«Circular Flow - Zur Ökonomie der Ungleichheit»

Klimawandel und Umweltverschmutzung, regionale Kriege und kriegsähnliche Verteilungs-konflikte, ungleich verteilter Wohlstand, Massenarbeitslosigkeit, Nationalismus: Angesichts zahlreicher Probleme, die Millionen unfreiwillig in die Migration treiben, fragen immer mehr Menschen, welche sozialen, ökologischen und politischen Konsequenzen jener komplexe Prozess hat, der heute pauschal als «Globalisierung» bezeichnet wird.

Die Ausstellung «Circular Flow. Zur Ökonomie der Ungleichheit» versammelt im Kunstmuseum Basel | Gegenwart 15 künstlerische Positionen, die entlang der genannten gesellschaftlichen Konfliktfelder die Prinzipien des Ökonomischen reflektieren. Historische Werke aus der Sammlung des Kunstmuseums stiften zusätzlich Zusammenhänge zwischen den kolonialen und postkolonialen Phasen der Globalisierung. Dabei stellt das Projekt weder die Idee noch die Realität einer sich politisch, ökonomisch und kulturell vernetzenden Welt infrage, sondern es will vielmehr jene gesellschaftlichen Positionen stärken, die für eine sozial gerechte und ökologische Gestaltung des Prozesses plädieren. Auch wenn der Kern der Diskussion die Kritik am kapitalistischen System ist, das die Welt zur Ware gemacht hat, – Globalisierung bedeutet viel mehr als nur den weltumspannenden Verkehr von Waren und Kapital: Sie umfasst die Mobilität von Menschen, von Ideen, von Kultur.

In Kooperation mit der Veranstaltungsreihe «Art of Intervention» (Zentrum Gender Studies der Universität Basel) und dem Doktoratsprogramm G3S (Graduate School of Social Science) lädt das Kunstmuseum Gegenwart am 12. März, 26. März, 29. April und 30. April zu Veranstaltungen ein, die sich aus wissenschaftlicher, künstlerischer und politischer/ aktivistischer Perspektive mit «circular flow» auseinandersetzen.

Wann:

07. Dezember 2019 – 03. Mai 2020

Wo:

Kunstmuseum Basel, St. Alban-Graben 8, 4010 Basel

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