Europäisches Treffen «Frauen, Migration, Zuflucht»

Nach dem Frauenstreik vom 14. Juni 2019.......

Am 8. März in Spanien und Italien, am 14. Juni 2019 in der Schweiz: Hunderttausende von Frauen auf die Straße, um gegen die Gewalt, Diskriminierung und Ungleichheiten zu demonstrieren, die Teil der kapitalistischen und patriarchalischen Gesellschaft sind, in der wir leben. Einer der Slogans, die am 14. Juni in den Strassen der Schweiz lautstark gesungen wurden, lautete: "Solidarität mit Frauen in aller Welt". Es haben auch viele Migrantinnen mit ihren eigenen Forderungen an den Demonstrationen teilgenommen.

Im Anschluss an den 14. Juni, an diesen außergewöhnlichen Tag der Mobilisierung, haben verschiedene Verbände auf Initiative Marche Mondial des Femmes beschlossen ein europäisches Treffen zum Thema "Frauen, Migration, Flucht" zu organisieren.

Die Hindernisse mit denen Migrantinnen konfrontiert werden

Weltweit stellen Frauen fast die Hälfte aller von Migration betroffener Personen. Unabhängig von den Fluchtgründen, ob aus politischen Gründen, aufgrund von Krieg, Armut, Formen von Gewalt und Unterdrückung im Zusammenhang mit ihrem Status als Frau oder zur Sicherung des Lebensunterhalts ihrer Familien; Frauen begegnen auf dem Weg ins Exil sowie in den sogenannten "Aufnahmeländern" besondere Hindernisse, Diskriminierungen und Formen von Gewalt. Bei einem Asylantrag werden ihre spezifischen Fluchtgründe oft weder gehört noch berücksichtigt. Wenn sie eine Erwerbstätigkeit aufnehmen, werden weder ihre Ausbildung noch ihre bisherige Berufserfahrung anerkannt, landen sie oft in Sektoren mit besonders prekären Arbeitsbedingungen wie der Hauswirtschaft, Pflege oder Sexarbeit. Diejenigen ohne Rechtsstatus, von denen viele in diesen Bereichen arbeiten, leben oft in besonders prekären Situationen, da das Fehlen einer Aufenthaltserlaubnis zusätzlich zu Verwundbarkeit und Ausbeutung führt. Und wir könnten unendlich viele Beispiele von Diskriminierung von Migrantinnen aufzählen....

Für eine aktive Solidarität zwischen Frauen von hier und anderswo!

In einem politischen Kontext, in Europa, in dem Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit stärker werden, in dem Regierungen versuchen, die Möglichkeiten des Zugangs von Migranten zu ihrem Land zu begrenzen, ist es mehr denn je notwendig, uns solidarisch mit den Kämpfen der Migrantinnen zu zeigen. Wir müssen das europäische solidarische Netzwerk stärken um gemeinsam für die Anerkennung der Rechte der Migrantinnen, zu kämpfen, unabhängig was für einen Status sie haben: Geflüchtete, Arbeitnehmerinnen mit oder ohne Aufenthaltsausweis, etc.
Wir Frauen von hier und anderswo haben viel voneinander zu lernen, von unseren Erfahrungen mit Organisation und Kämpfen! Gemeinsam wollen wir eine gemeinsame Plattform von Forderungen definieren, um ein europäisches Netzwerk des Widerstands zu schaffen. Dies ist der Zweck des Europäischen Treffens, das wir am 27., 28. Und 29. September in Genf organisieren und dessen Programm ihr hier findet.

 

Programm: Link runter klicken

Anmeldung ans Treffen bis 23. August 2019 mit dem Dokument im Anhang: infomarchemondialech

Wann:

27. September 2019 – 29. September 2019

Wo:

Maison Internationale des Associations, Rue des Savoises 15, 1205 Genève

Themen: