engagement: Präsidentin der Beratungsstelle «frau arbeit weiterbildung» und aktiv bei den Grünen.

Elisabeth Ryter:
Jahrgang: 1954
Beruf/Tätigkeit: Freischaffende Historikerin.
Freiwilliges Engagement: Zur Zeit kein freiwilliges Engagement aber viel berufliche Gratisarbeit.

Das Interview ist in einer kürzeren Fassung zuerst in der Zeitschrift genderstudies des Interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung (IZFG) der Universität Bern erschienen. Sie können es auf der Website des IZFG herunterladen oder gratis bestellen.

Zum Bild: Das Foto von Raphael Moser zeigt die Schlussdemo in der Berner Innenstadt und ist Teil der grossen Sammlung an Bildimpressionen, die auf der Website der Frauen*streikkoordination Bern abrufbar sind.

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Publikationsdatum:

30. August 2019

Gehört zu:

Autor_innen:

Monika Hofmann, Seraina Graf