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Gender Campus
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Historische Eckdaten
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Im Folgenden wird die Geschichte und Entwicklung der Gender Studies schematisch dargestellt. Zunächst werden zentrale wissenschaftspolitische Gremien genannt. Anschliessend werden wichtige Institutionalisierungsschritte und Forschungsprogramme dargestellt.
 
I. Eckpunkte der Geschichte des Netzwerkes Gender Studies Schweiz (Gremien)

1983
Gründung des Vereins Feministische Wissenschaft Schweiz FemWiss. Ziel: Förderung der feministischen Wissenschaft. http://www.femwiss.ch

1992
Gründung der Konferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Schweizer Universitäten und Hochschulen KOFRAH/CODEFUHES. Ziel: Vorantreibung der universitären Frauenförderung und der Institutionalisierung von Geschlechterforschung.

1997
Gründung Schweizerische Gesellschaft für Frauen- und Geschlechterforschung SGFG (heute: SGGF) Ziel: Förderung und Institutionalisierung von Lehre und Forschung im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung an den Schweizer Hochschulen.

1999
Erstes Graduiertenkolleg: „Wissen, Gender, Professionalisierung“, SNF-Schwerpunktprogramm „Zukunft Schweiz“. Beteiligte Universitäten: Basel, Bern/Fribourg, Genf/Lausanne, Zürich. (Dieses Programm kann als Vorreiterin der „Graduiertenkollegien Gender Studies Schweiz“ gelten.)

2002
Start des Kooperationsprojekts Graduiertenkolleg Gender Studies Schweiz, an dem die Universitäten Basel, Bern/Fribourg, Genf/Lausanne und Zürich beteiligt sind (Laufzeit 2002-2008).

2003
Die verschiedenen Koordinationsstellen für Gender Studies an den Schweizer Universitäten werden formell in der Kommission Gender Studies, einer Subkommission von KOFRAH zusammengeschlossen. Ziel: Die universitäre Institutionalisierung von Gender Studies auf nationaler Ebene mittels eines eigenständigen nationalen Kompetenzzentrums zu koordinieren.
Die Schweizerische Universitätskonferenz SUK beauftragt die Kommission Gender Studies, einen Vorschlag für den Ausbau der Lehre von Gender Studies in der Schweiz vorzulegen.

2004
Die Universität Basel beantragt beim Bund Gelder für das Kooperationsprojekt Gender Studies Schweiz unter der Leitung von Andrea Maihofer. Dieses wird mit 3'200'000.- während vier Jahre (2004-2007) von der SUK unterstützt. Das Kooperationsprojekt Gender Studies Schweiz ist ein Zusammenschluss aus neun Universitäten (Bern, Basel, Fribourg, Genf, Lausanne, Luzern, Neuchâtel, St. Gallen und Zürich). Ziel: Nachhaltiger Auf- und Ausbau eines abgestimmten gesamtschweizerischen Studienangebots in Gender Studies auf der BA/MA-Stufe.

2006
Akkreditierung der Graduiertenkollegien Gender Studies Schweiz als Studiengang bei der Schweizerischen Universitätskonferenz.

2008
Das SUK-Kooperationsprojekt, eine Zusammenlegung der Graduiertenkollegien Gender Studies Schweiz und des Kooperationsprojekts Netzwerk Gender Studies Schweiz, startet seine zweite Laufzeit (2007-2011/2012) unter dem Namen Netzwerk Gender Studies Schweiz und wird mit 6 Mio. Franken unterstützt. Gesamtziel des Projekts ist die Verankerung von Gender Studies lokal und national in Lehre auf BA/MA-Stufe sowie der Graduiertenstufe und in Forschung und Wissenschaftspolitik.

2010
Die SGFG wird als Schweizerische Gesellschaft für Geschlechterforschung SGGF neu lanciert. Ziel: Nachhaltige Institutionalisierung von Geschlechterforschung, Vernetzungsmöglichkeiten sowie nationale Vertretung im internationalen Kontext. - http://www.gendercampus.ch/d/sggf/default.aspx

2012
Für die Laufzeit 2013-16 wird das SUK-Kooperationsprojekt voraussichtlich mit 4 Mio. Franken unterstützt.
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II. Zentrale gesamtschweizerische Institutionalisierungen seit 1990 (Zentren / Institute, Professuren,(a), Forschungsprogramme,(b), Vernetzungstools)
a) Professuren mit expliziter Gender-Orientierung im Stellenprofil.
b) Es handelt sich lediglich um eine Auswahl.


1992
National:
Der SNF finanziert das vom Bund beauftragte Forschungsprogramm »Frauen in Recht und Gesellschaft« NFP 35 mit 6 Mio. Franken. Leitung : Thanh-Huyen Ballmer-Cao, Universität Genf.

1995
Genf:
Unité interdisciplinaire en Etudes Genre (Thanh-Huyen Ballmer-Cao).
Heute: Etudes genre, http://www.unige.ch/etudes-genre/index.html

1996
Basel:
Assistenzprofessur Gender Studies in the Anglophone Context (1996 – 2000, Therese Steffen)

1997
Basel:
Erste Professur für Frauen- und Geschlechtergeschichte (Regina Wecker)

1998
Genève/Lausanne:
Gemeinsames Diplom (DEA) in Gender Studies (es handelt sich um das erste Diplom in Gender Studies in der Schweiz).
Zürich: Kompetenzzentrum Gender Studies KGS (wird 2008 aufgelöst, heute: Gender Studies UZH), http://www.gender-studies.uzh.ch/index.html?L=de

2000
Bern:
Interdisziplinäres Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung IZFG (Brigitte Schnegg).
 Heute: Interdisziplinäres Zentrum für Geschlechterforschung IZFG, http://www.izfg.unibe.ch/content/index_ger.html
Lausanne: Poste de Professeure assistante en Etudes Genre (Patricia Roux)

2001
Basel
: -Zentrum Gender Studies; -Professur für Gender Studies (Andrea Maihofer), http://genderstudies.unibas.ch/
Lausanne: Projekt und Verbund »Laboratoire interuniversitaire en Etudes genre« LIEGE (Heute: Centre en études genre LIEGE). LIEGE ist gleichzeitig die Bezeichnung des Gender- Netzwerkes und der dazugehörigen Online-Plattform in der französischen Schweiz, http://www.unil.ch/liege/

National: Nachfolgeprojekt NFP 35: Förderung der Gender Studies Schweiz (Leitung: Than-Huyen Ballmer-Cao; Laufzeit 2001-2002)

2002
Basel:
-Erstmals in der Schweiz: Gender Studies als eigenständiges Studienfach
(Nebenfach Lizentiat); -Titularprofessur: Professor of Gender Studies in the Anglophone Context (Therese Steffen)
National: Start von Gender Campus Schweiz. Lanciert wird diese Plattform vom interdisziplinären Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Bern (IZFG) zusammen mit Gleichstellungsbeauftragten der Berner Fachhochschule. Ziel: Förderung der nationalen Vernetzungs- und Arbeitsmöglichkeiten in den Bereichen Gender Studies und Gleichstellung an Hochschulen und deren Sichtbarmachung, http://www.gendercampus.ch

2003
Basel:
Start der BA/MA Studiengänge

Ab 2004
An den Universitäten Luzern, St. Gallen, Fribourg, Neuchâtel und in der italienischen Schweiz werden gezielt Kurs- und Studienangebote implementiert, die die Ausbildungsinhalte der Gender Studies in den vorhandenen Studiengängen verankern:
- Luzern: http://www.unilu.ch/deu/detailseite54580_54580.html
- St. Gallen: http://www.genderportal.unisg.ch
- Fribourg: www.unifr.ch/gender
- Neuchâtel: www2.unine.ch/maps
- Italienische Schweiz: www.usi.ch/universita/university_services/pari_opportunita.htm

2005
National:
Das gesamtschweizerische Vorlesungsverzeichnis wird aufgeschaltet. Ziel: Sichtbarmachung des nationalen Lehrangebots in Gender Studies, Förderung der studentischen Mobilität. http://www.gendercampus.ch/d/Studies/04/01/01/default.aspx
Genf: Poste de professeure en études genre (Margaret Maruani)

2006
Freiburg:
Start des Gender - Programms auf MA-Stufe

2007
National
: Der SNF finanziert das vom Bund beauftragte Forschungsprogramm »Gleichstellung der Geschlechter« NFP 60 mit 8 Mio. Franken. http://www.nfp60.ch/D/Seiten/home.aspx

2008
Zürich:
Start des Studiengangs Master Nebenfach
National: Zusammenschluss von Gender Campus mit dem Netzwerk LIEGE

2009 Bern: Start des Master Minor
Zürich: Besetzung der Professur Gender Studies und Islamwissenschaft durch Prof. Dr. Bettina Dennerlein

2010
National:
Start des Visiting Professor Programme (2010/2011)
National: Start der Swiss International Summer School Gender Studies
National: Beginn der Forschungsprojekte NFP 60

2011
Bern:
Start der Graduate School Gender Studies

2011
- National:
Weiterführung der Summerschool / Visiting Professor Programme

2012

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Quellen
- »Frauen an den Hochschulen«, Bericht EKF http://www.ekf.admin.ch/dokumentation/00444/00517/index.html?lang=de
- »Bildung und Wissenschaft«, Bericht EKF http://www.ekf.admin.ch/dokumentation/00444/00516/index.html?lang=de
- »Frauen- und Geschlechterforschung an Universitäten in der Schweiz: Entwicklungen und Ausblick«, Dominique Grisard http://www.zuv.unibas.ch/chancengleichheit/gleichstellung/genderforschung-ch.html
- »Institutionalisierungstabelle SUK-Kooperationsprojekt«
- »Evaluationsbericht ZGS 2005«

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