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WIDERSPRUCH 58: Steuergerechtigkeit - umverteilen !740
Herausgeberschaft
Zürich 2010
252 Seiten, Fr. 25.- / EUR 16.-,
Im Konflikt um den Staatsvertrag mit den USA haben sich Mitte Juni der schweizerische Bundesrat und die bürgerliche Parlamentsmehrheit für die „Loyalität“ zu den Grossbanken entschieden – gegen die Linken und Grünen, welche die Zustimmung zum Staatsvertrag mit einer Steuer auf Manager-Bonuszahlungen verknüpfen wollten. Damit hat die UBS, die jahrzehntelang in krimineller Weise Kunden beim Steuerbetrug behilflich war, einmal mehr Unterstützung von der Politik erhalten. Der Chef des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) Jean-Daniel Gerber ist erleichtert: „Die Probleme sind entschärft. Wir haben unsere Vertrauenswürdigkeit bei den Amerikanern und anderen wichtigen Handelspartnern gesichert“ (NZZ a.S. 20.6.10). Für den Wirtschaftshistoriker Jakob Tanner, der unter dem Titel „Switzerland for sale“ (Die Zeit, 10.6.10) die Geschichte des nun erodierenden „nationalen Geschäftsmodells“ aufrollt, steht allerdings fest, dass die Schweiz „nicht wieder wird zur Steueroasen-Normalität zurückkehren können, die sie im 20. Jahrhundert praktizierte.“
vertrieb@widerspruch.ch
http://www.widerspruch.ch/58.html
 
New Issue: International Journal of Gender, Science and Technology , Vol 2, No 2 (2010)739
 
International Journal of Gender, Science and Technology
Diese Ausgabe behandelt das Thema Intersektionalität.
-> Editorial von Clem Herman als PDF im Anhang.
 
http://genderandset.open.ac.uk
 Editorial.pdf
 
Paradigma Geschlechterdifferenz738
ein philosophisches Lesebuch
Drygala, Anke, Andrea Günther
29.95 EUR
Paperback, 304 Seiten
ISBN 978-3-89741-301-6
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Geschlechterverhältnis nicht nur gesellschaftlich und sozial konstruiert, sondern in welchen Kategorisierungen von Frau und Mann es konstituiert wird: So kann ein lebendiges und kreatives Denken von Geschlechterfragen aufgezeigt werden. Anke Drygala und Andrea Günter haben zentrale Textpassagen der Begründerinnen dieses Ansatzes ausgewählt, zusammengestellt und kommentiert: Texte u.a. von Simone de Beauvoir, Geneviève Fraisse, Luce Irigaray, Julia Kristeva und Luisa Muraro.
 
*Herausgeberinnen*
*Anke Drygala* studierte Soziologie und Erziehungswissenschaften; prom.
Dr. phil.; Mitarbeit in verschiedenen Forschungsprojekten; Lehrtätigkeit in Bildungs- und Kulturwissenschaft. Lektorin für Kulturwissenschaft an der Universität Bremen. Forschungsschwerpunkt: Feministische Philosophie. Mitglied in der Internationalen Assoziation von Philosophinnen (IAPh).
*Andrea Günter* studierte Germanistik, Katholische Theologie, Philosophie; Promotion zur Dr. phil. u. Dr. theol., Habilitation in Philosophie, Hochschuldozentin und freischaffende wissenschaftliche Autorin, Tätigkeiten in der beruflichen Fort- und Weiterbildung.  Forschungsschwerpunkte: Philosophie, Politik, Theologie, Geschlechterfragen.
http://helmer.txt9.de
 
Geschlecht, Gesundheit, Gouvernementalität – Selbstverhältnisse und Geschlechterwissen in der Männergesundheitsförderung737
Scheele, Sebastian
Ulrike-Helmer-Verlag 2010, 139 Seiten, 16,90 Euro, ISBN 978-3897413054
Männergesundheit ist eines der Lieblingsthemen von Männerpolitik, quer durch ihre unterschiedlichen Fraktionen. Dieses Buch leistet erstmals eine detaillierte Analyse, aus welchen Quellen sich die Beschäftigung mit der Zielgruppe Mann in der Gesundheitsförderung speist und welches Geschlechterwissen dabei mobilisiert wird. Zudem stellt sie die Männergesundheitsförderung in den Kontext neoliberaler Regierungsweisen – eine kritische gegenwartsanalytische Perspektive, die in den bisherigen eher praktisch ausgerichteten Werken zu Männergesundheit eine Leerstelle darstellt.
helmer.txt9.de
 geschlechtgesundheit_gouvernementalitaetflyer.pdf
 
onlinejournal kultur&geschlecht #6, Sonderausgabe zu Gender, Epistemologie, Lebenswissenschaften und Biopolitik736
 
Das onlinejournal kultur&geschlecht ist ein Projekt der Fakultät für Philologie der Ruhr-Universität Bochum, gefördert vom Rektorat der Ruhr-Universität Bochum.
Mona Motakef: 'Hey, big Spender!' Organspende zwischen Biopolitik und Popkultur
Julia Diekämper: Let's talk about … Sexualität und Reproduktion im Zeitalter ihrer technischen Separierbarkeit
Claudia Sontowski: Körper und Geschlecht in der Schwangerschaft. Transformation und Aneignung medizinischen Wissens durch Gynäkolog_innen und  schwangeren Frauen
Meike Wolf: Wider die Natur? Oder ein normaler biologischer Prozess? Kulturanthropologische Perspektiven auf die weiblichen Wechseljahre
Heinz-Jürgen Voß:  Biologisch gibt es viele Geschlechter
Fabian Lausen:  Reduktionismus und feministische Werte
Mike Laufenberg: Die Kunst, nicht dermaßen naturalisiert zu werden. Fragmente einer Kritik biologischer Sexualitätsdiskurse
http://www.ruhr-uni-bochum.de/genderstudies/kulturundgeschlecht
 
Lexikon Musik und Gender735
Kreutziger-Herr, Annette, Melanie Unseld (Hg.)
Autorinnen und Autoren: 170 MusikwissenschaftlerInnen aus 16 Ländern
Kassel: Bärenreiter / Stuttgart: Metzler 2010
610 Seiten mit zahlreichen Abbildungen; gebunden
Sind Genie und Muse komplementäre Begriffe? Wieso werden Instrumente Männlichem oder Weiblichem zugeschrieben? Gibt es besondere Musikorte für Männer und Frauen? Welche Folgen hatte der Ausschluss der Mädchen von zentralen Aspekten des Musikunterrichts seit dem Mittelalter? Werden Vorstellungen von Maskulinität im Heavy Metal bestätigt oder aufgelöst? Auf welche Art werden Geschlechternormen auf der Opernbühne verhandelt? Welche Rollen spielt das Mann- oder Frausein bei der Auswahl, Förderung und Erinnerung im Musikbereich? Gibt es einen Zusammenhang von Musik und Gender für die Bereiche Analyse, Ästhetik und Philosophie?
www.metzlerverlag.de
 MetzlerLexikonGender_Musik.doc
 
Voices revealed : Arab women novelists, 1898-2000734
Shaaban, Bouthaina
Boulder [u.a.] : Lynne Rienner Publishers, 2009.
Die mehr als ein Jahrhundert umspannende Studie rückt einen schillernden Bereich von Romanen in den Vordergrund, die von arabischen Schriftstellerinnen geschrieben wurden. Shaabans Analyse reicht vom Werk von Zaynab Fawwaz (veröffentlicht am Ende des 19. Jahrhunderts) bis zu jenem
von Sahar Khalifah und Najwa Barakat, das an der Wende zum 21. Jahrhundert steht. Die besprochenen Romane reflektieren nicht nur spezifisch arabische sondern auch universelle Frauenfragen. Die Autorin macht dabei klar, dass arabische Frauen Pionierinnen bei der Entwicklung des arabischen Romans waren – obwohl sie bisher eher unbekannt blieben – und dass die Entwicklung dieses literarischen Genres gleichzeitig mit dem Rollenwandel der Frauen in der arabischen Welt stattfand.
www.rienner.com
 
Körperkonstruktionen und Geschlechtermetaphern733
zum Zusammenhang von Rhetorik und Embodiment
Bidwell-Steiner, Marlen, Veronika Zangl (Hg.)
Innsbruck [u.a.] : Studien-Verl., 2009. – (Gendered Subjects ; 5).
Metaphern bebildern und strukturieren nicht nur Vorstellungen und Wahrnehmungen von Wirklichkeit, sie sind auch in entscheidender Weise daran beteiligt, Wirklichkeit zu erzeugen. In diesem Sinne stellen Geschlechtermetaphern ein wirkmächtiges Instrument der Körper- bzw. der Selbstwahrnehmung dar. Die AutorInnen dieses Sammelbandes untersuchen den Einsatz von Körpermetaphorik in den Bereichen Poetik, Philosophie, Politik sowie in Alltagsdiskursen und entwerfen im Rahmen ihrer Analysen ein breites Spektrum metapherntheoretischer
Ansätze. Die Berücksichtigung kultureller und historischer Dimensionen von Körpermetaphern ermöglicht einen spannenden Einblick in traditionelle Geschlechterdiskurse und macht sichtbar, wie diese unterlaufen wurden und werden.
www.studienverlag.at
 
Frauenwelten in der Antike732
Geschlechterordnung und weibliche Lebenspraxis
Späth, Thomas, Beate Wagner-Hasel (Hg)
Stuttgart [u.a.] : J.B.
Metzler 2009.
Die Frauen der Antike lassen sich nicht mit den abgegriffenen Klischees von Unterdrückung, Absonderung und Intrige erfassen. Dieses Lese- und Arbeitsbuch gibt Einblick in die Vielfalt weiblicher Lebensformen und der Geschlechterordnungen der griechischen und römischen Kulturen des Mittelmeerraums.
hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen
 
"Les mères lesbiennes"731
Virginie Descoutures
272 pages, 24€, Puf.
Àpartir d’une enquête par entretiens auprès de femmes en couple, cet ouvrage propose une analyse sociologique de la parentalité lesbienne appréhen- dée à partir de l’exercice du travail parental fourni par les mères.
 Mères_lesbiennes.pdf
 
"Engagements féminins au Moyen-Orient (XXe-XXIe siècles).730
"Mouvement Social" numéro 231
Edition de la Découverte
Pour plus d'infos, voir site internet.
http://mouvement-social.univ-paris1.fr/document.php?id=1663
 
Gendering Disability 728
Intersektionale Aspekte von Behinderung und Geschlecht
Jutta Jacob, Swantje Köbsell, Eske Wollrad (Hg.)
Mai 2010, 240 Seiten, kart., 25,80 €
ISBN: 978-3-8376-1397-1

Sowohl Geschlecht als auch Behinderung sind gesellschaftliche Konstrukte. Beide werden im Alltag, im Austausch mit anderen Menschen und Institutionen ständig hergestellt.
Dieser interdisziplinäre Band diskutiert die vielfältigen Verflechtungen von Behinderung und Geschlecht, indem intersektionale Perspektiven eingenommen werden: Wie sind Behinderung und Geschlecht mit den Kategorien »Rasse«, Ethnizität, Alter, Sexualität und Lebensformen verknüpft? Erstmalig für den deutschsprachigen Raum führen die Beiträge Erkenntnisse u.a. der Migrationsforschung, der Demografieforschung und der Queer Studies mit Diskussionen aus den Feldern der Disability und Gender Studies zusammen.

Jutta Jacob (Dr. phil.) und Eske Wollrad (Dr. phil.) sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
Swantje Köbsell ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Behindertenpädagogik/Inklusive Pädagogik der Universität Bremen.

Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit: Siehe Link.
http://www.transcript-verlag.de/ts1397/ts1397n.php
 
Sexes et encouragement de la recherche (GEFO)727
Heidi Stutz, en coopération avec Regula Julia Leemann (Ed.)
Mandante: Fonds national suisse (FNS) Équipe de projet: Heidi Stutz, Philipp Dubach, Jürg Guggisberg, Gesine Fuchs et Silvia Strub
En Suisse, les femmes continuent d’être plus nombreuses que les hommes à abandonner une carrière scientifique. L’étude GEFO chiffre ce phénomène et établit les raisons - inhérentes ou non au monde scientifique – qui expliquent les différences entre femmes et hommes en termes de possibilités de carrière. Elle accorde une attention toute particulière au rôle de l’encouragement de la recherche et à celui du Fonds national.
http://www.buerobass.ch/aktuell_f.php
 
"Différences entre les genres en matière de réussite scolaire : étude sur les mesures prises et la situation actuelle en Europe"726
Eurydice ; Commission Européenne, 06/2010, 146 p.
Ce document a pour objectif d'observer dans quelle mesure et de quelle façon les inégalités de genre dans la réussite scolaire constituent un sujet de préoccupation dans les pays européens. Il propose une synthèse des principaux résultats des enquêtes internationales sur les performances des élèves au regard des différences entre les genres en matière d'éducation.
http://eacea.ec.europa.eu/education/eurydice/documents/thematic_reports/120FR.pdf
 
"Caméra militante. Luttes de libération des années 1970."725
Carole Roussopoulos
Genève: MêtisPresses, 2010. * 14x19 cm, 136 pages + DVD réunis en trousseau * ISBN: 978-2-940406-25-8 * prix: 35 € / 54 CHF
Dotée d'un sens aigu de l'Histoire, Carole Roussopoulos se saisit de la caméra vidéo au tout début des années 1970. Elle fonde à Paris, avec son compagnon Paul Roussopoulos, le premier groupe viédo, «Vidéo Out», pour donner la parole aux «sans-voix», opprimé-es et exclu-es que les médias ignorent ou évoquent sans jamais écouter. Une sélection de six films tournés au cours de la «décennie rouge» témoigne de son engagement, caméra au poing, dans les luttes de libération – ouvrières, homosexuelles et féministes. Ces documents uniques, libres et inventifs, sont accompagnés d'une série de contributions portant sur la pratique et les usages militants de la vidéo, dont Carole Roussopoulos est une figure majeure et pionnière. Carole Roussopoulos (1945-2009) est réalisatrice et militante féministe d'origine suisse. Elle a vécu et travaillé à Paris pendant près de trente ans puis est revenue s'installer en 1995 dans le Valais, près de Sion.
contact@carole-roussopoulos.com www.carole-roussopoulos.com
http://www.metispresses.ch/ps_cami.html
 
"Comment le genre trouble la classe"724
Revue AGONE 43, 2010
En librairie le 18/06/2010 ISBN : 978-2-7489-0122-1 272 pages, 15 x 21 cm 22.00 euros
"Il est rare que l'epouse soit la seule femme qui realise, "hors marche", le travail domestique au sens large: bonnes et prostituees, pour ne citer qu'elles, souvent migrantes, interviennent egalement, contre une remuneration plus ou moins sonnante et trebuchante. Cela implique-t-il pour autant que la classe des femmes n'existe pas, parce que les antagonismes entre "Madames" et migrantes sans papiers l'auraient fait voler en eclats? Ce serait aussi simpliste que de penser que le proletariat est un concept depasse parce qu'on trouve en son sein des contremaitres. La classe des femmes existe dans la mesure ou existe une tres nette division sexuelle du travail, qui exige des unes qu'elles realisent le travail de reproduction sociale et qui en exempte les membres de la classe des hommes. Et il convient d'observer un organisateur du travail beaucoup plus a meme de dresser des strategies a moyen et long terme: l'Etat, en tant qu'agent des logiques d'accumulation de capital."
Pour s'abonner a la revue: http://www.atheles.org/agone/revueagone/abonnementrevueagone
http://atheles.org/agone/revueagone/agone43/
 
The Beauty Bias723
The Injustice of Appearance in Life and Law
Rhode, Deborah L.
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: Oxford Univ Pr (6. Mai 2010)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0195372875
ISBN-13: 978-0195372878
Meet Deborah Rhode, a Stanford law professor who proposes a legal regime in which discrimination on the basis of looks is as serious as discrimination based on gender or race. And no, she isn't kidding. In a provocative new book entitled The Beauty Bias, Rhode lays out the case for an America in which appearance discrimination is no longer permitted as a sort of inevitability of human nature. That means Hooters can't fire its servers for being too heavy—as allegedly happened last month to a waitress in Michigan who says she received nothing but excellent reviews but weighed 132 pounds. And the top management at Abercrombie & Fitch couldn't hold weekly meetings, as they allegedly did several years ago, at which photos of its sales associates were reviewed and purged for any sign of breakouts, weight gain, or unacceptable quantities of ethnicity.
 
http://www.slate.com/id/2255922
 
Que faire avec les filles ? Numéro 106 - Revue trimestrielle722
VST - VIE SOCIALE ET TRAITEMENTS coordination: Marie-odile SUPLIGEAU (@) - Francoise TETARD
revue trimestrielle numéro 106, publiée par les Ceméa sortie le 24.06.2010. ISBN : 978-2-7492-1247-0 EAN : 9782749212470 17 x 24 - 16.00 €
Tentatrices, hystériques, invisibles, ignorées, à rééduquer, à protéger... les filles et les femmes, les personnes de sexe féminin font depuis longtemps l'objet d'attentions et de prises en compte opposées par le social et la santé mentale, entre sorcières et oies blanches. L'histoire de la prise en compte des filles et des jeunes femmes dans l'éducation spécialisée sera au coeur de ce dossier, avec des liens établis avec les pratiques contemporaines portant sur le statut fait aux filles et aux femmes et sur les attentions particulières qui leurs sont apportées dans le social, le médico-social et la psychiatrie.
mail de la rédation: vst@cemea.asso.fr Tél : 0033 (0)1 53 26 24 41
http://www.editions-eres.com/resultat.php?Id=2525
 sommaire_VST.pdf
 
La Revue Documentaires n°22/23721
"Mai 1968, tactiques politiques et esthétiques du documentaire"
dirigé par Hélène Fleckinger et David Faroult
brochée 14.5 x 21.5 - 246 p. €20.00 €20.00
Plusieurs articles et entretiens concernent spécifiquement les pratiques féministes. Les commémorations du 40è anniversaire de mai 1968, comme les précédentes, ont été l'occasion de mesurer où nous en sommes à l'égard du projet d'une émancipation radicale, universaliste et égalitaire. Nicolas Sarkozy, un an plutôt, avait activé l'antagonisme en réclamant que soit "liquidé" l'héritage de mai.Cela a plutôt eu pour effet d'inciter la revue à un vaste inventaire, l'amorce d'un bilan encore à venir de "l'évènement mai 68". N'y a-t-il pas déjà, dans cette antagonisation de la relation à 68 une bonne nouvelle : si les plus hautes instances étatiques du présent peuvent faire de la "liquidation de l'héritage de mai 1968" une tâche centrale de l'heure, c'est bien que cet héritage est toujours actif, toujours menaçant pour les nanti-e-s ? "Mai 68" serait-il le nom actuel du "spectre" qui, depuis si longtemps déjà , "hante l'Europe" ? Inversement, n'y a-t-il pas une fétichisation de "mai 68" qui tend à le dépolitiser et le vider de ses enjeux pour nous aujourd'hui ? La revue veut ici tenter un effort de réappropriation de cet héritage décrié, dont les ennemi-e-s même leur enseignent à quel point il compte. Quelles leçons , encore fécondes, 68 nous a-t-il léguées, spécifiquement dans le champ des cinémas documentaires ?
Ce numéro peut être commandé directement auprès du diffuseur DIF'POP via le lien ci-dessous :
http://difpop.com/index.php?main_page=product_music_info&cPath=2&products_id=114229
 
"Minoritaires et légitimes"720
Cahiers du Genre, 48 / 2010, Coordonné par Pierre Tripier
L'Harmattan, 270 p.
Dans certains métiers, on peut observer une résistance masculine à la présence des femmes dans les situations de travail. Des pionnières et, éventuellement, celles qui leur succèdent agissent pour rééquilibrer la proportion de femmes dans ces professions. Ce numéro étudie aussi les échappatoires inventées pour contrer ces évolutions et maintenir les femmes dans des rôles secondaires.
http://cahiers_du_genre.pouchet.cnrs.fr/
 
Deconstructing Gender in Carnival 719
A Cross Cultural Investigation of a Social Ritual
Sterzi, Valeria
April 2010, 204 Seiten, kart., zahlr. farb. Abb., 25,80 €
ISBN: 978-3-8376-1348-3
This book explores the complexity of the dialectic relationship between ritual-like activities and social structure; focusing on women's increasing presence in Trinidad Carnival and the ways in which their participation becomes part of the conflict over the efforts to change the basic distribution of power within society. Femininity comes forward in Caribbean carnival as the sexualized body that unmasks power relations which are simultaneously affirmed and denied.
www.transcript-verlag.de
 
Neo-Essentialismus in der Gender-Debatte 718
Transsexualismus als Schattendiskurs pädagogischer Geschlechterforschung
Schütze, Barbara
April 2010, 272 Seiten, kart., 27,80 €
ISBN: 978-3-8376-1276-9

Der Gender-Begriff hat in der Pädagogik Karriere gemacht – und gleichzeitig dazu beigetragen, an der Normalität der Zweigeschlechtlichkeit festzuhalten. Auch hier sind also Geschlechtergrenzgänger/-innen normalisierenden Maßnahmen unterworfen worden, die Gewissheit über das eindeutige Geschlecht fordern.
Dieser Band reflektiert den Zusammenhang von Natur und Kultur anhand des pädagogischen und medizinischen Diskurses zu Transsexualismus und rekonstruiert die Verstrickung der Pädagogik im heteronormativen Denken.
Eine bildungstheoretische Kritik am Umgang mit Geschlechtsidentität.

www.transcript-verlag.de
 
Prekarisierung zwischen Anomie und Normalisierung717
Geschlechtertheoretische Bestimmungen
Manske, Alexandra, Katharina Pühl (Hrsg.)
(Forum Frauen- und Geschlechterforschung Band 28, Verlag: Westfälisches Dampfboot)
2010 - 274 S. - EUR 27,90
ISBN: 978-3-89691-228-2
Angestoßen durch strukturelle Veränderungen im Erwerbsarbeitssystem werden auch Arbeitsbiografien zunehmend prekär. Die Frage ist allerdings, ob sich dadurch strukturell benachteiligende Geschlechterasymmetrien abbauen oder ob sie erst recht zu besonders bedrohlichen sozialen, ökonomischen und persönlichen Situationen führen. Mit dem Fokus auf der Frage nach der Bedeutung von Prekarisierungsprozessen für Geschlechterverhältnisse allgemein sowie für Konstruktionen von Weiblichkeit und Männlichkeit diskutiert dieser Band unter anderem die Engführungen der derzeit in der deutschen Soziologie dominanten Perspektiven der Industriesoziologie auf Prekarisierungsprozesse. Der damit verbundene Genderbias wird ausgelotet hinsichtlich empirisch wie theoretisch anders orientierter Perspektiven, die ein Kontrastbild bzw. bislang zu wenig adressierte Momente von Prekarisierungsprozessen beleuchten wie etwa gouvernementalitätstheoretische Aspekte von Prekarisierung.
http://www.dampfboot-verlag.de/buecher/228-2.html
 
Geschlechterverhältnisse, Raumstrukturen, Ortsbeziehungen716
Erkundungen von Vielfalt und Differenz im spatial turn
Bauriedl, Sibylle, Michaela Schier, Anke Strüver (Hg.)
(Forum Frauen- und Geschlechterforschung Band 27)
Mit einem Vorwort von Doreen Massey
2010 - 254 S. - EUR 27,90
ISBN: 978-3-89691-227-5
Zwischen Raumstrukturen und Geschlechterverhältnissen bestehen enge Wechselbeziehungen, die in Aneignungs- und Ausschlussprozessen sichtbar werden. Als verräumlichte Geschlechterverhältnisse treten diese in der Arbeitsteilung, in Mobilitätsmustern, in Migrations- und Siedlungsformen u.v.m. zu Tage. Der Band vermittelt die Vielfalt an Perspektiven in der Geschlechterforschung zu Fragen der Raumkonstitution durch Gesellschaftsstrukturen.
http://www.dampfboot-verlag.de/
 
"La Marche Mondiale des Femmes dix ans plus tard"715
Élaine Audet
éditions du Remue-ménage
À l’occasion du dixième anniversaire de la Marche Mondiale des Femmes (MMF), les éditions du Remue-ménage viennent de publier Dix ans de solidarité planétaire : Perspectives sociologiques sur la marche mondiale des femmes, par Isabelle Giraud, enseignante aux études de genres à l’Université de Genève, et Pascale Dufour, professeure agrégée au département de Sciences politiques de l’Université de Montréal. S’intéressant à la transnationalisation des mouvements sociaux et, depuis plusieurs années, au développement d’une solidarité planétaire des femmes autour de la MMF, les auteures analysent les actions et les débats idéologiques qui ont marqué ce mouvement.
site: http://www.sisyphe.org éditions: http://www.sisyphe.org/editions
lire_article
 
Perspectives féministes en éducation714
Martine Chaponnière, Farinaz Fassa, Nadia Lamamra, Helene Fueger, Edmée Ollagnier, Michèle Bolli (éds)
Nouvelles Questions Féministes, Vol. 29, n°2, Editions Antipode, 160 pages, 28 chf, 19 €. ISBN 978-2-88901-039-4
A entendre le discours ambiant d'aujourd'hui, tout serait résolu dans la question de l’éducation des filles et de l’égalité des sexes dans le domaine de l’éducation. A l’école, voilà plusieurs années que les filles ont en moyenne de meilleurs résultats scolaires que les garçons et qu’elles forment la majorité de la population estudiantine universitaire dans pratiquement toute l’Europe. En fait l’école n’est pas neutre et les institutions de formation continuent de prendre une part active, avec la famille et la culture, à la construction d’individus répondant aux rôles sexués traditionnels. Réfléchir aux pratiques qui permettraient de rendre l’éducation égalitaire reste donc un objectif à l’ordre du jour, d’autant plus que la formation scolaire et professionnelle constitue un pré-requis pour l’émancipation des femmes.
http://www.antipodes.ch/index.php?option=com_content&task=view&id=161&Itemid=1
 Edito_Education_NQF_29_2.pdf
 
Mary Astell et le féminisme en Angleterre au XVIIe siècle 713
Textes traduits et présentés par Line Cottegnies
ENS Editions, 224 p., 23 euros. ISBN 978-2-84788-126-4
En 1694, Mary Astell connaît la célébrité pour un court essai A Serious Proposal to the Ladies for the Advancement of their True and Great Interest. Ce petit texte offre une défense vive et argumentée de l’éducation des jeunes-filles et propose notamment la création d’un collège entièrement féminin, institution laïque consacrée à la fois à l’éducation et à la retraite. Le débat passionné que cet essai suscite parmi ses contemporains, mais aussi sa fortune critique prestigieuse, en font le texte « féministe » le plus important du XVIIe siècle, à l’aube des Lumières. Si A Serious Proposal n’est pas le seul texte à tenter de promouvoir l’éducation des filles à cette époque, il est celui qui offre la synthèse la plus convaincante des enjeux de la question féminine et les propositions les plus audacieuses, parce qu’il appuie sa défense des femmes sur des fondements philosophiques cartésiens, tout en égratignant au passage John Locke. Pour mieux en saisir la portée, cette anthologie propose une sélection d’extraits de textes « préféministes » antérieurs qui permettent de retracer la généalogie de la pensée d’Astell en la replaçant dans le contexte de ce XVIIe siècle qui est le sien. Avec une lucidité frappante, Mary Astell est la première à décrire comme une injustice profonde les rapports de domination dont est victime la partie féminine de l’humanité : ils sont fondés non sur une justification rationnelle liée à une différence de nature, mais sur la confiscation des instruments de pouvoir. Le vocabulaire politique qui décrit l’exploitation d’un groupe par un autre est ici pour la première fois appliqué systématiquement à l’exploitation des femmes par les hommes, vus collectivement comme une force d’oppression. La critique sociale est radicale et elle est surtout d’une remarquable modernité. Femme indépendante et théoricienne remarquable, Astell eut une influence considérable sur son temps. Par sa confiance dans la raison, sa croyance au progrès et aux vertus souveraines de l’éducation, elle appartient déjà au Siècle des Lumières, et cela en dépit de ses convictions politiques qui l’opposent, sur bien des points, aux causes qui allaient mobiliser les philosophes du XVIIIe siècle.
http://editions.ens-lsh.fr/simclient/consultation/fiche/view.asp?INSTANCE=enseditions&EID=CATALOGUE_224&FORM=0
 
Forschungsförderung aus Geschlechterperspektive711
Zugang, Bedeutung und Wirkung in wissenschaftlichen Laufbahnen
Leemann, Regula Julia, Heidi Stutz (Hg.)

Rüegger: Zürich 2010. 240 Seiten, broschiert,
CHF 58.– / Euro 37.10 (D)
ISBN: 978-3-7253-0945-0

Zum Buch
Kaum eine wissenschaftliche Karriere erfolgt gänzlich ohne Gelder von Institutionen der Forschungsförderung. Ein Stipendium oder eine Projektförderung zu erhalten, ist ein vorzeigbarer Leistungsausweis und ermöglicht  Forschungserfahrungen im In- und Ausland zu sammeln, zu publizieren und Netzwerke aufzubauen. Ist der Zugang zur Forschungsförderung für Frauen schwieriger, könnte dies ihr
überproportionales Ausscheiden aus wissenschaftlichen Laufbahnen mit erklären. Ausgehend von der Studie „Geschlecht und Forschungsförderung (GEFO)“ im Auftrag des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) vereint dieser Sammelband Beiträge aus der Schweiz und dem europäischen Raum. Diese setzen sich auf unterschiedliche Weise mit den sozialen Möglichkeitsbedingungen und wissenschaftlichen Voraussetzungen für eine (erfolgreiche) Beteiligung am Wettbewerb um Drittmittelgelder auseinander und untersuchen, wie weit über Mechanismen der Forschungsförderung soziale Ungleichheiten in wissenschaftliche Chancenungleichheiten überführt werden oder ob Forschungsförderung auch kompensatorisch wirkt und hilft, geschlechtsspezifische Ungleichheiten abzubauen.

Regula Julia Leemann ist Professorin für Bildungssoziologie an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Heidi Stutz ist Mitinhaberin des Büros für arbeits- und sozialpolitische
Studien BASS in Bern.
http://www.rueggerverlag.ch
 Prospekt.pdf
 
Das Geschlecht der Wissenschaften: Zur Geschichte von Akademikerinnen im 19. und 20. Jahrhundert710
Auga, Ulrike, Claudia Bruns, Levke Harders, Gabriele Jähnert, (Hg.)
Taschenbuch: 337 Seiten
Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (8. März 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3593391481
ISBN-13: 978-3593391489
Ist Geschlecht in der Wissenschaft heute ein Unterschied, der keinen Unterschied mehr macht? Die Autorinnen und Autoren werfen einen Blick auf die letzten hundert Jahre, in denen Frauen in der Wissenschaft tätig waren, und diskutieren den Zusammenhang von Wissenschaft, Macht und Geschlecht aus historischer, wissenschaftskritischer und geschlechtertheoretischer Perspektive.
 
Gender and the war on terrorism : the justification of war in a post-9/11 perspective709
Höglund, Anna T.
2010, Centre for Gender Research, Uppsala University
Through an analysis of the arguments used to justify violence on both sides of the conflict in the so-called "war on terrorism", Anna T. Höglund demonstrates how violent acts can become part of the construction of gender.
 
Anna T. Höglund is Associate Professor in Ethics and Senior Lecturer at Uppsala University.
Order this publication from: Centre for Gender Research, Uppsala University, Thunbergsvägen 3H, Box 634, SE-751 26 Uppsala. E-mail: publications@gender.uu.se  Price: 150 SEK
http://www.gender.uu.se/%C2%B4/node316
 
Zwitter beim Namen nennen 708
Zehnder, Kathrin
Das Buch erscheint im Mai 2010 im transcript-Verlag, ISBN 978-3-8376-1398-8
„Intersexualität“ – Sammelbegriff für eine Reihe von Diagnosen, die das Geschlecht eines Menschen als uneindeutig bestimmen – stellt noch immer ein Tabu dar. Damit geht das Verschweigen der Existenz von intersexuellen Menschen einher: Zwitter haben keinen Namen.
Der Verhandlung von Intersexualität im medizinisch-psychologischen Diskurs stellt Kathrin Zehnder den medizinkritischen Gegendiskurs gegenüber, der vor allem die frühe Zuweisung zu einem Geschlecht und die Pathologisierung von Intersexualität kritisiert.
 
Gefühlte Nähe – faktische Distanz : Geschlecht zwischen Wissenschaft und Politik707
Perspektiven der Frauen- und Geschlechterforschung auf die „Wissensgesellschaft“
Birgit Riegraf, Lydia Plöger (Hrsg.).
Opladen & Farmington Hills, MI : Budrich, 2009.
Sozialwissenschaftliche Analysen prognostizieren seit einigen Jahren grundlegende Veränderungen im Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Wie sind Verknüpfungen zwischen Politik, Wissenschaft und Gesellschaft überhaupt zu denken?
Welches handlungs-, praxis- und politikrelevante Geschlechterwissen für Entscheidungsprozesse in Politik und Verwaltung wird von der Frauen und Geschlechterforschung überhaupt zur Verfügung gestellt? Wie wirkt sich die Nachfrage nach Geschlechterwissen und -kompetenz auf die Produktion wissenschaftlichen Wissens aus? Wie stellt sich die
Kommunikation zwischen der scientific community und der community of practice dar? Entstehen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis neue Wissensräume , also neue Erkenntnisse über die Kategorie Geschlecht ? Gibt es einen neuen Dialog und eine erneute Annäherung zwischen Frauen- und Geschlechterbewegung und Frauen- und Geschlechterforschung?
Die Beiträge des Bandes greifen diese Diskussionen aus Sicht der Frauen- und Geschlechterforschung und der Gleichstellungspolitik auf. Mit Beiträgen von Regina Dackweiler, Regina Frey, Katharina Gröhning, Sabine Hark, Regina Harzer, Heike Kahlert, Andrea Löther, Edit Kirsch-Auwärter, Sigrid Metz-Göckel, Ursula Müller, Claudia Neusüß, Birgit Riegraf, Angelika Wetterer.
 
Gender Mobil? : Geschlecht und Migration in transnationalen Räumen706
Münster : Verlag Westfälisches Dampfboot, 2009. – (Forum Frauen- und Geschlechterforschung; 26)
Mobilität gilt als Voraussetzung spätmoderner Lebensweisen und des Endes von Nationalstaaten. Dennoch schränken Grenzregime Menschen in ihrer Bewegung ein, hindern sie bisweilen gänzlich am Zugang zu (supra)staatlichen Räumen. Wie mobil aber sind Menschen in modernen Gesellschaften? Welchen Einfluss haben Migrationsprozesse auf Geschlechterverhältnisse bei MigrantInnen wie auch in deren Herkunfts- und Ankunftsgesellschaften? Mit Hilfe welcher Theorien und Methoden lässt sich menschliche Mobilität mit all ihren Konsequenzen, z.B. Enträumlichung von Lebensformen, erfassen?
All diese Fragen beleuchten Aspekte von Mobilität und Gender – und ermöglichen eine tiefergehende Auseinandersetzung mit Geschlecht in seiner Überkreuzung mit Nationalität, Ethnizität, Sexualität, Klasse, Alter oder Religion. Die AutorInnen widmen sich den komplexen Zusammenhängen von Menschen in Bewegung, Reisenden Identitäten, Reisenden Methoden sowie Reisenden Theorien und Theoretikerinnen.
 
Der Islam braucht eine sexuelle Revolution: Eine Streitschrift705
Ates, Seyran
Berlin : Ullstein, 2009.
Sexualität im Islam ist von Verboten, Ängsten und Gewalt geprägt. Die Folgen sind fatal, und das nicht nur für die Einzelnen, sondern für eine ganze Kultur. Die deutsche Frauenrechtlerin türkisch-kurdischer Herkunft, Seyran Ates fordert eine sexuelle Revolution im Islam, denn eine freie Gesellschaft braucht eine freie Lebensgestaltung. Musliminnen, die selbst entscheiden wollen, wen sie lieben, werden mit dem Tode bedroht. Muslime, die sich gegen eine arrangierte Ehe wehren, werden von ihren Familien verstoßen. Wer sich im Islam offen zu seiner Homosexualität bekennt, begibt sich in Lebensgefahr. Seyran Ates plädiert für eine sexuelle Revolution im Islam.
Genau wie die Frauen und Männer in westlichen Ländern, die in den 60er Jahren erfolgreich für ihre sexuelle Selbstbestimmung gekämpft haben, müssen sich ihrer Meinung nach auch die Musliminnen und Muslime ihre Rechte erstreiten. Nur so können Freiheit und Menschenwürde in der islamischen Welt wirklich gelebt werden.
 
Geschlecht quer gedacht : Widerstandspotenziale und Gestaltungsmöglichkeiten in kirchlicher Praxis704
Maria
Elisabeth Aigner, Johann Pock (Hg.)
Wien [u.a.] : LIT, 2009. – (Werkstatt Theologie ; 13)
Die Geschlechterfrage ist gegenwärtig die zentrale Herausforderung für Theologie und kirchliche Praxis schlechthin. In einer Zeit, wo es um die Feministische
Theologie eigenartig leise geworden ist und sich innerhalb der Wissenschaften vor allem die Gender Studies etablieren, ist zu fragen, wie sich die Pastoraltheologie zu diesem Thema verhält. Vor allem in der pastoralen Praxis erfährt die Geschlechterthematik zunehmende Brisanz. Das vorliegende Buch greift die derzeitigen Diskussionen aus unterschiedlichen Perspektiven auf und benennt Positionen, die quer zu den gängigen Meinungen liegen.
 
The political interests of gender revisited : redoing theory and research with a feminist face703

ed. by Anna G. Jónasdóttir & Kathleen B. Jones

Manchester : Manchester Univ. Press, 2009.
Dieses Sammelwerk vereint theoretische und empirische Untersuchungen zum Thema Geschlecht und Politik von international anerkannten ForscherInnen. Es werden verschiedene institutionelle Strukturen und Diskurse dargestellt und konkrete Hinweise auf die Überbrückung der Kluft zwischen diskursiven (poststrukturalistischen, semiotischen, philosophischen etc.) und sozio materialistischen Darstellungen von Geschlechterverhältnissen und Politik gegeben. Die Strukturierung des Buches erfolgt unter den drei Hauptkonzepten „Politik“, „Interessen“ und „Geschlecht".
 
Feminist movements in contemporary Japan702
Dales, Laura
London [u.a.] : Routledge, 2009. (Women in
Asia series ; 27)

Im gegenwärtigen Japan herrscht große Ambivalenz
über die Rolle der Frauen und der Begriff “Feminismus” wird nicht weitgehend anerkannt oder als relevant betrachtet. Nichtsdestoweniger gibt es eine blühende feministische Bewegung und das Buch beschäftigt sich mit den Besonderheiten und Auswirkungen des Feminismus in der japanischen Gesellschaft, in nichtstaatlichen Frauengruppen, frauengeführten Zentren und individuellen Aktivitäten von Feministinnen wie Haruka Yoko und Kitahara Minori.
Die Studie basiert auf einer zweijährigen Feldarbeit und auf ausführlichen Interviews und ethnographischen Daten. Damit kann festgestellt werden, dass die Arbeit von einzelnen Aktivistinnen und von Frauenorganisationen den tatsächlichen und potentiellen Wandel der Geschlechterrollen und die Erwartungen japanischer Frauen vorantreibt. Es wird gezeigt, wie Feminismus bei diesen Frauen entsteht, gefördert, aber auch begrenzt wird. Dabei wird auf den Einfluss der Gesetzgebung, der staatlichen Bürokratie, der Literatur und des Internet hingewiesen und inwiefern diese die Handlungsmacht japanischer Frauen fördern können.

 
Sanfte und mächtige Frauen aus China : Kaiserinnen, Künstlerinnen, Konkubinen701
Nürnberger, Marc
Sandmann: München 2009.
Wenn wir über China nachdenken, fällt selbst Kennern
wenig zur Geschichte und Alltagskultur von Frauen in diesem Land ein. Vor dem Hintergrund der großen Fremdheit Chinas scheint die Frage nach der Lebenswelt der Frauen oftmals nicht einmal aufzukeimen selbst nicht oder nur schwer im eigenen Land. Dabei kann eine Kultur nur der verstehen, der
versucht zu begreifen, wie Frauen früher gelebt haben
und heute leben.
Marc Nürnberger, promovierter Sinologe, versucht eine Spurensuche in einem Land, dessen Kultur zu den ältesten der Welt zählt. In seinen Porträts zeichnet er die Lebenswege besonderer Frauen in ihrer Zeit und ihre spezifischen Hinterlassenschaften nach. Entstanden ist ein reich illustriertes Buch über Kaiserinnen, Dichterinnen, Konkubinen,
Meisterinnen der Tuschezeichnung, Göttinnen und Feen, Kriegerinnen, politisch aktive und gelehrte Frauen und große Schönheiten, die es weltweit so noch nicht gegeben hat.
(zitiert aus: ARIADNE NewsLetter 103 (Mai 2010)).
 
Sex Wars - Feminismus und Pornographie in der Deutschschweiz (1975-1992)700
Band 10 der Schriftenreihe: Berner Forschungen zur Neuesten Allgemeinen
und Schweizer Geschichte
Schmitter, Leena
Nordhausen 2010
ISBN 978-3-88309-556-1
186 S., broschiert
Euro 20,00

Seit Beginn der 1980er Jahre stand die Revision des Schweizerischen Strafgesetzbuchs auf der politischen Agenda, die auch den Tatbestand der Pornographie neu regeln sollte. Die dabei diskutierten Änderungen wurden von einigen Feministinnen als „Kriegserklärung“ an Frauen verstanden, auf die sie mit einer „Gegenoffensive“ reagierten. Was mit dieser militärisch anmutenden Bezeichnung umschrieben wurde, wie sich die feministische Auseinandersetzung mit Pornographie äusserte und wie
Pornographie zwischen Männern und Frauen der Neuen Linken verhandelt wurde, ist Gegenstand der vorliegenden Untersuchung. Ausserdem wird der Frage nachgegangen,
wie sich die feministischen Deutungsmuster der Pornographie in der Deutschschweiz in einer transnational geführten feministischen Pornographie-Diskussion situierten.

„Sex Wars“ – so wird in dieser Publikation gezeigt – umschreibt für die Schweiz zwei Dinge: Einerseits die grundlegende Diskussionen über Sexualität, Körperlichkeit und Geschlechterverhältnisse in feministischen Gruppierungen. Andererseits bezeichnet der Begriff die Diskussion über die Deutungsmacht von Pornographie zwischen Männern und Frauen.

http://www.bautz.de
 Ausschreibung Sex Wars.pdf
 
Die Präsenz der Gefühle. Männlichkeit und Emotion in der Moderne699
Borrutta, Manuel, Nina Verheyen, (Hg.)
März 2010, 336 Seiten, kart., 29,80 €
ISBN: 978-3-89942-972-5
Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit:
http://www.transcript-verlag.de/ts972/ts972n.php
Die Geschichte männlicher Gefühle in der Moderne wurde bisher meist ausgeblendet oder negativ erzählt: als Unterdrückung, Disziplinierung oder verhängnisvolle Entfesselung maskuliner Affekte. Die geschichts-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Beiträge des Bandes revidieren dieses einseitige Bild.
Sie rekonstruieren Gefühle als einen stets präsenten Bestandteil von Männlichkeit, der sich in verschiedenen Sphären moderner Gesellschaften artikulieren und zudem historisch wandeln konnte. Vornehmlich am Beispiel der deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts wird die Beziehung von Männlichkeit und Emotion in mehreren Praxisfeldern (Ehe und Familie, Politik und Krieg, Freundschaft und Sexualität, Kulturrevolution und New Age) analysiert und verglichen.
Manuel Borutta (Dr.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln.
Nina Verheyen (Dr.) arbeitet am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin.
http://www.transcript-verlag.de/ts972/ts972n.php
 
How I fucked Jamal 698
Medusa, Mieze & Cornelia Travnicek (Hg.)
EUR 16,90
ISBN 978-3-85286-188-3

 Sex goes international goes literature – Die junge Literaturszene begibt sich in die Horizontale.

„How I fucked Jamal“ ist das Buch über weinende Nutten, beschnittene Penisse, Ostblockvögeleien, den Unterschied zwischen Brokkoli und Baguette, Kosewortumdeutungen und die Grenzen in unseren Betten. Ohne Rücksicht auf Itimitätsverluste begeben sich junge Autorinnen und Autoren auf das glatte Eis des globalisierten Beischlafs und versammeln leise wie laute, explizite wie weniger explizite Geschichten vom internationalen Austausch.

Mit Beiträgen von: Stefan Abermann, Thomas Ballhausen, Malte Borsdorf, Nadja Bucher, Michal Hvorecky, Markus Köhle, Jan Kossdorff, Mieze Medusa, Jan Off, Julya Rabinowich, Christoph Simon, Clemens J. Setz, Nadja Spiegel, Andrea Stift, Cornelia Travnicek, Sara Wipauer
 
Ab 9. April im Buchhandel erhältlich!

evelyn steinthaler
MILENA Verlag
wickenburggasse 21/1-2
1080 wien
t.+43-1-4025990
f.+43-1-4088858
m.+43-699-18206080
steinthaler@milena-verlag.at
www.milena-verlag.at
http://www.milena-verlag.at
 
Femmes et goépolitique697
La revue Hérodote, créée et dirigée par Yves Lacoste depuis 1976, trimestrielle, s’efforce de promouvoir une géographie d’action et une conception nouvelle et globale de la géopolitique
  
 
Collection : Revue Hérodote n°136
Parution : mars 2010
Nb de pages : 240
  Prix : 22 €
ISBN : 9782707160027
  
1970-2010, quarante ans de mouvement féministe : Hérodote a choisi de marquer cet anniversaire en publiant le présent numéro. Ce qui peut surprendre, car en quoi l'approche géopolitique mise en œuvre dans cette revue, c'est-à-dire l'étude des rivalités et rapports de pouvoirs sur des territoires pour en prendre le contrôle et celui des populations qui s'y trouvent, peut-elle utile être pour rendre compte des situations que connaissent les femmes de par le monde ? Personne ne conteste que les situations de domination qui s'exercent sur les femmes existent sous toutes les latitudes, mais créent-elles pour autant des situations géopolitiques ? C'est à cette question délicate que les auteurs de ce numéro tentent de répondre.
 
L'ÉGALITÉ PROFESSIONNELLE ENTRE HOMMES ET FEMMES : UNE GAGEURE695
Josette Coenen-Huther


QUESTIONS DE FEMMES SOCIOLOGIE
En dépit des politiques publiques et des politiques d'entreprise en faveur de l'équilibre entre travail et famille, les femmes continuent à rencontrer de multiples difficultés pour mener à bien une vie professionnelle au même titre que les hommes. Cet ouvrage décrit comment les politiques les mieux intentionnées peuvent être mises en échec, de quelle manière les employeurs discriminent les femmes en dépit des lois sur l'égalité, et les façons dont leurs collègues de travail s'opposent à elles dans les secteurs où ils sont dominants.
 
ISBN : 978-2-296-10840-0 • janvier 2010 • 210 pages
 
Top Girls. Feminismus und der Aufstieg des neoliberlen Geschlechterregimes694
McRobbie, Angela
VS Verlag 2010.
ISBN-Nummer:  3-531-16272-1 
Neue ISBN-Nummer:  978-3-531-16272-0 
Auflage und Format:  2010. 240 S. 21 cm
Mit dieser fulminanten Studie über den gegenwärtigen Zustand des Feminismus und seiner Verhandlung in der Populärkultur nimmt Angela McRobbie das zeitgenössische Aufatmen über das "Ende des Feminismus" kritisch ins Visier. Nicht zuletzt sei dies auch eine Folge davon, dass boshafte Retraditionalisierungen von Geschlechterregimes die (kulturelle) Oberhand gewinnen. McRobbie analysiert empirisch, wie sich Konsum- und Populärkultur Rhetoriken und Bilder von weiblicher Freiheit und Autonomie aneignen und damit vordergründig den Erfolg von Frauen zu unterstützen scheinen. Doch McRobbies Tiefenbohrungen in die Welten von Bridget Jones und Heidi Klum zeigen, dass Frauen faktisch in neue, post-feministische "neurotische" Abhängigkeiten gedrängt und (wieder einmal) degradiert werden. Scharfzüngig analysiert die Autorin kulturelle Phänomene und deren widersprüchliche Wirkungen im Alltag von Frauen: Modephotographie, Fernsehserien, die "Bearbeitung" des Körpers
www.pressekatalog.de
 
Geschlechterverhältnisse, Raumstrukturen, Ortsbeziehungen693
Bauriedl, Sibylle, Michaela Schier, Anke Strüver (Hg.)

Verlag Westfälisches Dampfboot: Münster 2010.ca. 300 S. - ca. € 29,90
ISBN: 978-3-89691-227-5
Erscheinen: April 2010

Zwischen Raumstrukturen und Geschlechterverhältnissen bestehen enge Wechselbeziehungen, die in Aneignungs- und Ausschlussprozessen sichtbar werden. Als verräumlichte Geschlechterverhältnisse treten diese in der Arbeitsteilung, in Mobilitätsmustern, in Migrations- und Siedlungsformen u.v.m. zu Tage. Der Band vermittelt die Vielfalt an Perspektiven in der Geschlechterforschung zu Fragen der Raumkonstitution durch Gesellschaftsstrukturen. Die Beiträge geben anhand sozialgeographischer und soziologischer Fragestellungen einen aktuellen Überblick über die zentralen Fragstellungen der raumwissenschaftlichen Geschlechterforschung, die sich zunehmend auf den spatial turn der Kultur- und Sozialwissenschaften bezieht.
www.dampfboot-verlag.de
 
Queere Tracks. Subversive Strategien in der Rock- und Popmusik692
Leibetseder, Doris
Januar 2010, 340 S., kart., zahlr. z.T. farb. Abb., 29,80 €
ISBN 978-3-8376-1193-9
Reihe Gender Studies
In dieser spannenden Pionierarbeit werden erstmals Schlüsselkonzepte der aktuellen Gender-Politik und Queer Theorie wie Ironie, Parodie, Camp, Maske/Maskerade, Mimesis/Mimikry, Cyborg, Transsexualität und Dildo wissenschaftlich aufbereitet. Mit Hilfe einer neuen Art der Wissensvermittlung verbindet die Autorin anspruchsvolle sozial- und kulturwissenschaftliche Theorien mit praktischen Beispielen aus den Cultural Studies. Der subversive Charakter queerer Motive wird am Beispiel zeitgenössischer Rock- und Popmusik aufgezeigt und in Beziehung zu klassischen Diskursen der abendländischen Philosophiegeschichte gesetzt.

Doris Leibetseder (Dr. phil.) studierte Philosophie, Spanisch und Geschichte in Wien, Barcelona und London. Sie lehrt nun als Österreich-Lektorin am German Department der Durham University (UK).
WWW: www.dur.ac.uk/mlac/german/staff/display/?id=6375
http://www.transcript-verlag.de/ts1193/ts1193.php
 
Postkolonialität und Feminismus schreiben691
Trinh T. Minh-ha
Hg. und mit einer Einführung versehen von Anna Babka, unter Mitarbeit von Matthias Schmidt
Aus dem Amerikanischen von Kathrina Menke
In Bearbeitung, voraussichtliche Veröffentlichung: Juni 2010.
Originaltitel: Woman, Native, Other: Writing Postcoloniality and Feminism (1989).
Verlag: Turia + Kant
Deutsche Übersetzung des Standardwerkes von 1989.
 
20 Jahre nach dem ersten Erscheinen ist der grenzüberschreitende Text von Trinh T. Minh-ha weltweit zum Klassiker postkolonialen Schreibens geworden. Als theoretische Untersuchung, der es gelingt, die Verschränkung von poststrukturalistischen - im Besonderen von postkolonialen und (post-)feministischen Perspektiven - in ihrer vollen Komplexität zu entfalten, bietet sie innovative Ansätze für jede Beschäftigung mit kultureller Hybridisierung. Hier werden grundlegende Fragen zur Wirkungsweise, zur Herrschaft und zur Verhandlung des Konzepts der abendländischen Kultur in der Auseinandersetzung mit den Kulturen der »Anderen« umrissen und in einer ebenso reflexiven wie poetischen Schreibweise verschriftlicht. Die Übersetzung von Kathrina Menke macht diesen Standardtext erstmals in deutscher Sprache zugänglich und leistet damit einen bedeutenden Beitrag zur Rezeption postkolonialer Theorie.
Verlag Turia + Kant     
1010 Wien
Schottengasse 3A/5/DG1
Österreich
Tel. +43/1/925 16 05, Fax: 923 09 76
http://www.turia.at/titel/trinh.html
 
Le sexe de la mondialisation. Genre, classe, race et nouvelle division du travail690
Jules Falquet, Helena Hirata, Danièle Kergoat,
Brahim Labari, Nicky Le Feuvre, Fatou Sow
Le genre est un organisateur central de la mondialisation néolibérale actuelle.
Qu’il s’agisse de comprendre la division internationale du travail, les mobilités et les
migrations, les guerrres ou encore la transnationalisation des mouvements sociaux, le
genre est, avec les rapports de classe et de race, une clé d’analyse indispensable.
En effet, les femmes constituent l’une des principales sources de profit pour le capitalisme
global et, simultanément, l’un des groupes sociaux les plus actifs dans la conception
et la mise en oeuvre d’alternatives à cette mondialisation.
En réunissant des spécialistes internationaux sur des thématiques rarement
abordées comme le rôle des femmes du Sud et leurs mouvements, la militarisation
ouverte et les guerres « de basse intensité », ou encore le travail non rémunéré des
femmes, cet ouvrage renouvelle fondamentalement la critique des conséquences
économiques, sociales, politiques, culturelles et idéologiques de la mondialisation.
Presses de Sciences Po : 117, boulevard Saint-Germain 75006 Paris - Tél : 01 45 49 83 64
Fax : 01 45 49 83 34 - Site : http://www.pressesdesciencespo.fr
Contact Presse : Pascal Montagnon - Tél : 01 45 49 83 32 - E-mail : presses@sciences-po.fr
Librairie des sciences politiques : 30, rue Saint-Guillaume 75007 Paris - Tél : 01 45 48 36 02
Fax : 01 42 22 56 89 - E-mail : librairie@sciences-po.fr
 Le sexe de la mondialisation diff.pdf
 
Zum Mann gehätschelt. Zum Mann gedrillt - Männliche Identitäten689
Selek, Pinar
Orlanda: Berlin 2009
ISBN: 978-3-936937-73-2
14.90 € (Deutschland)
Wie aus Menschen Männer werden... Wie wird man zum Mann? Hierzu braucht der Mann fünf einschneidende Erlebnisse: 1. Beschneidung, 2. Militärdienst, 3. Arbeit finden, 4. Heirat und 5. Vater (eines Sohnes) werden. Der Militärdienst ist ein besonders anschauliches Beispiel: eine Prüfung, die nur bestanden ist, wenn der Mann »gebrochen« wurde und seinen Platz in der Autoritätshierarchie eingenommen hat. Über Interviews mit 58 Männern, die ihren Militärdienst, ihre Sozialisation und ihre Empfindungen während dieser Zeit schildern, beschreibt die Soziologin Pinar Selek, wie junge Männer in der Türkei die Zeit ihrer Identitätsfindung erleben. Die Gespräche zeigen einen Querschnitt durch die ganze Gesellschaft der Türkei. Unter den Männern sind unter anderem auch Kurden und Armenier. »Zum Mann gehätschelt. Zum Mann gedrillt.« beleuchtet nicht nur die Erfahrungen in der Türkei, sondern fordert auf, Mannsein auf universeller Ebene zu hinterfragen. So bildet es die Gesprächsgrundlage für generelle Diskussionen darüber, wie die sexistisch-patriarchalische Kultur die Menschen auch die Männer unterdrückt.
pinar.selek.com
 
"Bareed Mista3Jil"688
Beirut 2009, ISBN 978-9953-0-1467-8
Im Mai 2009 ist die erste Buchpublikationen mit Selbstzeugnissen lesbischer Frauen aus dem Libanon erschienen, zunächst in englischer Sprache, dann auch auf Arabisch. Sie beruht auf Interviews mit ca. 150 lesbischen Frauen und auch Transgender-Personen und trägt den Titel "Bareed Mista3Jil", was auf arabisch etwa "Express Mail" oder auch "Mail in a Hurry" bedeutet. Sie wurde mit finanzieller Unterstützung des Regionalbüros Mittlerer Osten der Heinrich-Böll-Stiftung herausgegeben, die ihren Sitz in Beirut hat, und über die das Buch auch bezogen werden kann.
http://http://www.bareedmista3jil.com
 Publikation Libanon.doc
 
Spuren ins Jetzt. Hedwig Dohm - Eine Biografie687
Rohner, Isabel
Biographie
Helmer Verlag 2010
19.95 EUR
Paperback, 160 Seiten
ISBN 978-3-89741-299-6

Hedwig Dohm war Journalistin, Publizistin und erfolgreiche Roman- und Theaterautorin: Ihre Vielseitigkeit besticht. Noch heute haben ihre Artikel nichts an Frische verloren. In ihrem literarischen Werk verblüfft die sprachliche und darstellerische Kraft. Und viele ihrer gesellschaftspolitischen Forderungen sind - leider! - auch heute noch brandaktuell. Bereits 1873 forderte sie das Stimmrecht für Frauen und kämpfte für die völlige rechtliche, soziale und ökonomische Gleichberechtigung der Geschlechter.

Über die Autorin:
Isabel Rohner, geb. 1979 in St. Gallen, studierte in Zürich und Köln Germanistik, Philosophie und Romanistik. 2005-2008 war sie Lehrbeauftragte und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Justus-Liebig-Universität Gießen und promovierte über die Werkrezeption von Hedwig Dohm. Seit 2006 gibt sie zusammen mit Nikola Müller die kommentierte Gesamtausgabe von Hedwig Dohms Werken heraus. Isabel Rohner ist Referentin für Hochschulmarketing an der Fern-Universität in Hagen.

 
Zwangsheirat: Hintergründe, Massnahmen, lokale und transnationale Dynamiken 686
Riaño, Yvonne, Janine Dahinden

Seismo: Zürich 2010
ISBN 978-3-03777-091-7, 164 S., Fr 28.— / Euro 18.50 (+ Porto)

Vor dem Hintergrund globaler sozialer Transformationen, erhöhter Mobilität und einer verstärkten Transnationalisierung von sozialen Realitäten tauchen immer wieder neue Phänomene auf, die die Gleichstellung zwischen Männern und Frauen herausfordern. Für diese neuartigen Themen fehlt zuBeginn oft wissenschaftlich fundiertes Wissen, das die Implementierung von konkreten und realistischen Massnahmen erlauben würde. Zwangsheirat ist eines dieser Phänomene, das in verschiedenen europäischen Län dern in letzter Zeit ins politische Kreuzfeuer geriet, und für das wir bisher quasi kein gesichertes empirisches Wissen zur Hand haben.
Die vorliegende Studie arbeitet diese Forschungslücke auf und schafft auf Sachwissen beruhende Grundlagen: Anhand von ExpertInneninterviews mit Fachpersonen werden die Prozesse und Gründe aufgezeigt, die in eine Vielfalt von unterschiedlichen Zwangssituationen im Zusammenhang mit Partnerwahl und Ehe münden können.
Seismo Verlag, Zähringerstrasse 26, CH-8001 Zürich
 flyer Zwangsheirat Druck.pdf
 
Making Bodies, Persons and Families685
Normalising Reproductive Technologies in Russia, Switzerland and Germany.
De Jong, Willemijn, Olga Tkach, (Hg.):
Swiss: Forschung und Wissenschaft 2) Münster: Lit 2009, 248 S., br., sFr. 42.70
Seit der Geburt von Louise Brown 1978 sind weltweit mehr als 3 Millionen Kinder durch »künstliche Befruchtung« zur Welt gekommen. Sozialwissenschaftliche Studien zeigen, dass der Zugang zu und die Anwendung von Reproduktionstechnologien je nach lokalem Kontext unterschiedlich ist. Sowohl die Vorstellungen von Mutterschaft und Vaterschaft, von Körper und darüber, was eine Person, ein Kind, ein Paar und eine Familie ist, verändern sich dadurch – und beeinflussen die gelebten intimen Beziehungen. In Politik und Medien wird über die Fortpflanzungsmedizin gestritten. Neue ethische und gesetzliche Regelungen werden kreiert und wieder angefochten und beeinflussen dadurch wiederum die Praxis. In der Schweiz und in Russland wurde zu diesem Gebiet noch kaum geforscht. Das Buch präsentiert Ergebnisse erster Forschungen aus einem vom schweizerischen Nationalfonds finanzierten Kooperationsprojekt.
Buchbestellung unter www.klio-buch.ch oder Telefon 044 251 42 12
http://www.klio-buch.ch
 SCOPES_Vernissage.pdf
 
XX0XY ungelöst 684
Hermaphroditismus, Sex und Gender in der deutschen Medizin. Eine historische Studie zur Intersexualität
Klöppel, Ulrike
Februar 2010, 698 Seiten, kart., zahlr. Abb., 39,80 €
ISBN: 978-3-8376-1343-8


»Gender« – zentraler Begriff der Geschlechterforschung – wurde als psychologisches Konzept im Kontext der medizinischen Normierung intersexueller Menschen in den 1950er Jahren geprägt. Seine Wurzeln reichen jedoch weit in die Geschichte des ärztlichen Umgangs mit Hermaphroditen zurück – und verweisen auf langfristige Wandlungen der Kategorie Geschlecht.
Ulrike Klöppel untersucht diese Zusammenhänge anhand der – bislang noch kaum untersuchten – medizinischen Literatur des deutschsprachigen Raums vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Ulrike Klöppel (Dr. rer. pol.) arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte der Medizin der Charité in Berlin.

http://www.transcript-verlag.de/ts1343/ts1343n.php
 
Palestinian Women and Security : Why Palestinian Women and Girls Do Not Feel Secure 683
Stephanie Chaban, Reema Daraghmeh and Garance Stettler
DCAF, 2010.
ISBN: 978-92-9222-112-6
This report presents the perspectives of Palestinian women and girls on issues related to security as well as their assessment of the services provided by local authorities and/ or the international community to address their security needs. It concludes with a series of recommendations made by Palestinian women and girls for improving these services.
The findings of this report are based on focus group discussions and in-depth interviews conducted by the Geneva Centre for the Democratic Control of Armed Forces (DCAF) with Palestinian women and girls between June and November 2009 in the West Bank and in the Gaza Strip. DCAF hopes that the report’s findings will encourage stakeholders to integrate the perspectives of women and girls into the national security debate within the Palestinian Territories.
http://www.dcaf.ch/publications/kms/details.cfm?lng=en&id=112812&nav1=5
 
Politique de la piété. Le féminisme à l'épreuve du renouveau islamique682
Saba Mahmood
Saba Mahmood, Politique de la piété. Le féminisme à l'épreuve du renouveau islamique, traduit de l'américain par Nadia Marzouki, La Découverte, 312 p., 26 euros. ISBN : 9782707153395
    Depuis les années 1970, la société égyptienne est le théâtre d’un renouveau islamique dont le « mouvement de piété » est une composante essentielle. L’enquête ethnographique minutieuse menée en Égypte par Saba Mahmood vise à comprendre la pratique religieuse des femmes, prédicatrices ou participantes, engagées dans ce mouvement. Montrant qu'éthique et politique sont étroitement imbriquées dans ces nouvelles pratiques de piété, elle propose une analyse rigoureuse des formes corporelles des rituels religieux, pour préciser le lien conceptuel entre le corps et l’imaginaire politique.
    Repenser la « politique de la piété » permet à l’anthropologue, à partir de ce matériau empirique d’une grande richesse, d’engager une critique théorique de la laïcité libérale, dont elle montre les présupposés normatifs. La discussion théorique des travaux de Judith Butler, de Michel Foucault, de Talal Asad et de Pierre Bourdieu débouche sur une réévaluation de la notion d’agency (capacité d’agir) : dans quelle mesure l’adhésion de ces femmes à des normes patriarcales remet-elle en question l’universalité des présupposés concernant la liberté individuelle, l’autorité et la définition même du sujet dans la perspective du féminisme libéral ? Répondre à cette question, c’est ouvrir la possibilité d’une articulation entre un féminisme nourri des théories du genre et la théorie postcoloniale. C’est aussi une manière de revisiter, à travers le cas de l’islam, les formes contemporaines de religiosité.

 

http://www.editionsladecouverte.fr/catalogue/index-Politique_de_la_piete-9782707153395.html
 
Birthing a Mother. The Surrogate Body and the Pregnant Self681
Teman, Elly
University of California Press, 2010
http://www.ucpress.edu/books/pages/11401.php

Birthing a Mother is the first ethnography to probe the intimate experience of gestational surrogate motherhood. In this beautifully written and insightful book, Elly Teman shows how surrogates and intended mothers carefully negotiate their cooperative endeavor. Drawing on anthropological fieldwork among Jewish Israeli women, interspersed with cross-cultural perspectives of surrogacy in the global context, Teman traces the processes by which surrogates relinquish any maternal claim to the baby even as intended mothers accomplish a complicated transition to motherhood. Teman's groundbreaking analysis reveals that as surrogates psychologically and emotionally disengage from the fetus they carry, they develop a profound and lasting bond with the intended mother.

Elly Teman, PhD
Postdoctoral Research Fellow
University of Pennsylvania
Penn Center for the Integration of Genetic Healthcare Technologies (Penn
CIGHT)
Division of Medical Genetics
1112 Penn Tower
Email: Elly.Teman@uphs.upenn.edu
Website: http://mslula.googlepages.com
http://www.ucpress.edu/books/chapters/11401.ch01.pdf
 
Maternale Moderne. Männliche Gebärphantasien zwischen Kultur und Wissenschaft (1890-1933)680
Kanz, Christine
München 2009, 473 Seiten, ISBN: 978-3-7705-4829-3
 

Daß auch Männer Kinder gebären können, ist ein uralter Traum. Zwischen 1890 und 1933 wurden männliche Gebärphantasien zu einem in Literatur, Kunst und Film geradezu obsessiv präsentierten Phänomen. Heute ist aus der
Phantasie Realität geworden.

 Flyer Kanz Maternale Moderne (2).pdf
 
Bildungsbericht 2010 (Schweiz)679
Schewizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung
Aarau 2010, 316 Seiten.
 
Der Bildungsbericht ist unter dem unten angegebenen Link online lesbar, bzw. steht er zum Download bereit.
Der Bildungsbericht informiert über relevante Kontextbedingungen und institutionelle Merkmale jeder Bildungsstufe und beurteilt die Leistungen des Bildungswesens anhand der drei Kriterien Effektivität, Effizienz und Equity. Die Befunde und Steuerungsinformationen sollen Bildungsverwaltung und Bildungspolitik bei der Entscheidungsfindung unterstützen und die öffentliche Diskussion über das schweizerische Bildungswesen bereichern.
Prof. Dr. Stefan C. Wolter, Direktor Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung,
Tel. 079 370 94 04, stefan.wolter@skbf-csre.ch
Bildungsbericht lesen
 
Quand les mouvements féministes font (avec) la loi: les lois du genre (II) 678
Coordination:
Laure Bereni, Alice Debauche, Emmanuelle Latour, Anne Revillard
 
Quand les mouvements féministes font (avec) la loi: les lois du genre (II)
Volume 29 No 1/2010
http://www.unil.ch/Jahia/site/liege/op/edit/pid/74993
 NQF_29_1_2010_edito.pdf
 
Going Online, Doing Gender 677
Alltagspraktiken rund um das Internet in Deutschland und Australien

 Ahrens, Julia

2009, 324 Seiten, kart., 33,80 €
ISBN: 978-3-8376-1251-6

Das Internet ist zu einem Bestandteil des häuslichen Alltags geworden. Wie fügen Menschen das neue Medium in ihr Alltagsleben ein?
Dieses Buch perspektiviert die Ergebnisse einer qualitativen Studie, die anhand ethnographischer Interviews in Australien und Deutschland untersucht, wie das Internet in zeitliche, inhaltliche, räumliche und soziale Dimensionen des Alltags integriert wird. Julia Ahrens bietet eine Einführung in die Analyse der alltäglichen Internetnutzung und zeigt, wie Paare im Doing Gender mit dem Internet ihre Beziehung gestalten.

Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit:
http://www.transcript-verlag.de/ts1251/ts1251.php
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Das »letzte Hemd« 676
Zur Konstruktion von Tod und Geschlecht in der materiellen und visuellen Kultur
Ellwanger, Karen et al. (Hg.)
2009, 360 Seiten, kart., zahlr. z.T. farb. Abb., 35,80 €
ISBN: 978-3-8376-1299-8
Kleidung macht Körper kulturell sichtbar. Dies gilt auch für das »letzte Hemd«. Bekleidung, Aufbahrung und Verbildlichung sind Inszenierungsformen des Todes, die Bedeutung stiften – staatlich und privat. Aber wie geschieht dies? Ist das »letzte Hemd« beliebig? Auf der Basis welcher Kulturprämissen vollziehen sich Inszenierungen des Todes? Welche besondere Rolle spielt das Textile für Ritus, Kommunikation und Macht?
In diesem Band lenken interdisziplinäre und gendersensible Beiträge den Blick auf vestimentäre Körperbilder und Zur-Schau-Stellungen Toter vom 16. bis zum 21. Jahrhundert – und bereiten damit eine Kulturgeschichte des Totenkleids vor.
Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit:
http://www.transcript-verlag.de/ts1299/ts1299.php
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Neuer Newsletter "Kehrseiten", Universität Wien675
Redaktion: Marlen Bidwell-Steiner, Katrin Lasthofer und Maria Katharina Wiedlack. 

 
Aktuelle Ausgabe: Nachrichten aus dem Gendergwölb
 
Dieser Newsletter als Printausgabe informiert über Aktivitäten und Themen rund um das Referat Genderforschung und erscheint - mindestens - einmal jährlich. Die redaktionellen Berichte, Interviews und Kommentare richten sich an alle an  der Geschlechterforschung Interessierten innerhalb der Universität Wien und darüber hinaus. Als überfakultäres Medium arbeitet die Zeitschrift an der stetigen Etablierung der Gender Studies als inter- und transdisziplinäre Wissenschaft
http://www.univie.ac.at/gender/index.php?id=newsletter#c1759
 Kehrseiten_web.pdf
 
"Making Sex Revisited: Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive"674
Voß, Heinz-Jürgen
Transcript Verlag
Januar 2010
466 Seiten
Preis: 34,80 EUR
ISBN 978-3-8376-1329-2
Geschlecht ist gesellschaftlich gemacht. Dass das auch für das biologische Geschlecht (sex) gilt - ein Postulat queer-feministischer Theorien -, kann dieser Band anhand biologischer Theorien erstmals dezidiert und differenziert belegen.
Die naturphilosophischen und biologisch-medizinischen Geschlechtertheorien unterschiedlicher Zeitabschnitte (Antike, beginnende Moderne, Gegenwart) werden dargestellt und mit gesellschaftlichen Geschlechterordnungen in Verbindung gebracht. Heinz-Jürgen Voß führt die miteinander ringenden Positionen differenziert aus und zeigt: Mit prozessorientierten Betrachtungsweisen sind in biologischen Theorien viele Geschlechter denkbar - statt nur zwei oder drei.
 
http://transcript-verlag.de/ts1329/ts1329.php
 
„Politische Identitäten im Wandel. Lesbisch-feministisch bewegte Frauen in Bern 1975 bis 1993“ 672
Ruth Ammann
Das Buch ist erschienen in der Reihe in der Reihe „Berner Forschungen zur Neuesten Allgemeinen und Schweizer Geschichte“ im Verlag T. Bautz (ISBN 978-3-88309-513-4).
Exemplarisch wird die Geschichte dreier Berner Gruppierungen untersucht: der Lesbeninitiative Bern LIB, der Radikalfeministinnen und der zweiten Kulturgruppe des Frauenprojektes „Froueloube“ / Spinne. Sie alle hatten sich auf unterschiedliche Weise für die Emanzipation frauenliebender Frauen eingesetzt. Die Arbeit zeichnet das Engagement der Aktivistinnen nach und macht dadurch den subtilen Wandel im politischen Selbstverständnis der Aktivistinnen seit den Anfängen 1975 bis in die 1990er Jahre hinein sichtbar. Sie eröffnet damit Einsichten in Veränderungen, wie sie sich in den 1970er und 1980er Jahren in der gesamten schweizerischen Frauenbewegung ereigneten.
Die Publikation kann direkt beim Verlag (http://www.bautz.de/neuerscheinungen-2009/9783883095134.html) oder bei jeder Buchhandlung bestellt werden.
Die Buchhandlung Zytglogge in Bern hält einige Exemplare an Lager (info@zytglogge-buchhandlung.ch; 031 311 30 80).
 
Biermann, Ingrid: Von Differenz zu Gleichheit. Frauenbewegung und Inklusionspolitiken im 19. und 20. Jahrhundert 671
Biermann, Ingrid
Biermann, Ingrid: Von Differenz zu Gleichheit. Frauenbewegung und Inklusionspolitiken im 19. und 20. Jahrhundert (= Gender Studies).
Bielefeld: Transcript - Verlag für Kommunikation, Kultur und soziale Praxis 2009. ISBN 978-3-8376-1224-0; 208 S.; EUR 25,80.
Rezension von Kerstin Wolff für H-Soz-Kult als Attachment.
 Biermann
 
« Premier emploi après les études »670
Centre suisse de services Formation professionnelle/ orientation professionnelle, universitaire de carrière,
SDBB/CSFO Editions, Bern 2009
Les résultats présentés dans cette collection sont tirés de l’étude globale : Office fédéral de la statistique OFS, Enquête auprès des personnes diplômées des hautes écoles, volée 2006 ». La collection comporte quatre cahiers : « Lettres, sciences sociales et théologie », « Droit, sciences économiques et médecine, Mathématiques Sciences et sciences de l’ingénieur » et « Hautes écoles spécialisées ». Certaines statistiques sont différenciées selon le sexe. (Pour cette thématique, voir aussi : Office fédéral de la statistique, „Les personnes diplômées des hautes écoles sur le marché du travail. Premiers résultats de l’enquête longitudinale 2007
www.sdbb.ch
 
Geschlechter – Bewegungen – Sport 669
Penkwitt, Meike (Hrsg.)
ISBN: 978-3-940755-37-7
Freiburger GeschlechterStudien Ausgabe 23/2009
Erscheinungsjahr: 10/2009
418 Seiten
Sprache: DE
Publikationstyp: Buch, Paperback
Sport und Geschlechtergerechtigkeit? Dazwischen liegen Lichtjahre: Beim Beachvolleyball müssen Frauen knappe Höschen tragen, während sich Männer in Bermudashorts in den Sand werfen. Skispringen für Frauen ist noch immer keine olympische Disziplin, dafür sind in der olympischen Gymnastik keine Männer zu finden.
Die Begründung dafür ist mindestens zwei Jahrhunderte alt und stammt aus der Mottenkiste, der im 19. Jahrhundert populär gewordenen weiblichen Sonderanthropologie: Frauen und Männer seien anatomisch und wesensmäßig grundlegend verschieden. Deshalb lägen Frauen ästhetisches Synchronschwimmen und beschaulicher Tanz näher als aggressives Boxen und kämpferischer Fußball. Dabei sind heute die deutschen Frauen im Gegensatz zu den Männern Fußballweltmeisterinnen, Tennisspielerinnen haben sogar im ehrwürdigen Wimbledon beim Preisgeld gleichgezogen.
Zentrum für Anthropologie und Gender Studies
c/o Freiburger GeschlechterStudien
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Belfortstraße 20
79098 Freiburg
http://www.zag.uni-freiburg.de
frauenst@mail.uni-freiburg.de
 
www.zag.uni-freiburg.de
 
Nouvelle revue suisse : George 668
Le 23 janvier 2010, ne manquez pas la soirée «SoutienS George» : un aperçu de la morphologie de George vous y sera dévoilé. Des Djettes et Djs se succéderont de l’apéro jusqu’ au bout de la nuit. Rendez-vous dès 18h30 à Pôle Sud, avenue Jean-Jacques Mercier 3, 1003 Lausanne
 
« Une publication franchement actuelle et sans fausse pudeur qui met en lumière les femmes affirmées. C’est une revue qui ose les perspectives transversales avec un regard décloisonné. C’est une collection vivante de points de vue et d’expériences. George est le cri de ralliement d’une équipe rédactionnelle et créative plurielle: graphistes, journalistes, psychologues, photographes, éditrices, et artistes. C’est la rencontre de personnalités curieuses, déterminées et avides d’ explorer de petits ou de grands univers.
Dans le numéro 0, George est une femme ébéniste à Lausanne, une pasionaria des droits des femmes en Mauritanie, un duo de djettes zurichoises engagées dans un pandora musical, deux photographes survoltées, une collectionneuse de lieux insolites baptisés George, une journaliste qui traque les abus du sexisme ordinaire, une analyste consciente du rôle que joue l’ argent dans le couple, une psychologue déjantée qui concocte des tests exclusifs, ou encore une Frau Doktor qui dissèque les diktats de la mode et leur impact sur la santé des femmes ».
 
ASSOCIATION WOMING
CP 8 // 1004 LAUSANNE
www.woming.org
 
Gendering Climate Change667
Women, Gender & Research (Kvinder, Køn & Forskning)
Special Edition, Nr. 3-4, 2009
The interdisciplinary journal Women, Gender & Research (Kvinder, Køn & Forskning) has published the special edition Gendering Climate Change. The issue follows up on the international research conference Gendering Climate and Sustainability, held in Copenhagen in March 2009 by the Coordination for Gender Studies, University of Copenhagen. The issue brings a number of contributions from researchers and
practitioners in the field of 'gender and climate' and presents the different angles and perspectives on the field.
The contributions in this issue discuss and theorise different approaches and areas under the theme 'Gender and Climate'. Areas such as policy strategies, transport patterns, agricultural norms and masculinity, technology, consumption, eco-feminism and gender mainstreaming are treated in a feminist, gender and climate sensitive perspective.
Hilda Rømer Christensen, ph.d.,
Koordinator for kønsforskning i Danmark.
Københavns Universitet
Sociologisk Institut
Øster Farimagsgade 5
Postboks 2099
1014 København K.
Telefon: 3532 3501
E-mail:
hrc@soc.ku.dk
www.koensforskning.soc.ku.dk/kkf/
 Gendering Climate Change
 
Postsozialistische Männlichkeiten in einer globalisierten Welt 666
Sylka Scholz / Weertje Willms (Hg.),
Focus Gender 9, Berlin 2008.
ISBN 978-3-8258-0999-7.
259 Seiten
 
 
Wie haben sich die Vorstellungen von Männlichkeiten
in den postsozialistischen Ländern Osteuropas und
Ostdeutschlands seit den politischen, ökonomischen
und sozialen Umbrüchen in den 1990er Jahren verändert?
Dieser Frage wird aus einer interdisziplinären
Perspektive an unterschiedlichen Gegenständen wie
Bildern, Filmen, Literatur oder Interviews mit verschiedenen
Methoden nachgegangen. Die Beiträge
zeigen, dass sich in den untersuchten Ländern jeweils
regionale Unterschiede abzeichnen, es lassen
sich jedoch auch deutliche Konturen neuer Männlichkeitsformen
und Geschlechterverhältnisse erkennen:
So findet eine Pluralisierung von Männlichkeiten statt,
welche sich einerseits globaler (Manager-Typ) und
andererseits nationaler (Macho, Ritter, Held) Muster
bedient. Die Verhältnisse zwischen Männern und
Frauen sind von einer Renaissance patriarchaler
Strukturen geprägt, gleichzeitig halten die Frauen an
einer Vereinbarung von Erwerbsarbeit und Familie
fest, was zu Widersprüchen in den Geschlechterarrangements führt.
 
Terroristinnen - Bagdad '77665
die Frauen in der RAF
Katrin Hentschel, Traute Hensch (Hrsg.).
Berlin 2009
Was bedeutet es, dass die RAF einen so hohen Frauenanteil hatte? Wie kam es, dass sie sich oft bedingungslos für Gewalt und Kampf entschieden? Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin, Brigitte Mohnhaupt, Inge Vieth, Margrit Schiller, Monika Berberich und Birgit Hogefeld waren die prominentesten unter ihnen, doch es gab noch viele mehr. Was trieb sie an? Auf diese Frage gibt die Textsammlung "Terroristinnen ? Bagdad ?77" keine eindeutige Antwort, sondern sie kreist das Thema aus verschiedenen Richtungen ein. So spüren AutorInnen aus unterschiedlichen Disziplinen den Motiven für den Weg in die Illegalität nach: Die Theaterregisseurin Katrin Hentschel montiert Texte und Viten von RAF-Frauen und stellt kühn, unideologisch und mit leichter Hand dar, was diese Frauen bewegt haben könnte. Die Historikerin Dr. Gisela Diewald-Kerkmann forscht über Gerichtsprozesse gegen weibliche Mitglieder der RAF und untersucht auf der Basis von Selbstzeugnissen und einer bisher einmaligen Recherche die Wege von Frauen in den Terrorismus. Und Vojin Sasa Vukadinovic wirft in einem Essay die Frage auf, warum die RAF-Frauen keine feministischen Positionen vertreten haben.
http://www.onb.ac.at/files/NL_101.pdf
 
Nationalsozialismus und Geschlecht664
Zur Politisierung und Ästhetisierung von Körper, »Rasse« und Sexualität im »Dritten Reich« und nach 1945
Elke Frietsch, Christina Herkommer (Hg.)
2009, 456 S.
Erstmals untersucht ein breit angelegter Sammelband disziplinenübergreifend und auf hohem analytischen Niveau die Bedeutung der Kategorie Geschlecht im »Dritten Reich«.
Die Beiträger/-innen bleiben nicht bei den in der Vergangenheit kontrovers diskutierten Fragen nach den Rollen und Handlungsspielräumen von Frauen im Nationalsozialismus stehen, sondern beschreiben differenziert Verknüpfungen von Geschlechterarrangements und Geschlechterbildern mit Machtstrukturen, wobei sie vielfältige Verbindungen von Sexualität, »Rasse«, medialen Inszenierungen, Kunst und Politik offenlegen. Darüber hinaus wird thematisiert, wie Geschlechterbilder im Gedenken an den Nationalsozialismus eingesetzt wurden und werden.
www.transcript-verlag.de/ts854/ts854.php
 Leseprobe Nationalsozialismus und Geschlecht
 
Feuerkraut : eine politische Autobiografie.663
Lerner, Gerda

Wien 2009

Gerda Lerners Autobiographie gewährt einen einzigartigen
Einblick in das Leben der renommierten Historikerin
und Pionierin der Frauenbewegung. Lebendig
wird alles, was sie selbst lebte: Von der Wiener
Bourgeoisie über die Auswanderung nach Amerika
bis zu ihrer beruflichen Laufbahn als eine der feministischen
Leitfiguren des 20. Jahrhunderts. Wien
in den 20er Jahren. Gerda Kronstein wächst als
Tochter einer Künstlerin und eines Apothekers in der
höheren Wiener Gesellschaft auf, umgeben von
Kindermädchen, Salons und Kammermusik. Schon
als Kind und Jugendliche fällt sie durch ihre
rebellische Art auf, die sie später in politische Aktivität
umwandelt: Nie ein Blatt vor dem Mund und von der
marxistischen Idee beeindruckt, bietet die junge
Autorin den damals vorherrschenden Verhältnissen
die Stirn. "Fireweed" erzählt mitreißend die
Entwicklung der renommierten Historikerin, die
Anfänge und die prägenden Erlebnisse vor den und
zu Zeiten des Nationalsozialismus in Wien sowie die
Zeit nach ihrer Emigration in die USA. Mit viel
Selbstironie und Witz setzt sich Gerda Lerner mit
ihrem Werdegang auseinander, mit der gescheiterten
ersten Ehe, mit der glücklichen zweiten, mit ihrer
Rolle als Hausmutter bis hin zur eher späten
Berufung zu einer der weltbekanntesten Vertreterin
der Frauengeschichte.
http://www.onb.ac.at/ariadne
 
Klassikerinnen feministischer Theorie662
Grundlagentexte Band 1 (1789–1919)
Ute Gerhard(Hg.)
Ulla Wischermann(Hg.)
Petra PommerenkeHg.
Programmatische Texte zu Feminismus und Frauenbewegung vom 19. bis zum 20. Jahrhundert – eine Einführung in Geschichte und Theorie der Frauenbewegung für Studium und Weiterbildung.
Paperback, 414 Seiten
ISBN 978-3-89741-242-2
sofort lieferbar!
 
Die Textauswahl stellt feministische Diskurse und Politiken vor und kommentiert sie in ihrem historischen Kontext sowie in ihrer Bedeutung für die Geschichte der Frauen. In einem interdisziplinären Zugriff wird der Blick auch auf prominente Vertreterinnen der Frauenbewegungen anderer Länder gerichtet. Mit der Bereitstellung der Quellen und weiterführender Literatur eignet sich der Band insbesondere als Studien- und Textbuch für Gender Studies. Mit Texten von Olympe de Gouges, Mary Wollstonecraft, Flora Tristan, Louise Otto(-Peters), Louise Dittmar, Sojourner Truth, J. S. Mill / H. Taylor Mill / H. Taylor, Hedwig Dohm, Hubertine Auclert, Elisabeth Cady Stanton, Lily Braun, Clara Zetkin, Johanna Loewenherz, Helene Lange, Helene Stöcker, Ellen Key, Minna Cauer, Anita Augspurg, Lida Gustava Heymann, Gertrud Bäumer, Rosa Mayreder, Alice Salomon, Emma Goldman, Emmeline Pankhurst, Marianne Weber, Marie Juchacz
ULRIKE HELMER VERLAG
Neugartenstraße 36c
65843 Sulzbach / Taunus
Telefon: 06196 / 202 99 77
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Frauen aus der Dritten Welt und Erkenntniskritik?661
Die postkolonialen Untersuchungen von Gayatri C. Spivak zu Globalisierung und Theorieproduktion
Löw, Christine
Paperback, 320 Seiten
ISBN 978-3-89741-293-4
Hat der Kolonialismus Auswirkungen auf Erkenntnis und Wissenschaft? Fließen auch in kritische Ansätze wie Marxismus, Dekonstruktion und Feminismus neokoloniale Denkweisen ein? Und vor allem: Wie ist es möglich, die Perspektiven von Frauen aus der Dritten Welt – die am weitesten entfernt sind von ›reiner Theorie‹ – in derlei Überlegungen zu integrieren?
Diesen Fragen nähert sich das Buch von Christine Löw durch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Werk der postkolonialfeministischen Theoretikerin Gayatri C. Spivak. Christine Löw arbeitet heraus, dass ein Großteil der Globalisierungsdiskurse erweitert werden muss, will man die politischen Probleme von armen Frauen im globalen Süden begreifen.
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Öffnung der Sperrbezirke660
Zum Wandel von Theorien und Politik der Prostitution
Kontos, Silvia
428 S., Paperback, ISBN 978-3-89741-285-9
 
Silvia Kontos rekonstruiert zunächst im historischen Kontext die verschiedenen theoretischen Angebote, die die ›Notwendigkeit‹ und Unausweichlichkeit der Prostitution in bürgerlichen Gesellschaften erklären sollen, wobei die meisten, und auch neuere Theorieangebote wie die ›Neosexualitäten‹, einem geschlechterpolitischen ›Funktionalismus‹ das Wort reden. Der zweite Teil gilt dem politischen Regime der Prostitution, das durchaus keine stabile Regulierung der Prostitution hervorzubringen vermag. 
Welche Bedeutung hat die Prostitution im Rahmen von Geschlechterverhältnissen, die den normativen Vorgaben monogamer Eheverhältnisse immer weniger verpflichtet sind? Prostitution ist keineswegs das ›älteste Gewerbe der Welt‹, hat aber in modernen Gesellschaften eine so lange Tradition, dass sie zum Kernbestand bürgerlicher Geschlechterverhältnisse gerechnet werden muss. Warum es noch in Gesellschaften mit großer sexueller Freizügigkeit einen Bedarf an prostitutiven Angeboten gibt, ist allerdings erklärungsbedürftig. Gleichzeitig stellt die Prostitution ein hoch umkämpftes politisches Terrain dar. Auf keinem anderen Feld der Geschlechterpolitik hat der Staat in ähnlicher Weise reglementiert und reguliert wie hier.
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Das Jahrhundert des Feminismus659
Streifzüge durch nationale und internationale Bewegungen und Theorien
Anja Weckwert(Hg.)
Ulla Wischermann(Hg.)
Die Erste Frauenbewegung war eine der mächtigsten sozialen Bewegungen ihrer Zeit. Wie überhaupt erzeugten ihre Akteurinnen intern und extern die nötige Mobilisierung? Wie sahen ihre Kommunikations- und Interaktionsformen aus? Ulla Wischermann ergründet dies in einem eigenen innovativen Forschungsansatz, der die inneren Entwicklungsdynamiken und persönlichen Beziehungen der Akteurinnen, ihre Organisationen und Unterstützungsnetze, Bewegungskulturen und Gegenöffentlichkeiten als unverzichtbare Ressourcen einbezieht und so in der Lage ist, einen neuen Blick auf das Verhältnis von sozialen Bewegungen und Öffentlichkeit zu eröffnen. Eine Vollerhebung dreier zentraler Bewegungszeitschriften unterschiedlicher Ausrichtung sowie von Autobiografien, Briefen und Nachlässen macht hierzu erstmals über 3000 Quellen themenstrukturanalytisch zugänglich.
Seit der Wende zum 20. Jahrhundert gehört die »Frauenfrage« zu den wichtigsten Themen auf der politischen Tagesordnung. Hierfür spielten die Frauenbewegungen eine Schlüsselrolle: Sie thematisierten Unrechtserfahrungen und forderten die Gleichberechtigung der Geschlechter. Das vorliegende – der renommierten Soziologin und Frauenforscherin Ute Gerhard gewidmete – Buch analysiert die Entwicklungslinien, Erfolge und Misserfolge der Bewegungen und resümiert die durch sie angestoßenen Debatten und Forschungsansätze. Angesichts von Globalisierung, Hochschulreformen und Veränderungen in den Geschlechterverhältnissen fragen die Autorinnen auch nach neuen institutionellen und inhaltlichen Herausforderungen. Mit Beiträgen von Gudrun-Axeli Knapp, Myra Marx Ferree, Isabell Lorey, Elke Schüller u.v.a. Die Textauswahl stellt feministische Diskurse und Politiken vor und kommentiert sie in ihrem historischen Kontext sowie in ihrer Bedeutung für die Geschichte der Frauen. In einem interdisziplinären Zugriff wird der Blick auch auf prominente Vertreterinnen der Frauenbewegungen anderer Länder gerichtet. Mit der Bereitstellung der Quellen und weiterführender Literatur eignet sich der Band insbesondere als Studien- und Textbuch für Gender Studies. Mit Texten von Olympe de Gouges, Mary Wollstonecraft, Flora Tristan, Louise Otto(-Peters), Louise Dittmar, Sojourner Truth, J. S. Mill / H. Taylor Mill / H. Taylor, Hedwig Dohm, Hubertine Auclert, Elisabeth Cady Stanton, Lily Braun, Clara Zetkin, Johanna Loewenherz, Helene Lange, Helene Stöcker, Ellen Key, Minna Cauer, Anita Augspurg, Lida Gustava Heymann, Gertrud Bäumer, Rosa Mayreder, Alice Salomon, Emma Goldman, Emmeline Pankhurst, Marianne Weber, Marie Juchacz
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Cité des Dames Revue littéraire bisannuelle au féminin universel657
Revue littéraire bisannuelle au féminin universel,
Le Champ des Lettres foisonne de textes inédits: récits, poèmes, traductions, articles et expressions féministes du monde entier,
qui réinventent le monde par l'imaginaire.
"Rêver, c'est créer - écrire, c'est agir!"
Commander:
chèque de 16 euros
"Cité des Dames"
JL Maréchal, secrétaire
bât. Molière E3
721 rue du Pré aux clercs
34090 Montpellier
Venir au lancement:
3 février 2009, 19h
Librairie Violette and Co
102 rue de Charonne, 75011 Paris
01 43 72 16 07 www.violetteandco.com/librairie/
 
Dispositive digitaler Pornografie656
Zur Verflechtung von Ethik, Technologie und EU-Internetpolitik
Doris Allhutter
erschienen bei Campus in der Reihe Politik der Geschlechterverhältnisse, Bd. 39 2009 - 315 Seiten - kartoniert

Durch die Verbreitung der neuen Medien ist Pornografie Teil der Massenkultur geworden.
Doris Allhutter analysiert die Herstellung und Verbreitung pornografischer Inhalte über das Internet und verknüpft die technologischen Aspekte mit den ethischen und politischen Diskussionen zu diesem Thema.
Zur Entwicklung von Porno-Suchmaschinen, von computergenerierten Animationen oder Sexsimulatoren
werden pornografische Konventionen und Imaginationen über Sexualität, Geschlechterdifferenz und Begehren aktiviert. Das Buch geht der Frage nach, wie sich Pornografie als  Genre durch Informationstechnologien verändert und welche geschlechterrelevanten Mechanismen in der technologischen Inszenierung von Sexualität wirksam werden.
Die Dekonstruktion von ethischen Diskursen, von Herstellungs-, Verbreitungs- und Aneignungsprozessen digitaler Pornografie sowie der Internetpolitik der Europäischen Union zeigt die vielschichtige Verwobenheit dieser Diskurse und soziotechnologischen Praktiken zu Machtdispositiven im Sinne Foucaults.

Rezension: http://www.wortgestoeber.de/wg-besprochen/001007.php

www.oeaw.ac.at/ita/ebene4/d2-3c16.htm
 Dispositive_Digitaler_Pornografie_Infoblatt.pdf
 
Femme! radikal – queer – feminin655
Sabine Fuchs (Hg.),
"Femme! radikal – queer – feminin" stellt ein Thema in den Mittelpunkt, das viel zu lange verkannt wurde. Endlich wird queere Fem(me)ininität als eine komplexe Widerstandsform gegen Geschlechter- und Sexualitätsnormen untersucht. In zahlreichen Beiträgen setzen sich die Autor_innen mit der Frage auseinander, welche Auswirkungen Femmes auf das Wissen über Geschlechtsidentitäten, haben, wenn sie auf ihrem Feminismus, ihrer Queerness und ihrem Begehren bestehen. Als erstes deutschsprachiges Buch verleiht diese Anthologie Femmes eine selbstbewusste, politische Stimme, dokumentiert den Forschungsstand und regt zu weiteren wissenschaftlichen Auseinandersetzungen an: kritisch-analytisch, selbstironisch-provokant und leidenschaftlich-fem(me)inistisch.
www.das-femme-buch.de
 FlyerFemme(klein).pdf
 
FILLES DE JUSTICE.654
Du Bon Pasteur à l’Éducation surveillée (XIXe-XXe siècle)
Françoise TETARD, Claire DUMAS
Collection :  Autres Titres ISBN :  9782701015385
2009
Les filles de justice, décidément, sont bien embarrassantes. Depuis deux siècles, elles ont été sans cesse transférées de prisons en prisons, et toujours maintenues derrière la clôture. Ces mineures sont passées devant un juge, elles ne sont pas forcément délinquantes, mais elles pourraient l’être, elles ne sont pas forcément prostituées, mais on pense qu’elles sont au bord de l’être. L’État se sentant impuissant a « confié » la rééducation de ces filles à des congrégations religieuses, sous forme d’une mission de service public.
Cette situation a perduré même sous la Troisième République, au moment du vote des lois 1901 et 1905. en plein conflit entre confessionnels et laïques. Les établissements du Bon Pasteur, spécialisés dans la prise en charge des filles perdues et des brebis égarées, ont ainsi acquis un monopole, qu’ils ont gardé jusqu’aux années 1960. Au printemps 1968, le ministère de la Justice a décidé de racheter le Bon Pasteur de Bourges pour y installer une équipe de jeunes éducatrices fraîchement recrutées, avec l’objectif de mener ses propres pédagogies d’éducation surveillée.
 
 
Über Geschlechterdemokratie hinaus. 653
Beyond Gender Democracy.
Herausgeberinnen: Alice Prechriggl, Kirstin Mertlitsch, Utta Isop und Brigitte Hipfl
ISBN: 978-3-85435-593-9
EUR 24,80

 

www.buchhandel.de/detailansicht.aspx?isbn=978-3-85435-593-9
 
SPIELREGELN DER GEWALT. 652
Utta ISOP, Viktorija RATKOVIC, Werner WINTERSTEINER (Hg.)
Wie viel Kultur steckt in Konflikten? In welchem Zusammenhang stehen etwa Geschlechterverhältnisse, patriarchale Herrschaft, mediale Manipulation und kulturelle Gewalt? „Spielregeln der Gewalt“ fragt nach dem Anteil kultureller Aspekte bei der Entstehung und (gewalttätigen) Austragung von Konflikten. Kann eine „Kultur des Friedens“ die Rolle einer konkreten Utopie einnehmen?
www.transcript-verlag.de/ts1175/ts1175.php
 
QUER ZU DEN DISZIPLINEN.651
Wilhelm BERGER, Kirstin MERTLITSCH (Hg.)
Geschlechterverhältnisse spielen in Wissenschaftsorganisationen eine wichtige Rolle. Frauenförderung und Gender Mainstreaming tragen zu einer formalen Regulierung bei. „Quer zu den Disziplinen“ reflektiert einen darüber hinausgehenden inhaltlichen Ansatz. Welche Konsequenzen können Genderthematisierungen in konkreten Projekten in Sozialer Ökologie, Palliative Care, Technikforschung  und Didaktik haben?
www.turia.at/titel/mertlitsch.html
 
Krieg und Geschlecht650
Sexuelle Gewalt im Krieg und Sex-Zwangsarbeit in NS Konzentrationslagern
Eschebach, Insa; Mühlhäuser, Regina (Hrsg.):
Berlin: Metropol Verlag 2008.
ISBN 978-3-940938-21-3; 299 S.; EUR 19,00.
www.h-net.org/reviews/showrev.php?id=26241
 
Staat und Geschlecht649
Grundlagen und aktuelle Herausforderungen feministischer Staatstheorie
Herausgegeben von Univ.-Ass. Mag. Gundula Ludwig,
Univ.-Prof. Dr. Birgit Sauer und Univ.-Ass. Dr. Stefanie Wöhl
2009, 217 S., brosch., 29,– €, ISBN 978-3-8329-5034-7
(Staatsverständnisse, Bd. 28)
 
www.nomos-shop.de
 
Postkoloniale Soziologie 648
Empirische Befunde, theoretische Anschlüsse, politische Intervention
Julia Reuter, Paula-Irene Villa (Hg.)
November 2009, 338 Seiten, kart., 28,80 €
ISBN: 978-3-89942-906-0

Dieser Band steht für ein Programm, das die Relevanz postkolonialer Theorien für die Soziologie aufzeigt. Er bringt die aktuellen Diskussionen zum Thema aus Kultur-, Migrations- und Geschlechtersoziologie mit dem Ziel zusammen, nicht nur die Grundbegriffe und zentralen Theorien im disziplinären Kontext, sondern auch ihre gesellschaftspolitischen Implikationen vor dem Hintergrund einer postkolonialen Perspektive zu überdenken. Die vorwiegend aus dem Fach stammenden Beiträge gehen dabei sowohl theorie-systematisch wie empirisch vor, um die postkoloniale Perspektive in der Soziologie nachhaltig zu verankern.

Julia Reuter (Dr. phil.) ist Juniorprofessorin für Soziologie an der Universität Trier.
Paula-Irene Villa (Prof. Dr.) ist Professorin für Soziologie/Gender Studies an der LMU München.

www.transcript-verlag.de/ts906/ts906.php
 
Luce Irigarays Denken der sexuellen Differenz646
Eine dritte Position im Streit zwischen Lacan und den Historisten
Tove Soiland

ISBN 978-3-85132-582
479 Seiten, 40,– Euro

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Widersprüche weiblicher Selbstentwürfe um 1800644
Caroline von Wolzogens Roman »Agnes von Lilien«
Angelika Schneider
Caroline von Wolzogen (1763–1847) ging nicht als Autorin, sondern als Schillers Schwägerin in die Literaturgeschichte ein. Mit »Agnes von Lilien« schloss sie den Frauenroman an die intellektuellen Debatten der Weimarer Klassik an.
www2.txt.de/cgi-bin/WebObjects/TXTSVHelmer.woa/
 
Frauen aus der Dritten Welt und Erkenntniskritik?643
Die postkolonialen Untersuchungen von Gayatri C. Spivak zu Globalisierung und Theorieproduktion
Christine Löw

Hat der Kolonialismus Auswirkungen auf Erkenntnis und Wissenschaft? Fließen auch in kritische Ansätze wie Marxismus, Dekonstruktion und Feminismus neokoloniale Denkweisen ein? Und vor allem: Wie ist es möglich, die Perspektiven von Frauen aus der Dritten Welt – die am weitesten entfernt sind von ›reiner Theorie‹ – in derlei Überlegungen zu integrieren?

www2.txt.de/cgi-bin/WebObjects/TXTSVHelmer.woa/
 
Olympe / Heft 30: Care-Ökonomie.642
Neue Landschaften der feministischen Analysen und Debatten

Ein altes Thema – Aktuelle Debatten
Wie Care-Arbeit denken
Systematischer Druck auf die Löhne
Aktuell

www.olympeheft.ch/
 Flyer_Oly30 def.pdf
 
Mehr(wert) queer – Queer Added (Value)640
Barbara Paul, Johanna Schaffer (Hg.)
Juli 2009, 248 Seiten, kart., zahlr. Abb., 24,80 €
978-3-8376-1057-4
Visuelle Kultur, Kunst und Gender-Politiken – Visual Culture, Art, and Gender Politics
www.transcript-verlag.de/ts1057/ts1057.php
 
Jeunes couples en quête d’égalité639
Marie-Ève Surprenant
 préface de Francine Descarries, éditions Sisyphe, coll. Contrepoint, Montréal, 2009, 128 pages. Format : 10 cm x 15 cm. ISBN : 978-2-923456-14-0
 
Les jeunes couples modernes vivent-ils des valeurs différentes de celles de leurs aînés et innovent-ils dans leur quête de l’égalité entre partenaires ? Dans quelle mesure réussissent-ils, en tant qu’individus et parents au sein des nouvelles familles, à rompre avec les modèles traditionnels de rapports de sexe ? C’est notamment ce que la chercheuse Marie-Ève Surprenant a voulu savoir en interrogeant 8 jeunes femmes et 8 jeunes hommes vivant en couple. Selon les représentations et pratiques de leur vie quotidienne, elle a regroupé les participant-es de sa recherche en trois catégories qui représentent autant de conceptions de l’égalité :
la complémentarité, conception selon laquelle la division sexuelle du travail est interprétée comme une question de goût personnel ;
la valorisation des rôles sexuels, c’est-à-dire la tendance à maintenir les repères identitaires traditionnels ;
les couples associatifs, qui réussissent la déconstruction des catégories de genre.
Pour plus de renseignements : sisyphe@globetrotter.net
http://sisyphe@globetrotter.net
 
Variations publicitaires sur le genre638
Une analyse linguistique des représentations publicitaires du féminin et du masculin
Pahud Stéphanie
Sur le plan économique, le système de genre est une pierre angulaire du discours publicitaire. Il intervient dans la segmentation des marchés, la sélection des médias et des supports, l’apparence extérieure des produits, le ton des campagnes, le choix des arguments de vente et, bien sûr, les scripts des annonces. En contrepartie, sur le plan symbolique, le discours publicitaire est un dépositaire privilégié des imaginaires de genre qui circulent dans son contexte de diffusion. En cette qualité, confronté à un marché toujours plus concurrentiel, à l’instabilité croissante des consommateurs ainsi qu’à une critique médiatique, académique et publique à l’affût des stéréotypes, le discours publicitaire est amené à proposer des représentations des hommes et des femmes de plus en plus diversifiées. Le présent ouvrage, qui relève de l’analyse linguistique des discours, rentre dans la complexité de ces variations publicitaires sur le féminin et le masculin et déchiffre les imaginaires de genre dont elles relèvent. Il soulève par ailleurs la question de la dimension politique des recherches académiques.
www.arttesia.com/connaissance-de-la-langue/
 
Ehe - Familie - Verwandtschaft637
Holzem, Andreas; Weber, Ines (Hrsg.)
Vergesellschaftung zwischen Religion und sozialer Lebenswelt
[Mitherausgeber: Bauer, Dieter R]. Paderborn: Ferdinand Schöningh Verlag 2008. ISBN 978-3-506-76395-2; 481 S.; EUR 32,00.
Seit der Sozialanthropologe Jack Goody 1983 die Mittelalterforschung mit seinen Thesen über die systematische Schwächung der verwandtschaftlichen Loyalitäten durch die christliche Kirche provozierte, ist die Diskussion über die Verwandtschaftsstrukturen im vormodernen (westlichen) Europa nicht mehr abgerissen. In jüngster Zeit hat ein internationaler Kreis von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern um David Warren Sabean und Simon Teuscher Max Webers These von der Verwandtschaftsfeindlichkeit des Christentums zu Ende gedacht und eine massive Zunahme familialer Bindungen in der Neuzeit postuliert.[1] Auch Albrecht Koschorke rekurriert in seinem viel diskutierten Essay „Die Heilige Familie und ihre Folgen“ auf die Diskussionen über den Einfluss des Christentums auf die gesellschaftlichen Grundstrukturen Europas.[2] Ebenso hat Michael Mitterauer eine Akzentverschiebung von den wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Ursprüngen der Familienforschung zu den religiösen und kulturellen Deutungsmustern vollzogen.
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2009-3-117
 
Das Geschlecht des Glaubens. 636
Religiöse Kulturen Europas zwischen Mittelalter und Moderne.
Mommertz, Monika; Opitz-Belakhal, Claudia
Frankfurt am Main: Campus Verlag 2008. ISBN 9783593384504; 304 S.; EUR 34,90.
Ist das Geschlecht des Glaubens gleichzusetzen, konvergent oder zumindest irgendwie abhängig vom Geschlecht der Gläubigen? Zunächst führt der Titel etwas in die Irre, denn vom Geschlecht des „Glaubens“ (oder auch dem der Konfession bzw. der thematisierten religiösen
Kulturen) handeln die elf Beiträge zumindest in erster Linie nicht.
Vielmehr bewegen sie sich im gegenständlichen und analytischen Raum zwischen den Konzepten von Männlich und Weiblich und von Gläubigen, die die entsprechende Markierung aufweisen. Weiterhin fungieren Norm und Praxis, Individuum und Gruppe, Innen und Außen, Aneignung und Zuschreibung, historische Paradigmen und Neue Politikgeschichte als Orientierungen des mittels dieses Bands abgebildeten Diskurses. Durch Studien, die von Polen-Litauen nach Italien und Spanien (und über dieses in die Neue Welt) und vom 15. bis in das frühe 19. Jahrhundert reichen, wird die konfessionelle Identitätsbildung als europäischer Fundamentalprozess greifbar. In ihrer Einleitung weisen die Herausgeberinnen darauf hin, dass es einerseits an empirischer Umsetzung der Kategorien zur Bildung der Differenzen von männlich und weiblich sowie zwischen den religiösen Gruppen mangele. Andererseits genügten die bisherigen empirischen Studien zum Konzept Geschlecht im Konfessionalisierungsparadigma nicht dem programmatischen Anspruch der
Frauen- und Geschlechtergeschichte. Programm des Bandes ist folglich die empirische Unterfütterung – und damit Hinterfragung – historiographischer Paradigmen aus bislang vernachlässigter Perspektive.
Teil 1 fokussiert das Geschlecht als Moment der Konstituierung und Abgrenzung von Kultur(en). Zentrale und verbindende Frage ist also die nach dem „Innen“ und dem „Außen“ der Kultur und der „Grenzhoheit“ – der Macht, In- und Exklusionen auszusprechen. Während Christina Lutter hier die intrakulturelle Grenzziehung, an der Männer und Frauen mitwirkten, betrachtet, arbeitet Linda Maria Koldau an den Grenzen von öffentlich und privat/verborgen, Sonntag und Alltag, Eliten- und (vormoderne) Populärkultur sowie letztens schriftliche Überlieferung und orale Tradition (wobei der erste Begriff selbstredend der Vertreter des „Männlichen“ ist). Barbara Staudinger weist für jüdische Geschäftsfrauen nach, was auch für andere Gruppen gilt und galt und damit als Leseanleitung auch für andere Beiträge fungiert: In ihrer Selbst- wie Fremdwahrnehmung existierten religiöse Kulturen, sozialer Status und Geschlechterrolle nicht lupenrein und abgrenzbar, sondern bildeten stets Überschneidungen, Konkurrenzen oder Situationen des Nebeneinanders.
Caroline Gritschke eröffnet den 2. Teil des Bandes, in dem das Geschlecht als Moment der Disziplinierung und Kontrolle verstanden wird.
Ihr Interesse gilt den ausweichenden, heimlichen, umdeutenden Reaktionen einer Minderheit – hier die Schwenkfelderinnen und Schwenkfelder in Augsburg – auf das Disziplinierungsbestreben der Obrigkeiten.
Differenzbildungen beobachtet Gritschke in der Trennung zwischen dem Innen und dem Außen von Individuum (Gewissen) und Gruppe (Gemeinde).
Geschlechterdifferenz verortet sie in Fällen, in denen Gruppenmitglieder unter Druck gerieten, etwa unter Anklage: Hier bedienten sich Frauen des Musters der generellen geschlechtsbedingten Inkompetenz, Männer hingegen verwiesen eher auf ihren Laienstatus. Stefan Rohdewalds Blick auf die Kategorie „Geschlecht“ erlaubt erneut nicht nur Erkenntnisse über eben dieses, sondern darüber hinaus über das Rechtswesen der Frühen Neuzeit:
Gerichte entwickelten sich trotz uneinheitlicher konfessioneller und rechtlicher Lage zu normativen Akteuren in der Ordnung wichtiger Bereiche des Lebens. Recht und soziale oder geschlechtliche Rolle folgten nicht aus konkreten Konflikten, sondern bestimmten diese zunehmend a priori. Dass „Ordnung“ jedoch noch weit von einem in sich geschlossenen System entfernt war, zeigt Kim Siebenhüner mit ihrer Untersuchung der Ehepolitik des römischen Sant’Ufficio. Die Präsenz unterschiedlicher eherechtlicher Kulturen – christliche, muslimische, jüdische – machte offenbar eine Doppelstrategie notwendig, die zunächst und einerseits der Konstituierung einer homogenen Gruppe diente und anschließend bzw. andererseits auf die Sicherung und Verteidigung katholischer Glaubensinhalte und Verhaltensweisen zielte.
Antje Flüchter nimmt diesen Zweischritt für ihre Untersuchung der Wahrnehmung des Priesterzölibats in Jülich und Berg im 17. Jahrhundert methodisch gewendet auf und bietet damit in diesem Band den reflektiertesten Beitrag zur Konstruktion und Performanz von Geschlecht und den Praktiken religiöser Kulturen. Den Studien von Lyndal Roper und Susanna Burghartz folgend versteht sie die Akteure zuerst als geschlechtlich markierte Personen, dann fragt sie, welchem Geschlecht ihr Verhalten zugeschrieben und wie es bewertet wird, konkret: Welche Rolle spielte der Zölibat in der Geschlechterordnung – strukturierend, reproduzierend, modifizierend? Wie schon Staudinger und Gritschke sieht auch Flüchter weniger das Geschlecht als vielmehr das Soziale als hegemoniale Ordnungskategorie. Die Bewertung des Zölibats im Untersuchungszeitraum kann nicht allein als Indikator für erfolgreiche Konfessionalisierung dienen, sondern belegt die Rolle der Gemeinde in der Konstitution des Geistlichen – die sich allerdings mit ihren Argumentationsmustern der Obrigkeit bzw. den tridentinischen Normen anpasste. Flüchter will den geistlichen Mann zwar noch nicht als „drittes Geschlecht“ verstanden wissen, beobachtet aber ein Auseinandertreten der Normen für Geistliche und andere Männer.
Die Beiträge in Teil 3 beschreiben Geschlecht als Moment der Aneignung und Transformierung im Sprechen, Lesen und Schreiben. Mit der Beichte widmet sich Blanca Gari einem Sprechakt, der Frauen zunächst als Raum diente, in dem Codes, Rollen und Kategorien geübt und reflektiert werden konnten. Darüber hinaus trug er allerdings dazu bei, das grundsätzliche Anderssein der Frau zu identifizieren. In der Folge veränderten sich alle drei Rollen: die der Frau, die des Beichtvaters und schließlich die der Institution Beichte. Der Beitrag von Xenia von Tippelskirch zu lesenden Frauen im nachtridentinischen Italien knüpft sowohl an die von Gritschke festgestellte „geschlechtsspezifische Ignoranz“ als auch die von Koldau bemängelte männlich geprägte Überlieferung und Historiographie an: In normativen Texten zur Lektüre von Frauen sei der Nexus von Weiblichkeit und Ignoranz festgeschrieben; gleichzeitig ist das Schreiben, nicht das Lesen, der „historischere“ Akt. Die Besetzung von weiblicher Identität mit Ignoranz kann einerseits als Ergebnis unterschiedlicher disziplinierender, „schützender“ und die Wissensvermittlung kontrollierender Strategien verstanden werden, andererseits zeigen die Beispiele auch, dass diese normative Identitätsstiftung stets mit Frauen auszuhandeln blieb. Ulrike Gleixner kämpfte sich für ihre Analyse des Tagebuchschreibens als Bestandteil einer bürgerlich-religiösen Erziehung im 19. Jahrhundert durch die Geständnisse und Reflexionen sanfter, stiller, pietistischer Geister.
Neben der Zeitökonomie und einer Evaluation der Tagespflichten fungierte das Tagebuch als Apologie der Frömmigkeitspraxis. Jungen Frauen bot das Schreiben trotz häuslicher und katechetischer Anleitung Raum zur Eigenständigkeit; sie erfuhren, erkannten und konstituierten hier ihre konfessionelle Zugehörigkeit. Gleixner hält fest, dass nun die Erziehung zum vorbildlichen weiblichen Verhalten nicht (mehr?) von Frömmigkeit zu trennen ist. Mit ihrer chronologisch spätesten der vorliegenden Studien zeigt sie, dass der Prozess der Identitätsbildung nach Innen und Außen, des Aushandelns, der Fremdkontrolle und -disziplinierung nun abgeschlossen war: Die geschlechtliche Markierung wurde zur Rolle, in die Erwartungen und Verhaltensweisen eingeschrieben waren, welche sowohl angeleitet und fremdgesteuert waren, als auch angeeignet wurden und die Identität stabilisierten.
Nach diesen heterogenen Reflexionen und Verwendungen von Geschlecht, das mal als definiertes, binäres Geschlechtsmodell die Gläubigen ordnet, mal als Anlage zur Entwicklung selbst Gegenstand der Untersuchung ist, wäre ein bündelndes Fazit wünschenswert gewesen. Ähnliches gilt für die Verwendung von Konfession, Glaube, Frömmigkeit und Religion – freilich lassen sich diese jeweils als kulturelle Praxis verstehen, doch erlaubte eine klarere Verwendung oder zumindest Reflexion der Gegenstände eine höhere Präzision. Auch eine Genderkodifizierung der verwendeten Kategorien über die Gläubigen hinaus, die in einigen Beiträgen angesprochen wird – seien es sozialer Stand, Alter, Verführung, Volkssprache, Heimlichkeit – hätte hier Platz gehabt. Abgesehen davon leistet der Band im Ganzen einen alternativen Blick auf die Geschichte religiöser Kulturen in einer Zeit, in der sowohl die Konfessionen als auch das Geschlecht einer immensen Dynamik unterlagen. Er stellt vor allem dank der empirischen Grundlagen der Beiträge überkommene Erklärungsmuster in Politik-, Glaubens- und Kulturgeschichte auf den Prüfstand. Die Beiträge zeigen, dass die Konstruktion eines weiblichen religiösen Subjekts in der neuzeitlichen Identität nicht grundsätzlich als „anderes Geschlecht“ angelegt war. Eine weitere Stärke besteht in der Freilegung unserer eigenen Ordnungskategorien im Blick auf die Vormoderne, der nämlich häufig die Überlieferung und Gegenstände als geschlechtslos sehen will, doch auf eine Dominanz männlicher Überlieferung und Deutung trifft, die, mit Bourdieu, so sehr Norm wurde, dass sie ihrer Rechtfertigung nicht mehr bedarf.
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2009-3-120
 
AG Queer Studies (Hrsg.): Verqueerte Verhältnisse. 635
Intersektionale, ökonomiekritische und strategische Interventionen.
Hamburg: Männerschwarm Verlag 2009. ISBN 978-3-939542-40-7; 224 S.; EUR 16,00.
Rezensiert für H-Soz-u-Kult von:
Norbert Finzsch, Historisches Seminar, Universität zu Köln
 
2001 erschien „Jenseits der Geschlechtergrenzen“[1], ein zu Recht vielbeachteter Band, der den Raum der Queer Studies in Deutschland in vieler Hinsicht definierte, eröffnete und erweiterte. Acht Jahre später nun liegt ein zweiter Sammelband vor und man kann ohne Zweifel feststellen, dass er das erste Buch nicht nur ergänzt, sondern in vielen Bereichen in den Schatten stellt. Die immer wieder totgesagten Queer Studies sind nicht nur quicklebendig und ansehnlich, sondern politisch subversiv, ja System verändernd!
Man kann dem Herausgeber/innengremium nur Respekt zollen, denn in diesem Buch sind die Kohärenz und die Verflechtung der einzelnen Beiträge untereinander überaus beeindruckend; hier muss im Vorfeld mit den Autor/innen intensiv diskutiert worden sein. Dies zeigt auch die konzise Einleitung der Herausgeber/innen, die ausdrücklich auf die theoretischen Konzepte verweist, wie sie in „Jenseits der Geschlechtergrenzen“ festgelegt worden waren. Neu ist jedoch die explizite Rezeption des Intersektionalitätsansatzes, der ja aus dem Black Feminism stammt und nun beginnt, auch andere Bereiche der Sozial- und Kulturwissenschaften zu erobern. Intersektionalität löst die alte sozialhistorische Trias von „race, class, gender“ nun endlich ab. Man sieht sie gehen, wenn auch wehmütig, denn es war so herrlich einfach mit ihr. Nun ist eine Vielzahl von Kategorien gefragt, die in ihrer gegenseitigen Verwobenheit – und eben nicht nur als Schnittstellenanalyse – untersucht werden müssen.
Die Herausgeber/innen des vorliegenden Bandes haben sich dazu entschlossen,  Intersektionalität zu politisieren und zu ökonomisieren.
Dies ist eine notwendige Erweiterung, weil die den Queer Studies mitunter nachgesagte Ausrichtung, eine unpolitische Spielwiese liberaler Körperidentitäten zu sein, auf diese Weise nachdrücklich zurückgewiesen werden kann.[2]
Der Sammelband ist in drei Teile gegliedert, dessen erster Teil unter dem Stichwort Intersektionen genau die gegenseitige Verflechtung von Geschlecht und Sexualität mit Macht thematisiert, wobei der Fokus auf der Rassifizierung von Macht liegt. Der zweite Teil erörtert die Intersektionalität von Geschlecht und Sexualität mit der Form des Kapitalismus, die im Allgemeinen als Neoliberalismus kritisiert wird.
Der dritte Teil thematisiert „Interventionen“, die bei aller hochanspruchsvollen theoretischen Fundierung praxeologische Aspekte und ethische Fragen nicht ausklammern und so etwas wie eine „Bastelanleitung“ für ein queeres Subjekt darstellen. Unverkennbar bei allen drei Teilen ist, dass die Rezeption des Werkes von Deleuze/Guattari (D/G) [3] nun endlich auch die deutsche kulturwissenschaftliche Academia erreicht hat und beginnt, ihre Wirkung zu entfalten. Ohne, dass sich dauernd auf den Kollektivautor D/G berufen wird, ist doch in Begrifflichkeit und in Inhalten, zum Beispiel durch Verwendung der Begriffe „nomadische Subjekte“ oder Referenz auf die Arbeiten von Manuela Bojadzijev wie im Beitrag von Do Gerbig, deutlich, dass D/G in die Theoriedebatte eingeflossen sind, auch wenn nicht allen Beiträger/innen das immer und in gleicher Weise präsent zu sein scheint.
Das Niveau der vorliegenden Sammlung ist durchgängig erstklassig. Es gibt nicht, wie noch 2001, Beiträge, die qualitativ aus dem Rahmen fallen. Das ist ja auch ein Beleg dafür, dass sich die Queer Studies in Deutschland konsolidiert haben. Etwas unsicher ließ mich die Intervention von Jo Bucher und Angelika Göres („Weder Geschlecht noch Vaterland – Was hat es mit queerender Politik zu tun, wenn zwei lesbische Damen während des Zweiten Weltkrieges ins Kostüm eines hetereosexuellen deutschen  Soldaten schlüpfen?“) zurück, weil Informationen zu den beiden Protagonistinnen nur zögerlich gegeben werden und weil es mir an historischem Kontext fehlte, um sofort zu verstehen, was das Interessante und Neue an Buchers und Göres` Abhandlung ist. Bei längerer Lektüre erschloss sich mir dann die große (sexual-)politische Relevanz des gewählten Themas. Annett Loserts Beitrag zum Thema nichtheterosexueller Beschäftigter am Arbeitsplatz versteht sich als queertheoretischer Beitrag zum Thema Diversität und legt den Finger auf die Wunde des sexuellen Betriebsfriedens, den es mit Diversity Management zu fördern gilt. Ob der Homo- oder  Transphobie in Unternehmen durch Maßnahmen des Diversity Managements einschließlich des propagierten „Diversity-Awareness-Trainings“ wirksam Einhalt geboten werden kann, wage ich zu bezweifeln, da hinter diesen Konzepten stehende Idee der reibungslosen Profitmaximierung trotz schicker Anglizismen nur schlecht verschleiert werden kann. Losert weiß das auch, angesichts theoretischer Ubiquität von Diversity Management entschließt sie sich dennoch zur Propagierung einer queeren Variante dieses Konzepts.
Joke Janssens wertvoller Beitrag zum Thema Intersex bemüht sich um eine
herrschafts- und machtkritische Sprache. Die Angriffe auf Michel Foucaults Intersex-Konzept kamen mir etwas gewollt vor, zumal der deutschen Einleitung zu „Herculine Barbin“ mit dem Titel „Das wahre Geschlecht“ kein französischer Originaltext von Foucault zugrunde liegt, sondern sie als Rückübersetzung aus der amerikanischen Einleitung hervorgegangen ist. In der deutschen Forschung wird der Text aber immer wieder – zum Teil entstellend – zitiert.[4]  Dessen ungeachtet beschwört Janssen zu Recht die diskursive Leerstelle, die erst langsam dem Sprechen/Schreiben über Intersex Platz macht. Hier wird die Problematik einer Medikalisierung von Intersexualität deutlich gemacht; praktische Schlussfolgerungen vorzuschlagen, ist nicht die Sache dieses Beitrages.
Es bleibt das Verdienst, die Leerstelle als einen Mangel deutlich benannt zu haben.
Do Gerbigs Plädoyer für Kanak Attak und die AG 1-0-1 intersex und ihr Eintreten für ein Queering anti-rassistischer Positionen ist sympathisch, aber leider etwas kurz.  Renate Lorenz thematisiert „Scham“ und sexuelle Arbeit, ein Begriff, den sie wesentlich geprägt hat und zu dem sie 2007 mit Brigitta Kuster einen Band vorgelegt hat. Die Autorin verschränkt queer-theoretische Überlegungen zu Sexualität, Geschlecht und Lohnarbeit mit machtkritischen Debatten um Visualität. Es zeigt sich eine neue Subjektivierungsweise, die als »sexuelle Arbeit« bezeichnet wird. Der Arbeitsprozess ist demnach doppelt produktiv, da in diesem nicht nur ein Produkt hergestellt, sondern auch Sexualität und Geschlechtlichkeit hervorgebracht werden: Die Arbeitskraft, die eine Leistung verrichtet, ist also einerseits Ware, zugleich wird sie jedoch in einem Arbeitsverhältnis als vergeschlechtlichte Person mit spezifischen Fähigkeiten adressiert. Sonja Mönkedieck erläutert die Performativität der „Unternehmerinnen ihrer selbst“ anhand der Inszenierung von Monkeydick Productions und kommt zu überraschenden Ergebnissen. Antke Engel untersucht Sexualität und Ökonomie im Neoliberalismus unter der Rubrik „Ökonoqueer“, während Alexandra Ganser sich sehr lustvoll der Schriftstellerin Erika Lopez und den Flaming Iguanas in der Tradition der pikaresken Literatur zuwendet. Hinreißend queer ist der Beitrag von Felix Krämer und Nina Mackert zu Plessy v.
Ferguson von 1896 und der Politik des sexual/racial Passing. Plessy v.
Ferguson ist in der Forschung immer wieder als Beleg für die juridische Absicherung einer längst praktizierten Form der rassistischen Diskriminierung herangezogen worden. Mackert/Krämer zeigen auf, dass im Passing Elemente queerer Selbstinszenierung aufgefunden werden können.
Jin Haritaworn leistet einen reflektierten Beitrag zum Thema Homophobie auf dem Kiez und ethnischem Othering, der die Grenzen einer an vermeintlich „westlichen Werten“ orientierten Geschlechterpolitik demonstriert, wenn diese Voraussetzungen ihrer eigenen Konstruktion nicht reflektiert.
Alles in allem zeigt dieser Band noch einmal, wie wichtig und produktiv die Auseinandersetzung mit den Queer Studies für die Geistes- und Kulturwissenschaften in Deutschland sein kann, wenn ein kritischer Impuls die Produktion und Rezeption queerer Positionen infiziert. Dies ist dem vorliegenden Band in bemerkenswerter Weise gelungen. 
Anmerkungen:
[1] Ulf Heidel u.a. (Hrsg.), Jenseits der Geschlechtergrenzen.
Sexualitäten, Identitäten und Körper in Perspektiven von Queer Studies, Hamburg 2001.
[2] Annamarie Jagose / Corinna Genschel, Queer Theory: Eine Einführung, Berlin 2001, S. 129-130.
[3] Gilles Deleuze / Felix Guattari, Anti-Ödipus. Kapitalismus und Schizophrenie I, Frankfurt 1974. Gilles Deleuze / Felix Guattari, Tausend Plateaus. Kapitalismus und Schizophrenie II, Berlin 1992.
[4] Siehe Michel Foucault, Dits et Ecrits, Band IV, Paris 1980, S.115-123.
 
Genres et sexualités, Paris, Editions de la BPI, 2009634
Vincent Avrons, Marc Bessin, Jérôme Bougerolles, Cabral Camille, Sylvie Chaperon, Dominique Fougeyrollas-Schwebel, Christelle Hamel, Marie-Élisabeth Handman, Les Panthères roses, Brigitte Lhomond, Bozon Michel, Pascale Molinier, Pascale Ourbih, Patricia Paperman, Sabine Prokhoris, Thierry Schaffauser, Fabrice Virgili

 
http://editionsdelabibliotheque.bpi.fr/livre/?GCOI=84240100414050&fa=description
 
Genres et sexualités, Paris, Editions de la BPI, 2009633
Vincent Avrons, Marc Bessin, Jérôme Bougerolles, Cabral Camille, Sylvie Chaperon, Dominique Fougeyrollas-Schwebel, Christelle Hamel, Marie-Élisabeth Handman, Les Panthères roses, Brigitte Lhomond, Bozon Michel, Pascale Molinier, Pascale Ourbih, Patricia Paperman, Sabine Prokhoris, Thierry Schaffauser, Fabrice Virgili

 
http://editionsdelabibliotheque.bpi.fr/livre/?GCOI=84240100414050&fa=description
 
Entre le marteau et l'enclume... Rapport sur la situation des personnes transgenres actives dans les métiers du sexe à Lausanne (conditions de vie, de santé, problématiques de violences et d'exclusion sociale et préventions des IST - VIH/sida632
Fabian Chapot, Denise Medico et Erika Volkmar
publié par la Fondation Agnodice
Cette importante recherche qualitative, au sein d’une population jamais encore étudiée en Suisse de manière systématique, décrit et documente l’enclume des vulnérabilités inévitablement associées au travail du sexe... et le marteau des violences, dénis, abus et ignorances que la volonté des autorités politiques, médicales et administratives suisses pourrait éviter ou diminuer.
Le rapport conclut sur une série de recommandations appelant à l’action les autorités en charge de la santé publique, de la police et de la justice et des prisons. La fondation Agnodice, qui a conçu, mené et financé cette étude, répond volontiers à toute demande de renseignement, de sensibilisation ou de formation sur ce sujet.
Le rapport peut être obtenu :
- en version papier sur simple demande e-mail à info[at]agnodice[point]ch  avec votre adresse postale
- par téléchargement en pdf sous www.agnodice.ch/Entre-le-marteau-et-l-enclume
http://www.agnodice.ch
 
Kritik des Okzidentalismus631
Transdisziplinäre Beiträge zu (Neo-)Orientalismus und Geschlecht
Gabriele Dietze, Claudia Brunner, Edith Wenzel (Hg.)
Transcript, Bielefeld, Reihe GenderCodes September 2009, 318 S., kart., 29,80 €, ISBN 978-3-8376-1124-3
Unter »Okzidentalismus« wird hier ein Diskurs abendländischer Hegemonieproduktion verstanden, der ein »orientalisiertes« Anderes in der muslimischen Diaspora und im politischen Islamismus verkörpert sieht. »Okzidentalismuskritik« begreift Neo-Orientalismen und antimuslimische Rassismen nicht als Folge von Migration und internationalen Konflikten, sondern als Kristallisation neuer nationaler und europäischer Identitätsbildungen, in der Gender und Sexualpolitik eine strategische Rolle spielen. Das transdisziplinäre Projekt führt Beiträge aus der Postcolonial, Queer und Critical Whiteness Theory auf historischen sowie sozial- und kulturwissenschaftlichen Feldern zusammen.
www.transcript-verlag.de/ts1124/ts1124.php
 OKZIDENTALISMUS.BOOKCARD.PDF
 
Gleich gleicher ungleich. 630
Paradoxien und Perspektiven von Frauenrechten in der Globalisierung
Christa Wichterich
Verlag Ulrike Helmer, 240 Seiten, 19,90 EUR



 

www.weltbild.de/3/15938756-1/buch/gleich-gleicher-ungleich.html
 
Über Geschlechterdemokratie hinaus. 629
Beyond Gender Democracy
Klagenfurt:
Drava Verlag. 2009. ISBN 978-3-85435-593-9
Über Geschlechterdemokratie hinaus - Beyond Gender Democracy: Die Publikation geht folgenden Fragen aus philosophisch-politischer, rechtswissenschaftlich-zeitgeschichtlicher, feministischer und kulturwissenschaftlicher Sicht auf den Grund: In welchem Spannungsverhältnis stehen repräsentationspolitische bzw. effektiv demokratische, d. h. partizipative Elemente zur Ausgrenzung bzw. Teilhabe von Frauen an der Machtausübung?
Welche Implikationen haben die Veränderungen in der Normsetzung bezüglich gleich- und verschiedengeschlechtlicher PartnerInnenschaften für die demokratische Verfasstheit der Gesellschaft und umgekehrt: Welche Demokratisierungseffekte haben mit zu diesen Normsetzungsprozessen geführt?
 
Alltag und Aneignung in Psychiatrien um 1900628
Selbstzeugnisse von Frauen aus der Sammlung Prinzhorn
Monika Ankele
 
Heim und Unheimlichkeit bei Rainer Maria Rilke und Lou Andreas-Salomé627
Literarische Wechselwirkungen.
Cornelia Pechota Vuilleumier


2010. ca. 360 S. mit 28 zum Teil farbigen Abbildungen.
Gebunden. (GERMANISTISCHE TEXTE UND STUDIEN, Bd. 85)
ISBN 978-3-487-14252-4
www.cpv-intertext.com/Pages/publikationen.htm
 Subskription Rilke_Lou.pdf
 
Chancengleichheit 2000-2007 kann heruntergeladen werden/ Le rapport d’évaluation du programme fédéral «Égalité des chances entre femmes et hommes dans les universités» 2000 – 2007626
Christine Spreyermann et Christine Rothmayr
Résumé:
Évaluation du programme fédéral « Égalité des chances entre femmes et hommes dans les
universités »
Le programme fédéral Égalité des chances 2000 – 2007 vise à augmenter la proportion des professeures et à
améliorer globalement l’égalité des chances au sein des universités suisses. La proportion des professeures devait
être multipliée par deux en 2006 par rapport à 1999. L’ancrage à moyen et long termes des mesures spécifiques
visant à promouvoir l’égalité constitue également l’un des objectifs du programme.
Les mesures se divisent en trois modules à mettre en oeuvre dans les universités de Bâle, Berne, Fribourg, Genève,
Lausanne, Neuchâtel, Saint-Gall, Zurich, Lucerne et du Tessin. Le module 1, Système d’incitation, entend
motiver les universités à nommer davantage de professeures. Le module 2, Mentoring, met à disposition des
moyens financiers pour développer les systèmes de tutorat et de mise en réseau visant à l’encouragement de la
relève féminine. Le module 3, Garde d’enfants, investit dans le développement des structures d’accueil des enfants.
Cette évaluation recense les effets du programme huit ans après sa mise en place, c’est-à-dire à la fin de la
deuxième période du programme (1ère période 2000-2003, 2ème période 2004-2007). Au centre de l’évaluation
finale se trouvent les questions des résultats et des effets du programme fédéral ainsi que la pérennité des mesures
et des activités. Le programme fédéral Égalité des chances a des objectifs clairs tant en termes de résultats
qu’en termes d’outcome et d’impact. La proportion des professeures doit être de 14 % en 2006 (module 1). Les
participantes aux projets doivent disposer de compétences accrues en vue de leur carrière académique et plus de
femmes doivent s’engager dans une carrière scientifique (module 2). Les universités doivent disposer de structures
de garde pour les enfants en quantité suffisante (module 3). Des mesures pour assurer l’égalité des chances
doivent être établies durablement au sein des universités (programme dans sa totalité).

http://www.sbf.admin.ch/htm/dokumentation/publikationen_de.html
 
Boys-Talk624
ICHS-Reihe Bd. 27
Michael Herschelmann

Preis: 24.00 Euro
2009 1. Aufl. 248 S. PB
ISBN: 978 3 86541 327 7

Eine explorative Untersuchung zur narrativ-biographischen (Re) Konstruktion sozialer (selbst-reflexiver) Geschlechtsidentität

Viele Studien zeigen, dass soziale Konstruktionen „traditioneller Männlichkeit“ mit Problemen für die Jungen selbst und für andere verbunden sind. Daher stand in dieser Untersuchung der Prozess, in dem Jungen und männliche Jugendliche eine Persönlichkeit, die sich in Distanz zu traditioneller Männlichkeit entwickelt, im Mittelpunkt. Die Forschungsfrage war, welche biographischen Erfahrungen oder Lebensbedingungen zu der Geschlechtsidentitätsentwicklung bei den wenigen jungen Männern beigetragen haben, die sich von diesen Konstruktionen distanzieren. Es wurden problemzentrierte biographische Interviews mit männlichen Spätadoleszenten durchgeführt und ausgewertet.
Grundlage ist ein abbild- und tätigkeitstheoretisches Modell männlicher Persönlichkeitsentwicklung, das mit narrationspsychologischen Erkenntnissen zur Identitätsentwicklung in der Adoleszenz und psychoanalytischen Annahmen zur Spätadoleszenz weiterentwickelt wurde. Das Modell beschreibt den Prozess der Entwicklung vom Jungen zum Mann und wie sich darin ontogenetisch die Fähigkeit zur Distanzierung von traditioneller Männlichkeit ausbildet. Die empirische Studie gibt einen Einblick, welche biographischen Erfahrungen oder Lebensbedingungen zu dieser Geschlechtsidentitätsentwicklung bei männlichen Spätadoleszenten beigetragen haben.
In diesem Buch wird sowohl eine Brücke geschlagen von der Tätigkeitstheorie und Kulturhistorischen Schule zur narrativen Psychologie und Psychoanalyse als auch zur Männlichkeits- und Geschlechterforschung.

www.ich-sciences.de
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Der Stoff, aus dem Konflikte sind 623
Debatten um das Kopftuch in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Sabine Berghahn, Petra Rostock (Hg.)
(unter Mitarbeit von Alexander Nöhring)
Juni 2009, 526 Seiten, kart., 29,80 €
978-3-89942-959-6
Die Kontroversen um das ›islamische Kopftuch‹ haben gezeigt, dass dabei um mehr als nur ein Stück Stoff gestritten wird. Vielmehr dient der Kopftuchstreit als Projektionsfläche, auf der die verschiedenen Konfliktlinien der Einwanderungsdebatten in Europa sichtbar werden.
Dieses Standardwerk lässt namhafte Autorinnen und Autoren zu Wort kommen, die aus rechts-, sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive erklären, welche Werte und Prinzipien in der Auseinandersetzung um das Kopftuch zur Verhandlung stehen.
Über die deutsche Debatte hinaus gibt der Band Auskunft über den Umgang mit der umstrittenen Kopfbedeckung in Österreich und der Schweiz und gewährt Einblicke in die britischen und französischen Diskussionen.
Sabine Berghahn (PD Dr.), Politikwissenschaftlerin und Juristin, arbeitet derzeit am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin, ab Herbst 2009 an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin.
Petra Rostock, Politikwissenschaftlerin, promoviert an der Goethe-Universität Frankfurt/Main.
www.transcript-verlag.de/ts959/ts959.php
 
Bilder von Sexualität und Ökonomie 622
Queere kulturelle Politiken im Neoliberalismus
Antke Engel
Mai 2009, 258 Seiten, kart., 26,80 €
978-3-89942-915-2

Gibt es eine intime Beziehung zwischen sexueller Freiheit und Marktfreiheit? Bilder dissidenter Sexualität und geschlechtlicher Ambiguität finden sich heute nicht nur in sexueller Subkultur, sondern auch in kommerzieller Werbung. Die entstehenden Überlappungsfelder – queere Diskurse in kommerziellen ebenso wie neoliberale Diskurse in queeren visuellen Produkten – sind Schauplätze kultureller Politiken.
Aus einer queeren Perspektive lotet dieser Band das Verhältnis von Sexualität und neoliberaler Ökonomie aus: Wie bedingen sie sich wechselseitig? Fordern sie sich gegenseitig heraus?
Die Studie bietet zudem methodische Anregungen zum Einsatz kulturwissenschaftlicher Bildlektüren in sozialwissenschaftlicher Forschung.

Antke Engel (Dr. phil.) ist Leiterin des Instituts für Queer Theory (Hamburg/Berlin) und Research Fellow am Institute for Cultural Inquiry (ICI Berlin).

www.transcript-verlag.de/ts915/ts915.php
 
Wissenssoziologie 621
Sabine Maasen
(2., komplett überarbeitete Auflage)
Mai 2009, 126 Seiten, kart., 10,80 €
978-3-89942-421-8
Die Wissenssoziologie vollzieht eine radikale Soziologisierung des Wissens: Dass Vergesellschaftung im Medium des Wissens geschieht und alles Wissen standortgebunden ist, haben Autoren wie Scheler und Mannheim bereits Ende der 1920er Jahre eingeführt. Seither werden Fragen nach der Produktion von Wissen, den Bedingungen und Formen seiner Rezeption sowie der daraus resultierenden Dynamik des Wissens in der Gesellschaft auf vielfältige Weise untersucht. Wichtige Weiterentwicklungen finden sich u.a. in der Sozialphänomenologie der Lebenswelt, in der (post-)strukturalistischen Diskursanalyse und der systemtheoretischen Semantikanalyse.
Wie die neu bearbeitete Auflage des Einführungsbandes zeigt, ist im Zuge der Debatte über die »Wissensgesellschaft« Wissen zu einem Leitbegriff geworden. Es wird heute zunehmend operativ charakterisiert: als anhaltende Lernbereitschaft, für Nichtwissen sensibilisierend, auf Management angewiesen und umfassend inform(atis)iert. Das erstarkte akademische und gesellschaftliche Interesse am Wissen leistet überdies aktuell der Herausbildung einer multidisziplinären »Wissensforschung« Vorschub. Der Preis dieses Erfolgs: Wissen ist (und bleibt wohl auch) eine multidimensionale Kategorie.
Sabine Maasen (Prof. Dr. phil.) lehrt Wissenschaftsforschung und -soziologie an der Universität Basel.
www.transcript-verlag.de/ts421/ts421.php
 
LIEBE, SEXUALITÄT, EHE UND PARTNERSCHAFT - PARADIGMEN IM WANDEL620
BEITRÄGE ZUR ORIENTALISTISCHEN GENDER-FORSCHUNG
Roswitha Badry, Maria Rohrer, Karin Steiner (Hrsg.)
300 Seiten, Hardcover, 49.90EUR,
ISBN: 978-3-939348-16-0

 

www.fwpf.de/index.php?isbn=9783939348160
 
Gender Studies in Ausbildung und Arbeitswelt619
Brigitte Liebig, Monique Dupuis, Thanh-Huyen Ballmer-Cao, Andrea Maihofer (Hrsg.)
Verlag :  Seismo
ISBN :  978-3-03777-066-5
1. Aufl. 24.04.2009
Die Integration einer gender-sensiblen Perspektive in Bildung und Forschung gilt heute als unverzichtbar für die Bewältigung der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Was aber können Gender Studies für die Gesellschaft leisten? Welche Qualifikationen und beruflichen Perspektiven vermitteln sie in Aus- und Weiterbildung und inwieweit wird Gender Wissen auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt? Fragen wie diese bilden Ausgangpunkt einer theoretischen und empirischen Betrachtung von Gender Studies in der Schweiz.
Die Beiträge schildern die Herausforderungen, die sich der jungen Disziplin im Schnittfeld der Ansprüche und Rationalitäten von Bildung und Arbeitsmarkt stellen. Sie verweisen auf die wissenschafts- und hochschulpolitische Relevanz, auf die Potentiale und den Nutzen, den Gender Studies für Frauen und Männer, für berufliches Handeln und gesellschaftliche Entwicklungen besitzen. Dabei hält das Buch auch zahlreiche Hinweise bereit, wie das Profil der wissenschaftlichen Ausbildung im Fachgebiet Gender Studies im Dialog mit der Arbeitswelt geschärft werden kann.
www.buch.ch/shop/home/artikeldetails/
 
Égalité et diversité618

 
Dossier coordonné par Jacqueline Laufer et Rachel Silvera
Travail, genre et sociétés n° 21/2009, "Égalité et diversité"

Présentation :
En France, les débats sur la diversité en entreprise se développent depuis quelques années. Mais qu’en est-il des liens entre égalité femmes/hommes et diversité ? Les positions actuelles en faveur de la diversité n’incluent pas toujours le genre : tout se passe comme si les lois sur l’égalité entre les femmes et les hommes étaient désormais acquises et suffisantes. Or l’égalité est transversale à l’ensemble des discriminations et considérer le genre comme une forme de discrimination – au même titre que l’origine, la religion, l’orientation sexuelle, l’âge – est problématique. On pourrait y voir le risque de la dilution de la question de l’égalité entre hommes et femmes dans la diversité. L’objet de ce dossier est de traiter de cette question d’une actualité évidente.

Dossier :
L’égalité professionnelle entre les hommes et les femmes est-elle soluble dans la diversité ?, par Jacqueline Laufer
Statistiques ethniques : tabous et boutades, par Monique Meron
La gestion des minorités discréditables : le cas de l’orientation sexuelle, par Christophe Falcoz et Audrey Bécuwe
Égalité, diversité et… discriminations multiples, par Marie-Thérèse Lanquetin
Sommaire et infos : http://www.editionsladecouverte.fr/catalogue/index-_galite_et_diversite-9782707157508.html

http://www.tgs.cnrs.fr/
 
État / Travail / Famille : « conciliation » ou conflit ?617
Coordoné par Jacqueline Heinen, Helena Hirata et Roland Pfefferkorn
Cahiers du Genre 46 / 2009 "État / Travail / Famille : « conciliation » ou conflit ?"
Ce numéro présente des travaux comparatifs centrés sur les politiques sociales et familiales mises en œuvre dans différents pays au cours de la période récente. Les auteur·e·s s’intéressent à l’impact de ces politiques publiques sur la vie professionnelle et la vie familiale des femmes et à leurs effets globaux, notamment en termes d’emploi, de fécondité, de care.
 
Les textes réunis dans ce volume questionnent les politiques
publiques au regard de l’articulation vie professionnelle/vie
familiale. S’agissant des femmes, depuis le début des années 1990, cette articulation ainsi que les politiques publiques la concernant sont le plus souvent présentées en termes de ‘conciliation’. Mode de conceptualisation, d’une part, définition de politiques — notamment au niveau de l’Europe — d’autre part, la ‘conciliation travail/famille’ a produit une importante littérature tant étatique que scientifique 1. Cette notion de ‘conciliation’, qui se présente comme universelle mais ne s’applique qu’aux femmes, a cependant, et à juste titre, fait l’objet de vives critiques (Junter-Loiseau 1999). En effet, elle « semble suggérer que le cumul des tâches domestiques et de l’exercice d’une activité professionnelle peut se faire dans des conditions harmonieuses » (Fagnani, Letablier 2001, p. 4). Des expressions alternatives ont été proposées par des chercheuses travaillant dans ce domaine qui mettent l’accent sur la contradiction, la tension ou le conflit, plutôt que sur une supposée ‘conciliation’.
http://cahiers_du_genre.pouchet.cnrs.fr/
 
"Le droit à l'épreuve du genre. Les Lois du genre I " 616
Coordination du numéro: Laure Bereni, Alice Debauche, Emmanuelle Latour, Karine Lempen, Anne Revillard
Nouvelles Questions Féministes 28-2 "Le droit à l'épreuve du genre. Les Lois du genre I " Editions Antipodes / 144 pages
 
Comment le droit contribue-t-il à reproduire, ou à l’inverse à subvertir les rapports de genre ? Dans quelle mesure des textes de loi apparemment neutres s’avèrent-ils avoir des effets discriminatoires dans les domaines de l’emploi, de la famille, du droit d’asile ou des violences envers les femmes ? Que sait-on de l’impact des dispositifs juridiques visant l’égalité ? Peuvent-ils avoir des effets pervers ? Comment définir juridiquement le concept d’égalité pour faire du droit un véritable outil de changement social ? Telles sont les principales questions abordées par les contributrices à ce numéro, qui explorent les « lois du genre » non seulement « dans les textes », mais aussi « en action » (jurisprudence, application du droit par des instances administratives) à partir d’études minutieuses des dispositifs juridiques.
 
Différents aspects du droit – et de la vie sociale – sont traités, à partir d’une diversité de cas nationaux : violences faites aux femmes en Espagne et en France, divorce et séparation des couples au Canada, partage de la garde des enfants en cas de séparation parentale et droit à la retraite des fonctionnaires en France, application du droit d’asile aux requérantes lesbiennes en Belgique et au Royaume-Uni, droit à l’assurance chômage en Suisse.
 
Si certaines contributions insistent sur la dimension patriarcale du droit et sur la manière dont le principe d'égalité entre les sexes peut, paradoxalement, être invoqué pour remettre en question certains droits acquis de haute lutte par les femmes, dans le cadre d'un divorce par exemple, d’autres dressent un constat plus nuancé. Bien que souvent utilisé pour renforcer la domination masculine, le droit peut aussi être mobilisé dans un sens émancipateur, comme le propose un article dans le cas des demandes d’asile de réfugiées lesbiennes. A la fois instrument d’oppression et outil de résistance, le droit reflète finalement la complexité des rapports de genre eux-mêmes, faits de domination mais aussi de contre-pouvoirs.
Contact pour ce numéro : alice.debauche@ined.fr (France) ; karine.lempen@unige.ch (Suisse)
 
Gender Issues in der ländlichen Sozialforschung615
Theresia Oedl-Wieser und Ika Darnhofer
Gender Issues. Sonderheft des Jahrbuches der österreichischen Gesellschaft für Agrarökonomie Band 18, Heft 2.
Wien: Facultas.wuv. ISBN 978-3-7089-0432-0. € 17,-
Das Sonderheft „Gender Issues“ des ÖGA Jahrbuches 2008 gibt einen Überblick über die Forschungstätigkeit zu Frauen‐ und Geschlechterfragen in der ländlichen Soziologie in Österreich und angrenzenden Nachbarländern (Deutschland, Italien, Schweiz, Slowenien). Themen wie Gestaltung ländlicher Lebensräume, soziale Sicherheit, Hofnachfolge auf bäuerlichen Betrieben, Erwerbskombination oder Arbeits‐ und Lebensverhältnisse auf Höfen werden in den Beiträgen aus Frauen‐ und Geschlechterperspektive analysiert. Das Sonderheft gibt auch einen Überblick über unterschiedliche methodische Ansätze, um ungleiche Geschlechterverhältnisse zu erfassen und zu analysieren. Mit dieser Publikation soll ein erster wichtiger Schritt getan werden, die vielfältige Forschungstätigkeit in diesem Forschungsfeld sichtbar zu machen.
http://oega.boku.ac.at/index.php?id=153
 
Verqueerte Verhältisse614
Intersektionale, ökonomiekritische und strategische Interventionen
AG Queer Studies
ISBN: 978-3-939542-40-7
Männerschwarm Verlag
Hamburger, 2009
Dem Band liegt ein Verständnis von Queer
Theory zugrunde, das den Blick über die „klassischen“ Themenfelder der Queer Studies erweitern und Regime der Heteronormativität und Zweigeschlechtlichkeit in ihrer Verwobenheit mit anderen Herrschaftsachsen untersuchen will.
Neben Sexualitäten und Geschlechterkonstruktionen rücken vielfältige gesellschaftliche Felder und wissenschaftliche Disziplinen in den Blick, in denen (Identitäts-)Kategorien festgeschrieben und Machteffekte produziert werden.
Machtvolle Zuschreibungen und ihre performative Herstellung sind nahezu jedem gesellschaftlichen Handeln und Sprechen immanent und können damit zum Untersuchungsgegenstand werden. Queer Studies stehen demnach vor der Herausforderung, ihr Untersuchungs- und Interventionsfeld radikal erweitern zu müssen und dennoch in ihrer Methodik und (wissens-)politischen Zielsetzung nicht beliebig zu werden. Dieses Buch möchte einen Beitrag zu diesem Projekt leisten.
Die AG Queer Studies organisiert die Vorlesungsreihe "Jenseits der Geschlechtergrenzen", die sich seit 1990 neuen Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Queer Studies widmet.
 verqueertflyer.pdf
 
Intersektionalität613
Zur Analyse sozialer Ungleichheiten
Gabriele Winker, Nina Degele
Juni 2009, 166 Seiten, kart., 13,80 Euro
ISBN: 978-3-8376-1149-6

Das Thema soziale Ungleichheit steht nach wie vor im Zentrum der Soziologie.
Die mehrdimensionale Analyse sozialer Ungleichheit stellt unter dem Begriff der "Intersektionalität" in den letzten Jahren die wohl größte Innovation in diesem Feld dar und gewinnt auch in der Lehre zunehmend an Bedeutung - insbesondere in den Modulen zur Soziologie sozialer Ungleichheit, zur Sozialstrukturanalyse und zu den Gender Studies.

Erstmals im deutschsprachigen Raum liegt nun eine kompakte Analyse dieses zentralen Ansatzes der Soziologie sozialer Ungleichheit vor. Die Ausarbeitung einer klaren forschungsanleitenden Theorie und Methodik machen den Band zu einem wertvollen Begleiter in Lehre und Forschung.

Gabriele Winker (Prof. Dr.) lehrt Arbeitswissenschaft und Gender Studies an der TU Hamburg-Harburg.

Nina Degele (Prof. Dr.) lehrt Soziologie und Gender Studies an der Universität Freiburg.

www.transcript-verlag.de/ts1149/ts1149.php
 
Spielregeln der Gewalt612
Kulturwissenschaftliche Beiträge zur Friedens- und Geschlechterforschung
Utta Isop, Viktorija Ratkovic, Werner Wintersteiner (Hg.)
Juni 2009, 290 Seiten, kart., 28,80 Euro
ISBN: 978-3-8376-1175-5
 
Wie viel Kultur steckt in Konflikten? In welchem Zusammenhang stehen etwa Geschlechterverhältnisse, patriarchale Herrschaft, mediale Manipulation und kulturelle Gewalt?
Dieser Band fragt nach dem Anteil kultureller Aspekte bei der Entstehung und (gewalttätigen) Austragung von Konflikten. In den Beiträgen, die im interdisziplinären Forschungsnetzwerk "Kultur & Konflikt" (Klagenfurt) entstanden sind, nimmt der Terminus "Kultur des Friedens" die Rolle einer konkreten Utopie ein - visionär genug, um ein großes, längerfristiges Ziel abzugeben, und konkret genug, um sich ihm in messbaren Schritten zu nähern.
Utta Isop (Mag.a phil.) lehrt Frauen- und Geschlechterstudien an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.
Viktorija Ratkovic (Mag.a phil.) ist die Geschäftsführerin des Zentrums für Frauen- und Geschlechterstudien an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.
Werner Wintersteiner (Univ.-Prof. Dr. phil.) ist Leiter des Zentrums für Friedensforschung und Friedenspädagogik an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.
www.transcript-verlag.de/ts1175/ts1175.php
 
"Verqueerte Verhältnisse. Intersektionale, ökonomiekritische und strategische Interventionen"611
Kartoniert, 224 Seiten,
16,00 EUR (D)
ISBN: 978-3-939542-40-7
 
AG Queer Studies (Uni Hamburg) hat einen neuen Sammelband zu ihrer Vortragsreihe "Jenseits der Geschlechtergrenzen" veröffentlicht.
"Verqueerte Verhältnisse. Intersektionale, ökonomiekritische und strategische Interventionen" ist im Männerschwarm Verlag erschienen und versammelt 10 Beiträge von Jin Haritaworn, Felix Krämer, Nina Mackert, Alexandra Ganser, Antke Engel, Sonja Mönkedieck, Renate Lorenz, Do Gerbig,
Joke Janssen, Annett Losert, Jo Bucher und Angelika Göres.
Dem Band liegt ein Verständnis von Queer Theory zugrunde, das den Blick über die "klassischen" Themenfelder der Queer Studies erweitern und Regime der Heteronormativität und Zweigeschlechtlichkeit in ihrer Verwobenheit mit anderen Herrschaftsachsen untersuchen will. Neben Sexualitäten und
Geschlechterkonstruktionen rücken vielfältige gesellschaftliche Felder und wissenschaftliche Disziplinen in den Blick, in denen (Identitäts-)Kategorien festgeschrieben und Machteffekte produziert werden. Machtvolle
Zuschreibungen und ihre performative Herstellung sind nahezu jedem gesellschaftlichen Handeln und Sprechen immanent und können damit zum Untersuchungsgegenstand werden. Queer Studies stehen demnach vor der Herausforderung, ihr Untersuchungs- und Interventionsfeld radikal erweitern zu müssen und dennoch in ihrer Methodik und (wissens-) politischen Zielsetzung nicht beliebig zu werden. Dieses Buch möchte einen Beitrag zu diesem Projekt leisten.
Weitere Informationen finden sich online auf
http://agqueerstudies.de/bucher/2009/
 
Rezensionsexemplare sind erhältlich über
den Verlag (presse@maennerschwarm.de)
 
Der Westen – ein Sodom und Gomorrah?610
Westliche Frauen und Männer im Fokus ägyptischer Musliminnen
Mona Hanafi El Siofi
ISBN 978-3-89741-281-1
Paperback, 212 Seiten
22,00 € / 39,00 SFr
Wie stellen sich muslimische Ägypterinnen die Geschlechterverhältnisse in der westlichen Welt vor? Imaginieren sie grenzenlose Verdorbenheiten? Sehen sie Frauen im Westen als Terroropfer sexueller Scheinfreiheiten? Oder erträumen sie sich womöglich ein rosarotes Bild von europäischen Männern?
Indem gefragt wird, wie Musliminnen westliche Geschlechterverhältnisse charakterisieren, findet ein Perspektivenwechsel statt. Denn sonst stehen muslimische Frauen regelmäßig im Kreuzfeuer westlicher Medien, die mit ihren negativen Pauschalisierungen wohl kaum soziale Realitäten wiedergeben. Die ethnologische Studie von Mona Hanafi El Siofi versucht daher eine differenzierte Schilderung der Lebenszusammenhänge muslimischer Frauen in Kairo. Anhand zahlreicher Interviewausschnitte reflektiert sie deren Sicht auf ihre eigene wie auch die westliche Gesellschaft und ganz besonders auf die Geschlechterbeziehungen.
Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die Alltagsbereiche Familie, Partnerschaft und Berufstätigkeit sowie die Frage von Religion, Emanzipation und Modernität. In der Sichtung tritt jedoch weit mehr und differenzierteres zu Tage als das in den ägyptischen Medien kursierende Bild eines westlichen ›Sodom und Gomorrha‹.
Hanafi El Siofis qualitative, akteurinnenorientierte Studie gibt den ägyptischen Frauen anhand von zahlreichen Interviewausschnitten eine eigene Stimme, ohne über dem Versuch, die Alltagsrealität dieser Frauen angemessen darzustellen, in eine beschönigende oder romantisierende Einseitigkeit zu verfallen.
 
 
AUTORIN
Mona Hanafi El Siofi (M.A.), geb. 1968, studierte Islamwissenschaften, Soziologie und allgemeine Sprachwissenschaft, danach Germanistik und Philosophie sowie Ethnologie, Psychologie und Gender Studies an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Seit 2002 ist sie Rezensentin und seit 2004 auch Redakteurin bei den Freiburger GeschlechterStudien (vormals Freiburger FrauenStudien).
www.ulrike-helmer-verlag.de
 
HipHop als subversive Kraft609
Zur Konzeption von Machtverhältnissen
und deren Dynamik in den Cultural Studies
Isabella Klausegger
15,5 x 23,5 cm
Broschur
ca. 340 Seiten
€ 24,80
ISBN 978-3-85409-517-0
 
»Was mich interessiert, sind kulturelle Strategien, die etwas verändern und die Anordnung der Macht verschieben können.«
Stuart Hall
 
HipHop, entstanden in der South Bronx der 1970er Jahre, war in seinen Anfängen eine Kultur der Marginalisierten, zumeist AfroamerikanerInnen, Hispanics und White Trash, um den Auswirkungen eines vielfach rassistischen,
kapitalistischen Systems auszuweichen. Sehr bald jedoch wurde er von Szene-Insidern mit dem Gedankengut von afroamerikanischen bzw. Schwarznationalistischen Widerstands- und Befreiungsbewegungen verbunden.
Auf Grund der fehlenden Breitenwirkung war dies eher als eine Form von Empowerment gedacht, um das Selbstbewusstsein der Farbigen zu stärken. Erst durch die Kommerzialisierung Anfang der 1980er Jahre konnte HipHop zum offenen Widerstand gegen das Establishment werden, der nicht immer, aber an mancher Stelle vehement zum Ausdruck gebracht wurde. Mit dieser antirassistischen Botschaft identifizierten sich in Deutschland
und Österreich vor allem die Migrationskids und sahen in HipHop ihr Medium, um ihre Sicht der Dinge zu artikulieren.
Ob und inwieweit das subversive Potenzial des HipHop als solches genützt wurde, inwiefern die Schlagkraft durch die Kommerzialisierung untergraben wird und inwiefern HipHop Machtverhältnisse sogar stützt, wird in diesem Buch ausgelotet. Das Fundament hierfür bietet eine ausführliche theoretische Diskussion, die das Wesen eines Machtverhältnisses klärt, um herauszufinden, wie gegen die bestehende Ordnung eines Gesellschaftssystems,
gegen das Establishment aufbegehrt werden kann und auch weshalb Machtverhältnisse so resistent gegen Veränderung sind.
 HipHop als subversive Kraft-Buch.pdf
 
KRIEG UND GESCHLECHT608
Sexuelle Gewalt im Krieg und Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern
Insa Eschebach, Regina Mühlhäuser
Berlin: Metropol Verlag, 2008
Ob im Zweiten Weltkrieg, beim Konflikt im Kongo, oder während des präemptiven Angriffs im Irak - sexuelle Erniedrigung und Vergewaltigung sind Teil des Kriegs wie die Zündvorrichtung Teil der Bombe. Aber um was für ein Gewaltphänomen handelt es sich eigentlich? Auf welche Weise ähneln oder unterscheiden sich Kriegsvergewaltigungen von sexuellen Angriffen im friedlichen Alltag? Und warum ist sexuelle Gewalt gegen Männer bis heute ein Tabu?
Um Fragen wie diese zu beantworten, haben Forscherinnen und Forscher begonnen, das Ausmaß und die Formen sexueller Gewalttaten in bewaffneten Konflikten
detaillierter zu beschreiben. Sie untersuchen, ob es eine transkulturelle Übereinkunft gibt, nach der Soldaten davon ausgehen können, quasi uneingeschränkten
Zugriff auf weibliche Sexualität zu haben. Darüber hinaus dokumentieren sie, wann, warum und auf welche Weise Armeeführungen die sexuellen Gewalttaten
ihrer Soldaten fördern oder einschränken.
Der Band »Krieg und Geschlecht« bringt solche Studien zusammen. Er versucht, neue Begriffe und Bilder bereitzustellen, um die Motive und Funktionen sexueller
Gewalt zu verstehen und angemessen zu thematisieren. Wie schwierig es sein kann, sexuelle Gewalt zum Thema zu machen, ohne voyeuristischen Blicke herauszufordern,
zeigen z.B. die Auseinandersetzungen mit der Ausstellung "Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern" (Ravensbrück 2007) oder dem "Women?s Active Museum" (Tokio 2005).
 
De l'argent à soi.607
Les préoccupations sociales des femmes à travers leur rapport à l'argent
Bachmann, Laurence
Presses universitaires de Rennes, collection "Le sens social".
Séparer scrupuleusement dans son porte-monnaie son argent personnel de l'argent du couple, acheter une maison familiale avec deux hypothèques séparées ou vouloir contribuer autant que son mari au compte du ménage alors qu’on gagne moins que lui. Ces pratiques, pouvant a priori être considérées comme futiles, dérisoires, voire irrationnelles, et qui sont parfois dénigrées comme bassement calculatrices par les partenaires masculins, nous renseignent sur les préoccupations des femmes. Par la mise en œuvre de ces usages de l’argent, elles intègrent au quotidien les notions d’égalité et d’autonomie. Leur rapport à l’argent révèle un souci de soi, une réflexivité permanente sur leurs pratiques, qui leur permet de façonner leurs dispositions et de se construire comme sujet. L'appropriation de l'idéal démocratique d'égalité et d'autonomie par les femmes relève ainsi d'un véritable travail personnel de transformation de soi.
En montrant qu’aujourd’hui les femmes travaillent leur émancipation sur un mode individuel et non collectif, et sans mobiliser la critique des rapports sociaux de sexe, cette recherche qualitative renouvelle la question de l’héritage du féminisme des années 1970.
L’argent parle. Dans cet ouvrage éclairant, profond et remarquablement écrit, Laurence Bachmann explore ce que l’argent dévoile sur les relations entre hommes et femmes. Jusqu’à présent, l’argent des hommes, hautement patriarcal, a toujours dit: “Tu as besoin de moi; fais ce que je dis.” L'argent des femmes actives professionnellement rétorque soit “Je garde le silence, je t’obéirai encore”, soit “Je n’ai pas besoin de toi” et “Tu ne devrais pas avoir besoin de moi.” Mais cette recherche met en évidence la nécessité de questionner la base culturelle de l’individualisme de marché, de fonder l’égalité des sexes sur une vision de communauté morale partagée, de sorte que l’argent puisse plus souvent dire, en toute honnêteté: “Voici mon présent pour nous tous.” 
 
Arlie Hochschild, UC Berkeley, auteure de The Commercialization of Intimate Life, The Time Bind et The Second Shift

Laurence Bachmann est docteure en sociologie, chercheuse à l'université de Genève.
www.pur-editions.fr/detail.php?idOuv=2002
 De l'argent à soi.pdf
 
Der Einfluss der Rechtspraxis auf familiale Übergänge606
Andrea Büchler, Heidi Simoni (Hg.), unter Mitarbeit von Linus Cantieni, Tanja Trost-Melchert, Martina Rusch
470 Seiten, broschiert, CHF 52.– / Euro 33.30 (D)
ISBN: 978-3-7253-0873-6

Um Bedürfnisse und Lebenslage scheidungsbetroffener Kinder und die gerichtliche Scheidungspraxis adäquat erfassen zu können, bedarf es eines inter- und transdisziplinären Zugangs.

Ein Forschungsteam hat die Fragestellungen aus juristischer, soziologischer und pädagogischer Perspektive beleuchtet und mehrere Teiluntersuchungen durchgeführt: Eine Analyse von 567 Scheidungsakten von 18 erstinstanzlichen Gerichten, einer schriftlichen Befragung von 2112 geschiedenen Müttern und Vätern und einer mündlichen Befragung von 23 Familien sowie 14 Richterinnen und Richtern. Das Buch präsentiert ausgewählte Ergebnisse der verschiedenen Teilstudien.

www.rueggerverlag.ch/page/verzeichnis/
 Kinder_und_Scheidung.pdf
 
Le sexe du militantisme605
Sous la direction d'Olivier Fillieule et de Patricia Roux
SciencesPo, Les Presses, Collection Académique Parution le 24 avril 2009 - 24 euros - 368 pages
Le sexe du militantisme propose une analyse de la (re)production des rapports de pouvoir au travers des pratiques militantes, saisissant les logiques par lesquelles les inégalités de genre, de classe et de race imprègnent le militantisme, qu'il soit de gauche ou de droite, progressiste ou conservateur. C'est le premier ouvrage en français à explorer le militantisme dans une perspective de genre à partir de recherches empiriques sur les partis, les syndicats et les mouvements sociaux. Il rassemble des politistes, sociologues, anthropologues et historiennes dont le souci est de ne pas appréhender les luttes politiques comme si elles étaient neutres et non-sexuées. Cet ouvrage est une contribution majeure à l'étude des mobilisations collectives qui complète les analyses classiques, aveugles aux rapports de genre.
 
Von der Harmonie zur Trübung» – Polizeiliche (Re-)Konstruktionen von Tötungsdelikten im sozialen Nahraum604
Eine qualitativ-soziologische Aktenuntersuchung
Dr. phil. Daniela Gloor
Dr. phil. Hanna Meier

FamPra.ch,
Schriftenreihe zum Familienrecht, Band 12
320 Seiten, broschiert, CHF 76.–,
ISBN 978-3-7272-2860-5
Stämpfli Verlag, Bern.

Die Studie beleuchtet die polizeiliche Bearbeitung von Tötungen im sozialen Nahraum. Welche Informationen werden in der Berichterstattung für die nachfolgenden Behörden – Staatsanwaltschaft und Gerichte – als mitteilungswürdig erachtet und welche werden ausgelassen? Die beiden Soziologinnen rekonstruieren in ihrer empirischen Untersuchung die Deutungsleistungen und Narrationen der Polizei anhand von Aktenmaterial der Jahre 1995–2004. Sie arbeiten massgebende Themen und Konzepte heraus, die für die textliche Herstellung der Tatzusammenhänge verwendet werden. Als zentrales Ergebnis zeigen sie auf, dass häusliche Gewalt (anders als z. B. in England) als möglicher Tathintergrund und bedeutsamer Kontext für das Tatgeschehen in der polizeilichen (Re-)Konstruktion weitgehend ignoriert wird. Stattdessen nehmen traditionelle Beziehungskonzepte und Geschlechterbilder sowie essentialistische Konzepte von Persönlichkeit und Ethnizität eine wichtige Stellung ein. Weiter weisen die Autorinnen nach, dass versuchte Tötungen häufig nur oberflächlich dokumentiert werden. Die Studie ist hochaktuell und sowohl für PraktikerInnen als auch für JuristInnen und SozialwissenschafterInnen bedeutsam.
 
www.staempfliverlag.com
 Harmonie-Truebung-Flyer.pdf
 
Ambivalenzen der Sichtbarkeit. 603
Über die visuellen Strukturen der Anerkennung.
Johanna Schaffer
Bielefeld: transcript 2008
Die Forderung und Vorstellung der Sichtbarkeit spielt in politischen Debatten um die Anerkennung marginalisierter Gruppen eine zentrale Rolle. Wie aber können minorisierte Positionen visuell dargestellt werden, ohne in der Form ihrer Darstellung Minorisierung zu wiederholen?
Damit beschäftigt sich Johanna Schaffers neues Buch. Sie will es präsentieren, um gemeinsam über den Zusammenhang zwischen Bildproduktion und der Herstellung von Herrschaft und Dominanz, aber auch dem Begehren nach affirmativen (schönen!) Bildern minorisierter Subjektpositionen nachzudenken.
www.transcript-verlag.de/ts993/ts993.php
 
Égalité et diversité602
Travail, genre et sociétés
le numéro 21/2009 de Travail, genre et sociétés
"Égalité et diversité" vient de paraître aux éditions La Découverte

La revue Travail, genre et sociétés est désormais accessible en ligne sur le portail CAIRN : http://www.cairn.info/revue-travail-genre-et-societes.htm
Vous y trouverez les numéros parus, à partir de 2001 (à partir du n°5).
www.cairn.info/revue-travail-genre-et-societes.htm
 
Prostitution et migration601
La dynamique de l’agir faible
Milena Chimienti
Editions Seismo, Zähringerstr. 26, CH-8001 Zurich
ISBN 978-2-88351-042-5, 400 pages, Fr. 49.— / Euro 33.— (+ port)
Au travers de l’étude de la prostitution de migrantes en
Suisse, Milena Chimienti analyse la manière dont les personnes survivent dans une situation de vulnérabilité, autrement dit un agir que l’on peut qualifier de faible. Le thème de la prostitution est également utilisé comme révélateur de la manière qu’ont les politiques publiques de gérer la marginalité et, ainsi, de la morale rattachée à cette question.
 
Enfin, la prostitution de migrantes sert de révélateur
du changement social : d’une part parce qu’elle montre
comment les politiques s’adaptent à la marginalité; d’autre
part, parce qu’elle illustre les réactions (des individus,
des intermédiations associatives et des acteurs économiques)
engendrées par les réponses structurelles. Cette
étude est basée sur une large et minutieuse enquête de
terrain menée auprès des travailleuses du sexe migrantes
(exerçant dans des cabarets, des bars à champagne et
des salons de massage), des acteurs associatifs, économiques et des représentants des autorités..
 
 
Docteure en sociologie et diplômée en santé publique, Milena Chimienti a travaillé durant sept ans au
Forum Suisse pour l’Etude des Migrations et de la Population (rattaché à l’Université de Neuchâtel) avant d’être chargée d’enseignement au Département de sociologie de l’Université de Genève. Elle est depuis 2008 maître-assistante (lecturer) en sociologie à la City University à Londres.
 
Differenzen und Macht600
Zur Anatomie von Rassismus und Sexismus
Ina Kerner
Politik der Geschlechterverhältnisse, Bd. 37
2009 · 413 Seiten · Kartoniert
EUR 34,90/EUA 35,90/sFr 59,00
ISBN 978-3-593-38595-2
Politik der Geschlechterverhältnisse

Wie können die Funktionsmechanismen und das Verhältnis von Rassismus und Sexismus angemessen beschrieben werden? Um diese Frage zu beantworten, führt Ina Kerner zentrale Positionen der Rassismustheorie, der Geschlechtertheorie und der aktuellen Debatte über Verschränkungen verschiedener Formen von Macht und Ungleichheit zusammen. Sie plädiert für eine integrative Sichtweise, die Rassismus und Sexismus als mehrdimensionale Machtrelationen fasst und dabei Ähnlichkeiten, Unterschiede, Kopplungen und Intersektionen zwischen ihnen berücksichtigt.
www.campus.de
 
Männer im Rausch. 599
Kostruktionen und Krisen von Männlichkeiten im Kontext von Rausch und Sucht
Jutta Jacob/Heino Stöver

in der *Reihe "Studien interdisziplinäre Geschlechterforschung*", herausgegeben vom Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg/ZFG und dem Zentrum Gender Studies, Universität Bremen/ZGS, transcript Verlag, ist aktuell erschienen: Männer im Rausch.

»Rausch« und »Sucht« sind neben Gewalt ein zentraler Bezugsrahmen für Männlichkeitskonstruktionen und Männlichkeitsinszenierungen. Welche Risiken sind damit für Jungen und Männer und ihr Umfeld verbunden, welche Unterstützungsformen gibt es zur Entwicklung einer männlichen Identität und Alltagspraxis ohne gesundheitsriskante Zuhilfenahme von psychotropen Substanzen?
In diesem Buch entwickeln Expertinnen und Experten genderbezogene Analysen und stellen männerspezifische ebenso wie übergreifend geschlechtersensible Hilfestrategien vor.
Jutta Jacob (Dr.) lehrt und forscht im Bereich Frauen- und Geschlechterforschung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Heino Stöver (Prof. Dr.) lehrt und forscht im Bereich Sucht- und Drogenforschung an der Fachhochschule Frankfurt a.M.
 maennerimrausch.pdf
 
Women ande Science in India598
A Reader
Edited by Neelam Kumar
Oxford University press
9780195697056, Hardback

 

www.oup.co.in/search_detail.php?id=144741
 Women and Science in India.pdf
 
TRAVAIL, GENRE ET SOCIETES, 21/2009597
La revue du Mage
publiée par les éditions La Découverte à partir de 2009
EDITORIAL par Margaret Maruani
PARCOURS
Nathalie M.
Le refus d’encaisser
propos recueillis par Marlène Benquet
DOSSIER
Égalité et diversité
Jacqueline Laufer
Monique Meron
Christophe Falcoz et Audrey Bécuwe
Marie-Thérèse Lanquetin
 
MUTATIONS
Carole Brugeilles, Sylvie Cromer
et Nathalie Panissal
Olivier Mérignac
 
CONTROVERSE
autour du livre La disctinction de sexe. Une approche de l’égalité d’Irène Théry
Laura Lee Downs, Sabine Prokhoris, Françoise
Thébaud et réponse d’Irène Théry
 
MAUVAIS GENRE par Hélène Périvier
 
CRITIQUES


Abonnements 2009 :
Elsevier Masson SAS - Service Abonnements - 62, rue Camille Desmoulins
92442 Issy-les-Moulineaux Cedex - tel 33 (0)1 71 16 55 77
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Margaret Maruani : Directrice de la revue
Anne Forssell : Secrétaire de rédaction et responsable d’édition
Comité de rédaction : Thomas Amossé, Tania Angeloff, Marlaine Cacouault-
Bitaud, Laura Lee Downs, Delphine Gardey, Jacqueline Laufer, Thérèse Locoh,
Guillaume Malochet, Margaret Maruani, Monique Meron, Nicole Mosconi, Marion Paoletti, Hélène Périvier, Sophie Ponthieux, Isabelle Puech, Hyacinthe Ravet, Rachel Silvera, Françoise Vouillot.
Revue semestrielle publiée avec le concours du CNRS et du CNL.
Travail, genre et sociétés - CNRS - 59, rue Pouchet - 75017 Paris
tél. 01 40 25 10 37 - fax 01 40 25 11 70 - e-mail
http://www.tgs.cnrs.fr
 
Le crépuscule du corps - images de la vieillesse féminine596
Dr. Caroline Schuster-Cordone

"Éprise de beauté et de jeunesse éternellement féconde, notre époque redoute le déclin physique, en particulier celui du corps féminin. Ce sujet, comme les peurs et les obsessions qu'il suscite, n'est pas récent. Ses ancrages picturaux et théoriques remontent à l'aube de l'époque moderne, époque où émerge une iconographie fascinante et polémique autour de la figure de la vieille femme. Le présent ouvrage montre comment la Renaissance se représentait la femme vieillissante, sa place dans la vie sociale et son déclin physique, entre idéalisation spirituelle et dénigrement malveillant. Il aborde aussi les domaines plus transgressifs de la sénescence, de la sexualité, de la sorcellerie et de la maternité tardive."

Éprise de beauté et de jeunesse éternellement féconde, notre époque redoute le déclin physique, en particulier celui du corps féminin. Ce sujet, comme les peurs et les obsessions qu'il suscite, n'est pas récent. Ses ancrages picturaux et théoriques remontent à l'aube de l'époque moderne, époque où émerge une iconographie fascinante et polémique autour de la figure de la vieille femme. Le présent ouvrage montre comment la Renaissance se représentait la femme vieillissante, sa place dans la vie sociale et son déclin physique, entre idéalisation spirituelle et dénigrement malveillant. Il aborde aussi les domaines plus transgressifs de la sénescence, de la sexualité, de la sorcellerie et de la maternité tardive.
www.infolio.ch/detailcatalogue2.php?LivreID=359
 
Prêter son corps au mythe595
Le féminin et l’art contemporain
Anne Creissels
aux éditions du Félin
tarif : 22 € TTC
date de parution : le 26 Février 2009
n° ISBN : 978-2-86645-691-7
nombre de pages : 112
Une femme-licorne, une mante religieuse mécanique ou encore
une machine à peindre l’étreinte amoureuse, des images de l’intérieur d’un corps impressionnant le spectateur, une artiste se couvrant de sang, de plumes, de fleurs ou de boue, des images pornographiques brodées sur toile, de gigantesques araignées : autant de représentations qui suscitent, par leur singularité, un questionnement sur l’identité. Ces œuvres de Rebecca Horn, Mona Hatoum, Ana Mendieta, Ghada Amer et Louise Bourgeois, réalisées entre les années 1970 et le début du xxie siècle, permettent de réévaluer des évidences et de voir comment le « naturel » ou l’« essence » peuvent masquer une construction du mythe.
L’hybridité et la métamorphose sont au cœur de nombreux mythes grecs : les viriles Amazones, Danaé fécondée par une pluie d’or, l’accouplement de Léda et d’un cygne, Daphné prenant racine, Arachné devenue animal… Nous assistons à un travail du mythe dans l’art contemporain, entre reconduction et opérations de déplacement.
Être une artiste et une femme, avec comme ligne d’horizon de « prêter son corps au mythe ».
 
 
Docteur de l’EHESS en histoire et théorie des arts, Anne Creissels coordonne le groupe de recherche ACEGAMI (Analyse Culturelle et Études de Genre/Art, Mythes et Images). Elle a publié de nombreux articles, notamment aux Cahiers du Mnam. Anne Creissels réalise aussi des installations et des performances chorégraphiques qui portent sur l’esthétisation et la contrainte des corps dans la danse.
http://www.editionsdufelin.com/o-s-cat-rco-20.html
 
Avorter. Histoire des luttes et des conditions d'avortement des années 1960 à aujourd'hui.594
[ISBN 978-2-912631-17-3, 132 p., 6¤]
 
C'est un très vaste mouvement social qui a mené, en 1975, à l'adoption de la loi Veil autorisant l'avortement.
Ce livre parle de femmes et de luttes, d'avortement et de droit de choisir sa fécondité, de conquêtes passées et de quelques menaces à venirŠ Il part à la redécouverte d'une histoire peu connue, faite de clandestinité, de renversements de valeurs traditionnelles, d'enthousiasme collectif. Il est un appel a rester mobilisé-es sur un terrain où les acquis ne sont pas forcément si solides qu'ils paraissent.
Il est résolument militant, et accessible tant par le prix que par l'écriture.
Cela fait plus de vingt ans, dans le paysage éditorial français, qu'aucun livre pour le grand public n'avait retracé cette histoire, ni dressé un état des lieux des perspectives actuelles.
http://tahin-party.org/ivp.html
 
Intimités amoureuses 593
France 1920-1975
Anne-Claire Rebreyend
COLLECTION LE TEMPS DU GENRE
Dirigée par Agnès Fine et Michelle Zancarini-Fournel
 
ISBN 978-28107-0026-4
CODE SODIS F350273
L’amour se vit et se fait. Mais comment se dit-il ? À travers la parole de Français ordinaires, Anne-Claire Rebreyend explore les frémissements du coeur, les élans du corps, et analyse les multiples combinaisons du désir et du plaisir.
En exploitant des archives autobiographiques inédites (journaux personnels, récits de vie, correspondances), cet ouvrage pionnier d’histoire culturelle et sociale porte un regard neuf sur les pratiques et les représentations amoureuses dans la France des années 1920 aux années 1970. Cette histoire n’est pas seulement celle de la «libération sexuelle», mais d’abord celle d’une libération des discours sur l’intime, ce «privé du privé» des individus.
 
Anne-Claire Rebreyend, docteure en histoire contemporainen est spécialiste d’histoire culturelle et sociale. Elle a collaboré à l’ouvrage dirigé par Philippe Artières et Michelle Zancarini-Fournel, 68. Une histoire collective (1962-1981) (La Découverte, 2008) et a publié plusieurs articles sur le genre et les sexualités. Elle enseigne actuellement au Collège français de Reus (Espagne).
 
Der Einsatz des Lebens592
Lebenswissen, Medialisierung, Geschlecht
Astrid Deuber-Mankowsky
Christoph F. E. Holzhey
Anja Michaelsen (Hg.)
ISBN: 978-3-933557-93-3
Texte von:
Marie-Luise Angerer, Sabeth Buchmann, Judith Butler, Monique David-Ménard, Angela Koch, Gertrud Koch, Susanne Lettow, Anja Michaelsen, Maria Osietzki, Kerstin Palm, Claudia Reiche, Anja Streiter
 
 
 Flyer_Präsentation.pdf
 
Politik der Gefühle591
Susanne K. Langer und Hannah Arendt
 
Agnes Neumayr
Zu bestellen bei: www.uibk.ac.at/iup 2009.
404 Seiten. EUR 29,90
ISBN 978-3-902571-84-7

Gefühle motivieren zum Handeln, tragen zu (vernünftig/ethisch/ästhetischer) Urteilsfindung bei und konstituieren Sinn. Die Behauptung, Gefühle seien irrational, alogisch und amoralisch, ist – so meine These – bloß die hegemoniale Strategie einer androzentrischen Politik der Gefühle, die historisch bei Platon beginnt. Platon nämlich scheidet die rein-ideelle Erosliebe von den eigenleiblichen Gefühlen und bindet erstere an die (männliche) Vernunft, Herrschaft und Moral. Ohne dieses geschichtlich erste „gegenderte“ Gefühlsdispositiv und ohne die ihm entsprechende Politik der Gefühle wäre der ebenso beeindruckende wie problematische Siegeszug der androzentrischen abendländischen Vernunftkultur nicht möglich gewesen. Diese Politik der Gefühle zu dekonstruieren verlangt Zweifaches: Mit Susanne K. Langer gesprochen, die Rehabilitation der „Dimension des Fühlens“ in Erkenntnistheorie, Ethik und Ästhetik. Mit Hannah Arendt gesprochen, eine neue politische Anthropologie und Philosophie, deren Grundlage nicht die
Philosophie der „Mortalität“, der Sterblichkeit, sondern eine Philosophie der „Natalität“, der G bürtlichkeit des Menschen, ist. Es sind vor allem die Künste, die zum Werkzeug und Instrument eines neuen, kritischen Denkens und Fühlens werden können.

 
Travail et genre. Regards croisés France, Europe, Amérique Latine590
Margaret Maruani ; Helena Hirata ; Maria Rosa Mombradi (dir.)
éd. La Découverte, coll. recherches, décembre 2008, 280 p., 24 euros
Quelle est la place des hommes et des femmes dans le monde du travail, en Europe et en Amérique latine ? Peut-on comparer, du point de vue du travail, de l’emploi, du chômage ou de la formation, des régions du monde qui ont des histoires, des cultures et des niveaux de développement économique aussi contrastés ?
Essayer de mettre en perspective ce qui, à première vue, est incomparable : tel est précisément l’enjeu de ce livre. Car, en dépit des contrastes, ce sont les similitudes qui frappent. Les écarts de salaire, le surchômage féminin, la ségrégation des emplois, la division sexuelle du travail prennent des formes différentes selon les pays, mais on les rencontre partout.
Venus d’Europe et d’Amérique latine, vingt-cin q auteurs apportent ici leurs éclairages autour de trois thèmes : comparaisons internationales des relations entre marché du travail et genre ; pratiques et politiques en matière de vie professionnelle et vie familiale ; genre, professions et carrières.
http://www.editionsladecouverte.fr/catalogue/index.php?ean13=9782707156556
 
Notre ventre, leur loi.589
Le mouvement de libération des femmes de Genève
Carole Villiger
Editions Alphil, 2009.
 
160 p., largement illustré, une quarantaine d’illustrations de l’époque : tracts, affiches, journaux, etc.
ISBN: 978-2-940235-45-2 Prix: 35 CHF , 25 € , 39 $
A la fin des années 60, une vague de féminisme déferle sur l’Occident. Des États-Unis en passant par le Japon et l’Europe, des femmes au verbe radical réclament l’égalité sociale avec les hommes. A coup de slogans et de cris dans les mégaphones, elles exigent la révolution et se moquent de la réforme. La plupart d’entre elles ont été formées par les révoltes de mai 68 et maîtrisent la phraséologie marxiste.
Ces mouvements féministes centrent leurs luttes autour du corps féminin et de la sexualité. La contraception et l’avortement libres et gratuits constituent la pierre angulaire de leurs campagnes. Ces droits sont exigés lors de manifestations non autorisées, de sit-in, d’interventions spontanées et lors d’assemblées. Toujours dans des cris de joie et par le biais de slogans humoristiques.
Cet ouvrage retrace l’existence du Mouvement de Libération des Femmes ( MLF ) en Suisse et plus particulièrement à Genève. Il s’est construit sur la base de sources écrites réunies par les anciennes militantes du MLF de Genève et de témoignages oraux. Le sujet a été peu abordé jusqu’ici, c’est donc l’option d’une analyse du mouvement dans sa globalité qui a été choisie. Cette approche permet de saisir quelle a été l’influence du MLF sur les évolutions sociales, culturelles, politiques et sur le plan des représentations.
http://www.alphil.ch/article.php3?id_article=201
 
Diversité des féminismes588
Florence Degavre (coord.)
Collection "Pensées féministes", 2008
20 €
DIVERSITE DES FEMINISMES

Le féminisme est encore trop mal connu dans l'opinion publique et il est souvent assimilé à un mouvement social homogène. L'objectif de cet ouvrage est d'en faire connaître la diversité mais aussi de montrer les réalisations féministes concrètes qui, depuis des décennies, permettent aux femmes d'exercer des droits ou de progresser, dans la sphère réelle autant que symbolique, vers l'émancipation. L'ouvrage brosse un large spectre de luttes féministes, et interroge son rôle dans la capacité contemporaine des femmes à peser dans l'espace public. Ce numéro de Pensées féministes fait apparaître la multi-dimensionalité de ce mouvement et son ancrage dans les préoccupations quotidiennes et contemporaines des femmes. Les contributions sont reliées par un postulat commun: il n'y a pas de frontières infranchissables entre les féminismes et il est indispensable de penser ensemble ce qui se joue aujourd'hui pour les femmes dans la mondialisation néo-libérale.
http://www.universitedesfemmes.be/041_publications-feministes.php?idpub=75&debut=0
 
Der böse Frau587
Nikola Roßbach
24.90 EUR│ 208 S.
Erscheint im Juli 2009
Wissenspoetik und Geschlecht in der Frühen Neuzeit
Am Beispiel der androgynen Figur ‚der böse Frau' eröffnet sich ein intensiver Einblick in die vormoderne Geschichte der Geschlechterordnungen: Es geht vor allem um die Konstellation von Macht, Sprache und Handeln.
www2.txt.de/cgi-bin/WebObjects/TXTSVHelmer.woa
 
Kanon und Geschlecht586
Eine Re-Inspektion aktueller Literaturgeschichtsschreibung aus feministisch-genderorientierter Sicht
Erdmute Sylvester-Habenicht
29.90 EUR│ 290 S.
Erscheint im März 2009

Im heutigen Literaturbetrieb scheint Geschlecht keine Rolle mehr zu spielen. Ein Blick in aktuelle Literaturgeschichten offenbart jedoch anderes.

www2.txt.de/cgi-bin/WebObjects/
 
Klassikerinnen feministischer Theorie585
Grundlagentexte Band 1 (1789–1919)
Ute Gerhard, Ulla Wischermann, Petra Pommerenke (Hg.)
29.90 EUR│ 414 S.
Programmatische Texte zu Feminismus und Frauenbewegung vom 19. bis zum 20. Jahrhundert – eine Einführung in Geschichte und Theorie der Frauenbewegung für Studium und Weiterbildung.
www2.txt.de/cgi-bin/WebObjects/TXTSVHelmer
 
Le couple, l’amour et l’argent. La construction conjugale des dimensions économiques de la relation amoureuse584
Henchoz, Caroline
Paris: L’Harmattan, coll. Questions sociologiques
« Quand on s’aime, on ne compte pas ! »
Comment les couples construisent-ils les dimensions économiques de leur relation amoureuse dans un contexte où l’argent est traditionnellement perçu comme porteur d’égoïsme et d’individualisme calculateur ? Qu’est-ce que l’argent signifie pour la relation conjugale ?
Caroline Henchoz retrace l’histoire d’une vingtaine de couples, de leur première rencontre à l’adolescence des enfants. L’analyse de plus de cinquante entretiens individuels et collectifs lui permet de rendre compte des différentes étapes de la construction conjugale des significations et usages de l’argent. La sociologue reconstitue les conduites et les processus par lesquels les conjoints en viennent progressivement à considérer l’argent du ménage comme « notre argent ».
Dans cet ouvrage qui s’intéresse à un objet relativement délaissé par la sociologie francophone, Caroline Henchoz montre comment les conjoints font usage des ressources monétaires de manière à conjuguer les idéaux romantiques, leurs désirs d’autonomie et d’indépendance et les attentes de genre plus traditionnelles. La piste de l’argent permet de comprendre pourquoi, malgré leur aspiration à l’égalité, les conjoints (re)produisent l’inégalité.
Etudier l'usage intime de l'argent, c’est mettre en évidence la complexité de la vie privée en dévoilant les processus par lesquels se construisent et s'entremêlent la justice, la générosité, le pouvoir et la solidarité.
 
Cahiers du Genre 45 / 2008 583
Les fleurs du mâle Masculinités sans hommes ?
Coordonné par
Marie-Hélène Bourcier et Pascale Molinier
Ce numéro explore divers agencements inventés par des individus assignés femmes pour composer avec la masculinité. En quoi les femmes et les lesbiennes masculines, les trans’ ftm (female to male) sont-elles ou ils des hommes pas comme les autres ? Les masculinités inventées à partir de leurs expériences ont-elles le pouvoir de modifier le système sexe/genre, jusqu’où, comment ? Quelles sont les relations entre ces masculinités sans hommes et les masculinités hégémoniques, d’un côté, le féminisme, de l’autre ?
Sommaire
 Marie-Hélène Bourcier et Pascale Molinier
Introduction
Esther Newton
Le mythe de la lesbienne masculine : Radclyffe Hall et la Nouvelle Femme
Josch Hoenes
Images et formations de corps d’hommes trans. Politique visuelle dans les photographies de Loren Cameron
Marie-Hélène Bourcier
Technotesto : biopolitiques des masculinités tr(s)ans hommes
Entretiens croisés avec Carine Bœuf, Morty Diamond, Jin Haritaworn, Vincent He-say, Jean Bobby Noble et Stephen Whittle
Masculinités queer, trans et post-trans : les rejetons du féminisme (propos recueillis par Marie-Hélène Bourcier et Pascale Molinier)
Robin Bauer
Queeriser les genres dans les ‘communautés gouines BDSM’
Pascale Molinier
Pénis de tête. Ou comment la masculinité devient sublime aux filles
 
Hors-champ
Philippe Lacombe
Les identités sexuées et ‘le troisième sexe’ à Tahiti
 
Notes de lecture
— Jean Bobby Noble. Masculinities Without Men? Female Masculinity in Twentieth-Century Fictions (Julie Guillot)
—Susan Stryker & Stephen Whittle (eds). The Transgender Studies Reader (Maxime Cervulle)
— Elsa Dorlin. La matrice de la race. Généalogie sexuelle et coloniale de la nation française (Stéphane Le Lay)
— Maud Gelly. Avortement et contraception dans les études médicales : une formation indadaptée (Simone Bateman)
— Rebecca Rogers. Les bourgeoises au pensionnat. L’éducation féminine au XIXe siècle (Florence Rochefort)
— Delphine Naudier et Brigitte Rollet (eds). Genre et légitimité culturelle. Quelle reconnaissance pour les femmes ? (Perin Emel Yavuz)
— Revue Tiers Monde. « Économie solidaire : des initiatives locales à l’action publique » (Madeleine Hersent)
— Baptiste Coulmont. Sex-shops : une histoire française (Estelle Couture)
— Juliette Rennes. Le mérite et la nature. Une controverse républicaine : l’accès des femmes aux professions de prestige, 1880-1940 (Marlaine Cacouault-Bitaud)
 
Comptes rendus de colloques
 — Public/privé : genre et recomposition des espaces sociaux – Gruyères, novembre 2007 (Barbara Lucas)
— Gender – Genre – Geschlecht. Travelling Concepts – Berne, septembre 2007 (Cornelia Möser)
 
Comptes rendus de thèses
 — Léo Thiers-Vidal. De « L’Ennemi principal » aux principaux ennemis. Position vécue, subjectivité et conscience masculines de domination (Anne Verjus)
— Laure Bereni. De la cause à la loi. Les mobilisations pour la parité politique en France (1992-2000) (Catherine Achin)
— Anne Revillard. La cause des femmes dans l’État : une comparaison France-Québec (1965-2007) (Sandrine Dauphin)
— Natacha Borgeaud Garciandía. Les sujets du labeur. Travail à l’usine, travail de soi et subjectivité des ouvrières et ouvriers des maquilas du Nicaragua (Jean-François Laé)
— Elsa Galerand. Les rapports sociaux de sexe et leur (dé)matérialisation. Retour sur le corpus revendicatif de la Marche mondiale des femmes de 2000 (Roland Pfefferkorn)
http://cahiers_du_genre.iresco.fr
 
BILDFORSCHUNG UND GESCHLECHTERKONSTRUKTIONEN Band 2: Medien und Medienformate582
Maria Pimminger, Gabriele Werner (Hg.)
 
http://gender.dieangewandte.at/?cat=8
 
Frau – Gender – Queer581
Gendertheoretische Ansätze in der
Religionswissenschaft
Susanne Lanwerd / Márcia E. Moser (Hg.)
ca. 200 Seiten, Broschur mit Fadenheftung
Format 23,5 x 15,5 cm
Subskriptionspreis  22,00
(bis 31.03.2009)
ca.  29,80 / SFr 52,20
ISBN 978-3-8260-4003-0

Der vorliegende Band thematisiert Ansätze der Frauen- und Geschlechterforschung sowie der Gender Studies in aktueller Religionswissenschaft.

 Frau - Gender - Queer.pdf
 
Gouvernementalität und Sicherheit579
Zeitdiagnostische Beiträge im Anschluss an Foucault
Patricia Purtschert, Katrin Meyer, Yves Winter (Hg.)
Juni 2008, 260 S., kart., 25,80 €
ISBN 978-3-89942-631-1
Reihe Sozialtheorie
 
 
 
 
Im Unterschied zu aktuellen Lektüren von Foucaults Gouvernementalität, die sich vor allem auf die Logik des Ökonomischen beziehen, werden in diesem Band die politischen Dimensionen seiner Theorie in den Vordergrund gerückt. Die Analyse der gegenwärtigen Sicherheitsgesellschaft dient als Ausgangspunkt für eine kritische Revision von Foucaults Machttypologie von Souveränität, Disziplin und Regierung. Die Beiträge konturieren gegenwärtige Aspekte der Gouvernementalität, indem sie aktuelle Sicherheitskonzepte und ihr Verhältnis zu Migration, Geschlecht, Bio-Sicherheit, Gewalt, postkolonialer Subjektivität und staatlicher Legitimation problematisieren.
Mit Beiträgen von Alex Demirovic, Dominique Grisard, Susanne Krasmann, Katherine Lemons, Filippa Lentzos, Katrin Meyer, Sven Opitz, Katharina Pühl, Patricia Purtschert, Nikolas Rose, Yves Winter.
www.transcript-verlag.de/ts631/ts631.php
 
Geschlecht-Gen-Generation578
Zur gesellschaftlichen Organisation menschlicher Herkunft
Maria Andrea Wolf
NEUERSCHEINUNG: Bildforschung und Geschlechterkonstruktionen
Das Buch zur Vortragsreihe
Band 2: Medien & Medienformate
Hamburg: Merus 2007
Die "fleischliche Herkunft" des Menschen wird im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts von Naturwissenschaft und Medizin als Gefährdungszusammenhang ausgearbeitet. Im Hinblick auf die Schaffung einer Generationenfolge erscheint dabei die Eigenmächtigkeit mensch-licher Natur als beständige Gefährdung von Mensch und Gesellschaft, der durch eine eugenisch - heute biotechnisch - reglementierte und klinisch realisierte Entkoppelung von Fortpflanzung und Sexualität begegnet wird. Die Autorin reflektiert diesen Transformations-prozess aus der Perspektive einer kritischen Geschlechterforschung und argumentiert, dass die in die Rationalisierung generativer Prozesse eingearbeitete eugenische Vernunft Teil des im letzten Jahrhundert modernisierten gesellschaftlichen Verhältnisses zur Natur des Men-schen darstellt und u.a. innerfamiliäre Geschlechter- und Generationenordnungen, Mutter-schaft und Vaterschaft modernisiert, d.h. nach naturwissenschaftlichen Kriterien neu organisiert.
www.buchhandel.de/detailansicht.aspx?isbn=978-3-939519-59-1
 
queer leben – queer labeln?577
(Wissenschafts-)kritische Kopfmassagen
Judith Coffey, V. D. Emde, Juliette Emerson, Jamie Huber, Roman* Klarfeld, Katrin Köppert, LCavaliero Mann* (Hrsg.)
00 Seiten, Paperback, 24.90€
ISBN: 978-3-939348-14-6
Queer lebt sich! Voll im Trend scheint die quirlig-queere Szene, die sich Geschlechter aneignet wie den neuesten Schick. Alles Jacke wie Hose? Oder steckt hinter dem Label von queer ein queerender Protest, der über die reine Austauschbarkeit geschlechtlicher und somit gesellschaftlicher Kategorien hinausweist? Diesen und anderen Fragen geht der vorliegende Band nach und versucht das Queerende aus verschiedenen Kontexten heraus zu filtrieren und in sie hinein zu denken sowie nach möglichen Handlungsalternativen zu suchen. Denn das Private ist schon längst politisch, nur muss es auch wieder einmal gesagt sein dürfen. Daher wird nicht nur wild wissenschaftlich gestikuliert, sondern kritisch politisiert. Im Fokus stehen entgegen einem ausschließlich wissenschaftlichen Mehrwert die Lebenspraxen und Verhandlungsräume einer sich nicht-heteronormativ gestaltenden (Sub-)Kultur.
www.fwpf.de/index.php?isbn=9783939348146
 
Intersex. Geschlechtsanpassung zum Wohl des Kindes?575
Erfahrungen und Analysen
Groneberg, Michael/Zehnder, Kathrin (Hg.)
Fribourg: Academie Press Fribourg 2008.

VertreterInnen verschiedener Disziplinen - Philosophie, Sozialwissenschaft, Sexualwissenschaft, Psychologie und Recht - widmen sich im Dialog mit Betroffenen und Eltern dem Thema "Intersexualität". Es werden einschlägige Begriffe und Erfahrungen sowie die juristischen und therapeutischen Probleme dargestellt und ethische, juristische und Behandlung und Forschung betreffende Schlussfolgerungen gezogen.

Das Buch "'Intersex' - Geschlechtsanpassungen zum Wohl des Kindes?" kann ab sofort bei Academic Press unter info@paulusedition.ch bestellt werden.
www.paulusedition.ch/
 Intersex _10 12 08.pdf
 
Feminism, Economics and Utopia574
Time Travelling through Paradigms
Karin Schonpflug

 

www.routledge.com/books/
 
Die Vertreibung aus dem Serail573
Europa und die Heteronornmalisierung der islamischen Welt
Georg Klauda

Eine Rezension von Salih Alexander Wolter, die in "Rosige Zeiten" (Oldenburg, http://www.rosige-zeiten.net/ ) erscheinen wird, ist mit freundlicher Genehmigung von "Rosige Zeiten" vorab zu finden unter:
http://www.schwule-seite.de/rezension-klauda.htm

 
Women Writers on Its History, Lore, and Politics572

 

"The twenty-one essays here, all by women, provide an exciting, first hand account of the significance of veiling, past and present, in various countries, religions and cultures. The editor's introduction is a wonderful exposition of the current scholarship regarding the sacred, sensual and sociopolitical connotations of the veil. The book brilliantly illuminates the universality of the veil, and reveals that it is not confined to Islam. The book should be compulsory reading for policy-makers all over the world. Anyone interested in the human condition (not only researchers in the fields of sociology or economics or literary and cultural studies) can profit from this scholarly yet jargon-free book."–Shyamala A. Narayan, Jamia Milli a Islamia University
"A refreshingly three-dimensional portrait of the veil in history and in our contemporary world. This collection of essays turns the veil into a mirror, reflecting back upon us our own presumptions and prejudices. You will learn something about yourself in these pages."–Asifa Quraishi
 
"This thought-provoking collection of essays goes far in moving the
veil away from any singular interpretation or judgment." – Kamila Shamsie, Daily Telegraph, UK  -- for full text of review see http://www.telegraph.co.uk/arts/main.jhtml?xml=/arts/2008/08/02/bohea102.xml
 
“Thoughtful [and] intelligent…” Joanna Burke, The Times (Times of London) -- for full text of review see http://entertainment.timesonline.co.uk/tol/arts_and_entertainment/books/non-fiction/article4484493.ece
 
"[An] excellent collection of essays." Rumina Sethi, The Hindu – for full text of the review see  http://www.hindu.com/lr/2008/09/07/stories/2008090750130300.htm
 
“The book’s inclusion of Hinduism, Judaism, and Christianity alongside Islam is one of its best features. So often, veils are ascribed to Islam and Islam only, ignoring the extensive pre-Islamic existences of this piece of cloth. This inclusion also has the (perhaps intentional) effect of interfaith communication and alliance-building: readingabout the different reasons, histories, and levels of veiling in other religions makes women of these faiths seem less different than we are taught. … In a politically charged atmosphere, where most books, speakers and articles aim to define and control the veil and its meanings, The Veil is a refreshing anti-viewpoint.” Fatemeh Fakhrie, Muslimah Media Watch and Bitch magazine
 
“…not the same old veil discourse.” – Sabra Webber, Ohio State University
 FLYER for veiling.pdf
 
Voltairine De Cleyre, D'espoir et de raison. Écrits d'une insoumise 571
Textes réunis et présentés par Normand Baillargeon et Chantal Santerre, Montréal, Lux, 2008
« Je suis une anarchiste, je le suis depuis 14 ans et la chose est de notoriété publique puisque j'ai beaucoup écrit et prononcé de conférences sur le sujet. Je suis persuadée que le monde serait un bien meilleur endroit s'il n'y avait ni rois, ni empereurs, ni présidents, ni princes, ni juges, ni sénateurs, ni représentants, ni gouverneurs, ni maires, ni policiers. Je pense que ce serait tout à l'avantage de la société si, plutôt que de faire des lois, [M. le sénateur,] vous faisiez des chapeaux—ou des manteaux, ou des souliers ou quoi que ce soit d'autre qui puisse être utile à quelqu'un. J'ai l'espérance d'une organisation sociale dans laquelle personne ne contrôle autrui et où chacun se contrôle soi-même. »
Emma Goldman tenait Voltairine de Cleyre (1866–1912) pour « la femme anarchiste la plus douée et la plus brillante que l'Amérique ait jamais produit », et ce jugement avancé il y a près d'un siècle n'a toujours pas été infirmé.
Pionnière du féminisme américain, poétesse, musicienne, celle qui se définissait comme une « anarchiste sans qualificatif » propose une réflexion originale qui touche à un très large éventail de sujets—notamment l'économie, la libre pensée, la philosophie, la religion, la criminologie, la littérature et l'action directe non violente.
L'oeuvre d'envergure de cette militante passionnée expose les raisons de sa révolte, témoigne de son espérance d'un monde meilleur et demeure, aujourd'hui encore, d'une brûlante actualité.
Cet ouvrage, réalisé sous la direction de Normand Baillargeon et de Chantal Santerre, est le premier titre français de Voltairine de Cleyre. Il réunit 16 essais majeurs qui couvrent l'ensemble de son parcours ainsi que 14 poèmes. Ces textes sont précédés d'une substantielle introduction et sont suivis d'une chronologie et d'une riche bibliographie.

 
http://luxediteur.com/lux/instinctdeliberte/despoiretderaison/
 
le numéro 20/2008 "Migrations et discriminations" de la revue Travail, genre et sociétés569
Parcours
Fatou Sow
Les défis d’une féministe en Afrique
propos recueillis par Thérèse Locoh et Isabelle Puech
Dossier coordonné par Thérèse Locoh et Isabelle Puech
Migrations et discriminations
- La mère de Cavanna. Des femmes étrangères au travail au XXe siècle, Sylvie Schweitzer
- Du Maghreb au Québec : accommodements et stratégies, Michèle Vatz Laaroussi
- Travail et genre dans l’histoire des migrations antillaises, Stéphanie Condon
- Descendantes d’immigrés en France : une double vulnérabilité sur le marché du travail ?, Dominique Meurs et Ariane Pailhé
Mutations
- Qui a besoin de « protéger » les femmes ?La question du travail de nuit (1919-1934), Nora Natchkova et Céline Schoeni
- Le rôle de l’école dans la construction des inégalités de sexe. L’exemple de l’éducation physique et sportive, Gilles Combaz et Olivier Hoibian

Controverse coordonnée par Delphine Gardey et Monique Meron
Re-lire Le Deuxième Sexe de Simone de Beauvoir
- Un ouvrage capital !, Clémentine Autain
- La psychanalyse d’un point de vue féministe matérialiste : l’invite du Deuxième Sexe, Cynthia Kraus
- Le « Je, Nous » hétérosexué de Simone de Beauvoir, Bruno Perreau
- Beauvoir, l’héritage oublié, Christine Delphy

 
 
 
Classer, dominer. Qui sont les "autres" ?568
Christine Delphy
La Fabrique, 232 pages, 12 euros. ISBN : 978-2-91-337282-5
L’idéologie dominante nous enjoint de tolérer l’Autre. Les textes de Christine Delphy nous montrent que celui qui n’est pas un Autre, c’est l’homme, et l’homme blanc. C’est sur la base du sexe, de la religion, de la couleur de peau et de la classe que se fait la construction sociale de l’altérité. L’Autre c’est la femme, le pédé, l’Arabe, l’indigène, le pauvre. La république libérale tolère, c’est-à-dire qu’elle tend la main, prenant bien garde à laisser le toléré-dominé suspendu au vide. L’homo est toléré s’il sait rester discret, le musulman est toléré s’il se cache pour prier, la femme est tolérée si ses revendications égalitaires n’empiètent pas sur le salaire et le pouvoir de l’homme, l’oriental est toléré s’il laisse les armées américaines tuer sa famille pour le libérer de la dictature – et libérer sa femme de lui-même par la même occasion. L’injonction à s’intégrer est surtout une sommation à être semblable, à suivre les règles officieuses mais bien réelles de l’Occident libéral. Parité, combats féministes et homosexuels, Afghanistan, Guantanamo, indigènes et société postcoloniale, loi sur le voile : autant de prismes pour aborder la domination capitaliste-masculine sur le monde. Ceux qui refusent ces règles, ceux qui se montrent pour ce qu’ils sont, le paient le prix fort, combattants d’une guerre qui sera longue. Écrits dans un style offensif, incisif et souvent drôle, ces textes nous forcent à déplacer notre regard, à mettre en lien des événements toujours cloisonnés, et nous apportent ce supplément d’intelligence qui seul permet de comprendre le monde tel qu’il va.
Christine Delphy milite contre le patriarcat et le racisme depuis longtemps. Elle est directrice de recherche émérite au CNRS, docteure en sociologie et philosophie - et aussi éditrice, entre autres de la revue Nouvelles questions féministes.
http://www.lafabrique.fr/article_livres.php3?id_article=307
 
Geschlecht Macht Arbeit 567
Interdisziplinäre Perspektiven und politische Intervention
Marburger Gender-Kolleg (Hrsg.)
(Arbeit - Demokratie - Geschlecht Band 7)
2008
ISBN 978-3-89691-740-9
www.lifepr.de/pressemeldungen/philipps-universitaet-marburg/
 
Im Zeichen des Geschlechts566
Repräsentationen - Konstruktionene; Interventionen

Hrsg. v. Celine Camus, Annabelle Hornung,
Fabienne Imlinger, Angela Kolbe, Milena Noll u. Isabelle Stauffer

Frankfurter Feministische Texte - Sozialwissenschaften, Band 11
ISBN 978-3-89741-264-4
Paperback, ca. 300 Seiten
24,90 € / 44,00 SFr
INHALT
Die verschiedenen Ausprägungen des Repräsentationsbegriffs in den jeweiligen Kontexten – ästhetischen, sozialen, politischen – bergen zwar die Gefahr von Missverständnissen, eröffnen aber auch die Möglichkeit für Interventionen.
Die Infragestellung des Repräsentationsbegriffs durch poststrukturalistische und dekonstruktivistische Theorien hat insbesondere in der Frauen- und Geschlechterforschung zahlreiche Diskussionen ausgelöst. In der Auseinandersetzung mit Repräsentation als einer zentralen interdisziplinären Kategorie wurden Wege gesucht, das Verhältnis von Geschlecht und Repräsentation angesichts neuer theoretischer und praktischer Herausforderung anders zu denken.

Die Autorinnen des vorliegenden Bandes – u.a. Hannelore Bublitz und Encarnacion Gutierrez Rodriguez – analysieren diverse Repräsentationsformen in ästhetischen, sozialen und politischen Kontexten. Hierbei werden die Verschränktheit und Konstruiertheit von Geschlecht und Repräsentation aufgedeckt und mögliche Interventionen in bestehende Machtverhältnisse aufgezeigt. So formt dieses Buch einen neuen, produktiven Repräsentationsbegriff mit, der in wissenschaftlichen und anderen Öffentlichkeiten genutzt werden kann.
www.ulrike-helmer-verlag.de
 
Geschlechterwissen und soziale Praxis565
Theoretische Zugänge - empirische Erträge
Wetterer, Angelika (Hrsg.)
ISBN 978-3-89741-270-5
Paperback, ca. 250 Seiten
24,90 € / 44,00 SFr

INHALT
Im Mittelpunkt der theoretischen und empirischen Beiträge dieses Buches stehen Unterschiede und Zusammenhänge zwischen Gender-Expertenwissen, alltagsweltlichem und wissenschaftlichem Geschlechterwissen.

Das Thema hat inzwischen auch Eingang in empirische Forschungen gefunden, die nach dem Geschlechterwissen der Akteure in verschiedenen Handlungsfeldern fragen. Das Buch schließt an diese Diskussionen an und geht der Frage nach, inwiefern unterschiedliche Formen sozialer Praxis unterschiedliche und auch konkurrierende Spielarten von Geschlechterwissen voraussetzen und hervorbringen.

HERAUSGEBERIN
Angelika Wetterer, promovierte Germanistin und habilitierte Soziologin, ist seit Herbst 2005 Professorin für die Soziologie der Geschlechterverhältnisse und Leiterin des Bereichs Geschlechtersoziologie und Gender Studies an der Universität Graz. Ihre Forschungsschwerpunkte: Arbeitsteilung und Geschlechterkonstruktion, feministische Theorie, Modernisierungsprozesse im Geschlechterverhältnis, Geschlechterwissen und soziale Praxis.

www.ulrike-helmer-verlag.de
 
Wandel der Geschlechterverhältnisse durch Recht?564
Arioli, Kathrin; Cottier, Michelle; Farahmand, Patricia; Küng, Zita (Hrsg.)
Zürich/St. Gallen: Dike Verlag 2008
ISBN 978-3-03751-025-4

 

www.genderlaw.ch/assets/Wandel_der_Geschlechterverhaeltnisse_durch_Recht.pdf
 
Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung563
Theorie, Methoden, Empirie
Ruth Becker, Beate Kortendiek (Hrsg.)
VS Verlag für Sozialwissenschaften (Wiesbaden) 2004. 736 Seiten. ISBN 978-3-531-14278-4. 49,90 EUR, CH: 85,50 sFr.
Reihe: Geschlecht & Gesellschaft - Band 35 (Br. 34,90, ISBN 3-8100-3926-8).
www.socialnet.de/rezensionen/2299.php
 
Wissen und Geschlecht562
Nikola Langreiter, Elisabeth Timm, Michaela Haibl, Klara Löffler, Susanne Blumesberger (Hg.):
Beiträge der 11. Arbeitstagung der Kommission für
Frauen- und Geschlechterforschung der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde; Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Ethnologie der Universität Wien, Bd. 31
Wien 2008. ISBN 978-3-902029-16-4
Diese Publikation ist hervorgegangen aus einer Tagung, die im Rahmen des Programms mentoring university vienna von einer von ao.Prof. Dr. Klara Löffler geleiteten Mentoringgruppe konzipiert und veranstaltet wurde.

"Wissen" und "Geschlecht" sind analytische Kategorien und Forschungsgegenstände zugleich: Obwohl Geschlecht vielfach dekonstruiert wurde, ist es nötig, seine alltäglichen Konkretisierungen zu erforschen.
Der Begriff Wissen wiederum ist in seinen unterschiedlichen Definitionen zu untersuchen und mit der postulierten "Wissensgesellschaft" empirisch zu konfrontieren.

Inhalt
Nikola Langreiter, Elisabeth Timm
Editorial: Wissen und Geschlecht. Volkskundlich-kulturwissenschaftliche
Fallstudien und Perspektiven
Barbara Holland-Cunz
Androzentrische Rationalität, patriarchale Sozialität.
Geschlechterverhältnisse in der Wissensgesellschaft
Sophie Elpers
Frauen bedenken – Männer beschließen? Wissen und Geschlecht beim Wiederaufbau der kriegszerstörten Bauernhöfe in den Niederlanden
Ira Spieker, Heide Inhetveen, Mathilde Schmitt Der andere Landbau – das andere Denken – das andere Geschlecht? Produktion und Tradierung von Wissen im Ökologischen Landbau
Kommentar: Margareth Lanzinger
Regina Bendix
Formatfrustrationen? Geschlecht, Biographie, Wissensproduktion und -präsentation
Therese Garstenauer
Wissen über Geschlecht: Vielfache Unterscheidungen innerhalb der Frauen- und Geschlechterforschung
Beatrice Schwitter
„Erst mit Siebzig erlebte ich meinen ersten Höhepunkt“. Zur Produktion von sozialem Wissen über Sexualität in der Schweiz durch die Kolumne der „Lieben Marta“, 1980–1995
Kerstin Wolff
"Die Welt von der man nicht spricht". Anna Pappritz und das neue Wissen um Prostitution
Andrea  alingov
„Zu jung für Verhütung (?)“. Die Konstruktion von Mutter- und Vaterschaft am Beispiel von Schwangerschaft und Geburt in der BRD und in der Slowakei
Michi Knecht, Sabine Hess
Reflexive Medikalisierung im Feld moderner Reproduktionstechnologien: Zum aktiven Einsatz von Wissensressourcen in gendertheoretischer Perspektive
Gundula Ludwig
'Privates' Wissen, staatliche Regulierungen und Subjektkonstitutionen.
Politikwissenschaftliche Anmerkungen zu den Beiträgen von  alingov , Wolff und Knecht/Hess
Gudrun M. König, Katharina Eisch-Angus
Wissen und Geschlecht zwishen akademischer Forschung und universitärer Praxis. Podiumsdialog und Resümee
 
Homosexualité et imaginaire sexuel chez les aztèques561
Nicolas Balutet
Homosexualité et imaginaire sexuel chez les Aztèques, Oxford, Archaeopress, British Archaeological Reports International Series 1823, « Paris Monographs
in American Archaeology n°22 », août 2008, 193 pp. (ISBN : 9781407303093)
Premier ouvrage traitant de l’homosexualité chez les Aztèques, cette étude comprend trois parties intitulées respectivement La perception de l’homosexualité, Les fondements de la masculinité et La peur de la femme phallique. La première partie s’intéresse à l’analyse des chroniques des conquérants et missionnaires et montre combien les Espagnols ne comprirent pas la réalité américaine et donnèrent libre cours à leur imagination et à la violence à l’heure d’évoquer les relations sodomites des Indiens. Les schèmes de pensée européens laissent place ensuite à l’étude de la position aztèque concernant l’homosexualité. L’auteur analyse non seulement la législation, le lexique et les us et coutumes mais s’intéresse aussi à l’idéal impérialiste aztèque à travers sa conception de la sexualité dirigée exclusivement vers la procréation. Cette première partie se termine par une étude, principalement iconographique, de la pratique de l’éviscération qui pourrait constituer un des châtiments privilégiés réservés aux homosexuels aztèques. La deuxième partie s’ouvre sur une étude des fondements de la masculinité, c’est-à-dire les caractéristiques et les attitudes que devaient présenter les hommes pour être perçus comme tels, des fondements qui permettent
d’expliquer davantage le mépris dont les homosexuels semblaient faire l’objet dans la culture aztèque. Après avoir expliqué ce qu’étaient les traits dominants de la masculinité aztèque, NicolasBalutet  étudie les cérémonies de deux vingtaines, Quecholli et Toxcatl, qui semblent déployer un ensemble de rituels visant à
renforcer cette masculinité. Sont analysés ensuite deux groupes, les guerriers et les joueurs de balle, qui manifestent de manière éclatante l’hétéronomie de toutes les affirmations de la virilité. Ce faisant, l’auteur montre que la féminité et la passivité homosexuelle servent de contretypes négatifs à la virilité et se voient utilisées
pour discréditer les vaincus et, en règle générale, tous ceux qui ne montrent pas assez de preuves de leur puissance masculine. Découlant des deux parties précédentes, la problématique de la dernière partie de cet ouvrage est consacrée à une longue étude de ce qui semble être au coeur du phénomène de dévalorisation des femmes dans la société aztèque, à savoir la peur de la femme phallique, qui met en péril la puissance auto-affirmée des hommes et les relèguent à un rôle faible et passif. Craignant l’homosexualité qui découlerait de cette condition subalterne, les hommes aztèques
semblent avoir élaboré un appareil rituel visant à conjurer cette situation et à réaffirmer au contraire la prédominance de leur pouvoir.
Nicolas Balutet  (1976) enseigne l’espagnol à l’Université « Jean Moulin » – Lyon 3. Spécialiste de l’histoire de la Méso-Amérique précolombienne et de l’homosexualité dans la littérature latino-américaine contemporaine, il a publié une soixantaine d’articles ainsi que dix ouvrages
parmi lesquels Représentations homosexuelles dans la culture hispanophone. Cet obscur objet du désir (Paris, L’harmattan, 2003), Ars homoerótica. Escribir la homosexualidad en las letras hispánicas (Paris, Editions Publibook Université, 2006) et Le jeu sacré maya (Paris, Le Manuscrit, 2006). Nicolas Balutet est, par ailleurs, l’un des membres fondateurs de la revue parisienne Inverses. Littérature, Arts, Homosexualités et le directeur de la collection Homotextualités chez L’Harmattan. Actuellement, il est membre du Groupe MARGE « Ecriture de la marge, marges de l’écriture » qui dépend du Centre de Recherche
en Littérature « Jean Prévost » de l’Université « Jean Moulin » – Lyon 3. On peut le contacter aux adresses suivantes :
 
L’usage de l’argent dans le couple : Pratiques et perceptions des comptes amoureux560
Perspective internationale
Hélène Belleau et Caroline Henchoz (dir.)
Collection « Questions sociologiques »ISBN : 978-2-296-05957-3 • 29 € • 326 pages
Comment les couples gèrent-ils leur argent ? Comment partagent-ils les ressources financières à leur disposition ? Qui paie quoi ? Comment l’argent circule-t-il dans la sphère intime ? Témoins des multiples transformations de la famille au cours des dernières décennies, des chercheuses et chercheurs de France, de Suisse, de Belgique et du Canada ont exploré la dimension économique de l’univers domestique, en étudiant les liens de la solidarité et les rapports de pouvoir entre conjoints. La gestion de l’argent dans la sphère domestique se trouve à la jonction des approches théoriques qui mettent l’accent sur la famille en tant que réseau d’échanges et de solidarité et celles qui portent sur les dynamiques interindividuelles et les rapports de pouvoir au sein des couples. Partant de ce constat, les auteurs du présent ouvrage se sont donnés pour objectif commun d’aborder les « comptes amoureux » en conjuguant ces deux positions. Comment l’interdépendance économique des membres de la famille se conjugue-t-elle désormais à l’idéal d’autonomie des individus qui la composent ? L’accession des femmes à l’indépendance financière a-t-elle eu pour effet de transformer en profondeur les rôles conjugaux ? La fragilité des unions a-t-elle amené les femmes et les hommes à négocier les termes de cette solidarité au sein de l’union conjugale ? En étudiant deux institutions fondamentales des sociétés contemporaines occidentales, la famille et l’argent, cet ouvrage interroge plus largement la modernité et les théories qui l’accompagnent.
Ont contribué à cet ouvrage : Laurence Bachmann, Hélène Belleau, Céline Bessière, Sandra Collavechia, Jérôme Courduriès, Caroline Henchoz, Agnès Martial, Véronica Jaris Tichenor.
 
Laboratoires du travail559
Magdalena Rosende et Natalie Benelli (dir.)
Editions Antipodes
164 p., 30 francs suisses, 20 euros
Laboratoires du travail réunit des textes qui examinent le travail sous toutes ses facettes: travail salarié, domestique, scientifique, travail de mise au monde, de care, etc.
Conçu comme hommage à Françoise Messant, professeure de sociologie du travail à l'Université de Lausanne, cet ouvrage offre un aperçu des perspectives et des thématiques actuelles autour de l'objet travail.
Les auteur·e·s abordent notamment la grève, les outils, le travail collectif, la division du travail et de l'emploi, la responsabilité au travail et l'imbrication des systèmes de domination.
Éditions Antipodes
Case postale 100 • CH 1000 Lausanne 7 • T & F 41.21.311.93.40
http://www.antipodes.ch/
 
Performativität der "Unternehmerin ihrer selbst". Die Aktionsforschung "Monkeydick-Productions"558

 

Sonja Mönkedieck
ISBN 978-3-86573-380-1
225 S. 28,90 EUR. 2008 (Diss.)
Der Theaterautor, Regisseur und Dramatiker René Pollesch schreibt: "Die einzig mögliche Revolution ist das Unternehmen, das die Wandlung der Individuen betreibt. Die Revolution als Angebot von Unternehmen." In diesem Sinne führt bei der Aktionsforschung eine Gruppe von Menschen als Unternehmen "Monkeydick-Productions" neoliberale Paradoxien aus und auf. Obwohl jegliches Handeln des performativen Unternehmens den aktionsforscherischen Rahmen bildet, liegt im empirischen Teil der Dissertation das Hauptaugenmerk auf einem Krisenexperiment. Auf theoretischer Ebene wird die Widersprüchlichkeit der neoliberalen Unternehmerfigur analysiert, die sich darin zeigt, dass von der Heteronorm abweichende Geschlechter und Sexualitäten sowohl mit einer strikten Heteronormativität als auch mit deren Flexibilisierung zugunsten der Leistungsbereitschaft konfrontiert sind. Dies bedeutet in erster Linie, dass die Subjekte trotz gesellschaftlicher Normen dazu angehalten sind, über Leistung ihr Geschlecht und ihre Sexualität individuell zu gestalten.
www.wvberlin.de/data/inhalt/moenkedieck.html
 
Bologna and Beyond?557
New Perspectives on Gender and Gender Studies
Last summer the 5th European Conference on Gender Equality in Higher Education took place at Humboldt-Universität in Berlin. A brochure with the most important results and recommendations can be downloaded from  the homepage of the conference: www2.hu-berlin.de/eq-berlin2007
 
The papers of Track D: "More or Less Gender" The Challenges of the  Bologna-Process? have been published under the title "Bologna and Beyond" New Perspectives on Gender and Gender Studies? and can be ordered for  free from the office of the Gender Equality Officer of  Humboldt-Universität.
www2.hu-berlin.de/frb/
 
Gender and Development555
Edited by Janet Momsen
Series: Critical Concepts in Development StudiesISBN: 978-0-415-42272-7
Published by: Routledge

It is increasingly apparent that the growing challenges facing development scholars, policy-makers, and practitioners in the twenty-first century require a more sophisticated understanding of the importance of gender than has hitherto been the case. At a time when the forces of globalization are transforming economies and peoples, women throughout the world are still marginalized both economically and politically. In particular, new rulings by the World Trade Organization threaten the exports of many developing countries and jobs—often those held by women—are being lost. Such changes are also significantly affecting men and masculinities as gender roles and relations are transformed. Furthermore, global warming is threatening environments and natural resources, such as forests and water, and creating specific—but different—problems for both men and women in developing countries.

Edited and introduced by a leading researcher and activist, this four-volume Major Work in the Routledge Critical Concepts in Development series brings together both cutting-edge and canonical research about gender and development which will enable development scholars, policy-makers, and workers to understand and address such challenges more effectively. Moreover, work on gender and development continues to be very wide-ranging, and increasingly draws on scholarship and insights from across the social sciences and beyond. Much of this literature remains inaccessible, or is highly specialized and compartmentalized, so that it is ever more difficult to gain an informed and comprehensive overview of the current and historical issues and debates. The sheer scale of the growth in research output in gender and development—and the breadth of the field—make this collection especially timely and meets the demand for a wide-ranging, multidisciplinary perspective on this fascinating and important subject.

With introductions, newly written by the editor, which place the collected material in its historical and intellectual context, Gender and Development is an essential collection destined to be valued by scholars, students, and practitioners as a vital research resource.

www.routledge.com/books/
 
Virginia Woolf et les écritures du moi : le journal et l’autobiographie554
Frédérique Amselle
23 €, 280 p., dos carré collé, ISBN 978-2-84269-825-6
« Virginia Woolf et les écritures du moi » s’intéresse aux cinq textes qui constituent Moments of Being, au journal de jeunesse, The Early Diaries, au Journal, ainsi qu’à Carlyle’s House and Other Sketches. Il ne s’agit pas d’opérer une lecture biographique de ces écrits, mais de les considérer comme une oeœuvre à part entière qui existe par et pour elle-même. Situer ces textes dans l’espace générique des « écritures du moi » implique une tentative de définition du genre, préalable à la mise en perspective de l’œuvre woolfienne au sein de ce genre. Le paradoxe de l’écriture du moi chez Woolf soulève non seulement la question de l’identité du sujet mais aussi celle de la place de l’autre dans le texte autobiographique. La démarche scripturale s’inscrit alors doublement dans le temps, dans un va et vient sensible entre la mémoire et la mort.
http://www.pulm.fr/present-perfect-3?nid=1
 
Sexe, Genre et Sexualités. Introduction à la théorie féministe553
Elsa Dorlin
Paris, Puf coll. "Philosophies", 2008.
ISBN : 978-2-13-055889-7
EAN13 : 9782130558897
Le sexe désigne communément le sexe biologique qui nous est assigné à la naissance (mâle ou femelle), le rôle ou le comportement sexuels qui sont censés lui correspondre (le genre), et, enfin, la sexualité. Les théories féministes s'attachent à la problématisation de ces trois acceptions mêlées du sexe. Elles travaillent à la fois sur les distinctions historiquement établies entre le sexe, le genre et la sexualité, sur leurs constructions et leurs relations. S'agit-il d'une relation de causalité : le sexe biologique détermine-t-il le genre et la sexualité ? D'une relation de simultanéité non contraignante entre le sexe biologique, d'une part, et l'identité sexuelle (de genre et de sexualité), d'autre part ?
 
S'agit-il d'une relation de normalisation ? L'hétérosexualité reproductrice est-elle la norme légale, sociale, mais aussi médicale, à l'aune de laquelle les catégories de sexe comme de genre peuvent être déconstruites, voire contestées et bouleversées ?
 
Le présent volume porte sur les théories féministes de ces quarante dernières années, dont la richesse et l'engagement en font l'un des champs les plus novateurs de la recherche actuelle : le féminisme marxiste, l'épistémologie ou l'éthique féministes, l'histoire et la philosophie féministes des sciences, le black feminism, le féminisme «post-moderne» et la théorie queer. L'ensemble de ces pensées constitue aujourd'hui un véritable champ de la philosophie contemporaine, dont on trouvera ici une introduction et une problématisation inédites en France.
Sommaire :
Introduction
Epistémologies féministes
Le personnel est politique
Des épistémologies du point de vue à l'éthique du "care"
Qu'est-ce que l'objectivité en science ?
Historicité du sexe
Archéologie du genre
Le sexe (M/F) : un obstacle épistémologique
"Le genre précède le sexe..."
"Nos corps, nous-mêmes"
... mais la sexualité précède le genre
"Mon corps m'appartient"
"Les lesbiennes ne sont pas des femmes"
Le sujet politique du féminisme
"Sexe", "race", et "classe": comment penser la domination ?
Le genre et la couleur de l'empire
Genre et postcolonialisme
Les deux corps du Père
Philosophies de l'identité et "praxis queer"
"Praxis queer" : subversion ou subjugation des normes ?
Judith Butler : si tout est construit, alors...
Le concept de "puissance d'agir"
Technologies du sexe
Sexe "naturel", sexe "artificiel" : gode saves the king
La technologie pornographique ou la "vérité du sexe"
La police du réel vs les politiques trans
 
Maître de conférence de philosophie à l'Université Paris I Panthéon-Sorbonne, Elsa Dorlin est l'auteur de La matrice des races. Généalogie sexuelle et coloniale de la nation française (La Découverte, 2006)
 
Verführung und Begehren552
Die psychoanalytische Sexualtheorie nach Freud
Für ein neues Verständnis der Sexualität
Quindeau, Ilka
ISBN 978-3-608-94486-0
www.klett-cotta.de/psychologie_buechern.html?&tt_products=2134
 
Gendered Innovations in Science and Engineering551
Schiebinger, Londa (ed.):
Stanford University Press 2008
ISBN-10: 080475814X
ISBN-13: 9780804758147
Interview mit Londa Schiebinger:
http://www.mentornet.net/news/newsart.aspx?nid=34&sid=2
www.sup.org/book.cgi?book_id=5814%205815%20
 
Was kommt nach der Genderforschung?550
Zur Zukunft der feministischen Theoriebildung
Casale, Rita; Rendtorff, Barbara (Hg.)
transcript Verlag Bielefeld, Dez. 2007
ISBN: 978-3-89942-748-6
Interdisziplinäre Beiträge zu Rekonstruktionen von Theorie-Entwicklungen, zu grundsätzlichen Überlegungen zum Begriff "gender", seinem Potenzial sowie seinen Fallen und Grenzen.
 
www.transcript-verlag.de/ts748/ts748.php
 
Le système de genre549
Introduction aux concepts et théories
Lorena Parini
2006, 132 pages
ISBN 978-2-88351-034-0
SFr. 28.-/Euro 18.70

Cet ouvrage a été conçu pour les personnes qui souhaitent s'initier aux problématiques de genre. Il a l'ambition de retracer un certain nombre des discussions théoriques et épistomologiques et proposer des réflexions autour des principales thématiques développées par les Etudes Genre. Il est également conçu comme une aide pédagogique destinée aux einseignant(e)s. Les thématiques traitées interrogent, dans un permier temps, des notions telles que « femmes, féminisme, sexe ou genre ». Dans un deuxième temps l'ouvrage aborde les notions de systèmes et des régimes de genre à partir de trois domaines cruciaux de l'analyse de genre : la reproduction, la division sexuée du savoir et du travail et le politique. Il présente ensuite les trois courants classiques de la pensée féministe (libéral, marxiste et radical) et leurs analyses des inégalités de genre. Pour terminer, l'ouvrage se pose la question de l'ontologie de la différence entre femmes et hommes et aborde les problématiques politiques y relatives.

 
Gender Studies in Ausbildung und Arbeitswelt548
Das Beispiel Schweiz
Brigitte  Liebig, Monique Dupuis, Thanh-Huyen Ballmer-Cao, Andrea Maihofer (Hrsg.)
Herbst 2008, ca. 292 Seiten
ISBN 978-3-03777-066-5
ca. SFr. 49.-/Euro 32.50

Die Geschichte der Erwerbsarbeit von Frauen ist vielfältig - vielfältiger als sie auf einen ersten flüchtigen Blick auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg scheinen mag. Die von Frauen im jungen Erwachsenenalter gewonnen Einsichten und Gewissheiten galten bei keiner Generation für den gesamten Lebenslauf. Jede Generation musste sich in den verschiedenen Lebensphasen immer wieder neu an die jeweiligen Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt anpassen. Für das zwanzigste Jahrhundert bis in die Gegenwart sind die strukturellen Bedingungen, aber auch institutionellen Regelungen und Leitbilder sowie die Einstellungen und Werte der Frauen, wichtige Erklärungsfaktoren für das Erwerbsverhalten der Frauen.
A. Doris Baumgartner greift für ihre Untersuchung auf die Daten einer Vielzahl bisher durchgeführter Studien und auf verschiedenstes Quellenmaterial zurück. Auch zahlreiche Bilder, die weibliche Erwerbsarbeit thematisieren, werden in die Analyse mit einbezogen.
Die Ergebnisse dieser Analyse zeigen, dass in der Schweiz die Frauenerwerbsverläufe deutlich stärker durch den kulturellen als durch den strukturellen Wandel beeinflusst wurden. Der Wandel individueller Einstellungen und Werte zu Beruf und Familie verweist auf die wachsenden Erwartungen an den Arbeitsplatz und an die Arbeit selbst. Im Gegensatz dazu zeichnen sich Leitbilder durch eine beachtliche Trägheit aus.

 
Wandel der Geschlechterverhältnisse durch Recht?547
Kathrin Arioli / Michelle Cottier / Patricia Farahmand / Zita Küng (Hrsg.)
2008. X, 347 Seiten, broschiert, CHF 48.–,
ISBN 978-3-03751-025-4
Kann mit den Mitteln des Rechts jener Wandel in Gang gebracht werden, der notwendig ist, um die Geschlechterverhältnisse gerecht(er) zu gestalten? Welche aktuellen und historischen Erfahrungen wurden mit rechtlichen Instrumenten zum Abbau von Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts gemacht? Der Band bietet Antworten auf diese Grundfragen rechtlicher Geschlechterpolitik und präsentiert Forschungsergebnisse aus feministischer Rechtswissenschaft und (Legal) Gender Studies. Die Beiträge behandeln aktuelle Rechtsentwicklungen wie auch historische Erfahrungen in den Feldern Politik, Arbeit, Familie, Körper und Migration. Zur Sprache kommen zentrale Fragestellungen wie das ambivalente Verhältnis der Frauenbewegung zum Recht, die Dekonstruktion von Geschlecht und ihre Bedeutung für die Rechtswissenschaft, die Erfahrung mit Gleichstellungsgesetzen in verschiedenen Ländern Europas, Wandel und Persistenz der Geschlechterverhältnisse im Familienrecht, Sterilisationsgesetze, Schwangerschaftsabbrüche nach pränataler Diegnostik, das Verhältnis der Geschlechtergleichheit zu Mehrfachdiskriminierungen und die Debatte um ein Verbot der Burka.
http://www.genderlaw.ch/assets/Wandel_der_Geschlechterverhaeltnisse_durch_Recht.pdf
 
L’inversion du genre546
Quand les métiers masculins se conjuguent au féminin... et réciproquement
Sous la direction de Yvonne Guichard-Claudic, Danièle Kergoat et Alain Vilbrod
ormat : 15,5 x 24 cm
Nombre de pages : 404 p.
ISBN : 978-2-7535-0589-6
Prix : 22,00 €
Disponibilité : en librairie
Femmes pompiers ou médecins, cadres d’entreprise, magistrates, conductrices de bus ou de camions, peintres en bâtiment ou carreleuses... mais aussi hommes sages-femmes ou caissiers de supermarché, infirmiers, assistants sociaux ou instituteurs en école maternelle : autant d’exemples de l’avancée en mixité dans des bastions longtemps monosexués. La mixité n’est donc pas seulement une question de co-présence de femmes
et d’hommes dans différents espaces sociaux. Elle se traduit aussi par la fin de l’exclusivisme de genre attaché à certains métiers.
Il est certes important d’en prendre la mesure précise, statistiques à l’appui, mais une évaluation chiffrée ne saurait suffire pour comprendre ce qui se joue dans ces situations atypiques. Le même métier est rarement exercé dans les mêmes conditions, de travail, de rémunération, de promotion selon qu’il l’est par un homme ou par une femme. Des travaux qualitatifs fins et diversifiés, tels ceux qui sont présentés dans cet ouvrage, permettent d’observer par le menu ce qui se transforme, ce qui résiste, ce qui se recompose, dans le but de saisir le sens des logiques sociales complexes qui sont à l’oeuvre. Parler d’inversion du genre à propos de ces situations et positions non traditionnelles,
c’est donc moins décrire une situation que poser la question de savoir dans quelle mesure l’inversion des positions sexuées est de nature à remettre en cause les processus de catégorisation et de hiérarchisation que désigne le concept de genre.
Yvonne Guichard-Claudic est maître de conférences en sociologie et membre de l’Atelier de
recherche sociologique (ARS, EA 3149), Université de Bretagne Occidentale, Brest.
Danièle Kergoat est sociologue et directrice de recherche émérite au CNRS, Laboratoire
Genre, Travail et Mobilités, CNRS – Paris 8 – Paris 10, Paris.
Alain Vilbrod est maître de conférences HDR en sociologie et membre de l’Atelier de recherche
sociologique (ARS, EA 3149), Université de Bretagne Occidentale, Brest.
http://www.pur-editions.fr/detail.php?idOuv=1794
 
Nouvelles Questions Féministes Volume 27 No 2545
L'ambivalence du travail: entre exploitation et émancipation
Coordination : Hélène Martin, Françoise Messant, Gaël Pannatier, Marta Roca i Escoda, Magdalena Rosende, Patricia Roux
Sommaire
Édito
Françoise Messant, Hélène Martin, Marta Roca i Escoda, Magdalena Rosende, Patricia Roux
Le travail, outil de libération des femmes?
Grand angle
Élise Lemercier: Travail et femmes migrantes: invisibilisation des qualifications, utilité sociale et parcours d’émancipation
Caroline Ibos: Les «nounous » africaines et leurs employeurs : une grammaire du mépris social
Irène Jonas, Djaouida Séhili: Les nouvelles images d’Épinal: émancipation ou aliénation féminines?
Céline Bessière: «Travailler à l’extérieur» : des implications ambivalentes pour les compagnes d’agriculteurs
Elsa Galerand, Danièle Kergoat: Le potentiel subversif du rapport des femmes au travail
Champ libre
Laetitia Carreras: Travailleuses domestiques « sans papier» en Suisse: comment s’en sortir, rester et résister?
Laetitia Dechaufour: Introduction au féminisme postcolonial
Parcours
Magdalena Rosende, Patricia Roux: De la sociologie du travail aux Études Genre. Un hommage à Françoise Messant
Comptes rendus
Séverine Rey: Nicole-Claude Mathieu (dir.): Une maison sans fille est une maison morte
Collectifs
Élodie de Weck: Comité de Mujeres de Inzá: la difficile conciliation entre la lutte pour l’émancipation féminine et celle pour l’autonomie paysanne
Pétition Contre Michel Dubec, le psy qui légitime le viol
Joy Charnley «Women in…»
http://www2.unil.ch/liege/nqf/sommairesNQF/som272.html
 
Nouvelles Questions Féministes Volume 27 No 2544
L'ambivalence du travail: entre exploitation et émancipation
Coordination : Hélène Martin, Françoise Messant, Gaël Pannatier, Marta Roca i Escoda, Magdalena Rosende, Patricia Roux
Sommaire
Édito
Françoise Messant, Hélène Martin, Marta Roca i Escoda, Magdalena Rosende, Patricia Roux
Le travail, outil de libération des femmes?
Grand angle
Élise Lemercier: Travail et femmes migrantes: invisibilisation des qualifications, utilité sociale et parcours d’émancipation
Caroline Ibos: Les «nounous » africaines et leurs employeurs : une grammaire du mépris social
Irène Jonas, Djaouida Séhili: Les nouvelles images d’Épinal: émancipation ou aliénation féminines?
Céline Bessière: «Travailler à l’extérieur» : des implications ambivalentes pour les compagnes d’agriculteurs
Elsa Galerand, Danièle Kergoat: Le potentiel subversif du rapport des femmes au travail
Champ libre
Laetitia Carreras: Travailleuses domestiques « sans papier» en Suisse: comment s’en sortir, rester et résister?
Laetitia Dechaufour: Introduction au féminisme postcolonial
Parcours
Magdalena Rosende, Patricia Roux: De la sociologie du travail aux Études Genre. Un hommage à Françoise Messant
Comptes rendus
Séverine Rey: Nicole-Claude Mathieu (dir.): Une maison sans fille est une maison morte
Collectifs
Élodie de Weck: Comité de Mujeres de Inzá: la difficile conciliation entre la lutte pour l’émancipation féminine et celle pour l’autonomie paysanne
Pétition Contre Michel Dubec, le psy qui légitime le viol
Joy Charnley «Women in…»
http://www2.unil.ch/liege/nqf/sommairesNQF/som272.html
 
Nouvelles Questions Féministes Volume 27 No 2543
L'ambivalence du travail: entre exploitation et émancipation
Coordination : Hélène Martin, Françoise Messant, Gaël Pannatier, Marta Roca i Escoda, Magdalena Rosende, Patricia Roux
Sommaire
Édito
Françoise Messant, Hélène Martin, Marta Roca i Escoda, Magdalena Rosende, Patricia Roux
Le travail, outil de libération des femmes?
Grand angle
Élise Lemercier: Travail et femmes migrantes: invisibilisation des qualifications, utilité sociale et parcours d’émancipation
Caroline Ibos: Les «nounous » africaines et leurs employeurs : une grammaire du mépris social
Irène Jonas, Djaouida Séhili: Les nouvelles images d’Épinal: émancipation ou aliénation féminines?
Céline Bessière: «Travailler à l’extérieur» : des implications ambivalentes pour les compagnes d’agriculteurs
Elsa Galerand, Danièle Kergoat: Le potentiel subversif du rapport des femmes au travail
Champ libre
Laetitia Carreras: Travailleuses domestiques « sans papier» en Suisse: comment s’en sortir, rester et résister?
Laetitia Dechaufour: Introduction au féminisme postcolonial
Parcours
Magdalena Rosende, Patricia Roux: De la sociologie du travail aux Études Genre. Un hommage à Françoise Messant
Comptes rendus
Séverine Rey: Nicole-Claude Mathieu (dir.): Une maison sans fille est une maison morte
Collectifs
Élodie de Weck: Comité de Mujeres de Inzá: la difficile conciliation entre la lutte pour l’émancipation féminine et celle pour l’autonomie paysanne
Pétition Contre Michel Dubec, le psy qui légitime le viol
Joy Charnley «Women in…»
http://www2.unil.ch/liege/nqf/sommairesNQF/som272.html
 
Mehrheit am Rand? 542
Geschlechterverhaeltnisse, globale Ungleichheit und transnationale Handlungsansaetze
Heike Brabandt, Bettina Roß und Susanne Zwingel (Hrsg.)
 
Prekarisierung, Verelendung und Armut sind zu den Schlagwoertern der politischen Debatte des fruehen 21. Jahrhunderts geworden. Während in den 1990er Jahren über die Feminisierung von Armut im Globalen Sueden diskutiert wurde, ist die Armut zwischenzeitlich in den Laendern des Globalen Nordens angekommen. Ziel des Buches ist es, diese komplexen Wandlungsprozesse in den Bereichen der Arbeit, Migration und Sicherheit aus einer Geschlechterperspektive zu untersuchen und dabei nach Moeglichkeiten der politischen Teilhabe zu fragen.
Das Buch richtet sich an Sozial- und WirtschaftswissenschaftlerInnen sowie an AktivistInnen, die sich für die Folgen der Globalisierung und für komplexe Sichtweisen der oekonomischen und sozialen Veraenderungsprozesse interessieren. Es  wirbt für einen analytischen Zugang, der Geschlechterverhaeltnisse nicht isoliert betrachtet, sondern soziale Ungleichheiten und mangelnde politische Gestaltungsmoeglichkeiten als globale Prozesse begreift. Mit seiner Bruecken schlagenden Konzeption verfolgt das Buch uebergreifende Perspektiven und ist sowohl für ForscherInnen als auch für gesellschaftspolitisch Interessierte relevant. Es ist daher für Universitaetsangehoerige verschiedener Bereiche (Arbeitsforschung, Politische Oekonomie, Internationale Beziehungen, vergleichende Politikwissenschaft) ebenso interessant wie für Parteien, politische Stiftungen, Mitglieder sozialer Bewegungen (wie Frauenrechts-, Menschenrechts- und globalisierungskritischer Gruppen) sowie für GeschlechterforscherInnen.
 
Da wir alle Bürgerinnen sind… (anno 1313)541
Frauen- und Geschlechtergeschichte in historischen Museen
Annette Kuhn
Susanne Flecken-Büttner
Monika Hinterberger (Hrsg.)
Band 2
2008. 280 Seiten. Kart. 28,00 Euro (D),
28,80 Euro (A), 49,00 SFr
ISBN 978-3-86649-129-8
Erhebung und vergleichende Analyse der frauen- und geschlechtergeschichtlichen Präsentationsformen in historischen Museen
Schriften aus dem Haus der FrauenGeschichte,
Diese Studie befasst sich mit Fragen der Geschlechtergerechtigkeit in führenden historischen Museen in Deutschland. Dabei werden aus einer konsequent frauen- und geschlechtergeschichtlichen Perspektive historische Zeugnisse in den Museen auch auf eine weibliche Geschichtserzählung hin befragt.
Dies deckt Wege einer anderen Sicht auf die Vergangenheit auf und lässt einen bislang unausgeschöpften frauengeschichtlichen Reichtum in historischen Museen erkennbar werden. Gleichzeitig wird die Notwendigkeit eines eigenen Hauses der FrauenGeschichte vor Augen geführt.
 Frauengeschichte im Museum.pdf
 
Arbeit und Geschlecht im Umbruch der modernen Gesellschaft242
Forschung im Dialog
Brigitte Aulenbacher | Maria Funder | Heike Jacobsen | Susanne Völker (Hrsg.)
2007. 306 S. mit 1 Abb. u. 1 Tab. Br. EUR 29,90 - ISBN 978-3-531-15139-7
Der Inhalt
 • Arbeiten in der globalen Ökonomie
 • Dienstleistungen: Interaktion, Wissen und Privatisierung
 • Flexibilisierung und De-Institutionalisierung, Vermarktlichung und Subjektivierung
 • Zukunft der Arbeitsgesellschaft: Wandel und/oder Persistenz der Arbeits- und Geschlechterverhältnisse?
  
 Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse befinden sich in einem tief greifenden Umbruch.
 Er ist nicht zufällig von Tendenzen der Veränderung und Beharrung im Geschlechterverhältnis durchzogen. Diese gesellschaftlichen Bewegungen fordern die Arbeits- und die Geschlechterforschung doppelt: in ihren Theorien, Perspektiven und Diagnosen und in ihrem Verhältnis zueinander.
 Mit Blick auf die Beschäftigungsverhältnisse in der globalen Ökonomie, die Entwicklung von Dienstleistungsarbeit, die Flexibilisierung gesellschaftlicher und individueller Arbeits- und Geschlechterarrangements und die Zukunft der Arbeitsgesellschaft treten namhafte VertreterInnen der Arbeits- und Geschlechterforschung miteinander in den Dialog.
  
 Es schreiben Regina Becker-Schmidt, Klaus Dörre, Wolfgang Dunkel und Margit Weihrich, Stefanie Ernst, Ute Luise Fischer, Michael Frey, Nick Kratzer und Dieter Sauer, Ingrid Kurz-Scherf, Ilse Lenz, Boy Lüthje, Hildegard M. Nickel, Birgit Riegraf, Hedwig Rudolph, Brigitte Schulze, G. Günter Voß, Sylvia M. Wilz.
  
 PD Dr. Brigitte Aulenbacher arbeitet am Institut für Soziologie und Sozialpsychologie der Universität Hannover.
 Prof. Dr. Maria Funder lehrt am Institut für Soziologie der Universität Marburg.
 Dr. Heike Jacobsen ist Wissenschaftliche Geschäftsführerin der Sozialforschungsstelle Dortmund.
 Dr. Susanne Völker arbeitet an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam.
 Arbeit und Geschlecht.pdf
 
Feminisms in Geography243
Rethinking Space, Place, and Knowledges
Edited by Pamela Moss and Karen Falconer Al-Hindi
August 2007, 272 pages
 ISBN 0-7425-3829-X / 978-0-7425-3829-0 $29.95 paper
 ISBN 0-7425-3828-1 / 978-0-7425-3828-3 $75.00 cloth
"Pamela Moss and Karen Falconer Al-Hindi have done an exceptional job of creating an anti-anthology of feminisms and feminist geographies. Fully aware of both the ironies and the paradoxes inherent in any attempts to contest the orthodoxies of feminist geographies in a single volume, the editors and their contributors have nonetheless produced a work that provides readers with a variety of epistemological, theoretical, and linguistic maps to negotiate the complex terrains of a range of feminist geographies. In doing so, they have contributed significantly to the important conversation about the diversity, complexity, variety, sophistication, and multiplicity of feminist geographies. This book will be an important reference work for students and seasoned researchers in feminist geography."
 
 Lawrence D. Berg, University of British Columbia
www.rowmanlittlefield.com/
 
Kulturproblem Frau244
Weiblichkeitsbilder in der Kunst des Nationalsozialismus (= Literatur-Kultur-Geschlecht 41)
Frietsch, Elke
Köln u.a.:
 Böhlau Verlag 2006.
 ISBN 3-412-35505-4
 330 S.; EUR 49,90
Der Kunsthistoriker Willibald Sauerländer erinnerte sich kürzlich an die Arbeiten, die während des Nationalsozialismus im Münchener „Haus der Deutschen Kunst” gezeigt wurden, wie folgt: „Die deutsche Frau wurde gerne als Aktfigur gemalt, auch dann vornehmlich in der Bauernstube. Die Männer waren in Uniform dargestellt mit Helm, Schulterriemen, Handgranaten. Die Botschaft war: die Frau ist der Lebensborn, der Mann der Krieger.“[1] Elke Frietsch beginnt ihre Studie „Kulturproblem Frau.
 Weiblichkeitsbilder in der Kunst des Nationalsozialismus“ mit einer Erweiterung dieser Beobachtung und fragt, warum so viele Allegorien im Nationalsozialismus weiblich konnotiert waren. Die Kunsthistorikerin verweist zunächst darauf, dass wegen der Annahme, dass die ausgestellte Kunst im Nationalsozialismus sowieso nur Mittelmaß und zudem frauenfeindlich gewesen sei, es lange als gerechtfertigt galt, sich mit der Kunst im Dritten Reich nicht weiter zu befassen. Das Aufzeigen von Kontinuitätslinien in Weiblichkeitsbildern mit den Zeiten vor 1933 und nach 1945 wurde so erschwert. In ihrer in sechs Kapitel gegliederten und reich bebilderten Arbeit will Frietsch nachzeichnen „wie die Aktivierung von essentialistischer Geschlechtsbilder dazu diente, Widersprüchlichkeiten innerhalb der NS-Ideologie zu ontologisieren und performativ als natürlich bzw. als Natur zu inszenieren“ (S.13). Dazu beschränkt sie ihre Quellenanalyse nicht nur auf künstlerische Arbeiten, sondern behandelt auch die Darstellungen von Frauen in ausgewählten NS-Zeitschriften.
 Das erste Kapitel beginnt mit einem Überblick zu den historischen, philosophischen und biologischen Forschungen zur Konstruktion von Geschlechtskörpern. Diskurse über den Körper der Frau als Allegorie der Gesellschaft, die Festlegung von Weiblichkeit auf Natur und die Vorstellung, dass am Bild der Frau der Zustand der Kultur abzulesen sei, verankert Frietsch im 18. Jahrhundert. Die Vielfältigkeit von Frauenbildern, die im Nationalsozialismus Bestand hatten und Frauen keineswegs nur auf Gebärmaschinen reduzierten, wird im zweiten Kapitel mit Hilfe eines Querschnittes durch NS-Zeitschriften untersucht. Bei allen Unterschieden der analysierten Periodika wird die Verbindung zwischen der Stellung der Frau und Tendenzen der Zivilisationskritik deutlich. Auch die Betonung der Gesundheit, der Natürlichkeit und teilweise auch der Sportlichkeit der Frau nimmt einen großen Raum ein.
  
 Die verbleibenden Kapitel der Studie konzentrieren sich auf die Darstellung der Frau in der Kunst. Frietsch beschreibt zunächst, wie in rassentheoretischen Schriften „dem Bild Aufgaben zugedacht wurden, Widersprüchlichkeiten und Unschärfen innerhalb der NS-Ideologie ästhetisch zu überblenden“ (S. 289). Dies sollte durch die Inszenierung des Staates als Gesamtkunstwerk einerseits und durch Abgrenzung vom Anderen andererseits gelingen. Die „Große Deutsche Kunstausstellung“ und die Ausstellung „Entartete Kunst“ von 1937 hatten diese Aufgaben zu erfüllen. Im fünften Kapitel konzentriert sich die Autorin auf eine genaue Untersuchung des Bildes von Adolf Zieglers Bild „Die vier Elemente“, in welchem Erde, Wasser, Feuer und Luft durch weibliche Aktfiguren dargestellt werden. Bilder des Weiblichen verkörperten so die ewigen Werte. Überzeugend argumentiert Frietsch, dass Zieglers Darstellung als Legitimation von nationalsozialistischer Autorität und Macht interpretiert werden kann. Ikonographische Versatzstücke wurden in diesem Werk kombiniert, und sie ersetzten bürgerliche Repräsentationsversuche von Fortschritt und Technik durch gesetzmäßige Natürlichkeit, Wahrheit und Ewigkeit. Herrschaft konnte direkt von der Natur abgeleitet werden. Dazu musste auf die Darstellung des Weiblichen zurückgegriffen werden, denn, so Elke Frietsch, die Visualisierung von universellen Werten durch männliche Körper war  kaum realisierbar. Das Männliche stand vielmehr für partikulare Subjekte. Vergleiche dieser Weiblichkeitsbilder mit dem als Zivilisationsverfall interpretiertem Frauenbild der Weimarer Republik, z.B. den Lustmorddarstellungen von George Grosz und Otto Dix,  legitimierten den nationalsozialistischen Rückgriff auf „weibliche Natürlichkeit“ umso mehr.
  
 Mit ihrem sechsten und letzten Kapitel, das auch eines der umfangreichsten der Arbeit ist, geht Frietsch auf verschiedene Motive ein, die bei der Visualisierung von Weiblichkeit eine Rolle spielten.
 Deren wichtigstes war wohl die Darstellung des Weiblichen mit Gefäßen.
 Hatte diese Darstellungsweise des Körpers, meist um das menschliche Wesen auszudrücken, eine lange Tradition, so argumentiert Frietsch, dass sie sich nicht nur von der männlichen zur weiblichen Gestalt verschob, sondern auch vom Seelengefäß zum symbolischen Gemeinschaftskörper im Nationalsozialismus. Wenn schon der Begriff „deutsche Rasse“ im Dritten Reich nie genau festgelegt werden konnte, dann mussten wenigstens weibliche Körper als Gemeinschaftsmythos dienen. Frietsch erklärt außerdem die Bedeutung von Gefäßen als Fruchtbarkeitssymbole in der NS-Kunst, „die zahlreichen Darstellungen von Müttern und Bäuerinnen mit Gefäß korrespondierten mit der Marienikonologie“ (S. 222). Ähnlich symbolisch für Ganzheitsideale im Dritten Reich waren die Darstellungen von Frauen und Wasser bzw. Frauen in der Natur. Zwar blickten auch diese Weiblichkeitsbilder eine lange Tradition zurück, doch konnten sie im Nationalsozialismus ideologische Grundsätze und Ganzheitsmythen sichtbar machen. Damit überspielten sie praktische Unschärfen im NS-Kanon. Dies galt auch für liegende weibliche Akte, die im Dritten Reich gemalt wurden und die oft an die Renaissance angelehnt waren. Elke Frietsch verdeutlicht, dass durch die Beigabe alltäglicher Gebrauchsgegenstände, aber auch die Titel der Bilder – so etwa „Fränkische Venus“ – Renaissance-Ideale völkisch umgeformt und dadurch für das Dritte Reich nutzbar gemacht wurden. Frietsch folgert: „In den Venusbildern der Kunst der NS-Zeit wird Weiblichkeit inszeniert, als habe es in der Geschichte kein Großstadtleben und keine Frauenemanzipation gegeben.“ (S.286)
 Frietschs Buch ist eine kunsthistorische Dissertation. Dies ist dem Manuskript deutlich anzumerken. Primärquellen sind stellenweise viel ausgiebiger zitiert, als es für das Voranbringen der Thesen notwendig gewesen wäre. Und immer wieder geht Frietsch ausführlich auf Argumente ein, die sie zu widerlegen sucht. Solch eine Vorgehensweise zeichnet gelungene wissenschaftliche Arbeiten aus, steigert allerdings nicht die Lesbarkeit eines Buches. Auch die Struktur und Anordnung der Kapitel wirkt etwas unausgewogen, mit manchen sehr langen und extrem kurzen Kapiteln. Unpraktisch ist, dass die Studie keinen Index besitzt. Diese formalen Mängel sollen den Inhalt allerdings nicht abwerten. Das Buch „Kulturproblem Frau“ belegt, dass Weiblichkeitsbilder der Nationalsozialisten an lange vorgeprägte Traditionen anknüpften. Dabei wurden sie nationalsozialistischen Vorstellungen, Zielen und Machtansprüchen angepasst. Die Frauenbilder der 1920er-Jahre dienten dabei als negativer Kontrast zur sogenannten „Natürlichkeit“ der Frau im Dritten Reich. Elke Frietschs Analyse zeigt auf vielschichtige Weise, dass auch die Weiblichkeitsbilder im Nationalsozialismus von Publikationsorganen, dem Publikum und den Zeitumständen abhingen.
  
 Anmerkungen:
 [1] Sauerländer, Willibald, Exorzismus der Avantgarde. Vom Hort pathologischer Ausrottungspolitik zum Officers Club: Erinnerungen an eine Jugend im Schatten des „Hauses der Deutschen Kunst“, in:
 Süddeutsche Zeitung vom 14/15. Juli 2007, S. 15.
 
  
Rezensiert für H-Soz-u-Kult von:
 Nadine Rossol, History Department, University of Limerick
  
www.yatego.com/buch24/
 
Inégalités et rapports sociaux rapports de classes, rapports de sexes245
Pfefferkorn, Roland
La Dispute , Paris
 collection Le genre du monde
Résumé
 L'émergence de la problématique du genre a coïncidé avec le recul de la problématique des classes. Ce basculement n'est que l'une des manifestations de la tendance de la recherche à interpréter l'ensemble des faits sociaux, surtout ceux qui ont trait aux inégalités et dominations entre groupes. L'auteur examine les différentes analyses et fait des propositions méthodologiques et théoriques.
www.laprocure.com/livres/pfefferkorn-roland/
 
Erlöser246
Figurationen männlicher Hegemonie
Sven Glawion,
 Elahe Haschemi Yekani,
 Jana Husmann-Kastein (Hg.)
ca. 210 Seiten, kart.,
 ca. 24,80 €,
 ISBN 978-3-89942-733-2
Männliche Erlöserfiguren finden sich in Erzählungen von Literatur, Film und Wissenschaft, ohne dass sie umfassend Beachtung in der kritischen Geschlechterforschung gefunden haben. Ausgehend von neueren Ansätzen der Männlichkeitsforschung fragt dieser Band nach der Bedeutung von Erlöserfiguren in Herstellungsprozessen von Männlichkeit sowie den damit einhergehenden Figurationen männlicher Hegemonie. Die interdisziplinären Beiträge beleuchten Figuren und Strukturen der Erlösung unter literarischen, politischen, pädagogischen und popkulturellen Gesichtspunkten und spüren damit den Gender-Codes in Wissenschaft, Politik, Religion und Kultur nach.
www.transcript-verlag.de
 ANZEIGE Erloeser.pdf
 Inhalt Erloeser.pdf
 
KulturKonstruktionen247
Eine ethische Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen alter türkischer Frauen in Deutschland
Mechthild Herberhold
Saarbrücken (VDM Verlag Dr. Müller) 2007.
 ISBN 978-3-8364-2622-0
 Ladenverkaufspreis: 59,00 EUR
Autorin: Mechthild Herberhold, Dr. theol. Geboren 1966. Studium der Katholischen Theologie an den Universitäten Würzburg und Bamberg. Promotion 2002.
 Selbständig als Ethikberaterin (www.ethik-konkret.de).
  
 Klappentext: In den dominanten Migrationsdiskursen in Deutschland spielt die Rede von 'verschiedenen Kulturen' eine zentrale Rolle. 'Alte türkische Immigrantinnen' sind davon in ganz eigentümlicher Weise betroffen - sie gelten als Bewahrerinnen einer 'rückständigen Kultur', als Opfer der Männer, unselbständig und übertrieben familienorientiert. Mechthild Herberhold reflektiert kritisch das Ethos der Dominanzbevölkerung. Unter Bezug auf die Annahmen des Radikalen Konstruktivismus sowie auf eine kontextuelle feministische christlich-theologische Ethik untersucht sie die soziale Kategorie 'Kultur' in den Migrationsdiskursen und verdeutlicht die lebenseinschränkende Wirkung dieser Konstruktion speziell hinsichtlich der Lebenssituation 'alter türkischer Frauen' in Deutschland. Sie bezieht Gottebenbildlichkeit, Nächstenliebe und Gerechtigkeit auf das Verhalten der Dominanzbevölkerung gegenüber 'alten türkischen Immigrantinnen' und entwickelt Ansätze für die praktische Umsetzung. Das Buch richtet sich an WissenschaftlerInnen und MitarbeiterInnen in den Bereichen Ethik, (Migrations-)Soziologie, Konstruktivismus und Frauenforschung sowie an EntscheidungsträgerInnen in der Gesellschaft.
 Herberhold_KulturKonstruktionen.jpg
 
MÉTIERS, IDENTITÉS PROFESSIONNELLES ET GENRE248
Sous la direction de Jean-Yves CAUSER, Roland PFEFFERKORN et Bernard WOEHL
 SOMMAIREmetiers.pdf
 41382MÚtiers.pdf
 
Singleness in England, 1914–60249
The shadow of marriage
Katherine Holden
This book stakes out new territory within an exciting, emerging field of study.
 Not only does it uncover the history of a neglected group, but it also offers valuable insights into the significance of marital status which are equally relevant to current debates on marriage and family.
 Holden.pdf
 ATT00125 (2).htm
 
Dimensionen der Kategorie Geschlecht: Der Fall Männlichkeit250
Mechthild Bereswill, Michael Meuser, Sylka Scholz (Hrsg.)
(Forum Frauen- und Geschlechterforschung Band 22)
 2007 - 258 S. - € 24,90 - SFR 43,70
 ISBN: 978-3-89691-222-0
 
 Seit gut zwanzig Jahren entwickelt sich, ausgehend vom angelsächsischen Raum, eine sozialwissenschaftliche Thematisierung von Männlichkeit und männlichen Lebenslagen. Der vorliegende Band rekapituliert diese Entwicklung unter besonderer Berücksichtigung einschlägiger Debatten in der Sektion Frauenforschung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und beleuchtet aktuelle Theorieansätze und Forschungsfelder einer Soziologie der Männlichkeit: Sozialisation, Arbeit, Familie, Vaterschaft, wohlfahrtsstaatliche Geschlechterpolitik, Gesundheit, Körper, Sexualität, Migration, homosoziales Begehren, Gewalt, Militär.
www.dampfboot-verlag.de/form_bestell.php
 
Quick Guide: Gender and Aging251
zitiert aus dem siyanda-Newsletter
The gender dimensions of aging are often overlooked. How should efforts to support older people address inequalities between men and women? The following resources are a selection from over 20 resources added to the Siyanda database on gender and aging.
  
 - Living Situation of Widowed Old Women - In-depth Interview and Analysis (in Chinese), Tsinghua University Gerontology Center, and China Research Center on Ageing, June 2007 This study visited 12 widowed old women and 6 widowed middle age women living in Beijing to enquire about their living situation.
 - Gender and Poverty: Determinants of Health in Ageing (in Spanish), Instituto Nacional de Salud Pública, Mexico, R., May 2007 This article analyses the relationships between gender, ageing and poverty in Mexico and makes recommendations for policy-makers.
 - African Women and Ageing: Nairobi, Beijing, and the Implications for African Gender Scholarship, The Council for the Development of Social Science Research in Africa (CODESRIA), January 2006 Are older women given sufficient attention in the Nairobi declaration and the Beijing Platform for Action? This article argues that, although these declarations mention older women, identifying them as a 'vulnerable group' needing special attention, they fail to adequately recognise the important social roles they play and the gender inequalities they facehttp://www.siyanda.org/static/Codesria_african_ageing.htm?em=0711&tag=QG
  
 - The Gender Implications of Pension Reforms. General Remarks and Evidence from Selected Countries, United Nations Research Institute for Social Development (UNRISD), January 2006 Globally, women make up the majority of older people, as well as the majority of the elderly living in poverty.
 Despite these facts, and despite international and national commitments to gender mainstreaming in all policy fields, concerns about gender equality have been largely absent from mainstream pension policy debates.
  
 - Women2000: Gender Dimensions of Ageing (in English, Spanish and French), United Nations Division for the Advancement of Women (UNDAW), March 2002 What inequalities do older women face as a result of their gender-based roles in society? What measures can be taken to strengthen their positive contribution to the family and community?
  
 - Gender, Poverty, and Intergenerational Vulnerability to HIV/AIDS, Oxfam, January 2002 Older women and young girls in developing countries are groups that are very likely to be affected by HIV/AIDS, but who tend to fall outside the boundaries of mainstream development research and practice on HIV/AIDS. This article explores the reasons for the lack of attention to these groups and identifies what steps are needed to ensure their needs are also methttp://www.siyanda.org/static/kamal_smith_vulnerability.htm?em=0711&tag=QG
  
 - Gender and Transport for Older People, HelpAge International, January 2002 Consultations with poor older people in developing countries have shown that transport is a major concern for older people. Problems with transport create a real barrier to older women and men accessing basic social services and participating in local activities.
  
 
 Women's Economic Empowerment will be the next Quick Guide theme, in December 2007. Users are invited to suggest resources on this topic for possible inclusion in the database:http://www.siyanda.org/addinfo/?em=0711&tag=CS
  
  
 Please also visit the archive section to view past Quick Guide themes:
www.siyanda.org/quick_guide.htm?em=0711&tag=QG
 
sexuell arbeiten252
einequeere perspektive auf arbeit und prekäres leben
334 Seiten, € 18,-
 isbn 3-933557-65-8
Das Buch entwickelt den Begriff der »sexuellen Arbeit« an drei  Beispielen: den  Tagebüchern, SM-Szenen und Drag-Photograp-hien der  viktorianischen Haus-angestellten Hannah Cullwick, den Praxen der  Gäste und Angestellten des Büro-Suite-Hotels im heutigen Berlin und  an Gesprächen mit Computer-spezialist-innen, die kürzlich nach  Deutschland migrierten. Entlang des Materials stellen die Autorinnen  eine neue Anordnung von Macht im Feld der Arbeit dar. Diese  ermöglicht, die angebotenen gesellschaft-lichen Plätze – Mann oder  Frau, Dyke oder hetero, mobile Arbeitskraft oder Migrantin, Chef oder  Sekretärin – zu durchqueren. Doch zugleich erfordert dieses  Machtdispositiv die »Fähigkeit«, solche Durchquerungen überhaupt  bewältigen zu können. Das double bind aus Ermöglichung und Zwang  kennzeichnen die Autorinnen als »Prekarisierung«, den zu leistenden  Aufwand als »sexuelle Arbeit«.
 
 In Gesprächen mit Jane Ward, der Gruppe Precarias a la Deriva, Antke  Engel und Katerina Nédbalková lotet das Buch das Verhältnis von  Arbeit und Sexualität in verschiedenen gesellschaftlichen Feldern  weiter aus.
  
  
 
 Von den Autorinnen auch:
 Boudry, Pauline / Brigitta Kuster / Renate Lorenz (Hg.)
 Reproduktionskonten fälschen!
 Heterosexualität, Arbeit & Zuhause
 1999 (3. Aufl. 2004)
 220 S. · 14 € · ISBN 3-933557-11-9
 Boudry, Pauline / Brigitta Kuster / Renate Lorenz
 normal love
 Heterosexualität, Arbeit & Zuhause #2
 queering work!
 ein transdisziplinäres forschungsprojekt zu arbeit, sexualität & prekarisierung
 
 sexuell arbeiten.gif
 
PERFORMANCE, POLITIK, GENDER253
Herausgeberinnen: Margit Niederhuber, Katharina Pewny, Birgit Sauer
Der Band „Performance, Politik, Gender“ ist ein Materialienband zum internationalen Künstlerinnenfestival her position in transition. Der Band verknüpft wissenschaftliche und künstlerische Projekte unter einer gemeinsamen Fragestellung, nämlich der nach der Veränderung von Geschlechterverhältnissen und dem Handlungspotenzial von Frauenbewegungen im Zeitalter von Globalisierung und neoliberalen Transformationen. Das Buch ist eine Mischung aus wissenschaftlichen Texten, Interviews mit Künstlerinnen sowie Fotos der auf dem Festival gezeigten Produktionen – von Performances, Installationen, Theateraufführungen und Tanz.
  
 "Performance, Politik, Gender" füllt eine Lücke in der deutschsprachigen Publikationslandschaft: Erstmals werden in deutscher Sprache künstlerische Praxis und wissenschaftliche Theorie zu Theater-, Tanz-, Performance- und Bildende Kunst mit Fokus auf Politik und Geschlecht vorgestellt und analysiert.
  
 Mit Beiträgen von Sue-Ellen Case, VALIE EXPORT, Juliane Alton / Andrea Mayer-Edoloeyi, Sabine Kock, Monika Mokre / Elisabeth Mayerhofer, Lisbeth N. Trallori, Petra Unger, Alexandra Weiss und Marietta Schneider / Katharina Prinzenstein, Jill Greenhalgh sowie Karen Bernard, Andrea Brunner, Malgorzata Bujnicka, Cristina Castrillo, Eva Maria Gauss, Das fröhliche Wohnzimmer, Aprilia Luzar,
 Sabine Oosterlynck, Shailja Patel, Toni Silver, Lise Skou, Elke Zobl
 
Zwischen Ost und West254
Identitätskonstruktionen jüdischer Frauen in Wien
Michaela Raggam-Blesch
Die Autorin untersucht autobiographische Erinnerungen und Selbstzeugnisse jüdischer Frauen auf die spezifische Dynamik jüdisch-weiblicher Identitätskonstruktionen, wobei die Verortung zwischen Ost und West eine zentrale Stellung einnimmt. Wien als Kreuzungspunkt zwischen Ost und West verlieh jüdischem Leben in der Habsburgermetropole ein spezifisches Gepräge, welches auch im Sinne kultureller Hybriditätstheorien und dem Konzept des third space von Homi Bhabha gedeutet werden kann. Das Buch dabei in weiterer Folge, den bislang in der jüdischen Geschichtsforschung verwendeten Assimilations- und Akkulturationsbegriff einer Neudefinition zu, indem davon ausgegangen wird, dass sich die als Minderheit definierte Ethnizität Elemente der Mehrheitskultur bewusst aneignete und diese auch aktiv mitgestaltete.
www.studienverlag.at/titel
 
Revolutionierung des Alltags255
Auf der Spur kollektiver Widerstandspraktiken
Heide Hammer
170 S., broschiert
 EUR 17,90 ISBN 978-3-85286-155-5
Heide Hammers Dissertation Revolutionierung des Alltags. Auf der Spur kollektiver Widerstandspraktiken ist nun als Buch erschienen; die Verlagsankündigung lautet wie folgt:
 „Wo es Macht gibt, gibt es Widerstand.“ (Michel Foucault)
 Die Analyse von Machtformen und kollektiven Widerstandspraktiken.
 Heide Hammer untersucht die Möglichkeiten eines anerkennenden Nebeneinanders von Kritischer Theorie und Poststrukturalismus unter Einbeziehung bedeutender TheoretikerInnen wie Spinoza, Gilles Deleuze, Félix Guattari, Michel Foucault, Judith Butler, Donna Haraway u.a.
 Die Beschreibung gelungener kollektiver Widerstandserfahrungen - Mai 1968 in Frankreich, die Bewegung der Autonomia und der Neuen Linken, die Diskursguerilla der ELZN oder Ereignisse und Aktionsformen um die Proteste in Genua im Juli 2001 - spürt der Motivation zu politischem Handeln nach und vergegenwärtigt die Lust an ihrer Wiederholung. Hier wirken Begriffe wie Sabotage, Intervention, Störung, Rauschen, Guerilla in einem Spiel, das sich nicht in der Logik von Sieg und Niederlage erschöpft. Revolutionäres, theoretisches Gedankengut und Popkultur werden mit offensiven Formen der Lebensfreude und des Genusses kontrastiert: Riot Grrrls existieren neben Lady-Festen und Radical Cheerleading.
 Sind Revolution und Spaß keine Gegensätze mehr?
Milena Verlag
 Lange Gasse 51/10
 A-1080 Wien
 Tel.: (0043 1) 402 59 90
 Fax: (0043 1) 408 88 58
www.milena-verlag.at
 
Kritik der Gefühle256
Feministische Positionen
Agnes Neumayr (Hg.)
302 S., broschiert,
 EUR 24,90
 ISBN 978-3-85286-154-8
"Wir befinden uns mitten in einem Prozess der diskursiven Produktion von Gefühlen. Dies ist ein Diskurs, der das Verhältnis der Menschen zu ihren Gefühlen neu definiert. Menschen sollen ermuntert werden, ihre Gefühle nicht mehr als »privat« zu betrachten, sondern sie zu äußern, zu veröffentlichen." (Birgit Sauer)
 
 Die Emotionsforschung hat gegenwärtig Hochkonjunktur: Man spricht von einem Paradigmenwechsel, einer »emotionalen Wende« in Theorie und Praxis.
 13 aktuelle Beiträge zur Emotionsforschung aus den Bereichen der Politik-, Sozial-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften stellen die Geschlechterperspektive in den Mittelpunkt der Diskussion und erweitern die Debatte um diesen zentralen Aspekt.
 Agnes Neumayr
 Geboren 1965 in Saalfelden/Salzburg. Nach 10-jähriger Berufstätigkeit Studium der Politikwissenschaft. Preisträgerin des »Ersten Preises für Frauenspezifische Forschung 2001«.
 2001-2004 Projektleiterin mehrerer EZA-Projekte in Ghana/Westafrika.
 
 Seit 2004
 Lektorin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck und wissenschaftliche Mitarbeiterin im FWF-Projekt: Kunst gegen Gewalt.
Milena Verlag
www.milena-verlag.at
 
Gender and the politics of time257
Feminist theory and contemporary debates
Valerie Bryson
 
 
232 pages 234 x 156 mm
 Paperback ISBN 9781861347497
 Hardback ISBN 9781861347503
The Policy Press has just published a new book, 'Gender and the politics of time', by Valerie Bryson. I am sure that this title will be of interest to members of this list.
 Women's increased role in the labour market has combined with concerns about the damaging effects of long working hours to push time-related issues up the policy agenda in many Western nations. This wide-ranging and accessible book assesses policy alternatives in the light of feminist theory and factual evidence and is essential reading for all those interested in gender inequality, time-use or work/rest-of-life balance.
www.policypress.org.uk/catalog/product_info.php
 
Sozialwissenschaftliche Technikforschung zwischen Anpassung und Kritik258
Kurswechsel 03/2007
Hg. von Doris Allhutter und Susanne Pernicka
Inhalt:
 Editorial: Transdisziplinäre Technikforschung als Ausnahme?
 Jutta Weber: Eine kleine Einführung in die feministische Technowissenschaftsforschung Sara John und Doris Allhutter: Zur Ausblendung sozialer Dimensionen im Qualitätsbegriff der Informatik Cecile K. M. Crutzen: Das Unsichtbare und das Sichtbare des artifiziellen Handelns im täglichen Leben Pirjo Elovaara und Christina Mörtberg: Information technology at the crossroad of multiple layers of sociotechnical relations Roswitha Hofmann: Der technozentristische Integrationsbegriff in der europäischen ?Wis-sensgesellschaft?
 Gabriele Abels: ExpertInnen und Partizipation in der Technikfolgenabschätzung Alexander Bogner: Autonome Entscheidung? Pränatale Diagnostik und ihre Nebenfolgen
 kuwe_heft3_07.pdf
 
queer.contexts.259
Entstehung und Rezeption von Queer Theory in den USA und Österreich
CHRISTINE M. KLAPEER
(Reihe: Demokratie im 21. Jahrhundert, 6) StudienVerlag 2007
"Queer.contexts" erklärt den politischen und theoretischen Gehalt des Begriffs "queer" und analysiert die ideengeschichtlichen und politikhistorischen Anschlüsse von "Queer Theory" an bestimmte politische Bewegungen und philosophische Ansätze.
www.studienverlag.at/suche.php3?thema=Geschlecht
 
Putting Gender Back in the Picture: Rethinking Women’s Economic Empowerment260
Report prepared at the request of the Swedish International Development Cooperation Agency (Sida)
Emily Esplen with Alyson Brody
BRIDGE supports gender advocacy and mainstreaming efforts of policymakers and practitioners by bridging the gaps between theory, policy and practice with accessible and diverse gender information. BRIDGE was set up in 1992 as a specialised gender and development research and information service within the Institute of Development Studies (IDS), United Kingdom (UK). BRIDGE is one of a family of knowledge services from IDS.
 
 Emily Esplen (author) is Research and Communications Officer at BRIDGE. Her research interests include gender, masculinities and sexual and reproductive health and rights, including HIV and AIDS.
 
 Alyson Brody (editor) is Senior Gender Officer at BRIDGE. Her research interests include gender, migration, labour rights and human rights.
BRIDGE (development - gender)                     
 Institute of Development Studies
 University of Sussex
 Brighton BN1 9RE, UK
 Tel: +44 (0) 1273 606261
 Fax: +44 (0) 1273 621202/691647
 © Institute of Development Studies
www.bridge.ids.ac.uk/
 BB19_Economic_Empowerment.pdf
 
Simone de Beauvoir - Ein Lesebuch mit Bildern261
Schwarzer, Alice
gebunden, 320 S., 32 S. s/w Tafeln, SFr. 36.40
 ISBN: 978-3-498-06400-6
 
Zum hundertsten Geburtstag von Simone de Beauvoir: ein ganz persönliches Porträt ihrer deutschen Mitstreiterin Alice Schwarzer
 Am 9. Januar 2008 wird der hundertste Geburtstag von Simone de
 Beauvoir gefeiert. Für Generationen von Frauen war die französische Autorin Vorbild und Wegbereiterin: als eine Frau, die Emanzipation praktisch lebte und zugleich mit ihren Büchern die theoretischen Grundlagen dafür lieferte. Und heute? Was ist geblieben von den Einsichten und Forderungen einer Frauenbewegung, die viele positive Veränderungen erreicht hat in unserer Gesellschaft? Welche Texte der Autorin Beauvoir haben Bestand? Alice Schwarzer, die mit Simone de Beauvoir gut befreundet war, zieht Bilanz und liefert ein ganz persönliches Porträt der französischen Kollegin: mit einer Auswahl ihrer wichtigsten Texte, einem eindrucksvollen Fototeil und einem ausführlichen Essay über die Frage, welche aktuelle Bedeutung Simone de Beauvoir heute und in Zukunft hat.
www.frauenbuchhandlung.ch
 
Mainstreaming Gender?262
Widersprüche europäischer und nationalstaatlicher
 Geschlechterpolitik
Stefanie Wöhl
Paperback, 250 Seiten
 24,90 EUR / 41,70 SFr
 ISBN 978-3-89741-249-1
Ist Gender Mainstreaming als Modernisierungsstrategie und neue Wissenspraxis des Staates zu beurteilen, die sich in die marktrelevanten Projekte der Europäischen Union einfügt und ihre Relevanz als Gleichstellungsinstrument auf nationalstaatlicher Ebene verliert?
www.ulrike-helmer-verlag.de
 WoehlFlyer.pdf
 
Transformationen von Wissen, Mensch und Geschlecht212
Transdisziplinäre Interventionen
Dorothea Dornhof (Hg.)
 Irene Dölling (Hg.)
 Karin Esders (Hg.)
 Corinna Genschel (Hg.)
 Sabine Hark (Hg.)
29.80 EUR
 Paperback, 280 Seiten
 ISBN 978-3-89741-230-9
 Erscheint im Mai 2007
Die Betrachtungen dieses Sammelbandes bewegen sich entlang der Schnittstellen von Wissenschaft, Medien, Politik und Kultur. Dort erhellen sie wirkungsmächtige Wahrnehmungs- und Deutungsmuster von Wissen, Mensch und Geschlecht, erschließen Neudeutungen und Interventionen. Einflussreiche Wissensdisziplinen, populäre Diskurse und neue Medientechnologien werden dabei auf ihre normalisierenden und hierarchisierenden Konfigurationen, aber auch auf ihr widerständiges Potenzial befragt. Hierbei wird nicht zuletzt auf unterschiedliche geopolitische Kontexte und Vorschläge für eine Didaktik der transdisziplinären Frauen- und Geschlechterforschung reflektiert.
www2.txt.de/cgi-bin/WebObjects/
 
Science oder Fiction?213
Fries, Jana Esther; Rambuscheck,
 Ulrike; Schulte-Dornberg, Gisela
Geschlechterrollen in archäologischen Lebensbildern
 
 
  
 
Mitsprache, Rederecht, Stimmgewalt214
2. Sammelband zum Thema "Rhetorik und Geschlechterdifferenz"
Wagner-Egelhaaf, Martina; Bischoff, Dörte
Der Band dokumentiert die Vorträge, die auf der über den Frauenförderpreis der WWU finanzierten Internationalen Sommerschule im August 2004 gehalten wurden, ergänzt um einige weitere Beiträge zum Thema. Im Mittelpunkt steht die öffentliche Rede, also ein Bereich, der jahrtausendelang traditionell den Männern vorbehalten war. Dabei entlarven die Autorinnen und Autoren die lange behauptete Gender-Neutralität der Rhetorik als Trugschluss.
Wagner-Egelhaaf, Martina; Bischoff, Dörte:
 "Mitsprache, Rederecht, Stimmgewalt"
 2. Sammelband zum Thema "Rhetorik und Geschlechterdifferenz"
 Der Band dokumentiert die Vorträge, die auf der über den Frauenförderpreis der WWU finanzierten Internationalen Sommerschule im August 2004 gehalten wurden, ergänzt um einige weitere Beiträge zum Thema. Im Mittelpunkt steht die öffentliche Rede, also ein Bereich, der jahrtausendelang traditionell den Männern vorbehalten war. Dabei entlarven die Autorinnen und Autoren die lange behauptete Gender-Neutralität der Rhetorik als Trugschluss.
 
www.deutschesfachbuch.de/info/
 
Genderforschung multidisziplinär215
Wawra, Daniela (Hrsg.)
Frankfurt am Main: 2007
 ISBN 978-3-631-55264-3
www.medizin.de/gesundheit/deutsch/3171.htm
 
Meta-Analyse über Geschlechterungleichgewicht in der Forschung216
Bewerben sich Frauen für Forschungsgelder, scheinen sie weniger erfolgreich als Männer zu sein. Dies ist das Ergebnis einer Meta-Analyse die jüngst in der Zeitschrift "Nature" veröffentlicht wurde.
http://arxiv.org/ftp/math/papers/
 
Forschungsprojekt „Lehrlingsselektion in KMU“217
Im Rahmen unserer Untersuchung haben wir Ausbildungsverantwortliche in über 80 Lehrbetrieben zu deren Selektionspraktiken befragt. Die Vergabe der Lehrstellen wurde konkret in folgenden Branchen untersucht: Carrosseriewerke, Autogaragen, Arzt- und Zahnarztpraxen, Schreinereien, sowie in Verwaltungsabteilungen von KMU.
 Die im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramm „Integration und Ausschluss“ (NFP51) geförderte Forschung ist inzwischen abgeschlossen.
 Auf unserer Webseite
 finden Sie einen aktuellen Kurzbericht zu den Resultaten in deutscher, französischer und italienischer Sprache.
 Speziell für DozentInnen in Berufsbildnerkursen (Modul Lehrlingsselektion) wurden zudem einige „Diskussionsangebote“ formuliert. Diese können auch für die Ausbildungsverantwortlichen in den Betrieben interessant sein. Sie können dieses Diskussionspapier ebenfalls downloaden.
www.lehrlingsselektion.info
 
numéro 17/2007 "Genre et organisations" de la revue Travail, genre et sociétés218
le numéro 17/2007 "Genre et organisations" de la revue Travail, genre et sociétés vient de paraître.
 
 Vous trouverez un sommaire détaillé en fichier joint.
 ou remplissez le document "abonnement2007" ci-joint
 
www.tgs.cnrs.fr/abonnement.htm
 annonceparution17-2007.pdf
 abonnement2007.doc
 
ROSA (Die Zeitung für Geschlechterforschung)219
Augabe 34, März 2007
www.rosa.uzh.ch
 
Geschlechtergerecht denken lernen220
Gender-Studies an Schweizer Hochschulen im Aufbruch – trotz ungewissen Berufsaussichten
  
 Ein Artikel der NZZ vom nzz 03.04.07
Gender-Studies haben in der Schweiz lange ein universitäres Nischendasein geführt. Langsam wird jedoch auch hierzulande möglich, was international an vielen Orten Standard ist: Das Angebot in Gender-Studies wird ausgebaut und in verschiedene Studiengänge übergeführt.
 NZZ_3-April-2007_Seite-B17.pdf
 Geschlechtergerecht_Artikel.pdf
 
Corps dominés, corps en rupture (2007). Actuel Marx no41221
Dossier:
 S. Haber, E.Renault, Une analyse marxiste des corps ?
 B. Andrieu, Contre la désincarnation technique : un corps hybridé ?
 P. Molinier, Une souffrance qui ne passe pas. Mutation du corps féminin et création d’imaginaire dans une industrie pharmaceutique
 C. Louveau, Le corps sportif : un capital rentable pour tous ?
 L.Wacquant, Un trafiquant de chair à l’oeuvre: passion, pouvoir et profit dans l’économie de la boxe professionnelle
 J.-M. Lachaud et C. Lahuerta, De la dimension critique du corps en actes dans l’art contemporain
 O. Neveux, L’état de victime. Quelques corps dans la scène théâtrale contemporaine
 Interventions
 J.-C. Angaut, Le conflit Marx-Bakounine dans l’Internationale: une confrontation des pratiques politiques
 E. Zaretsky, La psychanalyse et l’esprit du capitalisme
 B. Tinel, C. Perraudin, N. Thévenot, J. Valentin, La sous-traitance comme moyen de subordination réelle de la force de travail
 Entretien
 S. A. Resnick, R. D. Wolff Un marxisme made in USA : Marx au-delà d’Althusser ?
 
Le choix de l'homosexualité. Editions EPEL, collection "Essais"222
Perreau, Bruno dir. (2007)
1. Histoire et identités
 Florence Tamagne. Au-delà des catégories
 Sandra Boehringer. Comparer l'incomparable. La sunkrisis érotique et la question des catégories sexuelles dans le monde antique
 Damien Boquet. Pour une généalogie de l'homosexualité masculine: le rameau de l'amitié chrétienne (Anti