Graduiertenkollegien Gender Studies Schweiz
Seit 2002 existiert in der Schweiz ein Netzwerk von Graduiertenkollegien im Bereich Gender Studies. Das Netzwerk umfasst vier Graduiertenkollegien, die an den Universitäten Basel, Bern/Freiburg, Genf/Lausanne/Neuenburg/IHEID und Zürich angesiedelt sind. Es handelt sich um dreijährige, interdisziplinäre Ausbildungsprogramme für DoktorandInnen und HabilitandInnen aller Disziplinen, in deren Forschungsarbeit Geschlecht eine zentrale Analysekategorie darstellt. Das Programm, das einen für die Schweiz einzigartigen Betreuungs- und Arbeitszusammenhang anbietet, besteht aus lokalen sowie gesamtschweizerischen Veranstaltungen. Es vermittelt neben Methoden- und Sachkenntnissen insbesondere die Kompetenzen zur eigenständigen wissenschaftlichen Forschungstätigkeit, interdisziplinären Kooperation, wissenschaftlichen Vernetzung und Tagungsorganisation sowie Techniken im Bereich der Wissensvermittlung und –präsentation.
Die Graduiertenkollegien sind ein Kooperationsprojekt der Schweizerischen Universitätskonferenz und der beteiligten Universitäten. Das Leading House des Schweizer Netzwerks ist die Universität Basel.
Seit Mai 2006 sind die Graduiertenkollegien Gender Studies Schweiz als Doktoratsprogramm offiziell akkreditiert. Die Akkreditierung erfolgte durch die Schweizerische Universitätskonferenz. Die Graduiertenkollegien Gender Studies Schweiz sind das erste akkreditierte Graduiertenprogramm in der Schweiz. Es handelt sich zudem um die erste Akkreditierung eines Doktoratsprogramm in der Geschlechterforschung im deutschsprachigen Raum.
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Ziele und Voraussetzungen der Graduiertenkollegien Gender Studies
Der Zweck der Graduiertenkollegien ist die gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses für eine universitäre Laufbahn oder für hoch qualifizierte Positionen ausserhalb der Universität. Doktorandinnen und Doktoranden finden in den Graduiertenkollegien die Gelegenheit, im Rahmen eines systematisch angelegten Studienprogramms ihre Promotion in den Geistes-, den Sozialwissenschaften, der Rechtswissenschaft, der Theologie, der Medizin oder den Naturwissenschaften vorzubereiten und in einem umfassenden, interdisziplinären Forschungszusammenhang zu arbeiten.
Zentrales Anliegen der Graduiertenkollegien ist es, die einzelnen Projekte in Einzel- und Gruppenbetreuung optimal zu unterstützen und einen produktiven Arbeitszusammenhang herzustellen. Die Kollegien bieten neben einer intensiven Betreuung der TeilnehmerInnen ein theoretisch und methodisch ausgerichtetes Veranstaltungsprogramm. In einem anregenden Umfeld werden die KollegiatInnen von einer hoch qualifizierten Trägerschaft und weiteren ExpertInnen aus dem In- und Ausland unterstützt. Einen zusätzlichen Gewinn stellen die Vernetzung innerhalb der Peer Group, die Vernetzung auf nationaler und auf internationaler Ebene sowie ein Kompetenzgewinn in Bezug auf die inter- und transdisziplinäre Kommunikation und Reflexion dar.
Voraussetzung für die Teilnahme am Kolleg ist die Arbeit an einer Dissertation oder Habilitation, in der Geschlecht eine zentrale Analysekategorie darstellt. Vorausgesetzt wird ebenfalls die Bereitschaft zum interdisziplinären Austausch. Dies setzt ein zeitliches und inhaltliches Engagement voraus, das über den engen Rahmen der Arbeit an der eigenen Dissertation hinausgeht.
Die Teilnahme am Graduiertenkolleg ist nicht mit einem Anspruch auf ein Stipendium verbunden. Die KollegiatInnen erhalten nach Möglichkeit Unterstützung bei der Beantragung von Stipendien.
Leitbild Graduiertenkollegien der Schweiz
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Zugang zum geschützten Bereich
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Broschüre zum Graduiertenkolleg I: Dissertieren in einem Netzwerk: Neun Porträts von Doktorierenden des Kollegs „Wandel der Geschlechterkulturen“ (Christa Binswanger und Marina Richter)
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Die Abstracts zu den einzelnen Dissertationsprojekten finden Sie in der Projektdatenbank.
Informationen über das Programm der früheren Laufzeiten unter Graduiertenkolleg 2002-05 und Graduiertenkolleg 2005-08.