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Basel
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Graduiertenkolleg Gender Studies der Universität Basel „Repräsentation, Materialität und Geschlecht: gegenwärtige und historische Neuformierungen der Geschlechterverhältnisse“
 
 
 

Grundidee
Die gegenwärtige Neuformierung der Geschlechterverhältnisse erweist sich als vielfältig, facettenreich und komplex. Ausserdem sind die Geschlechterverhältnisse von einer paradoxen Gleichzeitigkeit von Wandel und Persistenz gekennzeichnet, deren eingehende Analyse derzeit weitestgehend noch aussteht. Historisch betrachtet finden sich allerdings immer wieder solche Phasen grundlegender Neuformierungen. Die Analyse historischer Umbrüche ist daher sowohl für die Einschätzung gegenwärtiger als auch für die Erfassung der Bedeutung vergangener Transformationsprozesse unabdingbar. Dabei gilt es auch, Bezüge zu globalen (europäischen wie ausser-europäischen) Transformationsprozessen herzustellen und deren interkulturelle Dimension zu berücksichtigen.

Themenbereiche
Das Graduiertenkolleg „Repräsentation, Materialität und Geschlecht“ konzentriert sich in seinen historischen und gegenwärtigen Analysen insbesondere auf drei Themenbereiche:

• erstens auf Veränderungen des Verhältnisses von „Natur“ und „Kultur“ (z.B. heutige Versuche eines nicht-essentialistischen Verständnisses von Materialität und Körperlichkeit oder sich ändernde Wechselwirkungen zwischen naturwissenschaftlichen Theorien und Gesellschaft)

• zweitens auf sich wandelnde und aufeinander einwirkende Repräsentationen/sweisen von Geschlecht (z.B. Neuinszenierungen von Geschlecht(ern) in Literaturen, Tanz und Theater, wie auch neue naturwissenschaftliche Repräsentationsweisen)

•  und drittens auf gesellschaftliche Transformationsprozesse der Geschlechterverhältnisse (z.B. in Familie, Bildungssystem, Erwerbsbereich)

Inter- und Transdisziplinarität
Mittels unterschiedlicher methodischer und theoretischer Zugänge, die kulturwissenschaftliche, literaturwissenschaftliche, pädagogische, philosophische, historische oder sozialwissenschaftliche Ansätze der Geschlechterforschung einbeziehen, werden diese Themenfelder bearbeitet. Der inter- bzw. transdisziplinäre Zuschnitt des Graduiertenkollegs ist ein wesentliches Merkmal und hat zum Ziel, die unterschiedlichen Perspektiven immer wieder aufeinander zu beziehen und mögliche gemeinsame Einsichten in historische wie aktuelle Prozesse zu gewinnen.


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