Staatliche Fürsorge und gesellschaftliche Marginalität (NFP 51)
Geschlechterordnung, Leitbilder und Interventionspraktiken der Sozialarbeit in der Stadt Bern des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts
Im Zentrum des Forschungsprojektes stehen die professionelle Sozialarbeit und ihre Theoriebildung in der Schweiz seit 1900 auf der einen Seite, die Fürsorgepraxis der Stadt Bern sowie die Handlungsmöglichkeiten der betroffenen gesellschaftlichen Gruppen auf der anderen Seite. Es soll untersucht werden, inwieweit Integration und Ausschluss als handlungsleitende Maximen die theoretischen Konzepte der Sozialarbeit und die Praxis fürsorgerischer Interventionen prägten. Dabei gilt unser besonderes Interesse den geschlechts- und schichtspezifischen Implikationen der Diskurse und der Handlungsmöglichkeiten der AkteurInnen.
Unser Quellenmaterial umfasst insbesondere städtische Fürsorgeakten, Verwaltungsberichte, Gesetze, Verbandszeitschriften, Protokolle von Vereinen und Komites der Schulen für Soziale Arbeit in der Schweiz, Stundenpläne, Unterrichtsmaterialien, Referate, qualitative Interviews mit Dozierenden an der Fachhochschule und Verantwortlichen in Sozialämtern.
Innerhalb dieses NFP-Projekts wird dem Austausch mit anderen, ähnlich gelagerten Projekten einerseits und dem Kontakt mit der Praxis ein besonderes Gewicht beigemessen.
Projektdauer: Nov. 2003 bis Ende 2006
Projektverantwortliche: Dr. Brigitte Schnegg, Historikerin
Forschungsleiterin: Dr. des. Gaby Sutter, Historikerin
Doktorandin: lic. phil. Sonja Matter, Historikerin
Beteiligte Disziplin(en): Geschichte
Stichworte: Fürsorge, Marginalität
Kontakt: Dr. des. Gaby Sutter, gaby.sutter@unibas.ch
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