Genealogie und Geschlecht

Generationenverhältnisse und Genealogien berühren zentrale Fragen der Geschlechterforschung und -politik: Wem ist es möglich unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen welches (materielle wie geistige) Erbe weiterzugeben? Welche Kenntnisse und Fertigkeiten werden überhaupt als traditions-fähig in den jeweiligen historischen Geschlechterverhältnissen anerkannt? Wie blicken die Generationen wechselseitig auf die Konstitution von Geschichte, Weitergabe und Transformation? Wie sind die Generationenverhältnisse vergeschlechtlicht und was behindert deren Analyse und Kritik? Welche Rolle spielen Konstellationen, in denen das Generationenverhältnis und Genealogiebildung durch Flucht, (erzwungene) Migration oder Eliminierung zerstört sind? Diese Erfahrungen wie auch die Verhinderung bestimmter geschlechtlicher Genealogien führen zur Herausforderung, wie überhaupt Genealogien (wieder) hergestellt werden können. Die etablierte Geschlechterforschung hat sich auch zu fragen, welche theoretischen Ansätze und Gegenstände sich in sie einschreiben konnten und welche Genealogien verworfen wurden.
Herausgeberinnen sind Denise Bergold-Caldwell, Anne Schlüter und Jeannette Windheuser. Wir laden herzlich zur Einreichung eines Abstracts bis zum 12. April 2026 ein!

Publikationsdatum:

17. Februar 2026

Frist:

12. April 2026

Themen: