Gender in der Klimakrise: Symbolpolitik oder Strukturfrage?

Viel zu häufig werden Gleichstellungs-, Klima-, und Sozialpolitik in eigenen Säulen betrachtet und bearbeitet. In der Klimapolitik geraten soziale Fragen – insbesondere geschlechtsspezifische Ungleichheiten – häufig aus dem Blick. Gleiches gilt für ökologische Aspekte in der Gleichstellungs- und Sozialpolitik. Dabei weisen Forschung und auch der Vierte Gleichstellungsbericht (2025) "Gleichstellung in der sozial-ökologischen Transformation“ verstärkt darauf hin:

Klimawandelfolgen und Klimapolitiken wirken nicht im sozialen Vakuum. Sie treffen auf ungleiche Einkommensstrukturen, ungleich verteilte Sorgearbeit und ungleiche Repräsentation in Macht- und Führungspositionen. Geschlecht ist dabei keine isolierte Kategorie, sondern Ausdruck tiefer liegender sozialer, ökonomischer und politischer Machtverhältnisse.

Die Veranstaltung diskutiert wie Geschlechtergerechtigkeit und Klimapolitik integriert werden können, um bestehende Ungleichheiten nicht zu verschärfen. Im Zentrum steht eine Analyse kommunaler Klimastrategien: Welche Städte greifen Genderfragen überhaupt auf? Wie wird Gleichstellung in bestehenden Plänen operationalisiert – genderblind, symbolisch, sensibel oder transformativ? Und was bedeutet geschlechtergerechtes Agenda-Setting nun eigentlich für reale Macht- und Verteilungsstrukturen? 

Wir wollen uns der Verschränkung klimasozialer Fragen aus beiden Richtungen (Klima- und Gleichstellungspolitik) nähern und vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen kritisch diskutieren.

Wir freuen uns auf einen lebendigen Austausch – sei es in Präsenz oder online.

Wann:

18. März 2026, 18.00 – 21.00

Themen: